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Skoliose und schimme Atemprobleme

C`hi7ise{tte hat die Diskussion gestartet


Ich war mir hier leider etwas unschlüssig ob ich den Beitrag zu Orthopädie oder nicht doch zu Psychologie geben soll weils mir aufgrund meiner Wirbelsäule inzwischen auch Psychisch sehr schlecht geht.

Zu meinem Problem: Ich habe eine ziemlich ausgeprägte Skoliose, die obere Krümmung hat meines Wissens so um die 35°. Lange Zeit konnte ich gut damit leben und der Arzt auf der Stolzalpe meinte solange es nicht schlechter wird passt das schon so, doch im Dezember letzten Jahres habe ich mir etwas verrissen, und seitdem schlimme Luftprobleme. Ich kann keine tiefen Atemzüge mehr nehmen, ich weiß das klingt nach nicht viel, aber es ist wirklich schlimm nicht tief durchatmen zu können, und geht bei mir u.a. mit ziemlichen Panikattacken einher. Ende Dezember ging ich zum Hausarzt, der diagnostizierte das als Blockade der Brustwirbelsäule, erklärte mir dass er da nichts machen kann, gab mir einen Zettel mit ein paar Übungen, und schickte mich wieder nach Hause. Eine Zeit lang machte ich die Übungen (nach unten Beugen und die Hände um die Knie schlingen), jedoch halfen sie nicht viel. Inzwischen war es Februar/März. Ich ging – eben wegen dem Kreuz – seit Jänner auch drei Mal die Woche in ein Fitnessstudio da ich dachte Bewegung tut mir sicher gut. Es wurde jedoch nicht besser, (ca. im Mai verließ ich das Fitnessstudio wieder) im März besuchte ich dann unseren Orthopäden, der verwies mich ohne genaueren Kommentar an die GKK. Bis ich dort einen Termin bekam dauerte es nochmal ein gutes Monat. Danach fingen Heilmassagen und Co. an, dadurch wurde es ein bisschen besser, zeitweiße gelang es mir wieder tief durchzuatmen. Ich bekam auch Turnübungen für zu Hause, ich machte sie anfangs regelmäßig, als sich nach den ersten paar Mal die Symptome danach allerdings wieder verschlimmerten bekam ich Angst und habe es wieder gelassen. Als die Therapie dort zu Ende war, war es noch lange nicht weg, um erneut eine Therapie zu bekommen musste ich jedoch zwei Monate warten. Ich überbrückte diese Zeit indem ich mir eine Masseurin suchte und es gelang mir auch eine gute Physiotherapeutin zu finden. Diese Massagen halfen relativ gut, auf ihr Anraten hin ging ich nun öfters schwimmen. Allerdings wurde es trotzdem nur minimal besser, zeitweiße verschlechterte es sich auch wieder. Da ich meine Arbeit und meinen Haushalt so fast nicht mehr bewältigen kann, weil ich mit jeder Arbeit bei der man auch nur das geringste bisschen heben muss – und sei es nur der Staubsauger – inzwischen schon komplett überfordert bin, und fast jeden Tag nur noch heule wenn ich merke dass mir die Luft wieder wegbleibt, bin ich in die Stolzalpe auf die Akutambulanz gefahren. Der Arzt dort erklärte mir, dass die Skoliose sich nicht verschlechtert hat, dass das aber nicht sein Fachgebiet sei und schickte mich wieder Heim, versprach mir aber mich wenigstens auf die Dringlichkeitsliste für einen Stationären Aufenthalt zu setzten. Ich November fängt erst meine Kur an und derzeit bin ich wieder GKK Therapie. Da es mir vor allem in der Arbeit oft sehr schlecht geht, mir aufgrund von Atemnot und Panik, teilweiße schwindlig wird, oder mir deshalb auch das Sprechen schwerfällt weiß ich jedoch nicht wie ich bis dahin überlegen soll …

Liebe Leute, ich bin psychisch AM ENDE! Ich weine fast jeden Tag, ich bin am Ende ich habe keine Kraft mehr. Jeder Handgriff ist eine Katastrophe an psychischer Überwindung, ich versuche meine Turnübungen zu machen und breche dabei vor lauter heulen zusammen, ich versuche mich wieder aufzuraffen aber am Ende lande ich doch nur wieder mit einem Wärmekissen auf der Couch. Meine Physiotherapeutin meint ich würde mich zu sehr auf andere verlassen und zu wenig Eigeninitiative zeigen, aber Tatsache ist, nach neun Monaten Kampf mit der Atemnot, kann ich nicht mehr. Ich möchte mich Ritzen ich möchte Sterben, ich möchte mir ein Messer in den Rücken jagen, ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich versuche zu turnen ich versuche mich aufzuraffen, aber ich kann einfach nicht mehr. Ich bin am Ende ich bin fertig, ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Ich habe einfach keine Kraft mehr um mich wieder aufzuraffen.

Meine Frage lautet nun, gibt es eine Möglichkeit mich hier Psychisch wieder etwas zu stabilisieren, damit das heulen aufhört und ich wenigstens meine Turnübungen wieder richtig in Angriff nehmen kann und ich mich nicht mehr ganz so "out of power" fühle.

Und, hat jemand mit der "Erkrankung" Erfahrung, ich wohne in Österreich gibt es noch irgendwelche Möglichkeiten die ich noch nicht versucht habe? Ärzte, Spitäler usw.?

Danke im Voraus,

Lg Chiisette

Antworten
Joasuxte


Hallo Chiisette,

du hast doch mal in einem anderen Beitrag geschrieben, dass du einen Psychologen aufsuchen wolltest...der Faden ist aus 2010.....hast du einen aufgesucht? Bist du altuell in therapeutischer Behandlung?

Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass sich eine Wirbelsäulenproblematik auch auf die Atmung auswirkken kann. Mir tut das atmen dann weh und ein tiefes einatmen ist dann auch sehr unangenehm.

Ich mache wöchentlich Physiotherapie – auch wegen meiner Wirbelsäulenproblematik, hier unter anderem eine sekundär erworbene Skoliose. Und ein eigens Sportprogramm, welche aber mit Physio etc. abgesprochen ist denn da kann man auch viel falsch machen. Auch ein Osteopath konnte mir schon mal helfen.

Prinzipiell muss man bei Skoliose sagen, dass dies eine Erkrankung ist, die immer (!) Aufmerksamkeit benötigt und man eigentlich immer seine Übungen machen sollte, schon um die Muskulatur zu stärken und der Verkrümmung entgegen zu wirken. Immer heißt regelmäßig und ohne lange Pausen. Eine Reha kann auch hier helfen, damit du lernst, was gut für dich is, denn das ist etwas, was der Patient in Eigenregie machen muss!

Mir ist jetzt nicht so wirklich klar, ob vorrangig deine Schmerzen oder dein psychischer Zustand das größere Problem ist. Bzgl. der Schmerzen könntest du dich in eine Schmerzklinik einweisen lassen wenn es so akut ist, was natürlich auch bzgl. der psychischen Problematik ging. Aber bzgl. der Schmerzen kann es auch einfach hilfreich sein, einen gescheiten Orthopäden aufzusuchen, dich als Akutpatient vorzustellen und erst einmal mit geeigneten Medikamenten und Physiotherapie behandeln zu lassen. Aber du schreibst, dass im November deine Kur anfängt – was genau?

Gruß Jasmin

[[http://jasute.blogspot.de/]]

C`hi-isetxte


Hi Jasute,

danke für deine Antwort.

Meine psychischen Probleme derzeit, habe ich einzig und alleine wegen der Skoliose. Wie schon geschrieben habe ich sehr oft ziemliche Atemnot, und damit gehen dann auch die Panikattacken und das inzwischen sehr rasche heulen und fertig sein einher. Das Atmen ist da oft sehr erschwert und eine richtig tiefe Atmung ist dann nicht mehr möglich bzw. nur bedingt möglich. Am Anfang kann ich es noch mit gähnen ausgleichen aber meistens macht es so arg zu dass gar nichts mehr geht, und dann bekomme ich dass Gefühl zu ersticken (teilweiße wird mir dabei auch oft schwindlig). Wenn meine Atmung längere Zeit so blockiert, brodelt es wenn sie dann wieder einigermaßen aufgeht auch immer in der Lunge.

Ich mache zwar inzwischen meine Turnübungen (seit ca. einem Monat) und gehe Walken, aber so richtig besser wird es derzeit noch nicht (oft schwankt es auch sehr zwischen geht gut und geht gar nicht) und ich bin nach fast einem Jahr herumkämpfen auch schon ziemlich fertig mit den Nerven.

Die Kur habe ich in Bad Tatzmannsdorf wo sie u.a. auch auf den Bewegungsapperat spezialisiert sind.

Können hier Ärzte akut noch etwas machen, oder ist es am besten ich kämpfe mich bis zur Kur noch weiter mit Physiotherapie und Turnübungen durch?

Lg Chiisette

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