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Marknagel Oberarm nach 10 Jahren entfernen

sShux hat die Diskussion gestartet


Ich denke derzeit vermehrt darüber nach mir einem Marknagel entfernen zu lassen den ich aber bereits seit etwa 10 Jahren im Oberarm habe.

Ich habe mir mit etwa 20 Jahren an meinem rechten Oberarm oberhalb des Ellenbogengelenkes eine Spiralbruch zugezogen. Dieser wurde in einer OP mittels eines Marknagels + Schrauben fixiert. Damals sagte man mir, das Metall wird i.d.R. nach 1 bis 1,5 Jahren wieder entfernt – sofern das Metall keine Problemme macht kann man gegebenenfalls darüber nachdenken das Metall nicht zu entfernen.

Leider wurde bei der OP (bzw. eventuell bereits bei dem Bruch) der im Bereich der Bruchstelle verlaufende Nervus radialis verletzt bzw. überdehnt/überreizt, wodurch ich nach der OP meine rechte Hand nicht mehr richtig bewegen konnte und eine Fallhand hatte. Das war als Rechtshänder natürlich ein riesen Schock für mich und die Ärzte konnten mir nicht sagen ob bzw. in welchem Maße sich der Nerv wieder eholen würde. Glücklicherweise hat sich der Nerv innerhalb von 5 Monaten wieder erholt und die Motorik der Hand hat sich nahezu hundert Prozenzt erholt.

Trotzdem saß der Schock Tief und ich war einfach froh meine Hand wieder normal Nutzen zu können. Das Metall im Arm machte mir im normalen Alltag keine und auch beim Sport i.d.R. wenig Probleme bzw. schränkte mich nur in wenigen Situationen bei spezieller Belastung ein. Da ich Bedenken hatte, bei der Entfernung des Nagels gegebenenfalls wieder das gleiche durchmachen zu müssen entschied ich mich dazu das Metall nicht entfernen zu lassen bzw. habe mich nach den 1,5 Jahren einfach nicht mehr mit der Entfernung ausseinandergesetzt.

Mittlwerweile bin ich 30 Jahre, das Metall macht nicht wirklich mehr Probleme als vorher, allerdings empfinde ich die Situationen in denen ich eingeschränkt bin doch als mehr und mehr störend genauso wie die Vorstellung dauerhaft einen Fremdkörper in mir zu tragen.

Probleme treten bei Scherkräften mit größerer Hebelkraft auf den Ellenbogen auf. Wenn der Arm gebeugt ist und Kraft auf den unterarm zum Körper hin bzw. zum Körper weg ausgeübt wird (als Beispiel Krafteinwirkung beim Armdrücken bzw. entgegengesetzte Richtung). Bei diesen Situationen spüre ich einen Schmerz im Ellenbogengelenk (mit leichter ausdehnung richtung Bruchstelle) während der Krafteinwirkung genauso wie ein teilweise noch stärkeres, kurzes Nachklingen wenn die Krafteinwirkung vorbei ist. Beim Beispiel Armdrücke kann ich quasi trotz guter Muskulatur durch den Schmerz keine (größere) Kraft aufbringen.

Im Alltag sind diese Situationen i.d.R. nicht gegeben, allerdings betreibe ich schon immer viel Sport, wo mir diese EInschränkung dann häufiger bewusst wird und ich sie mehr und mehr als störend Empfinde. Im Winter gehe ich viel ins Fitnnesstudio und trainiere mit Gewichten, dort habe ich mich damit abgefunden das ich diverse Übungen einfach nicht ausführen kann. Weiterhin betreibe ich aber recht ambitioniert Wakeboarden/Kiteboarden mit komplexen Bewegungsabläufen und großen Krafteinwirkungen wo ich entsprechende Situationen nicht vermeiden kann. Aber auch schon bei weniger Kraftintensiven Sportarten wie etwa Squasch , Badminton oder einfach beim Werfen merke ich den schmerz im Gelenk.

Können diese Simpthome mit Schmerzen im Ellenbogengelenk bei beschriebener Krafteinwirkung durch den Marknagel bzw

Fixierungsschrauben hervorgerugen werden? Oder ist es eher warscheinlich das dies durch andere Faktoren bzw. durch den Bruch allgemein hervorgerungen werden und eine Verbesserung durch entnahme des Metalls eher unwarscheinlich ist.

Wie sieht es mit der entfernen des Marknagels aus dem Oberarm nach ca. 10 Jahren aus? Nach meinen Recherchen ist das nach dieser Zeit nicht umbedingt unproblematisch.

Ich stehe also vor der Entscheidung ob eine Entfernung überhaupt besserung bringen würde gegenüber dem Risiko danach eventuell sogar mehr Probleme als vorher zu haben (von temporären Problemen und Reha mal abgesehen).

Ich werde das ganze in den nächsten wochen mit einem Arzt der Klinik bzw. einem Orthopäden einmal durchsprechen.

Ich hoffe aber hier bereits ein Paar Meinungen/Ratschläge oder sogar Erfahrungen einholen zu können.

Gruß

Antworten
Evhemalige'r Nuutzer& (#E32573x1)


Du hast nach 10 Jahren vermutlich ein ganze anderes Problem: es wird schwer bis unmöglich den Marknagel da noch raus zu bekommen ohne Verletzungen zu setzten ...

s)hux


Das kann gut sein, wobei es dazu auch unterschiedliche Meinugen gibt und wohl im Einzelfall entschieden werden muss. Eventuell würde es ja bereits helfen nur die Schrauben entfernen zu lassen.

Vielmehr interessiert es mich ob der Marknagel bzw. Fixierungsschrauben überhaupt Auslöser der Symptome sein können bzw. wie die Chancen auf eine Besserung nach einer Entfernung stehen.

E\hemalpiger rNutzer (M#3257x31)


Vermutlich am ehesten durch die Verriegelungsschrauben als durch den Nagel an sich

suhu;x


Darf ich fragen wie du zu dieser Vermutung kommst? Wäre net wenn du mir erläutern könntest wie bzw. wodurch die Schrauben einfluss haben können.

ElhemaliHgelr Nutz6er (#3x25731)


Weil deine Schmerzen in Gelenknähe sind und die Schrauben eben auch.

Der Marknagel an sich füllt ja quasi nur einen natürlichen Hohlraum aus, wobei die Schrauben ja den Nagel sichern. Und die sind eben am Gelenk, so das sie da bei jeder Bewegung reizen können.

Mehr als die Schrauben wird man nach so vielen Jahren auch nicht mehr herausbekommen ohne zu riskieren den Knochen erneut zu brechen

s<huxx


Die Schmerzen kommen direkt vom Gelenk. Je nach Kraftrichtung strahlt es ausgehen vom inneren bzw äußeren Gelenkknorren. Der Bruch bzw. die Schauben sind ein stück oberhalb des Gelenkes, das stimmt. Bei Bewegung bzw. Bewegungsumfang an sich habe ich garkeine Probleme, nur eben bei Krafteinwirkung mit hebelwirkung auf den Ellenbogen. Bei Krafteinwirkung in Beuge- und Streckrichtung des Gelenkes auch keine Probleme.

Wenn das von den Schrauben kommen kann, dann wäre dies ja recht positiv. Die Entfernung der Schrauben dürfte ja kein großes Problem sein (uuch nach 10 Jahren) nehme ich an.

Ich hatte mich mal mit einem Artzt unterhalten. Wenn ich mich recht errinere, meinte er, eine Ursache könnte Spannung sein die durch den Nagel (bzw. die Schaueben? genau weiß ich es nicht mehr) auf den Knochen wirkt, was sich eventuell wieder legt (hat es leider nicht).

ENhemalJiger Nutz;er (#32x5731)


Die Schrauben wird man in jedem Fall herausbekommen denke ich, der Nagel .... keine Ahnung. Aber die Chancen sind vermutlich nicht so groß ...

KRkolnsti


Hallo,

hier meine Geschichte.

Etwa vor einem Jahr zog ich mehr ebenfalls eine Humerusfraktur, passiert beim Armdrücken.

Damals auch 20 ohne nachzudenken Kräfte gemessen. Mittlerweile bin ich 21 und die zwei Platten Titanplatten mit insgesamt 14 Schrauben könnten rausgemacht werden.

Heute war ich in der Klinik wo sie mir vor einem Jahr reingepflanzt wurden.

Ich wurde geröngt + eine CT.

Danach kurzes Gespräch mit dem Chefarzt der Chirurgie was die Risiken bei dem Eingriff angeht. Abgesehen vom Infektionsgefahren wurde ich auf Radialislähmung hingewiesen, und zwar ist das Risiko beim rausmachen der Platten größer den Nerv zu verletzen als beim reinmachen.

Nun bin ich mir unsicher was das rausmachen der Platten und Schrauben angeht.

Was hälst du davon? Soll ich die drinn lassen?

Danke dir, dass du deine Erfahrungen hier mit uns mitteilst.

Gruß

Konstantin

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