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Mikrofrakturierung - Knie

DDarhxaj hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich wurde am Mittwoch am Knie operiert und würde mich gerne in Bezug auf diese Thema austauschen.

Vor 25 Jahren (ich bin jetzt 41) hat man mein linkes Knie in Sarajevo operiert. Ich kann leider nicht viel über Angriff sagen. Wenn ich mich gut erinnern kann ist die Kniescheibe rausgeflogen und von selbst wieder zurück eingerastet.

OP: Shaving patellae et condily lat.femoris, Arthrotomia patellae et spongoplastica. ad. cond. med. tibiae. Ruffung fasciae. drainagae.

Viel mehr Infos habe ich leider nicht und als Erinnerung trage ich eine 25cm lange Narbe.

Danach ist einige Jahre alles gut gegangen, wobei ich bemerken möchte, dass ich kein unbedingt sportlicher Mensch bin und die Beanspruchung in diese Zeit nicht so groß war. Allerdings war Skifahren nicht problematisch und ich konnte einige Tage in Saison beschwerdefrei Ski fahren.

Angefangen hat es wieder 2011. ich habe nach dem ersten Skitag eine sehr große Schwellung bekommen. Diese wurde punktiert und ging einige Tage danach wieder zurück. Ich habe dann einen Sportarzt (Kniespezialist) aufgesucht er hat mir eine OP vorgeschlagen, die auch durchgeführt wurde.

OP:Teilmenisktomie lateral, plicaresektion laterales Relaese, Knorpelshaving.

Im darauf folgenden Winter konnte ich wieder kaum Ski fahren, da bereits am ersten Tag wieder die Schwellung auftrat. Dazu ist zu bemerken, dass ich sehr vorsichtig und langsam Ski fahre.

Das hat sich auch dieses Jahr wiederholt. Mein Operateur hat eine weitere Glättung vorgeschlagen.

Das Ganze hat mich ein wenig verunsichert und darauf habe ich eine zweite Meinung bei einem sehr bekannten Arzt, der einer der führenden Kniespezialisten in Ö sein sollte geholt.

Er hat mir gesagt, dass wenn das sein Knie sein würde er auf jeden Fall eine Microfractures+ACP machen würde und nur eine Glättung nicht viel bringen wird.

Nach langer Überlegung habe ich mich dafür entschieden und folgendes wurde laut OP Bericht gemacht:

Synovitis festgestellt, Teilsynovektomie durchgeführt. Freies Gelenkskörper reseziert. Medialer Meniskus und Knorpelflächen unauffällig. Vorderes und hinteres Kreuzband unauffällig. Das laterale Gelenkspalt von Seiten des Meniskus und Knorpelflächen unauffällig. Retropatellär Synovitis, auch hier sofort Teilsynovektomie. Retropatellär Knorpelveränderungen Grad II bis III aber vor allem an der Trochlea femoris massive Knorpelschäden bis Grad IV 3x2 cm.s werden sorgfältige Microfractures gesetzt. Es werden 11ml ACP intraoperativ gewonnen und steril intraartikulär apliziert.

6 Wochen Krücken. 2 Wochen nur abrollen, danach 1/2 Körpergewicht. Motorschiene 30 Grad 2 Wochen 2x1 Stunde. Bis Woche 4 auf 60 Grad steigern und bis Woche 6 auf 90 Grad steigern.

Ich fühle mich derzeit nicht schlecht. Knie ist sehr angeschwollen, Schmerzen sind aber nicht so schlimm.

Verunsichern tut mich die Belastung mit 1/2 Körpergewicht schon nach zwei Wochen. Soll man da nicht länger warten? Die Motorschiene "nur" 2x1 Stunde macht mich auch unsicher. Man liest, dass die Motorschiene sehr wichtig ist und bis zu 6 Stunden eingesetzt werden soll.

Für etwaige Tipps und Austausch wäre ich sehr dankbar.

Dario

Antworten
wlho/opi n63


Ich hatte letztes Jahr im Dez. ne MF allerdings an der med. Femurkondyle.

Es war die 2. an der gleichen Stelle. Beim 1. Mal hatte ich keine Bewegungsschiene und die MF war auch nicht erfolgreich.

Nach der 2. bekam ich diese für 6 Wochen, hab mit 50° angefangen und dies 4x am Tag, ne halbe Std.

Aufgrund anderer Baustellen hab ich von Anfang an teilbelastet.

Hab dies auch dem Arzt gesagt.

Bei mir hat sich nun Faserknorpel gebildet, also von IV° Knorpelschaden auf "nur noch III°".

Zwischenzeitl. hatte ich eine erneute ASK, wo mir ebenfalls ein freier Gelenkkörper entfernt wurd, ein Teil des Innenmeniskus und Teilsynovektomie.

Ich persönl. würd die Schiene öfters am Tag benutzen, muß ja nicht gleich ne Std. sein ich glaub ne halbe reicht aus und das halt öfters.

Desweiteren bekam ich ein Tens-Gerät, welches ich ebenfalls 4x am Tag benutzt hab, für 20 min. und natürl. KG, Lymphdrainage.

S^uNnfloywerQ_7x3


Ich hatte 2 MF's in der Trochlea, beide sind nichts geworden. Ich habe deutlich länger entlastet als Du (6 Wochen, dann langsame Steigerung). Hast Du auch im Alltag eine Beugelimitierung? Ich durfte in den 6 Wochen auch max. 30° beugen, dann langsame Steigerung. Motorschiene hatte ich auch, sollte da auch viele Stunden drauf. Genau weß ich es bei den MF's nicht mehr, da ich auch noch 2 Knorpeltransplantationen (ebenfalls gescheitert) hatte und da 6 Wochen lang 8 Stunden pro Tag drauf sollte (und war. Nie wieder.)

Mein Fazit ist (und auch das der Ärzte): V.a. der Bereich Kniescheibenrückseite und -gleitlager (Trochlea) sind bzgl. Knorpelschäden mehr als schwierig zu behandeln. Ich stehe jetzt mit knapp 41 vor dem Kunstgelenk, weil mittlerweile das gesamte Knie fast keinen Knorpel mehr hat. Ursache unbekannt.

DYarh;aj


Danke für die Infos. Hui, viel Optimismus zu haben scheint nicht realistisch zu sein, da bei mir Trochlea betroffen ist...

Beugelimitierung habe ich nicht. Ich kann aber Aufgrund der Schwellung nicht unbedingt viel mehr beugen. Ich setzte die Maschine selbstständig öfters als empfohlen. Ich glaube, dass ich dadurch keine Schäden anrichten kann?

Wegen Belastung werde ich bei der Kontrolle (26.11.) noch einmal fragen.

S)unfl-owe(r_x73


Eigentlich ist die Beugelimitierung wichtig, damit eben nicht zu viel Druck beim stärkeren Beugen auf de behandelte Areal kommt. Mir sagte mal ein Chirurg, das sei dann wie "Panzer auf frisch ausgesätem Rasen".

Würde Dir daher raten, doch wenig zu beugen. Mehr Motorschiene im erlaubten Bereich (also die 30 oder 40°) schaden garantiert nicht.

(Warum operieren Ärzte eigentlich und machen Hoffnung, wenn das Hinterher so wenig geklärt wird?)

Dnarhaxj


Das werde ich auch so machen, da ich die Beugung ja selbst beinflussen kann.

Ich verstehe es auch nicht ganz. Ich habe mehreren meinungen geholt und gleich 2 Ärzte (mit Topruf in Ö) haben mir diese OP empholen.

Iich zweifle jetzt natürlich wieder und stelle alles in Frage was aber NACH dem Op wenig Sinn macht...

Ich hatte im Alltag keine Beschwerde sondern nur unter Belastung. Wie das möglich war mit so einem Schaden ist mir nicht klar, aber die Menschen funktionieren zum Glück sehr unterschiedlich.

Ekhemaliger" NuUtzer (6#32573x1)


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wieso man immer erst hinterher hellhörig wird, der Zweifel wäre vorher angebracht gewesen. Genau so wie die Informationssammlung ....

Warum man sich auf die OP so schnell einlässt wenn man im Alltag keinerlei probleme hat ist mir ein Rätsel.

Du wirst auch danach noch Probleme bei Sport und co haben, die verschwinden ja nicht plötzlich und man hat ein gesundes Gelenk ...

KGlauKs F


Mir ist das schon klar..... [...]

E1hembaliger Nrutzer+ (#325x731)


[...]

Das so eine Gelenkkapsel auch jede Menge Nozizeptoren besitzt scheint dir entgangen zu sein .... natürlich tun nur und ausschließlich die Muskeln weh, alles andere auf gar keinen Fall!

[...]

Glaubst du die Scheiße eigentlich selber noch dir du hier so von dir gibst?? So langsam muss man sich echt fragen ....

Slunflo[we#r_7x3


Mir klappt hier auch gerade mal wieder die Kinnlade runter!!! :-X :(v :|N

[...]

Knorpel regeneriert NICHT. Aber vielleicht bekommst Du ja bald den Medizinnobelpreis für Deine bahnbrechende, alles über den Haufen werfende Knorpelforschung.

Den FALSCHEN Fakt mit der Regeneration gibst Du jetzt schon zum 2. Mal von Dir. Es reicht langsam.

Und: Warum bildet der Knochen dann sogar Osteophyten, um sich zu schützen? Warum nekrotisiert Knochen durch zu viel ungeschützte Belastung?

Aber klar, Knorpel ist überflüssig, Knochen auf Knochen ist kein Problem, tut auch gar nicht weh. Und eben weil der Knorpel so gar nicht benötigt wird, regeneriert er. :|N :(v

D$arwhaxj


Hi Mellimaus21, man informiert sich schon und trifft dann halt die Entscheidung. Ich besuchte 4 Ärzte und versuchte mich im Internet zu informieren. Die Entscheidung ist dann trotzdem nicht immer richtig und man belügt sich (absichtlich oder nicht) auch noch selbst. Ich hoffe, dass zumindest die Entfernung von freien Gelenkskörper einen Sinn gehabt hat. Und in Bezug auf die Informationsversorgung bringt vielleicht auch dieser Beitrag ein wenig dazu.

Ich machte heute die Recherchen bezüglich Motorschiene und Häufigkeit der Anwendung. Man findet die Empfehlungen (vernünftige HP,meist von Kliniken) zwischen 2 und 15 Stunden täglich. Manche Ärzte verschreiben gar keine Schiene. Damit ist definitiv nicht einfach immer die richtige Information zu bekommen.

Ich werde versuchen, meine Infos weiter zu posten.

EEhemaligger Nutz<er (#32>5731)


Prinzipiell richtet man sich aber primär an die Vorgaben SEINES Operateurs und zieht sich die Therapiepläne nicht aus dem Netz ... und wenn Unklarheiten sind bespricht man die auch erst einmal mit seinem Arzt. Dieser ist nänlich erst mal derjenige der verantwortlich ist und dieser kann auch ganz schnell die Behandlung ablehnen wenn man sich nicht an seine Anweisungen hält.

Nur weil es bei anderen anders ist, muss das für einen selbst nicht richtig sein. Medizin ist nicht nur schwarz und weiß. Sonst bräuchten wir keine Ärzte mehr, dann können wir auch einfach im Internet nachlesen ...

DCarlhaxj


Vollkommend richtig. Das habe ich auch gemacht und warte auf Antwort.

Dennoch greift man heute zu Tage gerne auf die Erfahrungen die andere gemacht haben. Und das am liebsten kurz nach Op, da man leider nicht viel anderes in Kopf hat. Das ist die tolle Sache und gleichzeitig das Fluch was mit dem Internet kam... Ich werde mich jetzt F1 Qualifying anschauen und hoffentlich zumindest kurzzeitig auf andere Gedanken kommen:)

S9unLflowJer_x73


Schließe mich Mellimaus an: Eigentlich sollte der Operateur einem entsprechende Verhaltensregeln an die Hand geben. Idealerweise schon VOR der OP, damit man auch weiß, worauf man sich einlässt.

Ekhe[maligxer MNutzer -(#3257x31)


Erfahrungen die andere gemacht haben

Die bringen dir aber so nichts un können unreflektiert für dich schädlich sein ....

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