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Alternative zur Wirbelsäulenversteifung?

m3ausher8x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meiner Tochter (15) soll auf Grund von zwei Skoliosen und ansteigenden Schmerzen die Wirbelsäule auf 2x versteift werden. Ich suche nun verzweifelt nach einer Alternativlösung, da ich meinem Schatz das nicht antun möchte bzw. kann.

Sie trägt seit dem 6 LJ ein Korsett (ich glaube bis jetzt das 11.). Seit etwa einem Jahr begannen die Scherzen im Rückenbereich anzusteigen und sie gekam häufig Migräne.

Ich habe deshalb vor 3 Monaten, auch gegen den Rat des behandelnden Arztes, mit meiner Tochter zusammen beschlossen mit der KG aufzuhören, da die Schmerzen unter der Therapie und am folgenden Tag (besonders die Migräne) extrem angestiegen sind.

Seitdem haben sich die Schmerzen auf einem etwas geringerem Niveau eingependelt.

Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht und kann uns helfen. ???

Antworten
W6ol^fganxg


Welche Art von KG macht sie denn?

Es ist schon sehr wichtig, dass gegen die Skoliose angearbeitet wird, sonst werden die Verkrümmungen immer stärker.

Eventuell ist es empfehlenswert, sich nach einer KG nach Vojta zu erkundigen. Dies können aber nur speziell geschulte Therapeuten durchführen und du brauchst eine Verordnung, wo das auch so aufgeführt ist.

Viel Erfolg wünscht

Wolfgang

mtaus}er8x3


Wie gesagt im Moment keine.

Früher KG nach Schroth und Muskelaufbau, teils in Kombi mit Gerätetraining im Fitnessstudio.

Nach KG nach Vojta hatte ich mich schon mal erkundigt, der Arzt meinte dafür wäre meine Tochter schon zu alt?!

Die Methode wäre eher für Säuglinge und kleine Kinder gedacht, deshalb hab ich mich das nicht weiter verfolgt.

@ Wolfgang

Hast du selbst Erfahrung mit Skoliosebehandlung und KG nach Vojta?

S2unf~lowver_7x3


Das Problem ist aber auch, dass eine Zunahme der Verkrümmung zu Problemen mit inneren Organen führen kann. Ich habe zwei Fälle in der Familie, wo letztlich versteift wurde – und es war in beiden Fällen auf Dauer die beste Lösung, auch wenn die OP erstmal heftig ist.

Würde mir daher sehr sorgfältig überlegen, ob Verzicht sowohl auf Physio als auch OP wirklich DAUERHAFT die beste Lösung ist.

PUierrnefrUancxe


Hallo,

das Beispiel ist in einer TV Reportage des SWF " die Knochendocs" von der Uni Orth.Heidelberg aufgeführt.ARD MEDIATHEK

Meine Freundin hat eine Skoliose und ist heute 49 Arbeitsunfähig und wäre froh gewesen damals diese Möglichkeit einer Versteifung gehabt zu haben.

Informieren Sie sich, es wird weniger schlimm sein wie sie denken und ihr Kind wird es Ihnen einmal danken.

Grüße

Pierrefrance

Ssunfl`ower_\7x3


Habe das mit den Schmerzen überlesen:

Schmerzen sind ein deutliches Signal, dass etwas geschehen muss. Zumal man Gefahr läuft, dass die Schmerzen chronisch werden. Lieber dauerhaft Schmerzen als eine vorübergehend schmerzhafte OP?

da ich meinem Schatz das nicht antun möchte bzw. kann.

Eine 16jährige ist alt genug, in den Entscheidungsprozess mit einbezogen zu werden UND v.a. auch zu verstehen, warum es gemacht wird, dass die Schmerzen unschön sind, sie es aber packt,...

Deine ängstliche Haltung hilft da absolut gar nicht; ist evtl. sogar kontraproduktiv.

Was sagt Deine Tochter dazu? Unbeeinflusst von Deiner Angst? Denn SIE lebt jetzt täglich mit Schmerzen und seit Jahren mit dem Korsett, was ja leider oft nicht viel bringt.

m~auJsUer83


Die Bedenken gegenüber der OP sind folgende:

1. keiner gibt dir eine Garantie, das es nach der OP besser ist, von "weg" mal ganz zu schweigen

2. die aus der Versteifung resultierende massive Bewegungseinschränkung

3. es ist endgültig! sollte es in Zukunft doch mal Alternativen geben, kannst nichts mehr machen und wieder raus machen geht ja nicht (soweit ich bis jetzt erfahren hab)

4. das Risiko der Narkose und der OP an sich, es wird ja doch sehr nah am Rückenmark operiert

Meine Tochter ist doch erst 15! Sie hat das ganze Leben noch vor sich!

Und das sie für den Rest ihres Lebens mit den Einschränkung und Schmerzen, Medikamenten, Therapie usw... leben muss, damit möchte ich mich nicht abfinden.

Probleme mit den inneren Organ hat sie schon (Schilddrüsenunterfunktion, Magenprobleme)!

mwausexr83


Da brauchst du dir keine Sorgen machen, meine Tochter darf natürlich mit entscheiden, um nicht zu sagen, sie hat das letzte Wort, denn es ist ihre Zukunft.

Deshalb haben wir mit der KG aufgehört! Da es zu Schluss eine arge Quälerei (um nicht zu sagen Folter wie im Mittelalter) für sie war und der Zustand schlechter wurde.

Ohne die KG sind die Schmerzen weniger geworden und im Moment ist es weitgehend stabil und viel seltener Migräne und Schwindel/Überkeit.

W&olfgXang


KG nach Vojta hatte ich mich schon mal erkundigt, der Arzt meinte dafür wäre meine Tochter schon zu alt?!

Die Methode wäre eher für Säuglinge und kleine Kinder gedacht, deshalb hab ich mich das nicht weiter verfolgt.

Nein, VojtaTherpie kann man auch bei Erwachsenen anwenden. Es ist schon so, dass es umso besser ist, je jünger die Patientin ist. Aber mit 15 J. ist sie ja noch nicht ausgewachsen. Ehe man eine endgültige VersteifungsOP macht, wäre ein Versuch mit Vojta vielleicht lohnend. Das ist aber keine Therapie, die schnell wirkt. Ein paar Therapiestunden Geduld muss die Tochter und du schon haben.

Skoliose sieht erst mal nach einem orthopädischen Problem, also einem Problem des Skeletts aus. Das ist aber nur bedingt richtig, denn die Geradestellung bzw. auch die Schiefstellung der Wirbelsäule wird durch ein Gleichgewicht bzw. Ungleichgewicht der Muskulatur verursacht. Dieses Ungleichgewicht der Muskeln hat wiederum seine Ursache in einer ungleichen Innervation. Hier setzt Vojta an und bringt die nervöse Steuerung der Rückenmuskeln in ein Gleichgewicht.

Eine Versteifung der Wirbelsäule könnte schon eine Besserung der Beschwerden bringen. Trotzdem muss man aufpassen, dass nicht nach und nach die "gefährdeten Stellen" nach oben weiter wandern und im Laufe der Jahre immer wieder neue VersteifungsOPs nötig werden.

m^aus(er8x3


@ Pierrefrance

Das meine Tochter nach der OP, wenn überhaupt, nur eingeschränkt arbeitsfähig sein wird und wahrscheinlich auch immer Hilfe im Alltag brauchen wird, wurde uns schon offenbart!

Deshalb suche ich ja nach einer Alternative. :)^

Ich bin gesundheitlich auch nicht auf der Höhe und ich weis, was es heist mit Schmerzen leben zu müssen!

mJaus<er8x3


@ Wolfgang

Genau da liegt ja das Problem beim "könnte"!

Was passiert, wenn nach der OP der Zustand nicht besser ist oder stabil bleibt, sondern schlechter wird ??? ?

Genau das war das Resultat der Schroth-Therapie!

Nur mit der Therapie kann man aufhören, die Versteifung ist endgültig.

Wir sind auch seit ein paar Jahren in einem Schmerzkreis und hier kommen immer mehr Mitglieder dazu, die eben nach einer Versteifung keine Besserung haben, sondern teils massive Verschlechterung!

szwatkDatqten1x62


Ich habe ein LW-Syndrom, mir wurden 4 Titanschrauben zur Stabilisierung und ein künstliches Segment (Kelch) eingesetzt. Ferner wurde der Bereich L4/L5 versteift. Keine Probleme beim Bücken, Spinalkanalstenose linkes Bein ist behoben. Allerdings habe ich starke Schmerzen beim Gehen, kann mich nur mittels Gehstock oder Rollator fortbewegen (Vorher war Rollstuhl angesagt). Einer erneuten OP ist lt. Operateur abzuraten, würde das Leiden nur verschlimmern.

m=au{sejr83


swatkatten162 bestätigt was wir befürchten!

Und bei meinem Schatz gehts ja nicht um Versteifung von zwei Wirbeln.

Insgesamt sollen zwischen 12 und 15 Wirbel auf zweimal versteift werden.

sMwaXtkatTten1x62


Oha, das ist dann natürlich ein größeres Handycap.

W!o~deh(ouxse


Hallo mauser, ich würde euch raten, euch im [[www.forum.skoliose-op.info]] mit Betroffenen auszutauschen. Dort findest du auch Adressen der (wenigen) richtig spezialisierten Kliniken. Überstürzen müsst ihr nichts, eine Skoliose-OP ist kein Notfall. Nutzt die Zeit, um euch gemeinsam richtig zu informieren.

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