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Bevorstehende Knie-Tep: Angst, Rehagestaltung

Sgunf:low7erF_x73


Ich habe täglich 2 Infusionen bekommen. Die erste wurde direkt vor der OP gelegt (Freitag), die letzte bekam ich Montag Abend. Also 3 Tage Post-OP. Die Übelkeit wurde von Tag zu Tag schlimmer und Montag habe ich nix gegessen und nur dank Vomex-Infusion irgendwie überlebt. Aber IH bin extrem empfindlich bei AB's, vertrage sonst ja recht viel. Hatte wg. dem kaputten Schmerzkatheter ja auch ordentlich Schmerzmittel bis Mittwoch (Targin retard Maximaldosis, Oxygesic akut bei Bedard, Novalgin und Paracetamol-Infusionen). Die Opioide haben mir nix getan (außer bisschen Watte-Kopf und Verstopfung). Mach' Dir nicht so viele Gedanken. Notfalls gibt's gegen Nebenwirkung halt noch ein Medikament. ]:D

SOchm/idti7x0


Hast ja Recht, ist aber immer leichter gesagt als getan... ;-) Und auch wenn ich aktuell noch keine Wahnsinnsangst davor habe, beschäftigt es mich schon ganz schön...Und ich bin auch gerne bis ins Detail informiert... :-D

Naja, ein paar Tage Appetitlosigkeit würden mir grundsätzlich nicht völlig schaden... ;-D

SQunfloGwexr_73


Ich weiß. Aber sanfter Hinweis darf ja dennoch sein. ;-) Ich will ja auch immer alles wissen, aber merkte halt auch, dass es anders kommen kann (z.B. bei mir der kaputte scmerzkatheter nach 18 Stunden, der 3 Tage bleiben sollte. Die dann erheblichen Medikamentenmengen, um die Schmerzen aushaltbar zu machen. Ich bin echt kein Weichei, aber das war nicht schön. Hat mir so keiner gesagt; rückblickend sage ich: War nicht schön, aber ich habe es überstanden und es würde mich von der OP nicht abhalten. Das Fazit hinterher zählt einfach! Ich habe nicht die Traumbeugung, aber bim im Alltag schmerzfrei. Von Knochenschmwerzen und einem merkwürdigen Kälte-Gefühl bei Wetterumschwüngen abgesehen. Aber es ist dieses Jahr schon besser als vor einem Jahr).

Kurzum: Es ist ein großer Eingriff und es muss klarsein, dass die ersten Tage eher nicht so toll werden. Dass man selber auch was tun mus am Anfang: Erst aushalten, dann Reha. Aber das weißt Du ja auch, bist OP-erfahren genug! :)*

(Sehe es bei meinen Eltern: Meine Ma hat innerhalb von 9 Monaten 2 Hüften bekommen. Die 2. vor 9 Monaten. Die kann jetzt ALLES, wuselt durch den Garten, turnt auf der Leiter wg. Gardinen und so. :-X Mein Vater hat seine vor 2 Monaten bekommen, kämpft null, sitzt nur rum - und wertet jeden Schmerz als Zeichen dafür, dass "die OP eh schiefgegangen ist". Und resigniert. Die Reha taugte nicht viel (kaum Anwendungen, er hat viel boykottiert/nicht mitgemacht, psychologisch hat man ihn null aufgefangen). Jetzt sitzt da so ein Problemfall, der kaum im Haus zurechtkommt. Dabei ist alles gut lt. Arzt und Physio, ER muss "nur wollen und was tun". Tja...

S<c.hmid2ti7x0


Dein Vater klingt nach meinem Schwiegervater...Bei dem ist das Knie ja auch "gar nicht gut" geworden...In meinen Augen auch genau aus den Gründen, die Du auch beschreibst...

Und ich weiß ja selbst, dass der gleiche Eingriff bei Jedem völlig anders verlaufen kann und es immer anders kommen kann als gedacht. Ich denke, darüber bin ich mir im Klaren, Planung hin oder her... ;-) Also alles gut! Fühle mich auch in keinster Weise "angegriffen", ich würde an Deiner Stelle genau das Gleiche schreiben... ;-D

Mein Papa ist mein Vorbild, der sitzt ja im Rollstuhl seit einer verpfuschten Bandscheiben-OP (inkomplette Querschnittslähmung) und der hat sich nach anfänglichen Depressionen und großer Verzweiflung völlig in seinem "neuen" Leben eingerichtet und hadert mittlerweile kein bisschen mehr mit seinem Schicksal. Sein Motto "Ich kann es nicht ändern und muß jetzt das Beste draus machen!". :)_

S-unflowxer_73


Meine Ma hatte nach der 1. Hüfte Komplikationen. Konnte wochenlang das Bein nicht aus eigener Kraft heben, in der Reha nicht viel mitmachen. Aber sie hat hart an sich gearbeitet, der ambulante Physio den megafetten Bluterguss (halber Oberschenkel schwarz) schmerzhaft wegmassiert - und da zickte fortan der Nerv nicht mehr und alles war gut. Scheiße (sorry) war der Operateur (eh nur 2. Wahl), der nicht mal die Beinlängen bei Entlassung gecheckt hat. Und sich null um die Komplikationen kümmerte. Aber ihr Fazit war nicht "nie wieder OP", sondern "DER sieht mich nie wieder". Die 2. OP im Wunschrankenhaus war dann ein Spaziergang, trotz der Negativerfahrungen vorher.

Es hängt viel (nicht alles!) von der eigenen Einstellung ab.

SDchmaidWti7x0


Das sehe ich auch so! Und deshalb lasse ich mich ja auch jetzt operieren, auch wenn ich da immer wieder auf Entsetzen und Unverständnis stoße. Aber da habe ich auch beschlossen, das nicht mehr an mich ran zu lassen.

Ich habe mir das gründlich überlegt, habe mich gut informiert, mehrfach mit meinem Arzt darüber gesprochen und dann zusammen mit ihm diese Entscheidung getroffen und nun ziehe ich das auch durch!

Schön, dass es Deiner Ma auch so gut geht. Ich finde solche Geschichten immer sehr aufbauend, im Netz findet man leider mehr Negativberichte, die Einem die Haare zu Berge stehen lassen...

SjunfVlowexr_73


Bei mir war es ja auch so: Eine Menge Skepsis und dumme Kommentare ("OP-geil", "denk an dein Alter" usw.). Ich habe FÜNF Jahre verstreichen lassen nach Erstfeststellung der TEP; habe es so probiert mit Schmerztherapie etc.

Irgendwann ging es nicht mehr. Und dass man bei mir zementieren musste (war nicht geplant) zeigt, wie schlecht der Knochenzustand war und dass die OP ebenso nötig war.

Ja, die TEP hält nicht ewig und ich bin jung. Dann muss halt gewechselt werden. Oder ich habe DANN ein Problem. Aber JETZT lebe ich.

Netter Nebeneffekt: Von jemandem, der ständig krank war (Magen kaputt, jeden Infekt mitgenommen, ständig Migräne,...) ist nach der TEP aus mir jemand geworden, der jetzt den knapp 2 ahren genau 5 Krankheitstage im Job hat. Meine KK muss denken, ich lebe nicht mehr (keine Arzttermine, Physio, Medikamentenrezepte,...). Für mich kann ich nur sagen, dass die ständigen Schmerzen offensichtlch allgemein einen negativen Effekt hatten. Oder es ist Zufall, kann natürlich auch sein. Oder oder oder.

Es war mein Körper und daher meine Entscheidung. Mit der ich gut leben kann und bei der ich weiß, welche langfristigen "Risiken" ich mir eingehandelt habe (Lockerung,..).

SLchmZidtix70


Wobei mein Doc meinte, die Lockerungen seien das geringere Problem, das größere Problem seien nach wie vor die Protheseninfektionen, auch die späteren...Aber wie auch immer, unterm Strich wissen wir ja auch gar nicht, wie alt wir werden...Und ich hatte im Bekanntenkreis schon solche Einschläge in den letzten Jahren, vielleicht werde ich gar keine 95? Vielleicht ist mit 60 Ende für mich?

Ist doch super, wenn Du jetzt sagen kannst, dass es die richtige Entscheidung war! :)^ Und was kommt, wird die Zeit zeigen...

S]unqfl2owerx_73


Klar, die Angst vor Infektionen ist bspw. auch bei mir da. Hatte ziemlich kurz nach der OP eine Mandelentzündung und meine HÄ war dan auch gleich im Aktionsmodus mit ganz seltenem AB und so. Ich bin in dem Bereich (Infektionen, Zahngeschichten) auch durchaus ängstlich. Zumal Ü40 das Alter der Zahnprobleme ja näherrückt. Es bleibt irgendwie auch schwammig, ab wann man wirklich reagieren muss: Normale Erkältung nein, Nebenhöhlenentzündung ja,...

Aber: Es wird sich finden.

SXchm,idtix70


Erkältung/Nebenhöhlenentzündung wird für mich auch ein Thema sein, wo ich wachsam sein muss...Notfalls dann wirklich einmal mehr zum HNO. Zum Glück kann man da als Akutfall zu bestimmten Zeiten fast täglich vorbeikommen.

Aber ich bin ein Optimist: wird schon werden! Man soll das Unglück ja auch nicht herbeireden... ;-)

S<unfyloJwer_7x3


Mir macht ein wenig Sorge, dass ich hier nach Umzg NULL Arztnetz habe und bei einem fiebrigen Infekt vor einem Jahr zwie Tage rumtelefoniert habe, bis ein Arzt mich überhaupt sehen wollte. Habe nicht mal einen Hausarzt... Die guten Vorsätze, mich zu kümmern, sind leider auch immer gescheitert...

S\chmiOd;ti70


Wohnst Du nicht jetzt auch in einer Großstadt oder habe ich das falsch auf dem Schirm?

Zum Glück ist das hier nicht so schwer...Oder vielleicht denke ich das nur, weil ich seit Jahren meine festen Ärzte habe? Ich bin ja auch nur Kassenpatient, habe aber damit bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Wahrscheinlich musst Du im Krankheitsfall dann gleich morgens in einer Praxis auf der Matte stehen und denen den Prothesenpaß auf den Tresen knallen... ;-) Ja, ist doof, ich weiß, ich bin auch eher so Eine, die lieber anruft und erst mal nett fragt, aber das ist offenbar nicht immer zielführend.

S:unTf:lowe\rS_x73


Ja, Großstadt. In medizinischer Hinsicht irgendwie miserabler als meine mittelgroße Unistadt in NRW: Wartezeiten ohne Ende, gerne die Frage "privat oder gesetzlich?" beim Versuch der Terminvereinbarung. Viele Ärzte, die ihren Kassenzulassung zurückgeben (!). Eine gute Option scheidet aus, weil gleichzeitig mein Arbeitgeber (und dann würden meine Diagnosen bei meiner Verwaltung bei der Abrechnung auftauchen). Im Notfall eine Option. Aber nur dann.

Mal schauen.

M.e[ssagxgio


Kleiner Tagesbericht:

16. Tag nach der OP

Beugung auf der Motorschiene 95°, 2x täglich, je 1 1/2 Stunden

4-5x Kühlung mit Eispad für 20 Minuten

Schmerzen habe ich keine, nur ein unangenehmes Spannungsgefühl und abends doch ziemlich vergrößerter Umfang.

Ab morgen sollte ich Medikamente auschleichen.

Auf meinen Rehatermin warte ich noch immer, Pensionsversicherung hat

wegen einer Umstellung PC Probleme, daher funktioniert die Datenweiterleitung nicht. So ein Sch*! Gibt es kein Tel. oder Fax?

Mit meiner Wunschreha habe ich Verbindung aufgenommen, kritisierte die PVA auch massiv.

[[http://rehawienbaumgarten.at/]]

Ihr Geplagten, macht ihr ambulante Reha?

Dafür hätte ich ein Institut 3 Minuten zu Fuß entfernt.

Möchte aber unbedingt stationär.

Freitag habe ich Termin in der Ordination meines Orthopäden und hoffe doch sehr, dass er mit seiner und meiner Leistung zufrieden ist.

Wünsche allen einen schmerzfreien Tag!

Sehr stürmische Grüße aus Wien

S3chmid!ti70


Das klingt ja positiv und stimmt mich auch weiter optimistisch! Schwellungen sind zu dem Zeitpunkt ja normal.

Ich möchte eigentlich lieber ambulant, weil ich ja noch ne 14jährige zu Hause habe. Mein Mann arbeitet auch immer lange und wenn ich dann gute 4,5 Wochen ( inkl. KH) weg bin, finde ich das schon lange. Ich würde da gerne dann für sie präsent sein.

Es könnte höchstens sein, dass ich mich umentscheide, wenn nur die Einrichtungen quer durch die Stadt frei sind. Jeden Tag 1 Stunde pro Strecke im Bringe-und Holfahrzeug zu verbringen ( oder noch länger, wenn die Stadt dicht ist), wäre mir Zuviel und dem Knie eventuell auch.

Meine Wunschreha liegt 2 km weg, das ist auch privat gut machbar, wenns mit dem Transportdienst hakt.

Ich möchte lieber in meinem Bett schlafen und gerne abends Freunde einladen/besuchen als irgendwo in der Pampa außerhalb Berlins kaserniert zu sein. ;-)

Dir weiterhin gute Besserung! Ich habe noch 9 Wochen Wartezeit...

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