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Körperferner Speichenmehrfragmentbruch links und Morbus Sudeck

s:kora9j4x86 hat die Diskussion gestartet


Ich habe mir am 17.5 eine köperfernen Speichenmehrfragmentsbruch zu gezogen, war nen Arbeitsunfall, und der musste am 23.5 mit einer Plattenosteosynthese gerichtet werden. Laut schreiben wurde er als Mittlere Verletzung eingestuft , nun sind 6 Wochen nach dem Bruch und 5 Wochen nach der Operation vergangen, jetzt wurde bei mir was letzte woche nur ein Verdacht war , heute Morbus Sudeck festgestellt.

Hat damit jemand erfahrung bzw weiß wer wie lang man nicht arbeitsfähig ist ?

Liebe Grüße

Skora9486

Antworten
P?us5te?blu_me65


Hat damit jemand erfahrung bzw weiß wer wie lang man nicht arbeitsfähig ist ?

Liebe Skora

das steht in den Sternen. Das wichtigste ist jetzt den M.Sudeck unter Kontrolle zu bekommen.

Welche Therapien sind vorgesehen?

t(he-c\aver


in aller Regel musst Du mit mehreren Monaten (kann auch mehr als ein halbes Jahr werden) rechnen. Es wäre jetzt auch ein großer Fehler, einfach möglichst schnell arbeitsfähig werden zu wollen – es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung, die bleibende Folgen haben kann, das muss auf jeden fall ernstgenommen und therapiert werden.

Übrigens ist "Morbus Sudeck" ein veralteter Begriff, heute heißt die Krankheit "CRPS" ("complex regional pain syndrome"), mit dem Begriff wirst Du beim googeln möglicherweise besser fündig.

Fundierte Informationen (allerdings für Ärzte gedacht) gibt es z.B. in der entsprechenden Leitlinie der dt. Gesellschaft für Neurologie:

Diagnostik_und_Therapie_10-2008_10-2013.pdf">[[http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-116_S1_Komplexe_regionale_Schmerzsyndrome__CRPS_</span>Diagnostik_und_Therapie_10-2008_10-2013.pdf]]

sqkoraW948x6


Welche Therapien sind vorgesehen?

@ Pusteblume65 :

Bis jetzt nur Physiotherapie und Ergotherapie. Nehme bis jetzt 3x täglich 800mg Ibuprofen und 3 x täglich 500mg Novalgin + 1 für die Nacht.

Der Arzt meinte wenn sich nichts in zwei Wochen weiter bessert dann hat er noch die Möglichkeit mich nach Murnau in die Bgklinik zu schicken stationär.

Und das dass ne ernst zu nehmende Krankheit ist , hab ich auch begriffen aber ich liebe meinen Beruf und da fängt die Saison am 1. November wieder an zu dem hatte ich mit der Vhs Kurse geplant die ich auch gerne ausführen möchte.

Und mit 27 bin ich halt zum rum sitzen und so glaub ein wenig zu jung.

Bei mir ist das ganze 5 Wochen nach den Bruch als Verdacht geäußert worden und jetzt 6 Wochen danach bestätig worden, wäre ich beim Hausarzt geblieben und hätte nicht nachgefragt auf Grund von Ungereimtheiten in der Behandlung bei der Bg , wäre es noch nicht mal ans Licht gekommen bzw. jetzt in Behandlung.

Lg Skora9486

tghe-Zcavexr


Physio und Ergo ist schon mal wichtig - wobei man aufpassen sollte, dass durch die Therapie keine zusätzlichen starken Schmerzen entstehen, das kann in der frühen Phase den Prozess wahrscheinlich weiter anheizen.

Wenn Du aber mal einen Blick in die oben verlinkte Leitlinie wirfst (oder in den Wikipedia-Artikel zum CRPS), wirst du feststellen, dass ein bisschen Ibu noch lange nicht alles ist, was man medikamentös machen kann: Kurzzeitige Cortisongabe führt in der Regel erst mal zu einer guten Besserung, Bisphosphonate haben einen positiven Effekt, DMSO-Creme - es gibt einiges was man zusätzlich machen kann.

In der Regel kennen sich Schmerztherapeuten einigermaßen mit dem Krankheitsbild aus. Wenn Du am Telefon sagst, dass es um ein frisch diagnostizieres CRPS geht, wirst Du bei den meisten auch einen vorgezogenen Termin bekommen.

Was Du selber machen kannst:

- Wenn die Hand überwärmt ist, kühlen. Aber keine zu starken Reize setzen, bewährt haben sich absteigende Bäder (Handbad in lauwarmem Wasser, dann kaltes Wasser zulaufen lassen)

- Kauf Dir 1-2kg getrocknete Linsen, gib sie in eine große Schüssel und bewege die hand darin. Das fördert nicht nur die beweglichkeit, sondern auch die Wahrnehmung der Hand im Gehirn, die eines der Probleme bei der Erkrankung ist.

- Es gibt auch noch die Möglichkeit von CO2-Bädern zur Durchblutungsförderung - das sollte man in der frühen Phase aber nicht ohne Absprache mit dem Arzt oder dem Physiotherapeuten machen, solange die Hand heiß ist, wäre ich vorsichtig.

Wie wurde das CRPS eigentlich diagnostiziert?

sYko#ra94x86


Der Arzt hat es auf Grund der Schwellung, rötlich-bläulichen verfärbung, der massiven Bewegungseinschrenkung, Überhitzung und mässiges Schwitzen an der Hand und Druckschmerzen an der Hand die Diagnose gestellt. Zu dem hatte ich immer wieder Schmerzattacken vor allem Nachts und in Ruhe sowie dieses brennen.

Wieso hätte er es anders feststellen müssen?

Ich hab schon von vielen Möglichkeiten gelesen was man tun kann aber, bin nur beim d-arzt in Behandlung und nicht in einer Schmerztherapie oder der gleichen.

Kühle nur wenn nötig oder bei zu starker beanspruchung, ich nehme schon durch mein Asthma ab und zu Kortison oder jetzt durch den Pollenflug fast täglich mein Kortisonhaltiges Spray.

Bin jetzt mal gespannt hab heute meine erste ergotherapie , hoffe nur das ich nicht wirklich stationär muss nach Murnau sondern das es sich es verbessert, aber nachdem Wochenende war es eher wieder schlechter.

Liebe Grüße

Skora9486

tnhe-qcavxer


Wieso hätte er es anders feststellen müssen?

Nein, passt schon.

ich nehme schon durch mein Asthma ab und zu Kortison oder jetzt durch den Pollenflug fast täglich mein Kortisonhaltiges Spray.

Beim CRPS gibt man üblicherweise wesentlich höhere Dosen, dafür halt nur kurzzeitig (z.B. 80mg Prednisolon täglich für 4 Tage, dann schrittweise runter, bin man nach ca. 3 Wochen auf 0 ist).

hoffe nur das ich nicht wirklich stationär muss nach Murnau sondern das es sich es verbessert

An Deiner Stelle würde ich eher das Gegenteil hoffen: Soweit ich weiß, machen die in Murnau einiges bei CRPS, Dein momentan behandelnder Arzt scheint das ja noch eher locker zu sehen. Mit CRPS ist nicht zu spaßen, da ist ein Aufenthalt in einer Klinik, die da Routine hat, sicher eine gute Sache.

s5korxa9486


Ich muss halt schaun hab heute die erste Ergo gehabt und das dauert mal schaun was bis zum 11.7. sich getan hat.

Bin halt nachdem ersten hickhack erstmal vorsichtig.

Lg skora9486

P,usteXblume6v5


Liebe Skora

Ich wollte dir schon eher Antworten, war aber "verhindert".

Caver hat vollkommen recht. Wenn Du dich Möglichkeit eines Klinikaufenthaltes hast, solltest Du diesen Nutzen. CRPS ist eine sehr schwer zu therapierende Erkrankung, je mehr Erfragung die Behandler auf diesem Gebiet haben, um so besser.

Cavers Hinweis, was Du selber machen kannst, solltes Du unbedingt beachten.

s.kora]9486


Der termin der entscheiden wohl ist , wurde auf morgen früh vor verlegt, da ich ein neues Rezept für die Physio brauche. Bin mal gespannt, weil wir haben festgestellt das es nach unten beugen mit dem Gelenk besser geht und nach oben fast immer noch nichts. Meine Ergotherapeutin meinte auch das Murna gut wäre und wenn sie da Leute hin geschickt haben sie besser wieder kamen.

Und das Cortison was the caver beschrieben hat nehme ich oft genug im Jahr wegen meinem Asthma und es hat halt bei mir das Problem das ich dann so aufgedreht bin das ich dann ganze Nächte wach bleiben kann.

Ansonsten geht es durch wachsend es gibt im moment mehr Tage wo es schlechter ist als das es gute gibt.

Liebe Grüße

Skora9486

PrustEebglumex65


Und das Cortison was the caver beschrieben hat nehme ich oft genug im Jahr wegen meinem Asthma und es hat halt bei mir das Problem das ich dann so aufgedreht bin das ich dann ganze Nächte wach bleiben kann.

Ich bin selber Asthmatikerin und weis daher, das das Cortison was Du für dein Asthma nimmst, ist sehr niedrig dosiert. Es hat keinerlei Auswirkungen auf die CRPS.

Zur Therapie der CRPS sind hundertfach höhere Dosen Kortison erforderlich, damit etwas erreicht werden kann.

Ich habe ein bisschen den Eindruck, das Du den Ernst der Lage noch nicht voll begriffen hast. Es geht bei der Therapie der CRPS darum, die Gebrauchsfähigkeit der Hand wieder herzustellen. Über Arbeitsfähigkeit brauchst Du in den nächsten Monaten nicht nachzudenken. Es ist nicht sicher, ob Du jemals wieder mit deiner Hand arbeiten wirst können.

Und genau deshalb ist es so wichtig, das alle sinnvollen Therapiemaßnahmen voll ausgeschöpft werden, um maximale Besserung zu erreichen.

Deshalb rate ich dir in die Spezialklinik zu gehen und den Medikamentenempfehlungen zu folgen.

Schlafstörungen kann man mit einem sedierenden Antidepressivum oder Neuroleptikum kurzzeitig abhelfen. Beide Medikamentengruppen machen nicht abhängig, im Gegensatz zu echten Schlaftabletten.

tGhe-cEavexr


Wobei ich die Medikamentenvorschläge in einem Punkt abändern muss: Der Grundstoff für die DMSO-Creme scheint in Deutschland momentan nicht lieferbar zu sein. Den gleichen Effekt erzielt man aber wahrscheinlich auch mit der Einnahme von 3 x 600mg ACC täglich (das Zeug, das man eigentlich als Schleimlöser kennt, nur höher dosiert).

sLkorsa9486


Also Update von mir: Soll nun zur stationären Behandlung mit evtl. Schmerzkatheter etc. Hab am Mittwoch den 17.7 einen Termin in Murnau bekommen, aber nur zum ambulanztermin, also wann ich dann wirklich in stationäre Behandlung komme keine Ahnung.

Kann sich ja dann nur noch um Monate handeln oder so.Wenn überhaupt irgend wann dann was passiert!!

ich nehme diese krankheit ernst nur lasse ich mich nicht so schnell entmutigen und hab halt so ein Problem mit dem Cortison das ist alles.

PeustIebl&umex65


Liebe Skora

entmutigen wollte ich dich nicht. Ich möchte dich ermutigen alles nötige zu tun.

P uste(bluEme6x5


Das Cortison gewaltig auf die Psyche schlagen kann, ist mir klar.

Mein Vorschlag zu dem Thema wäre, dich von psychiatrischer Seite beraten zu lassen, wie dem gegen zu steuern ist.

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