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Zustand 4 Wochen nach Narkosemobilisation der Schulter

K4reta'freu*nxd hat die Diskussion gestartet


Bevor ich hier loslege, möchte ich mich kurz vorstellen:

Weiblich, 54 Jahre, berufstätig in der Pflege, aber zur Zeit wegen steifer Schulter und Narkosemobilisation leider im Krankenstand.

Gibt es hier einen Link, wo ich mich einklinken kann, oder soll ich hier weiterschreiben?

Liebe Grüße

Kretafeund

Antworten
Emhemalige'r Nuutz]er (#32x5731)


Was ist denn deine Frage?

Kare@tafrexund


Hallo Mellimaus und sorry, dass ich jetzt erst antworte.

Zum Verständnis werde ich etwas ausholen müssen.

Im April 2012 hatte ich einen Arbeitsunfall, ich arbeite nachts in einem Heim mit

behinderten Menschen.

Beim Transfer eines Bewohners vom Rolli auf die Bettkante, stürzte ich zusammen

mit dem Bewohner erst in ein Regal und dann auf den Boden.

Dabei verletzte ich mir die linke Schulter.

Es schmerzte in dem Moment höllisch, ich konnte meinen Arm ein paar Sekunden nicht bewegen und hatte erst überhaupt keine Kraft ihn zu bewegen.

Als ich es dann tat, folgte ein leichtes Knacken und der Schmerz ging soweit.

Ich arbeitete dann natürlich weiter und habe mir erstmal nichts dabei gedacht.

Nach und nach in den kommenden Monaten bekam ich dann Schulterschmerzen.

Im Januar 2013, also erst 10 Monate später ging ich deshalb zu meinem Orthopäden.

Ich bekam 3x Cortisonspritzen, die aber nicht halfen.

Weiterhin ging ich arbeiten, 4 Nächte die Woche, wie gehabt.

Im April wurde es schlimmer, ich merkte wie meine Schulter immer mehr einsteifte.

Nochmal 2 Cortisonspritzen und etliche Ultraschallbehandlungen und Diclo 50mg,

2x am Tag. AU für 4 Wochen, danach wieder gearbeitet, muss doch auszuhalten sein... %-|

All das half nicht ein bischen, inzwischen war es September und meine Schulter konnte ich nur noch bis max. 60 Grad anheben.

Nachts hatte ich schon lange extreme Schmerzen, nun auch seit längerem in Ruhe.

Im September flog ich 2 Wochen in den Urlaub nach Kreta.

An Schwimmen war nicht zu denken, nur ein bischen rumpaddeln und ganz minimale

Schwimmbewegungen waren möglich, >:(

Dummerweise knallte ich mit meiner sowieso schmerzenden linken Schulter dann auch noch

wirklich nur leicht gegen einen Türrahmen, ich ging dermassen in die Knie, dass ich erstmal heulend vor Schmerz auf dem Boden des Hotelzimmers saß.

Direkt nach dem Urlaub ließ ich mich dann krankschreiben, es ging nichts mehr, nur noch Schmerzen.

Ich bekam Physiotherapie verschrieben, sehr schmerzhaft und in meinen Augen auch nicht

professionell.

Der Therapeut traute sich nichts, weil er keine Diagnose hatte.

Dann forderte ich ein MRT ein; die Diagnose lautete:

Anriss der Gelenkkapsel, Verdacht auf Labrum-Läsion und Arthrose 2. Grades.

Was dummerweise hinzukommt, bei den ersten Arztbesuchen hatte ich den Arbeitsunfall total vergessen, weil ja auch schon lange her.

Ich gab die Verletzung also nicht als Arbeitsunfall an.

Mein Orthopäde sagte mal irgendwann, dass dieser Befund merkwürdig sei, weil er für eine

Luxation spricht.

Es machte bei mir immer noch nicht "Klick"....

Erst im Urlaub im September fiel es mir plötzlich wieder ein.

Zurück vom Urlaub(September 2013) suchte ich also meinen Orthopäden wieder auf und teilte ihm mit, dass ich im April 2012 einen Arbeitsunfall hatte, bei dem ich auf die linke Schulter gefallen bin.

Ich hatte das GsD in der Akte des Bewohners dokumentiert und auch eine Kollegin erinnerte

sich daran, dass ich davon am nächsten Morgen berichtete.

Er nahm es als dann als Arbeitsunfall auf, meinte aber gleich, dass das nicht mehr anerkannt werden würde.

Nach ein paar Wochen sagte er mir plötzlich, dass er mich nicht weiterbehandeln wird, solange das nicht mit der Berufsgenossenschaft geklärt ist.

Ich fiel natürlich aus allen Wolken und war stinksauer, der ließ mich echt im Regen stehen.

Er legte mir allerdings nahe, dass ich mir einen Chirurgen suchen solle.

Was ich dann auch tat.

Am Empfang der Praxis sagte ich erstmal vor lauter Angst, dass die mich auch nicht behandeln wollen, erstmal nix.

Allerdings sagte ich dem Chirurgen, dass ein Antrag bei der Berufsgenossenschaft auf Anerkennung eines Arbeitsunfalls durch meinen Orthopäden läuft.

Der Chirurg winkte nur ab, war aber immer freundlich zu mir und riet mir dringend eine

Arthroskopie machen zu lassen,was ich auch als sinnvoll ansah und eine Narkosemobilisation

wollte er auch durchführen.

Gesagt, getan, eine Woche später hatte ich einen Termin, der Chirurg führte das im Krankenhaus selber durch.

So und nun zu meinem jetzigen Problem.

Am 24.Oktober fand also die Narkosemobilisation statt und direkt im Anschluss die Arthroskopie.

Als ich aufwachte, war es die Hölle,Schmerzen über Schmerzen, keine Armstütze, kein Kissen unter dem Arm, nichts.

Ich hätte noch einen Schmerzkatheter haben können, aber ich nahm Ibu 600 im Krankenhaus und abends zuhause war ich drauf und dran zurück ins KH zu gehen.

Machte ich aber nicht, ich dachte, das hältst du aus, wird schon werden.

Lange rede, kurzer Sinn.

Ein paar Tage später dann Physiotherapie, ich habe inzwischen 8 Behandlungen gehabt,

zusätzlich noch Massagen, weil mein Nackenbereich durch die monatelangen Schmerzen sehr verkrampft ist.

So und nun, 4 Wochen nach der OP habe ich schlimmere Schmerzen als vorher.

Der Chirurg meint, dass ich sehr schlimme Verklebungen hatte und dass es richtig gekracht hat.

Ich habe tagsüber immer noch starke Schmerzen, nehme 2-3 Mal Ibu 600,

nachts ist es fast unerträglich.

Ich helfe mir ein bischen mit Wärme.

Vor 3 Tagen habe ich die BFG angerufen, um zu erfahren, was denn nun ist mit meinem

Antrag.

Die hatten noch nicht mal einen Bericht vom Chirurgen, er hat das gar nicht als Arbeitsunfall gemeldet.

Hat er dann am Donnerstag nachgeholt, mir aber wenig Hoffnung gemacht.

Es geht nämlich jetzt um einen Antrag auf Reha, bei der BFG hat man mir gesagt, dass

ich die sofort bekomme, über die Rentenkasse kann das lange dauern.

Nach der Reha musste ich meinen Chirurgen selber fragen, er befürwortet das sehr, aber dass er nicht mal selber auf die Idee kam.

Ich frage mich auch, warum ich nicht gleich eine Reha nach der OP bekommen habe....

Mein Physiotherpeut meint, dass ich mit dem Befund gute Chancen habe, dass das als Arbeitsunfall durchgeht.

Nun will mein Chirurg aber erstmal nachfragen und ich soll erst am 05. November wiederkommen und ich kann mich noch auf viele Wochen Arbeitsunfähigkeit einstellen.

Mein Arbeitgeber macht mir keine Probleme, ich wurde am Telefon schon beruhigt, dass ich meine Stelle behalte, bin fast 12 Jahre dort.

Sie haben eine Krankheitsvertretung für mich.

Soweit gut, aber ich bekomme langsam echt Schiss.

Ist Zustand:

Schmerzen Tag und Nacht, Heben des Armes nur zu 50 Grad möglich.

Hochziehen der Hose: schmerzt sehr.

Fön hochhalten geht nicht.

Glas aus oder in den Schrank: haha....

Auf der Schulter liegen: No Way

Arm längere Zeit hängen lassen beim Spazierengehen, ist nicht, Napoleongriff ist angesagt.

In Ruhe auf dem Sofa: Immer noch Schmerzen.

Komischerweise kann ich eine Einkaufstüte tragen, die nicht all zu schwer ist.

Schwere Töpfe heben: Nein

Hund an der Leine ziehen, wenn er nicht weiter will: Besser nicht.

So, ach ja, fast hätte ich vergessen, was bei der Op rauskam:

O Ton des wirklich sehr netten Chirurgen:

Als er die Narkosemobilisation gemacht hatte, hätte er noch überlegt, ob er überhaupt

noch eine Arthroskopie machen soll, weil es offensichtlich so laut gekracht hat, dass er sicher war, dass das der Auslöser meiner Beschwerden war.

Er hätte bei der Arthroskopie auch nichts Auffälliges mehr gesehen.

Wie denn auch?

Es hat viel geblutet, ich hatte ein Riesenhämatom und es ist auch jetzt noch leicht zu sehen. Da war doch vor lauter Blut bestimmt nichts zu beurteilen.

Ich versteh das alles nicht.

Am meisten Sorge macht mir eben, dass ich immer noch schlimme Schmerzen habe, meine Schulter immer noch total eingesteift ist und ich keinen Schritt weiter bin.

Ich habe auch im Netz gelesen, dass eine Narkosemobilisation sehr umstritten ist, aber der Chirurg meinte nur, ich solle alles vergessen, was ich gelesen habe.....

Sorry für den langen Text und ich habe nicht nochmal alles überlesen, wenn Flüchtigkeitsfehler im Text sind, dann sorry.

Bin gespannt auf eure Meinungen.

Ephema8ligber Nutze!r (#325x731)


Taj erst mal schlecht das du den Unfall nicht direkt gemeldet hast, jetzt wirst du vermutlich Probleme bekommen wenn du nicht mehr arbeiten kannst ...

Zum anderen, es wurde ERST eine Narkosemobilisation gemacht und dann eine Asrthroskopie?

Sorry aber der Arzt scheint nicht der hellste zu sein. Man mancht ohnehinkeine Narkosemobilisationen, weil man damit mehr kaputt reißt als das man was sinnvolles tut.

Du solltest dir, nachdem das Kind jetzt in den Brunnen gefallen ist einen Schulterspezialisten suchen. Vielleicht kann man jetzt noch was retten ...

Auc ist es schon nicht korrekt erst nach so langer Zeit ein MRT zu machen, sowas macht man eher ....ich würde mir doch mal einen anderen Arzt suchen ...

Kcretafxreund


Oh Mellimaus, das will ich aber nicht hoffen, dass ich nie mehr arbeiten kann.

Das ist allerdings meine größte Angst.

Und natürlich die Schmerzen, die einfach nicht weichen.

Eben, das sagte mir auch mein Verstand, dass man erst die Arthroskopie macht und dann die Mobilisation.

Aber ich wusste das doch vorher nicht.

Mein Mann hat mir auch geraten, mir einen Schulterspezialisten zu suchen.

Kann man mir hier einen guten nennen?

Ich wohne am Niederrhein, PLZ 41844.

In der Nähe von Mönchengladbach, Düsseldorf und Aachen.

Köln ginge notfalls auch noch.

Erstmal Danke für deine Antwort.

Eshemali5ger Nutze1r (#32x5731)


Na ja ob die Schulert wieder belastbar wird für die Pflege wird sich zeigen. Aber vermutlich wirst du für den Rest deines Lebens Probleme mit dem Schultergelenk haben, dafr ist auch einfach schon zuviel Zeit vergangen und vor allem ja auch schon einiges schief gelaufen ....

R`otkäpphchexn57


Hallo @ Kretafreund, kann alles nachempfinden, was du schreibst. Habe vor 6 Wochen auch eine SchulterArthroskopie gemacht bekommen und an schmerzfrei ist nicht zu denken.

Alles was du schreibst trifft bei mit auch zu:

Hund gassi..... nur die linke Hand

In Ruhe aufm Sofa sitzen – Schmerzen

Nachts kaum Schlaf, jede Stunde wach vor Schmerzen

Jetzt soll ich seit 2 Tagen Cortison nehmen, damit das Schultergelenk geschmeidig würde.

Mal gespannt ob das was hilft.

Nach der OP dachte ich es wäre besser, aber die Schmerzen wurden von Tag zu Tag mehr.

Gehe 2mal die Woche zur Krankengymnastik!!

Bin aber nicht gestürzt, sondern der Schleimbeutel war entzündet und wurde entfernt, Verwachssungen entfernt und etwas am Knochen abgemacht.

War vor der Op auch noch in Urlaub, an schwimmen war nicht zu denken!!

Aber dir drücke ich die Daumen das dein Arbeitsunfall noch anerkannt wird!!

Weiterhin gute Besserung :)*

Kkret`afxreunxd


Hallo Rotkäppchen,

sorry, dass ich jetzt erst antworte.

Wie geht es dir denn heute?

Hört sich auch nicht gut an.

Als Arbeitsunfall wird das bei mir wohl nicht anerkannt.

Mein Chirurg bekam ein Schreiben von der BFG, die schrieben, dass es unwahrscheinlich

ist, dass die Erkrankung durch den Sturz ausgelöst wurde.

Jetzt muss ich also warten, dass die Rentenversicherung die Reha genehmigt.

Inzwischen war ich auch wieder mehrmals bei meinem Chirurgen.

Er meint jedesmal, dass die Schmerzen normal sind, weil ich so starke Verklebungen hatte.

Dann hat er mir Arcoxia 120mg aufgeschrieben.

Nix haben die geholfen....

Meine Schmerzen sind nach wie vor sehr stark.

Ich habe sogar den Eindruck, dass sie schlimmer werden.

Für den 18.2 habe ich mir einen Termin in einer Schultersprechstunde gemacht.

Ich hoffe, dass sie da eine Möglichkeit finden, mir zu helfen.

Eine Orthopädin, die ich aber nur telefonisch konsultiert habe, sagte mir, wie bei dir,

dass man das mal mit oraler Cortisongabe über 1-2 Wochen versuchen kann.

Aber mein Chirurg meint immer nur, dass das bald besser wird. Nur WANN?

Hat das Cortison was bei dir bewirkt?

Mein Physiotherapeut meinte heute, dass ich vielleicht ein Hämatom im Gelenk habe....

Ich soll ein MRT bei dem Arzt der Schultersprechstunde einfordern.

Also weiterhin erdulden, alle paar Stunden in der Nacht aufstehen ist toll, nicht?

Ich nehme jetzt wieder 4x Ibu 600 am Tag, anders weiß ich mir nicht zu helfen,

obwohl die auch nur minimal helfen.

Ich würde mich freuen, wenn du mir antwortest, bin gespannt, wie es dir geht.

Alles Gute!!!

KZreta+freunxd


Sorry, am 18.12 habe ich den Termin, nicht am 18.2.

SCchmdidti7x0


Mal abgesehen davon, dass das nicht gerade vertrauenserweckend klingt, was Du da von dem Operateur schreibst, ist es einfach so, dass Schultererkrankungen wirklich lange Zeit zum Ausheilen brauchen. Durchaus auch die sog. Kleineren Eingriffe....

Es mag Patienten geben, denen es sofort nach der OP spürbar besser geht, aber bei Vielen ist es nicht so....

Und 6 Wochen ist für so eine Schulter noch gar nichts, da will ich Euch Beiden noch Geduld ans Herz legen...Das sind ja auch größere innere Wunden, die heilen müssen, da täuschen die kleinen Arthroskopieportale drüber hinweg....

Ich bin an beiden Schultern operiert und habe gelernt: Geduld ist oberste Priorität und der Heilungsverlauf ist absolut individuell....selbst nach einem Jahr konnte ich noch Verbesserungen spüren....

Alles Gute! @:)

KPrSeta2frexund


Hallo Schmidti,

danke für deine Antwort.

Ich weiß, dass das lange dauern kann.

Was mir nur Sorge macht, ist, dass ich nun schlimmere Schmerzen als vorher habe

und dass nach 12 Pysiobehandlungen nicht ein bischen Besserung eintritt.

Die Schultersteife ist weiterhin vorhanden.

Die Schmerzen Tag und Nacht, sind fast unerträglich.

Das ist echt normal?

Was wurde denn bei dir gemacht?

Und wie lange hat es gedauert, bis du eine Verbesserung gespürt hast?

Was meinst du, was nicht vertrauenserweckend bei meinem Chirurgen klingt?

SSchlmibdtis7x0


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