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Meine Schulterprobleme rauben mir jede Lebensfreunde!

S`ch okjo{ladex85 hat die Diskussion gestartet


Ich muss direkt sagen, dass das Thema her quasi im Affekt geschrieben ist und nicht ganz wertfrei ist. Aber das soll es auch nicht. Und Achtung, der Text wird lang.

Wer die anderen Themen dazu nicht lesen will hier die Zusammenfassung:

Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich mit Fitnesstraining und Muskelaufbau angefangen (bin jetzt 27). Wollte mal endlich was körperliches machen und mir was gutes tun. Es war auch das erste Mal, dass mir Sport wirklich Spaß gemacht hat. Dann nach ca. 1 Jahr Training die Ernüchterung: Ich hatte Schmerzen in den Schultern, die von alleine nicht mehr weggingen. Nach ca 4 Monaten, verschiedenen Therapiemethoden und einen inkompetenten Orthopäden habe ich einen Arzt gefunden, der mein Problem ernst genommen hat. Es gab ein MRT beider Schultern. Impingement in der rechten Schulter, in der linken aber garnichts. Daher wäre eine Operation beim Inpingement keine Lösung für das Problem. Ich habe mich auch gegen eine OP entschieden, weil ich der Meinung bin, dass ich sowas in meinem Alter, wenn möglich, vermeiden sollte, und lieber mal gesund werden sollte. Gehe nun seit einem Jahr zur Physiotherapie. Zumindest soviel, wie mir mein Orthopäde verschreibt, also nur das Minimum, 6 Sitzungen im Quartal. Besser als nichts, aber meiner Meinung nach zu wenig. Habe aber keinen Arzt gefunden, der das anders sieht. Verfluchte Geizkragen. Die Physio hatte relativen Erfolg, die Schmerzen, die zu Beginn so stark waren, dass jede Bewegung des Armes wehtat, gingen zurück und waren zeitweise verschwunden. Zuletzt (die letzte Physio war im Oktober) waren die Schmerzen ganz weg. Ich habe (auch in den Pausen nach den Sitzungen und währenddessen) meine Übungen gemacht, mal weniger, mal mehr gewissenhaft. Sogar meinen Umzug mit schwerem Schleppen habe ich ohne Schmerzen hinbekommen (nicht mal eine Woche danach hatte irgendwas wehgetan, alles blieb super).

Jetzt seit ich wieder Uni habe und viel sitze in Seminaren und am Schreibtisch gehts wieder los. Die Schmerzen sind scheinbar ohne Grund wieder so stark wie seit Monaten nicht. Ich ernähre mich grundsätzlich von Ibuprofen in unregelmäßigen Abständen um nicht völlig durchzudrehen. Die Schmerzen sind nicht unerträglich, aber konstant und es frustriert extrem.

Meine Freundin versucht mich zu beruhigen, indem sie mir immer wieder sagt, dass es normal ist, dass man auch ohne Probleme wie ich sie habe, regelmäßig Sport machen muss um halt fit zu bleiben. Ich weiß sie hat gewissermaßen recht und meint es gut. Aber ich fühle mich nicht, als würde ich mich fit halten. Für mich ist Physiotherapie kein Sport, der mich im Älterwerden (seien wir realistisch, das fängt mit Ende 20 halt an) begleitet. Es ist eine tägliche Schadensbegrenzung. Ein Mittel, dass ich nicht mit Schmerzen aufwache. Und so kann es doch nicht weitergehen. Meine Schmerzen sind ja quasi schon chronisch, wenn sie seit einem Jahr immer wieder auftauchen ohne mal vollständig wegzusein für längere Zeit. Ich will ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen haben und hinterher Schmerzen habe, wenn ich

- länger mal sitze um zu lernen oder was zu lesen

- Gitarre spiele

- Computerspiele spiele

- etwas hebe, was schwerer als 5kg ist

- (seien wir ehrlich) mich selbst befriedige

- Geschirr in den Schrank stelle

- mit meiner Freundin Sex habe

und 100 andere Dinge, die im normalen Leben vorkommen. Irgendwie belastet man die Arme immer, und ich will nicht den Rest meines Lebens eine tägliche Schadensbegrenzung vornehmen, nur damit mein Alltag erträglich wird. Das ist doch kein Leben, das ist ein schlechter Witz!

Anfangs dachte ich ja noch ober eine OP nach, als der MRT Bericht vom rechten Arm da war mit dem Impingement., Aber als dann der für den linken Arm da war, wo ich garnichts habe, dachte ich, eine OP kann die Lösung nicht sein, denn das Problem kommt nicht (nur) vom Impingement, sonst hätte ich es ja nur rechts.

Leute ich weiß nicht weiter. Ich habe schon vom Hausarzt (eine Ausnahme, er macht das eher ungern) Physio verschrieben bekommen, die jetzt auch Montag wieder losgeht, weil ich bis Ende Februar warten muss, um zum Orthpäden zu gehen (die Termine dauern immer etwas). Aber ich habe jetzt schon das Gefühl, dass es sinnlos ist. Ich stehe mehrmals in der Woche kurz vor der totalen Resignation, weil ich keine Zweck darin sehe, für den Rest meines Lebens gegen chronische Schmerzen zu trainieren. Sich "fithalten fürs Alter" sieht anders aus. 50% der Zeit die ich wach bin mache ich Dinge, die nicht gut sind für die Schultern, und das einfach, weil ich es muss. Ich muss eben viel sitzen in der Uni und lernen zu hause werde ich bestimmt nicht 4 Stunden am Stück im Stehen. Im Moment beginnt die Prüfungsphase wieder und es gruselt mir schon wieder, wenn ich ohne Ibus gar nicht mehr ewig sitzen kann. Was Bringt die Physio wenn sie nicht vorbeugt sondern nur häufig nur gegenarbeitet.

Mit 27 sollte ich so gerade noch in der Höhe meiner körperlichen Fähigkeiten sein, und das eine Mal, wo ich was schönes tue und ein Jahr ins Fitnesscenter gehe zerstöre ich mir meine Arme für den Rest aller Tage. Ja danke, da wäre ich mal lieber weniger engagiert gewesen. Ich mag es halt, körperlich etwas zu tun, schwere Dinge zu tragen (wie beim Umzug helfen etc) und das, sowie viele andere Dinge aus der Stichpunktliste oben sind die totalen Zerstörer meiner Arme.

Ich will nicht mehr und weiß nicht mehr weiter. Einige sagen mir, dass ich übertreibe, aber sie müssen ja auch nicht 3 Tage Schmerzen haben, weil sie sich 10 Minuten selbstbefriedigt haben. Oder den Teig für die Pfannkuchen mit den Schneebesen angerührt haben. Oder sich zu schnell die Harre mit dem Handtuch trockengewischt haben.

Wie soll das weitergehen? >:( :-(

Antworten
EghemapligUer Nuitzer (X#32573m1x)


Jetzt seit ich wieder Uni habe und viel sitze in Seminaren und am Schreibtisch gehts wieder los. Die Schmerzen sind scheinbar ohne Grund wieder so stark wie seit Monaten nicht. Ich ernähre mich grundsätzlich von Ibuprofen in unregelmäßigen Abständen um nicht völlig durchzudrehen. Die Schmerzen sind nicht unerträglich, aber konstant und es frustriert extrem.

Damit hast du ja schon mal einen Auslöser. Viel sitzen, wenig Bewegung, vermutlich falsche Haltung.

Ibuprofen auf Dauer ist eine denkbar schlechte Lösung, sowas sollte immer vom Arzt überwacht werden, wenn du keinen Leberschaden haben möchtest!

Für mich ist Physiotherapie kein Sport, der mich im Älterwerden (seien wir realistisch, das fängt mit Ende 20 halt an) begleitet

Physiotherapie ist auch bei den wenigstens Patienten auf Dauergerbrauch ausgelegt. Eigentlich ist es dazu da dir Übungen beizubringen die du selber regelmäßig (!) und nicht mal mehr und mal weniger, ausführst.

Wenn du außer Physiotherapie keinerlei Sport machst, darf man sich ehrlich gesagt auch nicht wundern. Die Muskeln müssen richtig gekräftigt werden. Gerätetraining wäre wichtig. Ich vermute das du das Jahr im Studi schlicht und ergreifend falsch und einseitig trainiert hast.

Für dich wäre Krankengymnastik an Geräten eine sinnvolle Sache um dich da für deine Schultern richti einweisen zu lassen, was gut für dich ist und was nicht. Diese Enge am Schulterdach hast dir vermutlich schön selber antrainiert.

Ich muss eben viel sitzen in der Uni und lernen zu hause werde ich bestimmt nicht 4 Stunden am Stück im Stehen

Vom stehen alleine ist es auch nicht getan, du brauchst Bewegung und nicht nur 2x20 Minuten beim Physiotherapeuten, du musst begreifen das DU aktiv werden musst, nicht andere müssen das für dich ..die Physio soll dir aus dem akuten heraushelfen, dann musst du selber Sport machen.

Ich stehe mehrmals in der Woche kurz vor der totalen Resignation, weil ich keine Zweck darin sehe, für den Rest meines Lebens gegen chronische Schmerzen zu trainieren

Du scheinst keine Ahung zu haben was chronische Schmerzen sind. Meinst du allen Ernstes wenn man chronische Schmerzen hat knallt man sich einfach in die Ecke und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein und denkt sich, ach ja dann mache ich ja nicht, weil hilft ja eh nicht?

Ich glaube du musst dringend mal umdenken ...

Einige sagen mir, dass ich übertreibe, aber sie müssen ja auch nicht 3 Tage Schmerzen haben, weil sie sich 10 Minuten selbstbefriedigt haben. Oder den Teig für die Pfannkuchen mit den Schneebesen angerührt haben. Oder sich zu schnell die Harre mit dem Handtuch trockengewischt haben.

Selbstmitleid hilft dir nicht weiter, werd aktiv, dann wird es dir auch wieder besser gehen. Nicht immer den Physio machen lassen und denken wird schon werden ...

SCchoVkolLadxe85


Ok wie wir scheint, habe ich tatsächlich eine total falsche und verzerrte Sicht von den Dingen. Das ist beruhigend, denn ähnliche Sachen habe von meiner Freundin auch gehört wie von dir, Mellimaus :-) Ich bin immer froh, wenn ich merke, dass die Dinge anders liegen, als ich es wahrnehme, denn für Änderung ist der Kern des Problems wichtig, und der ist in diesem Fall wohl hauptsächlich bei mir.

Ich bin grade erst aufgestanden, schreibe später noch ausführlicher dazu. Nur eins schon vorab: Ich glaube nicht, dass man sich einen Knochenvorsatz am Schulterdach, der nicht da sein sollte, selber antrainiert. (vielleicht habe ich auch da eine falsche Weltsicht, korrigiert mich, falls es doch so ist).

Später mehr von mir :-)

SIchmmDidtxi70


Hallo Schokolade,

Mellimaus hat schon Recht: mit Selbstmitleid kommst Du nicht weiter...Und es ist auch nicht zielführend, sich mit denen zu vergleichen, die gesund sind...Da gibts nun mal keine Fairness. Und oft ist es leider auch nicht immer eine Altersfrage (hatte vor 20 Jahren mal eine 15jährige im KH mit im Zimmer, die einen schweren Bandscheibenvorfall mit OP hatte).

Ein Impingement heißt ja noch nicht zwangsläufig, dass es Veränderungen am Schulterdach gibt...Hast Du die denn, sind denn schon Veränderungen, die den Platz zusätzlich einengen ??? Die kannst Du natürlich nicht so einfach wegtrainieren bzw. muß dann ja dann geschaut werden, ob Du das mit gezielter KG und Eigenübungen hinbekommen kannst.

Kennst Du die Seite der "Schulterhilfe"? Da ist diese Problematik ganz gut erklärt...

Und Du wirst um gezieltes eigenes Training nicht herumkommen, ab und an KG hilft da nicht...Abgesehen davon, dass Du ja eh offenbar keine OP anstrebst, sind die ja auch wirklich beim Impingement recht umstritten.

Alles Gute! *:)

KElfaus F


Hier gibt es erstmal nur ein Problem.... Du bist bei den falschen Ärzten. Orthopädie sind namentlich Knochendoktoren. Das können die ganz ordentlich... aber dein Problem liegt in Muskel und Faszienstrukturen.... Und die Ärzte dafür werden wohl erst in etwas 20 Jahren ausgebildet, wenn die Problematik erst mal erkannt und erforscht wurde ... :-)

Sjchok>olaxde85


Ok, dann werde ich mich mal durcharbeiten durch eure Antworten :-)

@ Mellimaus

Also der ursprüngliche Auslöser war halt das Fitnesstraining, zumindest ist das meine Einschätzung. Zuviel gehoben oder falsche Bewegungen. Wahrscheinlich zuviel Gewicht, denn die Bewegungen habe ich mir alle zeigen lassen von den kompetenten Trainern. Ich war beim Training immer sehr gewissenhaft und habe es (nach meiner Ansicht eigentlich) nicht übertrieben. Aber da die Schmerzen damit begonnen haben nach einem jahr Training kommts wohl daher.

Das viele Sitzen und die wenige Bewegung sind nun der temporäre Auslöser bzw. ein Aspekt, der das Problem aufrecht erhält.

Welche Art von Bewegung ist denn sinnvoll? Das klingt jetzt nach einer naiven Frage, aber ich habe weder bei meinem Hausarzt noch bei der Physiotherapie konkrete Antworten erhalten können. Ein Bewegungssport bringt mir ja nur was, wenn ich nicht auf eigene Faust wieder was völlig falsches machen kann. Dachte da evtl. an Jogging, macht das Sinn? Ich würde mich viel bewegen und die Arme würden nicht massiv belastet aber trotzdem mit bewegt (und der Rücken auch).

Ibuprofen oder andere Medikamente dauerhaft ohne Verschreibung nehmen ist nicht gut, das ist mir bewusst. Leider habe ich eine etwas "ungesunde" Einstellung zu Medikamenten und die kurzfristige Wirkung macht mir den Tag halt wieder erträglich. Langzeitfolgen blende ich meistens aus (leider). Ich habe die Dinger jetzt mal weggesperrt so dass ich nicht spontan was davon nehmen kann.

Zur Physiotherapie:

Die Übungen habe ich meistens so gemacht, wie sie mir gesagt wurden, auch mit ausreichend Abwechslung. Die Formulierung war wohl etwas übertrieben mit dem "mehr oder weniger". Ich habe aber auch gemerkt, dass die Physiotherapie mir mehr bringt und auch mehr nützt als wenn ich selber Übungen mache, ich weiß nicht, woran es liegt. Vielleicht, weil ich da noch andere Möglichkeiten habe an Geräten Übungen zu machen neben der 20Minuten Sitzung und so mehr tue (und mehr tun kann) als zu hause.

Ein einseitiges Training hatte ich definitiv nicht im Fitnesscenter. Im Gegenteil habe ich mich immer darum bemüht, nach einem Plan alle Körperpartien in Zirkulation zu trainieren und auch die Übungen zu variieren.

Und dass ich durch meine dauerhaften Schmerzen oft meine Motivation mehr für den Tag habe, sollte nicht so unverständlich sein. Natürlich wird es dadurch nicht besser. Aber wenn du morgens aufwachst und beim Aufstehen schon die Arme vom Abstützen auf dem Bett wehtun weil du gestern den Einkaufskorb gehoben hast, ist das nicht gerade sehr aufbauend, vor allem nicht, wenn sowas immer wieder auftaucht seit einem Jahr. Ob sinnvolle oder verschwendete Zeit, ich finde, ein bisschen Nachvollziehen kann man meinen Frust schon oder nicht? Falls nicht, dann halt nicht :-)

@ Schmidti

Also es wurden MRTs gemacht, sowohl an der linken, als auch der rechten Schulter. Rechts ist ein Knochenvorsatz am Schultervordach mit der Diagnose Impingement festgestellt worden, und zwar ein Vorsatz der schlechteren Sorte.

Wie auf dem Bild hier der Typ III

[[http://www.healthyshoulders.com/images/genetic-impingement.jpg]]

Genauere Beschreibung dazu zu Beginn des folgenden Threads:

[[http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/619288/]]

links dagegen gibt es keinen Vorsatz und keine Verengung. Das ist auch der Grund, warum ich eine OP rechts für nicht sinnvoll halte. Als ich nur den Bericht für rechts hatte, dachte ich: Naja vllt. bringt es ja was, den Knochen abschleifen zu lassen, wie der Doc sagt.

Aber als dann sich zeigte, das links gar kein Impingement ist (nicht ansatzweise was problematisches zu sehen), war klar, dass das Problem nicht ursächlich daher kommt, sondenr höchstens ein Grund sein kann, warum es rechts häufig schlechter ist.

Umstritten ist die OP bei Impingement soweit ich da informiert bin nicht. Nur dass es eben andere Wege zum Ziel gibt, die keinen Eingriff erfordern. Und dass es in Einzelfällen (die ganz wenigen Ausnahmen für die Quote) halt auch schlechter wurde nach einer OP und zwar dauerhaft. Meine Meinung zur OP: Wenn sich ein Eingriff vermeiden lässt, sollte man ihn auch vermeiden, da es immer Restrisiken gibt.

Zum Vergleich mit Gesunden. Ich glaube, dass auch da der Hund begraben liegt. Ich kann mich nicht mit dem Problem abfinden, es als unveränderte Tatsache akzeptieren. Weil es mir ja vorher immer gut ging. Und weil quasi mein Enthusiasmus, mich körperlich zu betätigen, darin geendet hat, dass ich genau das nicht mehr uneingeschränkt kann. So dieses Gefühl "Da will man einmal im Leben seinem Körper was gutes tun und bekommt direkt die fette Rechnung dafür". Das frustriert ungemein und ich bin zugegebenermaßen jemand, der sehr leicht zu frustrieren ist, wenn es um Verlust von Kontrolle geht.

@ Klaus

Das ist natürlich nicht sehr erbaulich, obs stimmt oder nicht. Aber man muss ja mit dem arbeiten, was man hat und nicht 20 Jahre warten. Ich glaube, dass mir die anderen Poster hier zustimmen würden, wenn ich sage: 20 Jahre auf die Lösungen warten, würde das Problem auch nicht besser machen ;-)

Kilauxs F


Das Problem in der Orthopädie wird ja auch immer schlimmer... und das obwohl millarden reingepumpt werden.

Syunrflfowevr_7*3


Ein Impingement ist letztlich ein rein mechanisches Problem. Kanal für Sehne zu eng, die wird gereizt, entzündet sich, quillt auf, reibt dadurch umso mehr – > Dauerhaftes Problem.

Ich bin definitiv nicht blind PRO OP, aber bei best. Dingen sollte man erkennen, dass das Problem sich nicht von alleine löst.

Ich habe mich auch gegen eine OP entschieden, weil ich der Meinung bin, dass ich sowas in meinem Alter, wenn möglich, vermeiden sollte, und lieber mal gesund werden sollte.

Dabei KÖNNTE eine (wohlüberlegte) OP helfen. Oder erwartest Du, dass ein entzündeter Blinddarm von allein gesundet?

Es kann auch gut sein, dass Du durch allg. Fehlhaltungen PLUS das einseitige Impingement Dich so ungünstig bewegst/sitzt etc., dass DADURCH die andere Seite Probleme macht!

Ich hatte ein Impingement, und wohl durch einen Unfall wurde es akut. Habe 8 Monate konservativ auf allen Ebenen herumgedoktort, ohne Ergebnis. Drei Tage nach OP war alles prima. Was eher ungewöhnlich positiv war; die OP kann auch deutlich länger Probleme machen.

Aber einerseits das totale Selbstmitleid und andererseits nicht mal ALLE Optionen ernsthaft in Erwägung ziehen...

Ansonsten:

Mach' eine (ggf. stationäre) UMFASSENDE Schmerztherapie. Mit Physio, TENS, Medikamenten, Psychotherapie,... Ein Aspekt im Umgang mit Schmerzen ist IMMER die ABLENKUNG davon. Funktioniert, ist mittels zahlreicher Studien bewiesen. Schaffen schon Kindergartenkinder mit schwerstem Rheuma.

Aber diese Fokussierung und Dein Selbstmitleid finde ich unangenehm. Dir antworten hier im Faden mehrere junge/jüngere Leute, die seit JAHREN chronische Schmerzen bei jeder Bewegung haben. Und die alle NICHT resignieren, sondern ihr Leben leben.

Eohema8ligerK N:utzerD (W#32M5731x)


Zuviel gehoben oder falsche Bewegungen. Wahrscheinlich zuviel Gewicht, denn die Bewegungen habe ich mir alle zeigen lassen von den kompetenten Trainern

Leider trainiert man oft einseitig, heißt man vergisst vergisst gerne das jeder Muskel auf einen Gegenspieler hat, und dabei trainiert man sich ins Ungleichgewicht.

Das viele Sitzen und die wenige Bewegung sind nun der temporäre Auslöser bzw. ein Aspekt, der das Problem aufrecht erhält.

Richtig, du erhälst das Problem damit künstlich aufrecht.

Ibuprofen oder andere Medikamente dauerhaft ohne Verschreibung nehmen ist nicht gut, das ist mir bewusst. Leider habe ich eine etwas "ungesunde" Einstellung zu Medikamenten und die kurzfristige Wirkung macht mir den Tag halt wieder erträglich

Dafür gibt es Ärzte, die dir Schmerzmittel verschreiben müssen, es gibt besseres bei häufiger Einnahme als Ibuprofen. Lass dich da vom Arzt beraten, dafür ist der auch da ...


Und was deine Einstellung zur Bewegung angeht, wir haben doch vor kurzen in deinem anderen Faden über den vermeindlichen Hexenschuss geschrieben, da warst du ja auch nicht einsichtig das Bewegung erfolgen muss.

Du musst dringend deine passive Grundhaltung ändern! Sonst wirst du immer wieder an allen möglichen Stellen Probleme bekommen.

SrchokIola~de85


@ Sunflower

Es gibt verschiedene Gründe, weswegen ich gegen eine OP bin.

1. Außer den ersten (inkompetenten, geldgeilen) Orthopäden (von dem die ganze Stadt weiß, dass er nichts drauf hat, nur ich halt damals noch nicht) gibt es niemanden, der mir bisher eine OP empfehlen konnte. Nicht meine Verwandten, die im Krankenhaus tätig sind, nicht der Hausarzt, nicht mein jetziger Orthopäde und auch niemand anders.

2. Es gibt in meinem Bekannten-/Verwandtenkreis mehrere Fälle der letzten 4 Jahre, bei denen OPs an diversen Gelenken NICHT die erwünschte Verbesserung, sondern eine chronische Verschlechterung herbeigeführt haben, so dass die Betroffenen entweder jetzt schlechter dran sind als vorher, oder nachoperieren lassen mussten.

3. Mein Vater hatte vor einigen Jahren ein sehr ähnliches Problem (ebenfalls durch Überlastung) mit Impingement an beiden Schultern und ist ohne OP wieder wohlauf, keine Beschwerden in irgendeiner Form.

Ich verstehe deine Argumentation, dass auch eine einseitige Problematik sich durch falsche Haltung auf beide Seiten auswirkt. Aber ich glaube nicht, dass ein quasi identisches Beschwerdebild an beiden Schultern durch ein einseitiges Problem verursacht wird. Die ersten Schmerzen traten bei beiden Armen relativ zeitgleich ein, was für mich nach einer beidseitigen Überlastung (oder Fehlbelastung) aussieht.

@ mein Fazit bisher

-Ich bin ein Sturkopf und muss ich oft belehren lassen, was gut für mich ist und was nicht. Da reicht eine Meinung alleine nicht aus. Da es hier aber einen allgemeinen Konsens gibt, dass vor allem meine Einstellung – gelinde gesagt – ziemlich unproduktiv ist, muss ich daran wohl einiges arbeiten.

-Mehr Bewegung ist unumgänglich und unabhängig von Problemen, die man in meinem Alter hat auch Standard, um körperlich funktionsfähig zu bleiben. Mein Problem damit war bisher immer, dass ich es bei mir nicht als "fithalten" sondern als Schadensbegrenzung sah, weil ich mein Problem dadurch immer nur temporär beschwichtigt habe. Daher muss wohl ein etwas umfassenderes Gesundheitsprogramm her. Neben der richtigen Bewegung auch vielleicht eine umfassende Therapie, wie sie von Sunflower vorgeschlagen wurde.

-(vielleicht eine Unterstützung des ganzen mit Medikamenten, aber nicht, wenn es sich sinnvoll vermeiden lässt)

Ich werde die neu gesammelten Ideen und Informationen versuchen, umzusetzen, auch mal andere Leute wie Physiotherapie und Orthopäde (und ja er sit ein Knochenarzt, aber die Klinik u.a. spezialisiert auf Schulterprobleme) um Rat fragen, wie ich den Genesungsprozess besser fördern kann als bisher, also auch: Was ich selber dafür tun kann und muss, und wie ärztliche und medizinische Ressourcen in Form von Therapie dabei helfen können.

Ein Hauptproblem war bisher immer, dass mir niemand sinnvolle Tipps geben konnte, wie mit dem Schmerzen umzugehen ist. Ich kann mich generell schwer von Problemen ablenken, da ich (leider) ein sehr problemfokussierter Mensch bin. Ist wohl auch etwas, woran ich arbeiten sollte.

Da wären noch zwei letzte Fragen:

Wo/wie kann ich eine solche umfassende Schmerztherapie beantragen/durchführen, wie Sunflower sie angesprochen hat? ALso wer ist für sowas zuständig? Oder ist das etwas, was ich mir selber zusammenbastel an verschiedenen Stellen? Gibt ja bestimmt Ansprechpartner, die einen am besten wissen, wie man sowas zu tun hat.

Welchen Sport haltet ihr für sinnvoll in Bezug auf Bewegung? Also welcher Sport bietet ausreichend Bewegung aber nicht zuviel (falsche!) Belastung, die schaden könnte? Ich meine damit nicht: Welcher Sport macht gesund, ist aber nicht anstrengend ;-) Aber es gibt halt Bewegungen, die allgemein ja nicht so sinnvoll sind bei Schulterproblemen (wie z.B. ständiges Kopfüber-Arbeiten im Volleyball).

KWlaous xF


Vielleicht nochmal kurz zur Diagnose Impingement. Das ist das idiotische was es überhaupt gibt.

Die Orthopädie/Chirurgie macht bei Schultern wenn was kaputt ist meist sehr gut Arbeit.

Wenn allerdings nicht wirklich klar ein Problem vorliegt machen sie derartige fragliche OPs

Impingement bedeutet dass sich etwas zu nahe kommt.... und wenn das so ist fräst man nicht an Knochen rum, sondern schaut dass die "Aufhängung" wieder weit genug wird. Aber hier ist das selbe Problem wie in der gesamten Orthopädie.... man bräuchte heute Muskel und Faszien Doktoren. Aber die Sparte gibt es noch nicht.

E{hemalig;er ^NutzYeMr M(#3Z25731)


Wo/wie kann ich eine solche umfassende Schmerztherapie beantragen/durchführen, wie Sunflower sie angesprochen hat?

Das ist eine normale Schmerztherapie, die man entweder Stationär durchführen kann oder ambulant.

Du kannst dich an eine Schmerzambulanz wenden oder dich in einer Schmerzklinik überweisen lassen.

Oder eben zu einem niedergelassenen Schmerztherapeuten gehen.

S~un~flow,er_x73


@ Klaus:

Aber gut, dass Du als Sachbearbeiter die ultimativen Fachkenntnisse hast. ]:D

k-atttBilxein


Schokolade

das Problem scheint aber eine daraus resulierende Nervenentzündung zu sein (vor allem durch die Überbelastung).

Wurde mal eine Cortisontherapie angesprochen?

Eine Bekannte von mir hatte das und bekam Cortisonspritzen dorthin. Das brachte ihr schnell Besserung.

Wenn es konservativ nicht zu lösen ist, würde ich schon ernsthaft über eine OP nachdenken.

Die schlechten Erfahrungen deiner Verwandten oder Bekannten bei irgendwelchen Gelenks-OPs must du ausblenden, das hat nichts mit deinem Problem zu tun.

Du schriebst ja auch, dass dein Vater ähnliche Probleme hatte und es ohne OP wieder in Griff kriegte.

Was hatte er denn für eine Behandlungsmethode?

E`hemalkiger NuOtzer (#n325731x)


Eine OP wir ihm meiner Meinung nach hierbei nicht helfen ... sicher man kann alles operieren und verschlimmbessern ...

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