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Erfahrung Diskusriss Handgelenk

ATstifona hat die Diskussion gestartet


:-) Hallo,

nachdem ich aus dem Gröbsten heraus bin (insgesamt 5 Jahre Krankheitsgeschichte) möchte ich hiermit Allen die Gelegenheit geben, sich über diese äußerst seltende Verletzung im Handgelenk auszutauschen, denn noch mehr Erfahrungsberichte habe ich die gesamte Zeit über vermißt (kein Wunder, wenn die Betroffenen oft schlecht schreiben können).

Angefangen hat es damit, daß ich länger als erlaubt an einem dafür gefährdenden Arbeitsplatz, an dem auch Andere in kurzer Zeit chronische Handgelenksschmerzen bekamen, arbeiten mußte, und ich nicht durch etwa einen einzigen Sturz, sondern vllt. 10 hoch 19 (oder so ähnlich) oder noch mehr kleiner Minischläge mit voller Aufstützung der Körpergewichtes (war so blöd, und hab mich da voll reingehängt) in meinen beiden Handgelenken erheblich geschädigt wurde, was ungefähr 1 Jahr später eindeutig im MRT und schließlich danach bei knapp noch 1 Jahr später in der OP (minimalinvasiv, mit großem Bluterguß) bestätigt wurde.

Leider hatte ich mir das nach der OP viel einfacher vorgestellt, und die Schmerztherapie stellte sich durch die Dauer bis zur vollständigen Funktions-und Belastungsfähigkeit (welche ich jetzt noch auftrainieren muß) äußerst schwierig da, also Alles meiden was zu weiteren Schmerzen führt (und das heißt ziemlich viele Einschränkungen, nicht so sehr diese, welche ich selber im Griff habe -was wie tragen, oder nicht aufstützen, oder wie schnell und lange schreiben, sondern auch allen Erschütterungen von außen auszuweichen bzw. Menschen (=Angehörige, Therapeuten, Personen um einen herum) zu haben, die zur Schmerzvorbeugung entsprechend sich rücksichtsvoll + umsichtig verhalten wollen, was nicht so selbstverständlich ist, da sie nicht immer (nur ganz am Anfang) einen eingegipsten Arm sehen und nur selbst operierte Personen entsprechende persönliche Erfahrung aufweisen (erste paar Monate nach der OP).

Unverständnis hatte ich vor allem auch wegen der längeren Heilungsdauer als nach einem gewöhnlichen Eingriff (andere Operationen als welche an Bindegewebsscheiben). Neben der starken Schmerzen war natürlich auch die kaum vorhandene Arbeitsfähigkeit (nur etwas, an meinem Abitur, sobald ich wieder Wörter und ganze Sätze schreiben konnte) und der damit verbundene finanzielle absolute Verlust (und stark eingeschränkte soziale Kontaktmöglichkeiten, nur draußen, im Freien, oder in neuen Häusern (wegen der Statik), oder per Kontakt über Internet) das haupsächlich Belastende an der Erkrankung.

Insgesamt 1-2 Jahre anstatt über 5 wären besser noch akzeptiert worden, bzw. wäre für meine Angehörigen nicht so sehr belastend gewesen.

Ja, man kann natürlich sagen: "es war heftig, nicht mehr den Haushalt machen zu können, sich hilflos fühlen, auf Andere angewiesen sein", zum Glück ist diese Zeit jetzt vorüber (dank der Klinik, die mich hervorragend operiert hat, auch wenn der Preis für die perfekte Naht ziemlich hoch war (Schmerzen in der Rekonvaleszenz im gesamten Bereich, der von der Operation betroffen war).

Ich muß noch warten, bis ich mich voll aufstützen kann, dann freue ich mich wieder riesig, mit meinem Mann frei in der Holzbodenwohnung laufen und auch kuscheln zu können.

Das Abitur mache ich jetzt hoff. wieder mit altem Schwung und Elan, voll leistungsfähig (ohne Nachbarkeitsärger, durch ihr mich ärgern wollendes Verhalten-war äußerst schlimm!!), und kann dann auch bald wieder Orgel im Gottesdienst spielen (vom Klavier spielen mal ganz abgesehen, was mich immer so entspannt hat zwischendurch in alten Zeiten).

Mit der Katze schmusen geht schon fast einem halben Jahr komplett wieder. :-) :-)

Falls ich hiermit irgendjemandem Mut machen kann, Geduld zu haben, alles durchzustehen, oder ein paar Therapiehinweise, die demjenigen auch nützen könnten, geben kann, habe ich glaube ich schon ein paar Menschen geholfen; gebe gern auch den Namen meiner Klinik, die mich operiert hat, weiter!! Gute Handchirurgen sind ja wirklich -was ich bis jetzt wegen Diskusproblemen gefunden habe- sehr gesucht.

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