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Hüftoperation wegen Labrumriss (mit 20 Jahren)

P|M5.1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen.

Im November 2011 ging ich erstmals zum Arzt, weil ich in beiden Hüftgelenken und in den Leisten Schmerzen hatte.

Der Arzt fand sofort heraus, dass dieser Schmerz auf eine Fehlstellung seit der Geburt zurück zuführen ist.

Er leitete mich dann weiter, an einen Spezialisten. Dort musste ich Röntgen- und MRI - Bilder machen. Darauf war ersichtlich, dass meine Hüftpfannen zu tief sind, und dadurch das Labrum eingeklemmt wird (einfach ausgedrückt...). Vom ewigen einklemmen, gab es dann einen Riss im Labrum.

Dieser Spezialist leitete mich dann kurzerhand zum Chirurgen weiter. Mit dem Chirurgen besprach ich dann alle OP - Details, Was genau gemacht wird, wie lange alles dauert, Genesungszeit usw. Er hatte vor, erstmals auf einer Seite das Labrum wieder zusammen zu nähen und am Rand der Hüftpfanne etwas Knochen weg zu nehmen.

Kurze Zeit später, im Juni 2012, erfolgte dann auch die arthroskopische Operation. Diese dauerte eine ganze Stunde länger als geplant, weil sich der Zustand meines Hüftgelenkes in der Zwischenzeit noch verschlimmert hat. Das Labrum war nicht mehr nur eingerissen, sondern förmlich vom Knochen abgerissen.

Dieses Befestigte er dann wieder. Dadurch dauerte die Genesungszeit enorm länger. Vor der Operation hat man mir gesagt, 4 Wochen Gehhilfen, 6 Wochen Arbeitsunfähig. Bereits am Tag nach der Operation sagten die Ärzte 6 - 8 Wochen Gehhilfen, 8 - 10 Wochen Arbeitsunfähig. Schlussendlich waren es dann 9 Wochen Gehhilfen, 10 Wochen 100% Arbeitsunfähig und dann 6 Wochen erstmal 50% arbeiten.

Als ich diese Zeit endlich überstanden hatte, bemerkte ich enorme besserungen. Ich wurde immer mobiler, die Schmerzen nahmen immer mehr ab, und ich war mir sicher, diese OP auch an der anderen Hüfte durchführen zu lassen.

Seit einigen Wochen aber, bin ich mir nicht mehr so sicher. Denn die Operierte Hüfte bereitet mir enorme Probleme. Die Schmerzen haben extrem zugenommen, die Beweglichkeit nahm ab, und meine Freizeit ist enorm eingeschränkt (kein Sport, nur vorsichtig und langsam laufen, nicht zu lange sitzen, kann ca. 10 Minuten Schmerzfrei stehen...). Von keine Schmerzmittel mehr bis 3 x täglich...

Am 05.02.2013 habe ich einen Termin bei meinem Chirurgen, Vorbesprechung der Operation für die zweite Seite, welche im März stattfinden soll.

Ich habe mich vorgängig bei ihm gemeldet, um zu sagen das ich Probleme habe mit der Operierten Seite. Leider ist er im moment ziemmlich ausgebucht, deshalb kann ich nicht früher zu ihm gehen, und muss es versuchen auszuhalten bis dahin.

Nun habe ich schon von mehreren Personen gehört, dass sie genau das gleiche MEHRMALS Operiert haben... Nicht gerade eine erfreuliche Nachricht, in meiner Situation. Nun bin ich aber bereit für die unschöne Wahrheit, und finde mich schon einmal einbisschen mit dem Gedanken, zwei weitere Hüft OP's (nochmals die rechte und dann noch die linke) durchführen zu lassen ab.

Deshalb möchte ich hier fragen, hat jemand Erfahrungen damit? Gleiche Operation vor- oder hinter sich? Evtl. sogar ebenfalls Probleme gehabt? Oder kennt ihr jemand der das gleiche mehrmals operieren musste?

Wäre froh um einige Antworten, vielen Dank. Gruss.

Antworten
Sud26x8


Hallo

Dein Beitrag ist zwar schon länger her bin aber leider erst jetzt drauf gestoßen.

Ich hab ein ähnliches Problem. Seit 2011 habe ich durch einen Sturz starke Schmerzen im rechten Hüftgelenk. Ich bin jetzt 22 jahre alt. Nach einem Jahr Stan dann endlich fest was ich habe einen labrumriss. Dieser wurde im Mai 2012 durch huftarthroskopie wieder fixiert. Leider hatte ich nach ein paar Wochen als ich wieder belasten durfte. Nach einem erneuten Mrt kam raus das der riss wieder da ist. Im Februar diesen Jahres hatte ich die zweite Operation bei der das labrum entfernt wurde. Nun 3 Monate nach der op hab ich immernoch Schmerzen und mir zum Überfluss auch noch eine schleimbeutelentzündung geholt an der linken Hüfte.

Keiner weis so wirklich was Sache ist.

Und ich wurde mich nur nochmal operieren lassen wenn es von den Schmerzen nicht mehr geht. Wurde bei dir schon weiteres gemacht?

Gruß Saskia

PLM_5K.x1


Danke für deinen Beitrag.

Ja, ich musste ebenfalls im Februar die zweite Seite operieren. Während dieser Operation haben Sie mir eine Cortison Spritze in die rechte Seite (erst operierte) gemacht, damit ich die Schmerzen aushalte, wenn ich dann lange nur dieses Bein belaste.

Mit dieser Spritze war ich am Anfang auch sehr zufrieden, bis vor etwa 2 Monaten hatte ich in der ersten Seite wirklich fast keine Schmerzen mehr, nun tretten sie aber langsam wieder auf...

Die Seite die ich im Februar operiert habe, schmerz auch immer noch etwas, was aber normal ist. Die Ärzte haben mir gesagt, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis man garnichts mehr spürt.

Also Geduld haben... (was nicht immer sehr leicht ist, ich weiss...)

Was ich in der zwischen Zeit auch noch herausgefunden habe, regelmässig zum Aqua Jogging gehen hilft enorm. Seit 2 Wochen gehe ich 3 mal wöchentlich, und die schmerzen sind in beiden Seiten massiv zurück gegangen seither. Ich nehme an, das liegt am Muskelaufbau.

Ich weiss nicht wie es bei dir ist, aber ich konnte durch die ganzen Hüftprobleme über 2 Jahre kein Sport machen, dadurch sind natürlich die Muskeln recht zurück gegangen. Ich merke jetzt, dass es mir besser geht, wenn ich die Muskulatur wieder aufbaue.

Machst du denn schon wieder Sport?

Gruss Eva

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