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Karpaltunnelsyndrom und Schulterschmerz?

s>up=erpmom64 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vielleicht gibt es hier ja Fachleute, die mir mehr Aufklärung verschaffen können.

Seit Jahren habe ich immer wieder Probleme mit dem Karpaltunnel (KT) – bislang blieb es bei einem "sensitiven KTS" – ohne Grund zur OP. Beim aktuellen EMG beim Neurologen zeigte sich aber eine deutliche Verschlechterung. Dazu kommen immer wieder Beschwerden im Bereich Hangelenk, Daumen, Ellenbogen .... und seit ca. 7-8 Wochen in der Schulter.

Da die Schmerzen in der Schulter auf beiden Seiten gleich sind und auch gleichzeitig auftraten (nach dem Sport – KH Butterfly auf Schrägbank nach Gewichtssteigerung), tippte ich eher auf eine Reizung der Biszepssehne – weil der Schmerz genau dort überwiegend sitzt. Nach vielen Wochen Pause – und einer "Verdachtsdiagnose" eine örtlichen Orthopäden – musste ich aber feststellen, dass es nicht besser wurde. Ein anderer Orthopäde machte umfangreiche Ultraschalluntersuchungen beider Schultern und konnte NICHTS finden: keine Reizung, keine Entzündung, Rotatorenmanschette oB, Gelenkkopf einwandfrei .... Er tippt auf einen Zusammenhang mit dem KTS.

Kann das tatsächlich so weit ausstrahlen? Ich nicht unbedingt OP-affin ;-).

Mein Physio meinte, ich solle mal einen Osteopathen aufsuchen, da auch ein organischer Zusammenhang mit den Schultern gegeben sein kann (seine Erfahrungen von diversen Berichten seiner Patienten).

Da beide Schultern betroffen sind – und auch beide Handgelenke – bin ich wirklich unsicher. Ich will endlich wieder schmerzfrei sein und alles machen können – aber auf unnötige OPs habe ich auch keine Lust.

Falls also jemand fachlich wirklich was weiß, wäre ich dankbar.

Da auch mein linkes Großzehgelenk nach einer OP "ruft" (das rechte ist schon operiert), muss ich nicht noch mehr davon haben. Zumal mein AG zwar verständnisvoll ist – aber auch nicht auf Monate auf mich verzichten kann.

Antworten
TKestA'RHxP


@ supermom

Kann das tatsächlich so weit ausstrahlen?

In manchen Fällen tut es das. Meine Mutter hatte an der re. Hand auch Karpaltunnelbeschwerden, und das hat bis zur Schulter hochgestrahlt. Sie dachte die ganze Zeit, es sei Rheuma. Es wure operiert, weil sie schon ganz krumme Finger bekam, und danach waren die Schulterbeschwerden jedenfalls schlagartig weg.

Ob es in deinem Fall aber auch so ist/sei wird, kann nich natürlich nicht sagen. Nur eben, die Karpaltunnelsache kann so weit ausstrahlen.

Meine Mutter ist 1x wöchentlich schwimmen gegangen und war ansonsten normal viel in Bewegung, also nicht übertrieben sportlich.

Eine OP muss man sich aber gut überlegen glaube ich, es klappt nicht immer! Danach muss an die Hand ganz neu auftrainieren, vor allem wenn die Finger schon unbeweglich waren.

Butterflystemmen, musst du dann erstmal bleiben lassen.

Meine Mutter war mit der Handgynastik zu ungeduldig und deswegen bald nachlässig.

Darum ist die Sache nie mehr richtig in Ordnung gekommen.

Ich habe gelesen, dass es mit der Schildrüse zusammenhängen kann, das würd ich auch mal abklären lassen.

Gute Besserung :)* :)* :)*

KFlausx F


Versuch es mit einem nudelholz. auf den tisch legen und mit dem unterarm darüberrollen – ohne druck

wenn das irgend eine erleichterung bringt kannst du alles andere vergessen. dann hast du nämlich muskuläre probleme die keiner kapiert

s\upeXrmomx64


@ testARHP

Danke. Da ich gerade zzt. eher das Gefühl habe, "Arm kalt und gehört irgendwie nicht so richtig zu mir (ich will nicht sagen taub – aber fühlt sich anders an als links), werde ich wohl den Termin beim Chirurgen vereinbaren – zur Besprechung. Und gleichzeitig einen Osteopathen anrufen.

Die Schilddrüse ist OK – wird häufiger kontrolliert.

@ Klaus

Welchen Bereich soll ich denn rollen? Innenseite, Außenseite, Ober- oder Unterseite?

Was genau meinst du mit "muskulären Problemen"? Zu wenig – zu hart/nicht gedehnt ..... ?

T estdAkRHxP


@ supermom

Meine Mutter hatte kribbelige Taubheitsgefühle in der Hand, die Schulter war schmerzhaft/taub und unbeweglich, genau so wie die Hand. Es zog von der Hand aus, ins Schultergelenk. Zu Anfang konnte kein Zusammenhang zur Hand erkannt werden, im Armgelenk hatte sie keine Probs.

Die Beschwerden in der Schulter kommen, weil in der Hand ein Nerv eingeklemmt wird, der bis zur Schulter führt. Wenn man kein Arzt ist, weiss man sowas nicht so genau.

Es hat bei einer Mutter langsam angefangen: Zu Anfang war auch mal lange gar nichts und dann war es plötzlich wieder da. Meine Mutter hat dann gedacht, sie hätte schlecht gelegen oder zu lange geschwommen!

Meine Mutter war zur Zeit der OP Mitte 60. Das ist schon länger her und die OPmethoen haben sich ja auch schon weiter entwickelt.

Wichtig ist vor allem, dass du wirklich deine Hand hinterher mit täglichen Übungen wieder auftrainierst, und das nicht vernachlässigst. Meine Mutter hatte zum Schluss gekrümmte und steife Finger und mit Training hätte sie das verhindern können!

Meine Schwester hat es auch. Sie lehnt eine OP aber ab und hat eine Weile eine orthopädische Handstütze getragen, um denn Karpaltunnelbereich (die untere Handfläche) zu dehnen. Wenn man so wie sie viel am PC sitzt, ist das für die Hand ziemlich schlecht. Meine Schwester kam mit dem Stützding am PC natürlich nicht klar und trägt es nicht.

Inzwischen hat sie schon etwas gekrümmte Finger- sie kann die Hände nicht mehr in "Beterhaltung" mit den Handflächen UND Fingern aneinanderlegen, da kann man schon durch gucken.

Ich hab es auch ansatzweise, und spiel gern Klavier.

Da kann ich das gar nicht brauchen! Seit meine Mutter das vor 20 Jahren hatte, mache ich imer wieder gezielt Dehnübungen für die Hände, damit sie locker bleiben. Das hat schon ganz gut geholfen, nur muss ich es ein paarmal die Woche machen, damit die Hände nicht wieder unbeweglich werden.

Ich glaube, wenn das Ganze fortgeschrittener und klar diagnostiziert ist, kommt man um eine OP nicht mehr herum :-|

Das dauert nicht lange, man ist bald wieder zuhause und der Schulter gehts als erstes wieder gut!

:)* :)* :)*

KUlaus xF


Was genau meinst du mit "muskulären Problemen"? Zu wenig – zu hart/nicht gedehnt ..... ?

Zu hart und nicht gedehnt. Allerdings sind da muskuläre Zusammenhänge die keiner wahrnimmt.

Unterarm Unterseite... ohne druck nur 30 Sekunden pro Seite.. dafür aber fünf bis sechsmal am tag

K{lauxs F


Das hat schon ganz gut geholfen, nur muss ich es ein paarmal die Woche machen, damit die Hände nicht wieder unbeweglich werden.

Genau weil sich unsere Muskeln ca. 72 stunden etwas merken und dann gehts wieder von vorne los. Es reichen aber Sekunden zum aktivieren....

Trest,ARxHP


Ich dehne dazu auch gezielt die Innenseite der Unterarme- indem ich das Gegenteil zum Greifen mache. Die Fingersehen gehn nämlich bis zum Ellenbogen.

Also, erstmal die Hände orentlich mit Handcreme warmkneten, dazu auch mal kräftig in die Hände klatschen, damit sie warm werden.

Dann: die Hände in Bethaltung mit etwas Kraft zusammengedrückt nach unten, und auch mal Ri. Körper ziehen.

Die Finger werden auch mal, anstatt zu greifen, stramm gestreckt nach hinten gebogen, der Daumen weit von der Hand weggezogen und die Zwischenräume zwischen den Fingern elastisch geknetet.

Man greift ja die ganze Zeit immer nur, da braucht es auch mal ein andes Programm!

Dadurch sind meine Hände weit beweglicher als die von meiner Schwester, die nie was anderes damit tut ausser greifen.

Klar, wenn man damit anfängt, tuts auch mal weh, aber so ist das nun mal.

Sonst macht das Klavierspielen irgenwann wirklich keinen Spass mehr!

sGuper*mo~mx64


Diese Übungen mache ich ständig – ein "Problem" ist: ich bin eh eher hypermobil, d.h. ich kann sowieso alles weit biegen und dehnen und habe auch keine Einschränkungen. Deswegen haben viele Ärzte meine Schulterbeschwerden vor langer Zeit auch nicht ernst genommen...... "Solange sie sich so bewegen können, kann es ja nichts Schlimmes sein ...".

Tja, viele Ärzte agieren nach dem Motto: Häufiges ist häufig und seltenes kommt in meiner Praxis (gefälligst) nicht vor.

Daher schauen sie auch nicht so oft über den "Tellerrand". Gleiches Problem hatte ich vor Jahren mit meiner Schilddrüse ... ICH musste die Diagnose quasi mitbringen!

T{est?ARHP


Dann wäre es besser, mal einen Neurologen aufzusuchen und das Prob zu schildern.

Hat meine Mutter auch gemacht, ihr HA hatte sie zu einem Neurologen überwiesen.

Ich kenne eine professionelle Pianistin, die ähnliche Probs hat: übertrainierte, super bewegliche Finger und Hände, UND Karpalbeschwerden. Sie hat die OP aber nicht machen lassen wollen, weil sie Angst hatte, danach geht gar nichts mehr.

Das kann in einigen Fällen wohl auch passieren. Aber ohne die OP jetzt hat sie versteifte und schmerzende Hände und hat das Klavierspielen aufgegeben.

Ich spiel ja Klavier nur als Hobby, aber ich würde die OP machen lassen und danach viel trainieren. Ich bin sicher, ich würde meine Hände wieder hinkriegen.

Ich war nie sehr beweglich, aber mit Training lässt sich viel erreichen.

s]up>e[rmo8m64


Meine Mutter hat die OP machen lassen – und es ist alles gut gegangen. Eine der wenigen OPs, bei denen es keine Probleme gab.

Na ja, ich habe ab 18. einen Termin beim Osteopathen und am 23. beim Handchirurgen zum Vorgespräch. Mal sehen, was bei beidem so rauskommt.

Das "blöde" ist, dass ich Anfang/Mitte Dezember meine neue Küche bekomme und vorher noch bei der Renovierung der Küche mit anfassen muss: Fliesen runter (wobei den Großteil mein Sohn macht), ggf. Spachteln und dann Tapezieren. Lasse ich also, wenn, so rechtzeitig vorher operieren, dass es bis dahin wieder gut ist – oder erst danach ??? ;-)

T<estAAYRHxP


Kommt drauf an, wann der OP Termin ist. Danach geht nicht viel, so wars jedenfalls bei meiner Mutter.

Vllt. ists aber noch nicht sooo dringend, so dass du den OPtermin auf nach der Reno/Küchensache legen kannst. Was ich für sehr gut machbar halte :)z .

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