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5 Ärzte, 5 Meinungen, Leistenschmerzen über 5 Wochen noch Ideen?

P4a\dAdes88x2 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich möchte die Frage nicht allzu lange ausschweifen, daher einfach mal eine kurze Zusammenfassung mit der Bitte um weitere Ideen oder Ansätze:

Zu mir:

31 Jahre alt, männlich, 116 kg / 191cm ( Gewicht abnehmend seit einem Jahr, Start bei 152 Kg)

bisher keinerlei Probleme mit Muskulatur, Knochen etc.

Ausgangssituation vor ca. 6 Wochen:

Ich habe auf einen 10Km trainiert, habe sachte angefangen und mich mit einem moderaten Trainingsplan gut steigern können und bin auch sonst sehr aktiv. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir körperlich super, alles bestens und absolut kein Zwicken.

Ich war dann an einem Samstag vor 6 Wochen eine recht anstrengende Wanderung machen, bergauf noch kein Problem, als ich oben ankam merkte ich jedoch schon meine Erschöpfung, aber was soll man sagen? Runter muss ich ja auch noch...

Das zog sich dann auch und ich war wirklich "am Ende" aber nicht wirklich umgeknickt oder weggerutscht.

Ich hatte tagsdrauf dann auch etwas Muskelkater und allgemein fühlte ich mich nicht so fit. Also Lauftraining abgesagt und bis Dienstag pausiert.

Dann wieder Lauftraining und Muskeltraining anschließend ( auch moderat).

Dann über Nacht fing das Leid an..

Symptome:

Schwer zu beschreiben... es ging los mit stechenden Schmerzen in der Leistengegend gerade Richtung oberer Oberschenkel. Ich merkte das bei jedem Schritt.

Arzt 1 – > Ich ging dann an diesem Tag noch zu meinem Hausarzt um sich das anschauen zu lassen, dieser machte einen halbherzigen Test auf Leistenbruch ( Tasten und Husten ) kam zu dem Ergebnis ich habe mir die "Leiste gezerrt" und ich soll Pause machen.

Ok also 1 Woche Pause gemacht so gut wie nicht bewegt, es wurde dann auch etwas besser und ich konnte wieder schmerzfrei gehen aber gerade wenn ich mein Bein etwas stärker belastet habe oder Bergab gegangen bin kam der Schmerz sofort wieder. Also bin ich zu

Arzt 2 ( Orthopäde / Chirug ) – > dieser tastete erneut auf Leistenbruch ab, schloss dies ebenfalls aus, und meinte dann es wäre der "Iliopsas", Schonen und dehnen ( zeigte mir dann auch eine Übung die dies etwas reizte, musste aber schon sehr weit runter in den Ausfallschritt um was zu merken

Also machte ich brav 1 Woche wieder gar nichts um dehnte mir einen Wolf, es wurde auch wieder insgesamt etwas besser, aber ein Dumpfes Gefühl bleibt beim laufen und umso länger ich laufe umso drückender wird das Gefühl

Nach einer Woche dachte ich .. komm gehste nochmal zu nem anderen:

Arzt 3 ( Orthopäde, Sportmediziner ) – > Wieder auf Leistenbruch geschaut mit Tasten und Husten.. wieder nichts, dieser meinte dann ich habe mir die Leiste gezerrt.. verschrieb mir Ibuprofen 800 davon 2 am Tag und nochmal 2 Wochen gar nichts machen

habe ich dann auch wieder gemacht, wieder keine merkliche Besserung, trotz Ibuprofen immer noch das ziehen und drücken bei Belastung. Ich wurde dann auch noch krank.. super passte ja gut und musste dann eh liegen.

Zwischenzeitlich wurde es dann tatsächlich wieder etwas besser und es zog kaum noch beim gehen, wanderte aber gefühlt etwas mehr Richtung Hüfte und Übergang Bauch / Oberschenkel.

Ich dachte jetzt.. auf Empfehlung mal zu

Arzt 4 ( Orthopäde, Sportmediziner) – > Dieser nahm sich extrem viel Zeit testete hier und da Bewegungen aber wohl alles unaufällig bis auf eine "Druckemflindlichkeit am rechten Leistenband". Hat auch geröntgt. aber mit der Hüfte scheint wohl auch alles in Ordnung zu sein... um sicher zu sein überwies er mich an

Arzt 5(Chirug ) um nochmal einen Leistenbruch auszuschließen. Dieser tastete wieder mal rum und überprüfte auch die linke Seite, aber auch er war sich sicher es ist kein Leistenbruch sondern eine Adduktorenzerrung am Muskelansatz (2 Wochen Diclofenac Kur verschrieben ).. Ok wieder mal was neues :)

heute bin ich jetzt bei

Arzt 6 ( Radiologe ) zum MRT der rechten Hüfte um eine Labrumläsion auszuschließen die der Orthopäde evtl. auch vermutete.

Ok jetzt ist es doch schon sehr viel geworden wie ich sehe ;-).

Stand heute:

Weitestgehend schmerzfrei beim Gehen, jedoch immer ein leichtes "Druckgefühl, bzw. ein Ziehen in der Leistengegend), beim Wandern ging es 2 1/2 Stunden relativ gut, jedoch gegen Ende wird es zunehmend schmerzhafter und das ziehen und drücken wandelt sich um in einen Schmerz.

Joggen habe ich langsam getestet, geht auch ganz gut jedoch ist dabei der Druck relativ schnell ( 10-15 min ) zu merken und bleibt dann auch den Rest des Tages. Über Nacht wird es dann wieder weniger.

Was mir noch aufgefallen ist, wobei ich das nicht ausschließen kann, dass es vorher evtl. schon da war und ich jetzt nur mehr drauf achte:

- gerade morgens habe ich das Gefühl beim gehen, das der Knochen in der Hüfte rutscht bzw. so knackt, verschwindet dann aber im Laufe des Tages und tut auch nicht weh.

- wenn ich mein linkes Bein auf irgendwas stelle und dann das rechte Bein dehne, fühlt es sich so an als ob da nen Muskel oder ne Sehne rumrutscht ( tut auch nicht weh aber fühlt sich seltsam an).

Ok wer bis hier her gelesen hat, erstmal vielen Dank.

Ich würde mich freuen wenn jemand evtl. ähnliches mitgemacht hat und hier noch einen Tip für mich hat, da es wirklich traurig ist nicht mehr so aktiv sein zu können und auch nicht so schön ist pro Woche 3 Arztbesuche zu haben.

LG Patrick

Antworten
e"strtellxe


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte, auch die Orthopäden die Folgen von Fehlhaltungen oder Fehlbelastungen nicht gut einschätzen können. Im MRT oder Röntgenbild sieht man so etwas ohnehin nicht.

Ich würde mir ein Rezept für manuelle Therapie besorgen und zu einem Physiotherapeuten gehen, der auch über Erfahrungen in Osteopathie verfügt. Der bekommt ganz schnell heraus, wo es "hakt".

Viele Menschen wissen z.B. nicht, dass Fußfehlstellungen zu Zahnschmerzen führen können. Da kann man Stunden beim Zahnarzt und Kieferorthopäden zubringen. Es wird nichts nützen. Nun musst du dieses Problem natürlich nicht haben, es war nur ein Beispiel dafür, dass dein Problem viele Ursachen haben kann.

Du wirst unter Umständen hier viele Antworten bekommen, in denen die verschiedensten Vermutungen angestellt werden, aber keine kann die erfahrenen Hände eines Physiotherapeuten ersetzen. Er kann dir auch Tipps geben, welche Übungen im Moment gut für dich sind.

Ekhemalbiger Nuwtze(r 4(#3x25731)


Ist ja sehr schön das du mit allen Mitteln der Kunst untersucht worden bist, aber das einfachste und vermutlich auch effektivste hat keiner gemacht: ein Physiotherapie Rezept ausgestellt ....

P5addesx82


So es gibt News nach meinem Besuch bei der Radiologin und einem MRT mit Kontrastmittel:

Ihrer Meinung nach Eindeutig KEIN Leistenbruch, KEIN Addukturenproblem

sondern .. tataaaa:

Labrum einrisse rechts, sowie links im Gelenk Flüssigkeitseintritt ( woher auch immer.. tut aber auch nicht weh.. )

So damit bin ich dann wieder weggeschickt worden und mein Orthopäde kann erst am 05.11.2013 wieder einen Termin vergeben, da bis dahin renoviert wird...

Tjo :°( :°(

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