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Ist es wirklich das Kreuz-Darmbeingelenk?

SJu@Kuxe hat die Diskussion gestartet


Erstmal ein herzliches "Hallo" an die Community,

ich habe, lt. meinem Orthopäden, eine Entzündung im Kreuz-Darmbein Gelenk.

Aber von Anfang an: Vor ca. einem halben Jahr habe ich einen schweren Gegenstand mit rundem Rücken hochgehoben. Seitdem habe ich einen drückenden Schmerz an der unteren LWS bzw. schon im Beckenbreich - kann ich nicht so genau sagen. Die anfangs stärker waren und dann besser wurden. Aber eben nie ganz weggegangen sind. Vor genau einer Woche war ich dann beim Orthobpäden. Die drückenden Schmerzen sitzen hauptsächlich ca. 1 Finger breit neben der Wirbelsäule, nicht tiefsitzende und an genau einem Punkt. Manchmal wandern sie auch und mein rechtes Bein kribbelt. Manchmal schießt auch plötzlich ein Stechen ein, bleibt ein paar Sekunden bestehen und klingt dann schnell wieder ab. Der Druck bleibt dann. Die Schmerzen sind nicht stark. Auf einer Skala von 1-10: 1-3.

Letzte Woche war ich dann eben bei ihm. Er hat mich abgetastet und einige Bewegungen machen lassen. Ich hatte keine Probleme die Bewegungen auszuführen – hat den Schmerz auch nicht verstärkt. Er meinte dann dass durch eine Hüftfehlstellung (durch Hüftluxation im Kleinkindalter ) das Kreuz-Darmbeingelenk überlastet wäre. Er hat mich vor die Wahl Tabletten oder Spritze ins Gelenk gestellt. Natürlich habe ich erstmal mich für die Tabletten entschieden und er hat mir Diclo dolo 50 mg verschrieben. Das sollte ich 5-6 Tage einnehmen. Auf meine Nachfrage hin, ob denn nicht KG oder irgendwelche Übungen zur Stabilisierung der LWS und des Hüftgelenks sinnvoll wären meinte er, dass das nicht nötig sei.

Die 5-6 Tage sind jetzt schon vorbei und es ist kaum besser geworden. Soll ich nochmal hingehen oder lieber einen andern Arzt aufsuchen? Ich bin mir nicht wirklich gut beraten vorgekommen… "Da, nimm Tabletten und jetzt raus hier!" Besonders die Ablehnung der Übungen wundert mich, wo er doch eigentlich Ostheopath ist…

Vielleicht ist es auch gar nicht das Gelenk sondern nur ne Verpannung… die Stelle reagiert nämlich sehr empfindlich auf Kälte und der Schmerz ist nicht tiefsitzend sondern eher oberflächlich

Um Antworten wäre ich dankbar

Schöne Grüße

SK

Antworten
D+ileKru<emi


Die drückenden Schmerzen sitzen hauptsächlich ca. 1 Finger breit neben der Wirbelsäule, nicht tiefsitzende und an genau einem Punkt. Manchmal wandern sie auch und mein rechtes Bein kribbelt.

genau so hat es sich angefühlt, als ich im ISG eine Entzündung hatte. Habe Cortison-Hyaluron-Spritzen in die Gelenkfuge bekommen, Schmerzen wurden schnell besser.

S(uKuxe


Hallo Kruemi,

danke für deine Antwort.

Es ist nur so dass wenn ich, dort, wo ich den Druck habe, meinen Finger drauflege und gehe Muskelbewegungen fühle.

Auch hat das Diclofenac nicht wirklich geholfen - und das soll doch extra für Gelenksbeschwerden sein, oder?

Außerdem hab ich Angst, dass der bei einer Injektion direkt ins Gelenk was flasch macht und ich dann erst recht Scherereinen hab.

D(ieKDrueEmxi


richtige ISG-Schmerzen gehen durch Schmerzmittel kaum weg. Ich habe damals solch starke Schmerzen gehabt, dass ich Tilidin etc versucht habe-ohne Erfolg, konnte Nachts nicht mehr schlafen. Wenn der Leidensdurck groß genug ist, nimmt man auch die Spritzen.

Wenn du selbst sagst, die Schmerzen sind bei ca 3 auf der Skala von 1-10--da wäre ich wohl nichtmal mit zum Arzt gegangen-und hätte auf keinen Fall die Spritze genommen.

ich würde an deiner Stelle auch eher hochdosiert Ibuprofen nehmen, das wirkt auch entzündungshemmend.

Sport kannst du auch ohne Krankengymnastik/ verschriebene Übungen machen. Wichtig ist Rücken-und bauchmuskulatur zu kräftigen.

SBunfwlowevr_7x3


Bei mir half auch nur 2x Spritzen ins Gelenk...

SLuhKue


Hallo Kruemi,

deshalb zweifle ich ja an der Gelenksgeschichte. Habe mich im Netz auch schon informiert und da wird von unerträglichen Schmerzen gesprochen. Auch kann man z.B. das Bein nur unter Schmerzen anheben oder, wie du gesagt hast, nicht schlafen vor Schmerzen. Das alles habe ich ja nicht.

Ich bin halt nur zum Doc gegangen, weils mich nach gut 5 Monaten doch mal genervt hat. Wenn man da hinten immer so nen Druck hat und in der Arbeit auch körperlich fit sein muss (Bücken, Knien, bewegen schwererer Sachen sind an der Tagesordnung) dann macht man sich nach der langen Zeit schon seine Gedanken. Nicht dass doch mehr dahinter steckt nochdazu bei meiner Vordiognose.

Ich schränke mich auch nicht wirklich ein. Ich geh immer noch Klettern (da hab ich komischerweise nie Probleme), Radeln, Wandern, Schwimmen. Geht alles wunderbar. Also nichts verstärkt den Schmerz/Druck. Er ist einfach nur da!

Dass ich selber was machen könnte ist mir schon klar, aber ich würds halt gern unter Anleitung eiens Experten erlernen und nicht irgendwelche Übungen aus dem Internet holen und drauflos legen. Aus dem Bekanntenkreis weiß ich, dass man, wenn man gymnastische Übungen nicht richtig ausführt, erst recht Probleme bekommen kann. Das fängt schon bei der Kniebeuge an - falsche Beinhaltung kann zu starken Schmerzen führen.

Schöne Grüße

Su

PJiMaN0O509


Naja, aber wenn du Dr. Google und deiner eigenen Recherche im Netz mehr vertraust als einem Mediziner, der ettliche Jahre Studium und Berufspraxis hinter sich hat, dann brauchst du auch nicht mehr zu ihm gehen.

Stellt sich halt die Frage, ob ein andere Mediziner dir eine zufriedenstellende Antwort gibt. Denn ich glaube du bist dir schon sicher, im Netz die wahre Lösung gefunden zu haben und brauchst nur die von dir gewünschte Behandlung.

Dass ich selber was machen könnte ist mir schon klar, aber ich würds halt gern unter Anleitung eiens Experten erlernen und nicht irgendwelche Übungen aus dem Internet holen und drauflos legen.

Dann geh doch einfach in ein gutes Fitness-Studio.

EBhemaBligeCr Nutzerz (#R325731)


Wurde denn mal ein MRT gemacht oder ist das eine Diagnose aus dem Kaffeesatz?

Ich bekomme Spritzen ins ISG.

Dicophenac hilft bei mir gar nicht, ich nehme Arcoxia.

Außerdem hab ich Angst, dass der bei einer Injektion direkt ins Gelenk was flasch macht und ich dann erst recht Scherereinen hab.

Ärzte die sowas machen können das in der Regel auch. Die Spritzen sind auch nicht sonderlich schlimm.

S<uKuxe


Hallo PiMa,

ich denke mein Urteilsvermögen Ärzte betreffend ist gut genug. Mehrere Jahre Studium heißen nicht dass sich der jenige auch auskennt - leider :-(

Zu viele Fälle habe ich schon erlebt.

Nur zwei Beispiele:

Mein früherer Zahnarzt hat mich 5 Jahre lange mit einer eitrigen Entzündung an der Wurzselspite rumlaufen lassen - da es nach der Wurzelbehandlung nicht mehr dauerhaft weh getan hat hab ich mir keine Gedanken mehr gemacht und ihm vertraut. Auch als mir dann schon der Eiter aus dem Zahnfleisch lief erzählte er mir etwas von Nahrungsresten die sich unter dem Zahnfleisch befinden und sich jetzt lösen. Dann bin ich zu dem Zahnarzt von meinem Freund. Dieser hat den Zahn in einer Not-OP gezogen, 12 mm Zahnfleischtasche, an der Wurzelspitze eine kirschkerngroße Zyste und der Zahn war mehrfach gebrochen. Wenn die Entzündung in den Blutkreislauf gekommen wäre hätte ich draufehen können.

Mein Schwiegervater war 4 Wochen in unserer Kreisklinik wegen "einer Entzündung an der Lunge". Volles Unersuchungsprogramm (mehrere CT's, MRT's und Sonos) + eine OP. Dann haben sie ihn mit Antibiotika vollgepumpt bis die Entzündungswerte im grünen Bereich waren und haben ihn als geheilt heimgeschickt. Den wahren Grund konnte oder wollte keiner finden. Kurz daheim ging es ihm bald wieder schlecher. Er ging zu einem andern Arzt und landete mit einer Tuberculose für 2 Monate auf der geschlossenen Abteilung einer Lunenfachklinik.

Also soviel zu Medizinern, die ettliche Jahre Studium und Berufspraxis hinter sich haben. Die verarschen einen nach Strich und Faden wenn du die Kohle nicht sofort rüberwachsen lässt. Die haben pro Patient ein bestimmtes Zeitkontingent und wenn du was komplizierteres hast was genauer untersucht werden müsste bist du nicht mehr lukrativ und wirst mit einem Rezept für Tabeltten heimgeschickt "Hoffentlich kommt der nicht wieder!"

SLuKu@e


Hallo Mellimaus,

eine bildgebende Untersuchung wurde nicht gemacht. Er hat mich ein bisschen abgetastet, ich musste bestimmte Bewegunen machen und als er dann bemerkt hat dass sich das rechte Bein viel weiter nach außen rotieren lässt als das linke war der Fall für ihn klar. Nach nicht mal 10 Minuten war ich mitsammt dem Rezept für die Tabletten wieder draußen.

Schöne Grüße

Su

E>hema(ligemr Nutze6r (#3x25731)


Da sollte man aber mal ein MRT machen, bei mir wurden auch zuerst nur ISG Blockaden und Reizungen diagnsotiziert, nach einem MRT wurde die Liste dann noch um zwei Bandscheiben und die Facettengelenke erweitert.

Wenn man weiß wogegen man kämpft ist es einfacher ...

DlieKEruexmi


@ Mellimaus

du bist aber auch sehr schmerzgeplagt mti langem Leidensweg, das ist, denke ich, etwas anderes.

Die Gefahr von MRTs ist, neben den hohen Kosten: Im rahmen einer Studie wurden völlig beschwerdefreie menschen durch die Röhre geschickt, eine große Anzahl hatte Befunde an bandscheiben und Facetten-die jedoch keiner Behandlung bedurften, da Schmerzfreiheit bestand. Gibt es erstmal einen manifesten Befund an der Bandscheibe, werden gerne alle auftretenden Rückenprobleme auf die Bandscheibe geschoben. Erst ein Orthopädenwechsel brachte bei mir den Fokus endlich weg von den protrusierten, aber beschwerdefreien Bandscheiben auf das schmerzende ISG.

E]hema?li$ger NuQtzer x(#325731)


du bist aber auch sehr schmerzgeplagt mti langem Leidensweg

Das mag jetzt der Fall sein. Aber meine Rückenschmerzen haben ja auch mal angefangen, eben mit Schmerzen im ISG Bereich. Und da wurde beim Arzt mal schnell gerenkt und getan und gemacht und gesagt alles paletti.

Nach 4 Wochen bin ich woanders hin und da wurde dann ein MRT gemacht weil die ISG Probleme immer noch da waren.

Ich bin da vorsichtig geworden. Das kann man nach 3-4 Wochen so probieren, danach sollte man schon mal schauen was da Sache ist wenn es nicht besser wird.

Und hier bestehen die Beschwerden jetzt seit einem halben Jahr wenn ich das richtig verstehe. Da ist in meinen Augen eine Bildgebung überfällig.

brachte bei mir den Fokus endlich weg von den protrusierten, aber beschwerdefreien Bandscheiben auf das schmerzende ISG.

Bei mir ist der Hauptfokus auch nicht mehr auf den Bandscheiben aber man sollte doch wissen was da los ist .... sonst riskiert man auch eine ungewollte chronifizierung.

Aber das ist nur meine Meinung.

SvuKuxe


Da muss ich Kruemi zustimmen. Man hat einen Grund für die Beschwerden z.B. Bandscheibe, oder wie bei mir das unterentwickelte Hüftgelenk. Dann wird alles darum aufgebaut - obs hilft oder nicht. Wenn die lukrative Zeit beim Doc überschritten ist, ist es einfach weiterhin die Bandscheibe die dann halt zur Not mit einer unnötigen OP "in Ordnung" gebracht wird. 80 % der Bandscheiben OP's sind unnötig. Ähnlich verhält es sich mit den Herzkatheter-Untersuchungen: hier sind 60% der Untersuchungen unnötig.

E.hemali'ger Nrutzer j(#32A573x1)


War ja nur ein Hinweis, was jeder draus macht muss er selber wissen

Alles Gute meine Schmerzen sind es ja nicht

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