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Meine Schulterprobleme rauben mir jede Lebensfreunde!

K8lFaus' xF


ich bin nur der kaufmann der praxis..... aber bei allen aussenterminen dabei.

erstmal freue ich mich für jeden der erfolgreich therapiert wurde.... ob von uns oder von sonst jemand ist egal.

und meine erfahrung aus meinem alltag ist leider, dass 95% unserer patienten mit fehldiagnosen bzw. mit fehleinschätzungen der beschwerden zu uns kommen. und ich rede von ca. 5000 Patienten in den letzten 6 Jahren

P ustjebluyme6x5


He Schokolade

du wirst den Gebrauch deiner Schultern neu erlernen müssen.

Du wirst lernen müssen deine Schultergelenksköpfe bei jeder Bewegung nach unten in die Pfannen zu fixiren.

Du wirst deine Schulergelenksrotatoren täglich trainieren müssen, damit diese die Köpfe in der Pfanne halten können.

Du wirst Übungen zur Koordination der Schulternmuskualtur durchführen müssen.

Und all das täglich und ein Leben lang, dann wirst Du schmerzfrei leben können.

Ich kann dir nur raten, suche dir einen guten Physio.

S5cho0koladex85


So habe nun seit 2 Wochen wieder Physio und es geht schon wieder wesentlich besser. Habe meine Einstellung etwas geändert aufgrund eurer Schreiben hier. Mache regelmäßig meine Übungen und bewege mich mehrt :-) Sollte also auch dem Weg der Besserung sein und bleiben.

Trotzdem habe ich eine Frage, die sich auch durch den letzten Post von Pusteblume ergibt. Und ich hoffe, dass ihr mir dafür nicht an die Gurgel springt.

Viele schreiben hier immer wieder was, dass man sich immer viel Bewegen muss. Dass es, sobald man sich nicht mehr bewegt (also nicht mehr regelmäßig was tut) es schlechter wird. Das verstehe ich, solange es sich auf altersbedingte Beschwerden bezieht. Klar muss ich ein Leben lang aktiv bleiben, um mich fit zu halten und körperlichen Verfall (platt gesagt) vorzubeugen.

Warum aber gilt scheinbar das gleiche, für ein künstlich erzeugtes Problem? Ich habe die Schmerzen durch eine mehrfache Überbelastung im Fitnesscenter. Warum ist die Konsequenz, dass dieses Problem ein Leben lang behandelt werden muss? Versteht mich nicht falsch, ich sehe ein, dass ich mein Gesundheitsbewusstsein verbessern muss und mehr tun muss. Bin ja schon dabei. Aber: Ein gebrochenes Bein braucht keine lebenslange Aufmerksamkeit. Wenn ich mir den Arm schneide, muss ich auch nicht lebenslang Salbe draufschmieren. Wenn ich mir was verstaucht habe, muss ich es auch nicht lebenslang schonen. Warum also bei meinem Problem? Verstehe ich irgendwas falsch oder gar nicht? Bin ich zu naiv?

Meine Sicht der Welt bisher ist folgende gewesen: Wenn ich ein körperliches Problem habe, was nicht von der Veranlagung her chronisch ist (wie z.B. etwas erblich bedingtes), dann tue ich mein bestes, um wieder auf den alten Gesundheitsstand zu kommen. Und dann sollte das Problem weg sein. (Das hat nichts mit allgemeiner Fitness oder Bewegung zu tun, die ja allgemein immer gut ist). Was genau unterscheidet mein Problem von überlasteten Schultern zu allen Problemen, bei denen eine vollständige Heilung durch richtige Therapie nach einer gewissen Zeit (und wenn es mehrere Jahre sind) eintritt? Ich sitze am Schreibtisch nicht anders als vor dem Problem. Ich bewege mich nicht anders als vor dem Problem. Alleine, dass ich das Problem erzeugt habe, führt doch dazu, dass Haltung, Bewegung etc, wenn falsch durchgeführt, das Problem aufrecht erhalten. Aber wenn ich das Problem los bin nach einer gewissen Therapiezeit, sollte es doch "ausreichen", mich normal körperlich fit zu halten wie jeder andere Mensch auch. Oder etwa nicht?

Ich schreibe das so ausführlich, weil ich nicht verstehe, was bei mir anders ist, dass immer alle sagen, ich muss ein Leben lang darauf achten. Klar, muss ich neue Schulterbewegungen mehr ins Bewusstsein bringen und dafür sorgen, dass sie automatisiert werden, so dass ich es wieder richtig mache. Aber ein Leben lang Übungen dazu zu machen, das geht mir nicht in den Kopf. Man muss doch nicht jedes Problem ein Leben lang behandeln, wenn es durch, naja ich sage mal, temporäres Fehlverhalten (bei Haltung etc) erzeugt wurde. So schlecht heilt sich der menschliche Körper auch nicht. Da wären wir doch schon längst ausgestorben, wenn jede Entzündung ein Leben lang halten würde.

Ich bitte um sachliche Hinweise mal zu dieser Fragestellung (Anschuldigungen habe ich bisher genug gehört, die meisten davon zu Recht, aber dann reichts auch ;-), denn entweder kapier ich was falsch, oder ich kapiers garnicht.

@ Pusteblume:

Ich stelle damit deine Hinweise nicht in Frage. Im Gegenteil, in vielen Übungen, die ich bei der Physio und zu Hause mache, erkenne ich das wieder, was zu beschreibst, und ich weiß auch, dass es wichtig ist. Aber eine dauerhafte Heilung sollte doch irgendwann eintreten, oder nicht? ein tägliches/wöchentliches/sonst wie regelmäßiges Fitnessprogramm um mich gesundzuhalten ist ja unabhängig davon.

S5chokIoladex85


Doof, es gibt keinen Editiertknopf:

Die Frage oben stellt sich mir besonders, da ich von Erfolgen bei einer OP von Impingement gelesen habe, die nach einigen Tagen komplett schmerzfrei waren für den Rest ihrer Tage.

S}chm[idt:i70


Ehrlich gesagt glaube ich, dass das falsche Trainieren vielleicht der Auslöser war, aber nicht der Grund für Deine Probleme...Das Sitzen am Schreibtisch und in der Uni tut sicher ein Übriges dazu...

Ich glaube, das dürften die Wenigsten sein, die durch eine Impingement OP ohne weiteres Zutun nach kurzer Zeit und für immer beschwerdefrei bleiben...Da lese ich in diversen Foren genau Anderes...Vor allem von Einigen, die nach der OP erst richtig Schmerzen hatten...

Du wirst vielleicht dauerhaft einen Ausgleich zum Sitzen am Schreibtisch brauchen...wie ich übrigens auch... :)z

E(hemalFiger Nut)zuer (#&3257x31)


Die Schulter ist nun einmal ein muskulär geführtes Gelenk.

Du machst Physiotherapie, machst Übungen – > Schmerzen sind irgendwann weg. Du hast ja schön die Dysbalancen wieder ausgebessert und due Muskeln insgesamt gekräftigt.

Dann bin du schmerzfrei und denkst dir, ach ja ist alles wieder gut, lass ich halt wieder bleiben, mir tut ja auch nichts mehr weh (machen sehr viele so).

Die Konsequenz daraus. Die Muskeln bauen wieder ab, du bekommst wieder Fehlhaltungen und Muskeldysbalancen, die Schmerzen kommen wieder.

Das ist das gleich wie mit deinem Rücken, wenn du nicht dauerhaft was dafür tust das die Muskeln gekräftigt werden und alles stabil halten, kommen die Beschwerden zwangsläufig über kurz oder lang zurück.

Deine Entzündung ist ja nicht das ursächliche Problem, sondern nur Symptom der falschen Belastung ...

Sbunfleowexr_73


Die Frage oben stellt sich mir besonders, da ich von Erfolgen bei einer OP von Impingement gelesen habe, die nach einigen Tagen komplett schmerzfrei waren für den Rest ihrer Tage.

Ich bin so jemand.

Wobei man sagen muss: Bei mir ist die betroffene Sehne wohl durch einen Autounfall minimal eingerissen. Wodurch der Teufelskreis aus "Anriss/Entzündung = Aufquellen der Sehne", "Impingement = wenig Platz für die Sehne = die entzündete & aufgequollene Sehne wird weiter gereizt" in Gang gesetzt wurde.

Fast neun Monate konservative Behandlung, die zu nichts führte. Es war meine Schreibseite, ich konnte kaum mit der Hand schreiben. Arm heben bzgl. Haare föhnen, Parkticket ziehen,...: Ging nur mit Einschränkungen und unter Schmerzen. V.a. alle Abspreizbewegungen waren mehr als unschön.

Letztlich habe ich mich zu der OP entschieden, bei einem sehr zurückhaltenden Arzt. Der dann auch wiederholt negative Verläufe, Schmerzen, lange Physiotherapie,... betonte. Plus erhebliche Schmerzen nach der OP.

Das Fazit war dann: Noch mit der Drainage in der Schulter war der schmerzfreie Bewegungsradius größer als vorher. Und 3 Tage nach OP war es, als ob NIE etwas gewesen wäre. Einzig BH-Verschlüsse hinterm Rücken schließen musste ein wenig länger trainiert werden. OP ist jetzt 18 Monate her, und ich merke nichts mehr. Was mich selber erstaunt, da ich mit so einem tollen Verlauf v.a. auch nach der ärztlichen Aufklärung nicht gerechnet habe.

Aber wie gesagt (und das finde ich wichtig): Das Impingement war bei mir schon lange vorhanden und machte keine Probleme; wurde erst durch einen äußeren Einfluss auf die Sehne (Unfallfolgen) relevant. Zumindest fingen die massiven Probleme direkt nach Unfall & Schleudertrauma an; hatte vorher nie Probleme. Und ich habe fast 9 Monate lang konservativ ALLES versucht.

Prustebtlumex65


He Schokolade

Millimaus hat das schon richtig beschrieben.

Sehr viele vor allem junge Menschen denken so wie du. Ich habe übrigens auch so gedacht, bis ich meinen Beruf erlernt hab, in schon fortgeschrittenem Alter. Das liegt einfach daran, das die persönlichen Krankheitserfahrungen in jungen Jahre so sind und die Medien oft die Ansicht verbereiten, das so ziehmlich alles heilbar ist.

Tatsächlich entspricht aber dieser Krankheitsverlauf, Auftreten der Krankheit, akute Phase, dann Heilung und vollkommene Gesundung nur auf einen Teil der Krankheiten zu. Sehr viele Krankheiten verlaufen chronisch. Und das was Du hast ist eine degenerative Gelenkserkrankung und die sind nun mal alle chronisch. Normaler Weise sind degenerative Erkankungen, Erkankungen des fortgeschrittenen Alters. Sie treten aber nun mal auch bei jungen Sportlern auf, die es übertrieben, oder falsch trainiert haben.

Du wirst ein Leben lang gut auf deine Schultern achten müssen, wenn Du schmerzfrei leben willst.

Und damit stehst du nicht allein da.

Die Mehrheit aller Menschen entwickelt so einen Schwachpunkt ihrgendwoh im Körper, nur sind sie halt meist etwas älter als du, wenn erste Probleme auftreten.

S+chokolYadex85


Naja ich denk ja auch so, wie ich es tue, weil ich das gleiche Problem bereits schon mal hatte. Nur eben nicht in dem Ausmaß. Als ich meinen ersten (der letzte hier war ja der zweite) Anlauf beim Fitnesstraining vor einigigen Jahren gemacht habe, ist der ebenfalls an Schulterschmerzen gescheitert. Die Symtpome waren identisch wie auch nach diesem Versuch zu Beginn. Nur dass damals die Schmerzen nach Komplettabbruch des Trainings weg waren und zwar vollständig nach vier Wochen. Ohne fremde Hilfe.

Hab ich mir mit meinem zweiten Versuch jetzt mein eigenes Dauerproblem gemacht? Ich rede mir immer ein, dass ich schmerz- und symptomfrei wäre, wenn ich Sport einfach mal Sport gelassen hätte und mich nie mit Fitnesstraining befasst hätte. Vielleicht wäre das Problem dann nie aufgetaucht. Oder erst in... was weiß ich 20 Jahren. Ist doch Mist :-(

E6hema,liger gNutDzerw (#32573x1)


Man muss ja auch nicht auf Teufel komm raus an die Geräte gehen. Gezielte Übungen mit dem Theraband können schon ausreichend sein ...

Ich rede mir immer ein, dass ich schmerz- und symptomfrei wäre, wenn ich Sport einfach mal Sport gelassen hätte und mich nie mit Fitnesstraining befasst hätte

Auch damit hättest du dir langfristig Probleme rangezüchtet, weil nur einseitig am Schreibtisch sitzen und nichts an körperlicher Bewegung ist genauso schädlich.

Das du jetzt keine Probleme hättest ist rein hypothetisch.

Mach regelmäßig Übungen mit dem Theraband die der der Physio zeigt und dann sollten sich die Schultern auch stabilisieren. Lässt du das schleißen, kommen die Schmerzen wieder ...

Ich kann deine Frustration ja verstehen, aber Selbstmitleid bringt dich auch nicht weiter ...

SPchokoJladxe85


Ja ich weiß, das bringt nicht wirklich was. Eigentlich kann man das Thema fast im Unterforum: Psychologie einordnen :-D

Ich war halt immer unzufrieden mit meinem Körper und das Fitnesstraining hat mir zum ersten Mal seit langem wieder Selbstbewusstsein gegeben. Die paar Muskeln die ich als Hardgainer in einem Jahr mühevoll aufgebaut haben, waren extrem schnell wieder weg und mit ihnen auch meine gute Laune. Klar, sollte man sich nicht nur über seinen Körper identizifieren und bewerten, aber festzustellen, dass der Körper die Blüte seiner Zeit schon überschritten hat, bevor man angefangen hat, die zu genießen, ist nicht einfach. Da spielt ganz viel der Kopf mit. Das ist wie, wenn man zum ersten Mal im Jahr sein Cabrio aus der Garage holen würde und man nach 2 km nen Platten hat und den Rest des Jahres mit Ersatzreifen auf 80km/h fahren muss.

Habe auch schon überlegt, mir deswegen einen Psychologen zu suchen, weil es eben sehr an mir nagt und ich immer, wenn es mal wieder einschlägt, merke, wie sehr ich darunter leide, obwohl es auch anders ginge.

EAhemaligNer Nutze5r ^(#32X5d731)


Es spricht nichts gegen Training, aber alles mit Maß und Ziel und vor allem richtig ausgeführt.

P,ustePblume6x5


Habe auch schon überlegt, mir deswegen einen Psychologen zu suchen, weil es eben sehr an mir nagt und ich immer, wenn es mal wieder einschlägt, merke, wie sehr ich darunter leide, obwohl es auch anders ginge.

He Schokolade, das wäre eine Möglichkeit zu mehr Lebenszufriedenheit zu gelangen.

Allerdings geht eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie extrem ans Eingemachte und führt unter Umständen erstmal zu einer völligen Destabilisierung der Psyche, bis du deinen Weg in der Psychotherapie gefunden hast. Das ist kein leichter Weg, ist meine Erfahrung.

S0unflioweKr_7x3


Von daher wäre vielleicht erstmal eine Verhaltenstherapie, die mehr bei den konkreten Dingen ansetzt, ein guter Kompromiss. Zumal die bei einer umfassenden Schmerztherapie eigentlich eh mit dazugehört.

s5onneWnschemin6x3


hallo Schokolade...ich möchte Dir nur kurz schreiben und Dich aufmuntern.Denn alles wird wieder gut.Ich habe den Mist an beiden Schultern gehabt.Jede Schulter brauchte 2 Jahre.Auslöser war Training an der Ballmaschine.(re.Schulter)Leichter Ausrutscher und die linke Schulter war auch fast unbeweglich.Ohne Cortison und Ibu hätte ich die Schmerzen auch nicht ausgehalten.Nach 4 Jahren bin ich schmerzfrei und die Beweglichkeit ist ausgezeichnet.Das habe ich durch Reha-Training und wöchentliche Physiotherapie geschafft.Der Körper regeneriert sich,wenn er es für richtig hält.Wir können nur leicht unterstützen.

Aber am schlimmsten war die Tatsache, dass man nach einer bestimmten Zeit von Sportkollegen,Freunden und Verwandten nicht mehr ernst genommen wurde.Das tut am wehesten.

Schulterprobleme sind langwierig.Der Orthopäde hat da eine feine Lösung.Schnell eine OP.Bei mir auch.Doch ich habe mich fürs "Aussitzen"entschieden.Denn ich glaube, es ist die schonendere Lösung.

Und eins ist sicher.Das hat man nicht sein ganzes Leben.Mach Dir keine Sorgen.Es geht wieder..... *:)

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