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Knorpelschaden (3. Grad) im Knie

svoiqsteslveixder hat die Diskussion gestartet


Hey, ich habe einen Knorpelschaden dritten Gerades(tief) an der aussenseite und an der Kniescheibenoberfläche (zweiter Grad). Zudem wurde bei mir ein O-Bein festgestellt, das heisst es muss aufjedenfall eine Operation durchgeführt werden, wobei nur die Achse korrigiert wird, aber der Knorpelschaden NICHT behandelt wird. So, da ich jetzt tagtäglich unter den Schmerzen leide, frage ich mich, ob dann nicht eine Mikrofrakturierung in Frage käme,da der Schaden ja schon fortgeschritten ist. Dass man durch die Op die Schmerzen nicht wegbekommt, weiss ich, aber es geht mir darum, vor weiteren tiefgradigen Schäden vorzubeugen. Was meint ihr, sollte ich für die Umstellungsosteotomie zusagen, oder lieber zum anderen Arzt gehen ?? Danke schonmal im Voraus ;-)

Antworten
E<hemaluiger Njut8zer $(#3#25x731)


Dadurch wird ja die Beinachse korrigiert, das es nicht schlimmer wird. Je nach Größe kann man auch keine MF machen, das geht nur bis zu einer gewissen Größe.

Ansonsten solltest du dir noch eine weitere Meinung dazu einholen, gerade bei so großen Eingriffen ....

sounsh+in!e8x3


Eine MF bringt nichts mehr, wenn der Schaden schon sehr tief ist. Bei mir zB. hatte sich der Schaden schon auf den Knochen ausgedehnt. Nachdem mehrere MFs erfolglos blieben, wurde dann der Schaden im Knochen mit Beckenkamm aufgepolstert und dann wurde eine Knorpelzelltransplantation durchgeführt. Heute ist mein Knie top. Klar, man kann es nicht mit einem gesunden Knie ohne OP vergleichen aber ich bin total zufrieden.

w{ho5op`i 6x3


Hi,

ein 3° Knorpelschaden bedeutet, daß noch Knorpel vorhanden ist, wenn auch nur dünn, aber der Knochen liegt noch nicht frei. Desweiteren hat man bei einem O-Bein den Schaden an der Innenseite und nicht außen. Wie stark ist denn die Achsabweichung? Vielleicht kann man ja auch bei ner evt. minimalen Abweichung noch mit speziellen Einlagen was bewirken. Außerdem sollte man vor so ner Umstellung erstmals mit ner speziellen Orthese, welche die Umstellung simuliert ausprobiern, ob die Umstellung überhaupt was bringt. Ich hab diese Orthese 3 Monate 4 Std. am Tag getragen und ich bekam dadurch Probleme an der Außenseite des Knie's und am rechten Sprunggelenk. Für die Innenseite war sie total okay. Aber was bringt so ne Umstellung, wenn man dann an anderen Stellen Schmerzen hat.

Ich würd so schnell ner Umstellung nicht zustimmen, ne MF hatte ich auch schon 2x, die erste hat nix gebracht, ob die 2. erfolgreich war, keine Ahnung, liegt erst 7 Wochen zurück.

Auf alle Fäll noch Meinungen einholn und den Arzt wegen ner Orthese fragn und erstmals austestn.

Rput


Ich bin ja sooooo froh, dass ich 1997 einer Umstellungsosteotomie zu stimmte. Sie hat mir bis heute Schmerzfreiheit gebracht und ein künstl. Gelenk erspart. Denn mit Massagen, Salben, Tinkturen und Keilen unter den Schuhen sah ich keine Besserung der Lebensqualität.

Zu den Fakten: Schiunfall 1977, Torisonsfraktur, OP (ganz mies eingerichtet, 2. OP abgelehnt, wusste ja nicht, dass ich so alt werde wie ich heute bin und Probleme bekommen würde) Danach viel Sport (Joggen und Fechten), 1997 schwerste Kniebeschwerden, Athroskopie: Knochenglatze 4. Grades, teilweise freiliegender Knochen, Meniskus reduziert. Mf – Empfehlung: Künstl. Knie.

Zweite Meinung eingeholt. Rat: Umstellungsosteotomie, denn durch die Achsfehlstellung war nur ein Teil meines Knies abgelatscht.

Habe ich 1997 in einer Spezialklinik durchführen lassen. Bin jetzt x-beinig. Und der Erfolg – siehe oben. Allerdings war das Jahr 1997 sehr hart, bin insgesamt fast 3/4 Jahr auf Krücken unterwegs gewesen. Danach 3 Wochen Reha und dann auf nach Südamerika von Panama bis nach Santiago de Chile, problemlos.

2002 fingen dann die Probleme mit dem Knöchel an, der mir die Umstellung übel genommen hatte. Humpelte, fiel Treppen runter. Spritzen unter Röntgenkontrolle ins Gelenk brachten für längere Zeit Schmerzfreiheit.

Dann OP Knöchel – Grund eine Knochenzyste im Fersenbein, die mit Material aus dem Beckenkamm verfüllt wurde und gleichzeitig wurde die Arthrose im Sprunggelenk irgendwie behandelt. Will nicht alles so genau wissen. Keine Schmerzen mehr bis heute, laufe oftmals 16 km, wobei die Betonung auf laufen liegt. Würde sagen: strammes marschieren, aber darf ja nicht gesagt werden, wenn man nicht in die rechte Ecke gedrängt werden will.

Hol mehrere Meinungen ein. Die Methoden haben sich zu 1997 wesentlich verbessert, jedoch ein Risiko besteht immer. Suche Dir eine Klinik aus, die auf solche Operationen spezialisiert ist.

Alles Gute

s9oist!esl eidmer


So , danke für den Rat erstmals. Zu Sunhine: Laut dem Bericht, ist der Knorpelschaden noch nicht so groß , dass es bis zum Knochen reicht. Ich denke, da ist noch was zu machen durch die MK, denn wenn es bei dir bir bis zum Knochen gereicht hat und eine Zelltransplantation durchgeführt wurde, sehe ich eigentlich noch Hoffnung in meinem Fall (oder nicht ?!! ).Dafür ist die Mk doch da, um bei nicht zu fortgeschrittenen Schäden einzugreifen und doch noch Ersatzknorpel zu schaffen, der natürlich nicht vergleichbar mit dem Original ist). Wieso immer erst dann helfen , wenn alles zu spät ist ??? Da tragen die Ärzte doch eine gewisse Verantwortung, um dem Patienten das Leid zu ersparen! Ich mein, ich bin bestimmt nicht so dumm, und mache aktive Sportarten wie Fußball und laufen, genau das will ich vermeiden. Aber in der zwischenzeit muss ja auch operationstechnisch was gemacht werden... Die Achsenfehlstellung, weiss nicht, hab den Bericht an das Krankenhaus gegeben, aber ich würd schon sagen, dass es sehr abweicht. Ich seh es schon daran, wenn ich auf einer Tischtennisplatte sitze und die Beine so locker hängen lasse, sehe ich dass der rechte Fuß grob gesagt, diagonal nach aussen zeigt. Ausserdem habe ich zahlreiche Banüberdehnungen /Teilrisse am Patella – und Quadrizepsband, Kreuzband innen und hinten, bin zwar kein experte, aber merke dass das Knie instabil geworden ist. Das erstaunenswerte ist auch, dass ich keine Luxationen /Umknicksituationen hatte und ich auch heute eigentlich viele Sportarten machen kann. Fahrrad fahren tu ich extrem viel , am Tag locker 15 – 20 km, aber selbst hier bekomme ich Probleme.Naja , danke für den Rat

E hemaligerC Nutz(er (Q#32x5731)


Wenn du aber O-Beine hast, und einen Knorpelschaden außen, dann passt das nicht zusammen, dann hat deine Beinachse nichts mit dem Knorpelschaden zu tun, denn davon wäre der Knorpelschaden innen und nicht außen.

Ist das deine eigene Diagnose das man die Beinachse korrigieren muss?

Macht nämlich nicht wirklich Sinn, weil das so keinerlei Einfluss auf den Knorpelschaden hat, denn deine Hauptbelastungszone ist innen ...

S_un>floXwerE_73


Du wirst kaum einen verantwortungsbewussten Chirurgen finden, der einen eigenen dünnen Restknorpel entfernt, um eine MF oder ACT zu machen (wozu der Knochen freiliegen muss).

Bei beiden Verfahren gibt es zudem Beschränkungen, was die Größe des zu behandelnden Areals angeht.

Und:

Denk' bitte nicht, dass eine MF oder ACT auch zum gewünschten Erfolg führt. Bei mir wurden beide Verfahren jeweils 2x durchgeführt (von echten Spezialisten, die zu dem Zeitpunkt in Deutshcland führend waren). Nicht EINER der vier Eingriffe hatte Erfolg!

Das nur am Rande.

Vor einer Osteotomie würde ich zudem erstmal konservativ alles ausschöpfen (Schuhranderhöhungen, ggf. spezielle Orthese, gibt es alles). Denn so wie Du es schreibst, haben Knorpelschaden und Fehlstellung gar nichts miteinander zu tun.

N>oNajme9x3


Soistesleider, kannsr du dich gerade hinstellen,die Beine schließen sodass Sprunggelenke und Knie in Kontakt sind?

w3hoopis 6x3


Kann Mellimaus Angaben nochmals bestätigen, O-Bein = Knorpelschaden innen.

Wie wurd denn der Schaden festgestellt? MRT oder hattest du ne ASK und die Fehlstellung, mit bloßem Aug oder wurd ne Ganzbeinaufnahme gemacht?

Ich denk, es gibt da wirkl. noch einiges zu klärn, bevor du dich zu so ne Op entscheidest.

Und wie Sunflower auch erwähnt hat, erstmals konservativ mit Einlagen oder Orthese.

Und wieso solltest du umknicken? Weil du das Gefühl hast, daß dein Knie instabil ist?

Wkiladka'ter


Hallo soistesleider ! :)_ *:) @:) @:)

Mein Orthopäde hat das mir auch vorgeschlagen nachdem ein andere Orthopäde 45 Jahre alte massive Knorpelschäden 4 Grades gefunden hat. 5 Minutenärzte mag ich ]:D

Das kommt drauf an wie alt du bist, man sagt 15 Jahre halten künstliche Kniegelenke, über die Methode weis ich nicht viel. Bei mir haben sie auch einiges getan um das Knie zu retten.

An die Schmerzen gewöhnt man sich, Tag und Nacht,

im Laufen und Stehen.


hole dir eine andere Meinung ein

und frage was passieren könnte wenn du es nicht machen lässt !

:)_ *:) :)* :)* :)* :)* :)* :)^

schreibe mit mal ein PN wenn du es machen lässt und wie es ausgegangen ist !

SlunfltowerC_7x3


Ein Knorpelschaden Grad 3 ist jedenfalls keine Indikation für Mikrofraktuierung oder ACT. Auch wenn ich einige Dinge skeptisch sehe, aber da könnte man (unabhängig von der Fehlstellung) durchaus probieren, bspw. mit Hyaluronsäure-Injektionen ins Gelenk Linderung zu bekommen. Einnahme von Chondroitin versuchen. Kostet ein bisschen, aber den Schäden ist es den Versuch definitiv wert.

Denn eigener geschädigter Knorpel ist immer noch besser als kein Knorpel (weil der für dei OP bewusst entfernt werden musste) und gescheiterte OP. Das Konzept von "Handeln, bevor es zu spät ist", ist hier einfach nicht angemessen.

Außerdem muss man kritisch Belastungen im Alltag überprüfen. "Ungünstige" Sportarten, Übergewicht,...

Außerdem wäre wirklich interessant, wie genau die Diagnostik bislang war. Knorpelschaden im MRT bietet einiges an Überraschungsmomenten, wenn man wirklich ins Knie guckt. Eigene Erfahrung. ]:D Und bzgl. O-Bein solltest Du mind. Ganzbeinaufnahmen haben, wo auch ALLE relevanten Winkel eingezeichnet wurden und wo Du die Werte angeben kannst. Denn Osteotomien sind gravierende Eingriffe. Die ggf. durchaus Sinn machen, aber dass muss sorgfältig erwogen werden. Zumal da auch die Hüfte reinspielt.

SiunfloLwe-r_7x3


nachdem ein andere Orthopäde 45 Jahre alte massive Knorpelschäden 4 Grades gefunden hat

Schonmal dran gedacht, dass sich so ein Schaden in 45 Jahren langsam entwickeln kann? :-/ ":/ :|N

WXildkaxter


klar der geht wieder weg, willst du mal das MRT lesen ? :=o .. :)_ *:)

Können die mit der Methode wirklich noch helfen ?

SrunfloDwer_E73


Der geht natürlich nicht weg. Aber wenn der Schaden 45 Jahre alt ist, bist Du noch älter – also macht ein Kunstgelenk Sinn.

Für die anderen Maßnahmen (v.a. ACT) bist Du schlichtweg zu alt.

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