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Erfahrungen mit Katadolon long & Schwindel

EKhemaliger N"utzer (#3x25731)


Hast du keinen Urlaub wo du ne Woche zu Hause bleiben kannst für die Einstellung?

Ich konnte nach 5 Tagen wieder Auto fahren laut meinem Arzt, ich hatte auch keine Probleme, die ersten zwei Tage etwas Schindel, das war es dann auch

SOunfMlow.er_x73


6 Monate Probezeit = 6 Monate Urlaubssperre. So wie's aussieht, darf ich zwischen Weihnachten und Silvester aber Urlaub nehmen. Hilft alles aktuell nicht weiter. ;-)

E9hemalAiger Nu\tnzser (#3$257x31)


Ah so, blöd. Ich habe trotz 6 Monaten Probezeit Urlaub. Dieses Jahr noch 10 Tage ...

SKunpfloFwer_73


Ich bislang nicht. Wir hatten ein Rundschreiben mit der Bitte, den Urlaub aufgr. der "erheblichen finanziellen Belastung für die Klinik" (warum auch immer) im jeweiligen Jahr zu nehmen. Ich habe dann nachgefragt, aber Probezeit = Urlaubssperre. Wohl auch wg. demn eklatanten Personalmangel. Ausnahme: Die paar Tage am Jahresende, da meine Abteilung dann eh dicht ist (das Glück, nicht auf einer Station zu arbeiten).

Freue mich dann halt auf 9 Wochen in 2014. Wenn bis dahin noch Personal vom Himmel fällt. Ein Kollege nimmt aktuell noch Resturlaub aus 2012, d.h. schiebt den gesamten 2013er-Urlaub auch noch vor sich her.

t,he-Ecaxver


Was willst du denn bei einem bewegungs- und belastungsabhängigen Extremschmerz, der nur durch retadierte Schmerzmittel nicht einzudämmen ist sonst machen?

Zunächst mal war hier nicht die Rede davon, dass retardierte Mittel nicht helfen würden, sondern dass es ein Übelkeitsproblem gab, was den Tipp mit den Tropfen schon mal völlig unsinnig macht, da da durch das schnellere Anfluten die Tropfenform im Vergleich zu Retardformen verstärkt Übelkeit auslöst.

Beim chronischen Nicht-Tumorschmerz sind schnellfreisetzende Opioide generell zu meiden, da das Abhängigkeitsrisiko viel zu hoch ist – siehe die aktuelle Leitlinie hierzu (LONTS). Selbst wenn man im Einzelfall ein nichtretardiertes Opioid verwenden würde, wäre das allenfalls als "on-top"-Medikation zusätzlich zu einem Retardpräparat als Kurzzeitlösung für Schmerzspitzen sinnvoll.

Und Dolantin (Pethidin) ist für längerfristige Therapie sowieso ungeeignet, weil eines der Stoffwechselprodukte (Norpethidin) epileptische Anfälle auslösen kann.

Insofern korrigiere ich mich gerne: Es braucht doch 2 Worte, nämlich: Dreifacher Kunstfehler!

Im übrigen ist es ein Irrglaube, dass Opioide bei chronischem Schmerz *die* Lösung wären: Der analgetische Effekt lässt oft stark nach, langfristig überwiegen häufig die negativen Effekte. Ich entziehe mehr chronische Schmerzpatienten von Opioiden als ich neu darauf einstelle...

Also ein erneuter Versuch mit einem retardierten Opioid, ergänzt zeitweise durch Flupirtin. Und natürlich die nichtmedikamentöse Therapie: Gewichtsabnahme, Physiotherapie, TENS,...

Moralpredigt à la "psychische Faktoren" etc. (sie hatte meinen Beruf nicht erfragt ;-D ). Blöd nur, dass das Einspritzen eines Lokalanästhetikums die Schmerzen lindert und ich ja erwiesenermaßen die massive Arthrose habe, die auch von Entspannung, Verschiebung des Aufmerksamkeitsfokus etc. nicht verschwindet.

Dennoch spielen psychische Faktoren bei *jedem* chronischen Scherz eine Rolle, selbst wenn die körperliche Ursache noch so eindeutig ist. Und mit entsprechenden Verhaltensstrategien, Entspannung u.s.w. kann man zwar nicht die Arthrose beeinflussen, sehr wohl aber den Schmerz. Was soll das mit "Moralpredigt" zu tun haben?

SwunflMower0_7x3


@ the-caver:

Ich Psychotherapeutin habe ebenfalls schon mehr als genug Tramal- & Tilidin-Abhängige im Entzug erlebt und nachfolgend behandelt. Sogar meine (abgebrochene) Diss. bezog sich auf das Thema. Unretadierte Opioide kommen für mich gar nicht in Frage, eben wg. dem Abhängigkeitsrisiko.

Physiotherapie biete ich über 500 Termine in den letzten Jahren. Ist quasi mein Hobby. Andere treiben Sport, ich mache Physio. TENS habe ich. Gewichtsabnahme... Och nöö, mein BMI von 21,35 veranlasst mich irgendwie nicht dazu.

Bzgl. der psychischen Komponente:

Ich hab' für eine Rheumaklinik eine komplette Psychoedukation zum Thema chronische Schmerzen konzipiert, in enger Zusammenarbeit mit dem Chefarzt. Das Ganze 2 Jahre lang mit vielen Patienten durchgeführt. Ich lebe das, was ICH predige, tatsächlich auch selber. Je mieser es schmerztechnisch ist, desto bewusster.

"Moralpredigt" war es, weil es recht arrogant und auf die Psycho-Schiene schiebend rüberkam. Meine behandelnden Ärzte haben über den Bericht dann auch nur den Kopf geschüttelt, weil sie mich in den ganzen Jahren auch völlig anders erlebt haben, als besagter Schmerzmediziner mich dargestellt hat.

Mich hat diese "Abfertigung" angesichts meines Wissens einfach verärgert. Es war einfach ein unindividuelles Abschieben in die Psycho-Ecke, und auch wenn ich um all diese Faktoren weiß und mich nicht immer davon freisprechen kann (Selbstmitleid und Depri-Phasen gehören halt auch mal dazu), sollte man doch etwas mehr zu bieten haben als Akupunktur und Psycho-Schiene. Wir sind über Valoron und Amitryptilin nie hinausgekommen. Dann kam die Psycho-Schiene. Da erwarte ich von einem speziellen Schmerzmediziner einfach mehr.

Mein Problem aktuell ist einfach der nächtliche Schmerz, der neu ist und den ich kaum beeinflussen kann. Tagsüber komme ich über die Runden und würde nur deswegen jetzt nicht groß rumexperimentieren. Aber ich würde gerne mal mehr als eine Stunde am Stück schlafen. Und ich würde am Wochenende gerne auch mehr machen, als erschöpft in der Ecke sitzen. Da ich aber bspw. heute kaum gelaufen bin und die Schmerzen auch wg. dem Katadolon kaum vorhanden sind, kann ich immerhin schlafen. Das wird Montag Abend vermutlich wieder anders aussehen. Schlimm wird's dann nach dem 2. Arbeitstag. Muster der letzten 7 Wochen.

E@hemTaligZer Nutz4er '(#393;910x)


the-caver

sorry, ich meinte bezüglich retadiertem und nichtretadiertem Opioid nicht das Knie von Sunflower sondern eine Patientin mit Schrottschulter, zwei kaputten Handgelenken, chronischer Periostitis Tibia bds., Z.n. dislozierter Sternumfraktur (die macht aber die wenigsten Probleme).

Jkasuxte


Hey Sunflower,

vielleicht mal ne dumme Frage oder auch Anregung (?), da du dich ja eigentlich mit der Materie Schmerz und Medikamenten zu genüge auszukennen scheinst.....hast du es einfach mal mit Entlastung versucht? Ich meine eher für die Zeiten wo es geht, am Wochenende zum Beispiel. Mit Entlastung meine ich Stützen. Klaro ist das nicht prickelnd aber es könnte den eigenen Radius nach draußen wieder erweitern. Vielleicht auch nur nen saudummer Vorschlag, fiel mir nur gerade ein.

Der Arthroseschmerz ist ja schon scheiße aber Ruheschmerz auch schon, gar nicht schön! Ich würds weiter mit Katadolon probieren, in der Hoffnung, dass sich der Schwindel dauerhaft verdrückt!

Du nimmst die doch abends, oder? Verspürste dadurch keine Müdigkeit? War bei mir so und hat dann somit auch ein wneig beim Schlaf geholfen ;-)

Gruß Jasmin

A5nouxsh


Hallo Sunflower,

ich habe Anfang letzten Jahres auch Katadolon S long genommen (LWS-Syndrom), und zwar 4 Wochen lang. Die ersten drei Tage hatte ich auch mit Schwindel zu kämpfen, aber dann ging es mir prima und die Schmerzen waren fast vollständig weg.

Das Medikament hat mir mein Orthopäde verschrieben, mir aber nichts weiter dazu gesagt, also auch keine Empfehlung gegeben, die Blutwerte im Blick zu behalten. Nach einem Blick auf den Beipackzettel habe ich meinen Hausarzt gefragt, der mir davon abriet. Weil mir das Medikament aber gut half, hat er wöchentlich meinen Leberwert untersucht, der sich nach vier Wochen auch prompt erhöht hat. Danach bin ich auf Tilidin-Tropfen umgestiegen, die mir (nach einigen Tagen extremer Müdigkeit) aber auch prima geholfen haben. Seit meiner OP letzten August gibt meine LWS Ruhe – Hallelujah.

Ich kann den Wunsch wegen deiner Probezeit durchzuhalten gut verstehen, ich war in einer ähnlichen Situation (hatte im Januar erst mit dem neuen Job angefangen).

E8hHemalig0er Nlutzter (#3257x31)


Weil mir das Medikament aber gut half, hat er wöchentlich meinen Leberwert untersucht, der sich nach vier Wochen auch prompt erhöht hat

Genau aus dem Grunde soll es ja nicht länger als 14 Tage eingenommen werden ...

Danach bin ich auf Tilidin-Tropfen umgestiegen, die mir (nach einigen Tagen extremer Müdigkeit) aber auch prima geholfen haben

Die für eine längere Einnahme als Alleinmedikation aber wie hier schon gesagt wurde NICHT geeignet sinn und wenn die retardierende Form gewählt werden sollte! Tropfen maximal als Ergänzung bei Schmerzspitzen.

Pvustleblu9me6x5


Liebe Sunflower

von meinen Pat. weis ich das sich die Nebenwirkungen dieser starken Schmerzmittel nach einiger Zeit legen. Aber arbeitsfähig oder fähig am Straßenverkehr teil zu nehmen, ist man in der ersten Zeit nicht.

Ich selber benötige keine starken Schmermittel, hatte aber ein ähnliches Problem mit meinem Betablocker. Um mir keine Urlaub zum Beginn der Betablockereinnahme nehmen zu müssen, habe ich das Medikament ganz vorsichtig eingeschlichen, so wie ich es von Antidepressiva her kenne. Erst 2 Tage 1/4 Tablette, dann 2 Tage 1/2 Tablette, dann 2 Tage 3/4 Tablette usw bis zur verordneten Dosis.

Ich weis zwar, das Du wahrscheinlich Schmerzpflaster verordnet bekommen hast und nicht Tabletten. Aber ein scharfe Schere wirst Du sicher auch im Haus haben.

Ehhemal>iger gNutzer n(#325)73x1)


Schmerzpflaster sollten genausowenig zerschnitten werden, wie Retardtabeltten geteilt werden!

P+us,tebluFme65


Das ist mir klar, das einer Krankenschwester bei sowas die Haare zu Berge stehen. Es kann trotzdem hilfreich sein es zu tun.

VenlafaxinKapseln sind Retardkapseln und Metroprolol sind Retardtabletten und beides habe ich problemlos teilen und einschleichend einnehmen können.

Meine Ärzte habe mir nicht dazu geraten, sie hatten aber auch nichts dagegen einzuwenden, als ich es ihnen sagte.

H}indata


Das kommt drauf an wie die tabletten beschaffen sind.

manche Retardtabletten sind durch den Überzug retardiert, die sollte man auf ALLE fälle NIEMALS teilen. Andere sind so aufgebaut, dass die Tablette quillt und den Stoff langsam freigibt. Die könnte man theoretisch eher teilen, würde ich aber auch nicht empfehlen.

Die paar Ausnahmen, die man teilen kann, sind echt wenige und auf Experimente würd ich mich da nicht einlassen.

Retardkapseln sind ne Ausnahme, weil die Pellets oft überzogen sind, und das bleibt ja auch so, wenn man die Dosis aufteilt.

Pflaster dagegen würde ich nie nie nie nie NIE zerschneiden.

P\usteFblu1mex65


Habe gerade gegooglet. Schmerzpflaster zu teilen ist medizinisch unbedenklich und unter Pat. gang und gäbe.

Diese Vorgehen ist aber rechtlich nicht abgesichert, da es auf dem Beipackzettel nicht vorgesehen ist.

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