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Erfahrungswerte: Heilungsdauer nach Knie-Tep | Schmerzausmaß

Seunf6lobwerx_73 hat die Diskussion gestartet


Mich würde mal interessieren, wie lange die Heilungsdauer nach einer Knie-TEP (Oberflächenersatz inkl. Patellarückseite) so ist. Wie lange es bis zur Arbeitsfähigkeit (reiner Sitzjob) dauern kann. Welche Erfahrungen habt Ihr so gemacht?

Ärztlicherseits wurde mir jetzt mehrfach was von 8 Wochen gesagt (Kapselschwellung etc. aber durchaus bis zu 6 Monaten); würde mich aber über direkte Erfahrungswerte v.a. von jüngeren TEP-Patienten freuen.

Und:

Wie waren die Schmerzen nach der OP? Wie sah die Schmerztherapie aus?

Danke!

Antworten
w hoo|pi_ 63


Hi Sunflower,

is es nun bei dir soweit, haste dich für ne Tep entschieden?

Leider kann ich dir deine Fragen nett beantworten. ich kenn nur ältere Personen die ein neues Knie haben, ob da auch dieses Patellrückteil dabei ist, weiß ich auch nett, aber jeder ist super zufrieden mit dem neuen Knie und würden niemals mehr solang warten mit ner Op.

Ne Bekannte (48 J.) hat letztes Jahr nen Schlitten bekommen, ist zwar nur ne "kl. Op", aber sie ist ihre Schmerzen los und total zufrieden.

Also, so verkehrt scheinen diese Teile nett zu sein und wenn halt gar nix mehr geht, warum noch Jahre lang mit Schmerzen rumlaufen und sich quälen.

Hast du denn schon nen Op-Termin?

NHoNXamex93


Ist 73 dein geburtsjahr?

Also aus erfahrung mit der arbeit mit patienten kann ich nur einen durchschnittswert von etwa 3-4monatrn nennen. Aber das ist ja eh sehr individuell.

S~unf|lowNer_7x3


Ja, 73 ist mein Geburtsjahr und ich hab' die erste Empfehlung bzgl. TEP schon vor 6 Jahren bekommen. Für mich stellt sich halt die Frage, ob man als jüngerer, OP-erfahrener, krückenerfahrener und relativ fitter Mensch schneller auf die Beine kommt als betagte, übergewichtige, ängstliche Herrschaften.

@ whoopi:

Aus diversen Gründen überlege ich, das Ganze jetzt in Angriff zu nehmen. Habe sogar zwei Termine, muss mich noch entscheiden. Und beide Operateure sagen ganz klar: Ich darf ggf. noch bis zum OP-Tisch alles abblasen. Das Knie ist kaputt, aber die Ärzte sind zurückhaltend. Drängeln tut keiner, jeder würde die konservative Behandlung weiterführen. Und gleichzeitig versteht jeder doch die Entscheidung dafür. Wäre ich älter, wäre die Indikation eindeutig, so bleibt es nach viel Beratung etc. meine Entscheidung. Über der ich gerade brüte.

EMhemaliger Nu7tz$er (^#32x5731)


Wie gut das jeder der eine TEP bekommt betagt und übergewichtig und ängstlich ist. Es leben die Vorurteile %-|

g>reen)ixe07


Hi

also kann (zum Glück noch) nicht aus eigener Erfahrung berichten. Allerdings betreue ich Patienten nach diesen Operationen. Mein Eindruck ist dabei natürlich auch nicht repräsentativ und eher subjektiv ;-) .

Ich hatte den Eindruck, dass jüngere Patienten eher etwas mehr Schmerzen und stärkere Reaktionen haben als ältere. Liegt möglicherweise daran, dass der jüngere Organismus einfach noch stärker auf das 'Trauma' Operation reagiert. Ein Grossteil der Patienten bei uns darf in der Regel schon relativ früh nach Massgabe der Beschwerden voll belasten. Die angestrebte Beweglichkeit liegt bei 110-120° Flexion

Schmerzen sind halt echt ganz unterschiedlich, demzufolge auch die Medikation. Allerdings werden hier eher nicht so viele sehr starke Schmerzmittel verschrieben (benötigt?).

Bei einem guten Verlauf wäre es durch aus denkbar schon nach 3-4 Wochen einem Sitz-/Bürojob nachzugehen (wenn mann unbedingt will/muss). Bei körperlich belastetenden Berufen ist es sehr unterschiedlich. Ich hatte einen etwa 45-jährigen Zimmermann (!) der nach vier Monaten wieder zur Arbeit auf die Baustelle ging.

Ein Unterschied zwischen den älteren und den jüngeren Patienten liegt irgendwie wohl auch in der 'Erwartungshaltung'. Die meisten jüngeren möchten meistens wieder deutlich aktiver werden und das auch möglichst schnell, während die älteren oft vor allem weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit suchen (nicht falsch verstehen es gibt auch 75-jährige, die nach so einer OP wieder Berwandern oder sogar Skifahren möchten)

Drück dir die Daumen dass es gut verläuft wenn du dich dann für die OP entscheiden solltest.

N;oNaRme93


Aus meiner erfahrung raus brauchen jüngere im vergleich zu älteren auch etwas länger. Auch weil diese oft zu schnell zu viel wollen. Aber ich denke du hast da genug erfahrung um das hinzubekommen. Wichtig ist halt einr vernünftige Behandlung. Physiotherapie und ggf Lymphdrainage. Aber das weißt du glaub ich auch schon ;-)

SUunf=lo'werx_73


Wie gut das jeder der eine TEP bekommt betagt und übergewichtig und ängstlich ist. Es leben die Vorurteile

Das war einfach ein Vergleich, der mehrfach von Ärzten kam. Und ja, eine 75jährige mit Übergewicht, die noch nie mit Krücken gelaufen ist und ängstlich ist, dürfte vermutlich einfach länger brauchen. Das ist kein Vorurteil, sondern ziemlich menschlich und nachvollziehbar. Und auch nicht böse gemeint.

Ich habe es so selber oft genug erlebt nach OP's und durch einen Job in der Orthopädie/Rheumatologie.

Und der Kopf spielt nun auch eine große Rolle – und auch da habe ich schon oft genug viel Ängstlichkeit und komische Vorstellungen von "Fremdkörpern" etc. erlebt, wodurch die Leute nach der OP ängstlich waren, sich nichts trauten,...

Aus meiner erfahrung raus brauchen jüngere im vergleich zu älteren auch etwas länger. Auch weil diese oft zu schnell zu viel wollen.

Auweia. Jünger brauchen länger als Ältere? *seufz*

Wichtig ist halt einr vernünftige Behandlung. Physiotherapie und ggf Lymphdrainage. Aber das weißt du glaub ich auch schon

Reha ist schon ausgesucht. Klinik, in der ich selber schon gearbeitet habe. ;-) Außerdem toller Physio, wo ich seit 10 Jahren bin. Rehasport-Verordnung steht auch. Trainingsmöglichkeit ein paar Häuser weiter, gute Ausstattung.

Der einzige unklare Faktor bin ich mit meiner Unentschlossenheit.

wchoopi8 x63


Vielleicht solltest du ne Bauchentscheidung treffen, ist manchmal besser, als sich ständig Gedanken drüber zumachen.

Wann haste denn deine Op-Termine?

Na ja, ob jüngere länger brauchen, als ältere, dem steh ich echt etwas skeptisch gegenüber.

Ist m.E. ne Kopfsache, jüngere wollen sicherl. schneller wieder fit werden, als ältere,kann sich allerdings auch positiv auswirken, weil sie bei der Physio eben besser mit arbeiten wobei, was versteht man unter älter? 60 aufwärts oder sind 50jährige schon älter?

Also, ich persönl. würd's von meinen Schmerzen und Lebensqualität abhängig machen.

Suunfloiwer_7x3


22. oder 26. Juli wären die Termine... Ist halt keine leichte Entscheidung...

w>hoopiM 63


Sicherl. ist dies keine leichte Entscheidung, aber ich glaub je mehr du darüber grübelst, unso schwerer fällt es dann, ne Entscheidung zu treffen.

Und das meinte ich mit Bauchgefühl, kurz vorm der Termin aus em Bauch raus entscheiden.

Als ich damals im Internet von der Ulna-Kopf-Prothese gelesen hab, bin ich nach Bad Neustadt gefahr und hab dem Arzt gesagt, dieses Teil will ich, war eben so en Bauchgefühl und ich bin damit gut gefahrn.

S!chlickQschubZser


Hallo,

habe am 04.03.2013 eine Knie TEP links bekommen. Ich bin 53 Jahre alt und hatte zum Schluß eine Arthrose im Endstadium. Knorpel war so gut wie keiner mehr vorhanden. Ich lief praktisch auf der Felge. Schmerzen hoch 3 und dadurch Einnahme sehr starker Schmerzmittel. Dadurch viel mir die Entscheidung nicht schwer zu der OP.

Am 04.03. war es dann soweit. Nach einer OP Dauer von ca. 2,5 Stunden war ich wieder auf dem Zimmer. Klinikaufenthalt waren 14 Tage. In dieser Zeit begann schon die Mobilisationsphase. Danach ging es 6 Wochen in die Reha. Insgesamt war ich 5 Monate zu Hause. Dann fing ich mit der Wiedereingliederung an. Da ich als Bauleiter auf Baustellen tätig bin, fing ich auch an, viel und mittlerweile gerne E-Bike zu fahren. Das ist ideal für ein TEP, da die Belastung nicht so stark ist.

Hätte ich gewusst, das die OP so gut läuft, hätte ich es schon früher gemacht.

Mei die Schmerzen, das ist alles relativ. Klar ohne geht es nicht. Während der Klinik und Rehaphase hat man schon gut damit zu tun. Aber das ist ja verständlich. Es wird mit der Zeit aber besser. Seit Mitte Juli bin ich jetzt wieder voll beschäftigt. Man muss immer noch aufpassen, das man sich das Knie nicht verdreht. Läuft man zuviel umher, bekommt man am Abend die Quittung und das Knie schwillt an.

Es braucht einfach seine Zeit, bis alles wieder perfekt läuft. Man muss auch mal darüber nachdenken, wie lange man mit den Schmerzen davor falsch gelaufen ist.

Ich würde es immer wieder machen, denn es erhöht das Lebensgefühl doch schon erheblich.

Euch allen Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch :)=

k@rueckxe74


Auch ich stehe vor einer Knie Tep. Allerdings ohne Patellarückseite. Mir wurde von meinem Arzt gesagt, dass es häufig bei jüngeren etwas schwieriger sei, als bei älteren. Bei mir würden sich die Vor- OP´s negativ auswirken. Und natürlich nicht zuletzt, dass jüngere häufig auch aktiver sind. Mein Termin steht. Ist am 12.2.

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