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Skoliose: OP, KG, Korsett, Erfahrungen?

lfeo1x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

vor etwas über 1 jahr wurde bei mir eine Skoliose festgestellt. Ich hatte vorher hin und wieder mal rückenschmerzen, so ein stechen zwischen den schulterblättern, aber nur wenn ich lange gelegen habe, was sehr oft vorkam, weil ich sehr oft sehr lange krank bin/war. Meine Eltern dachten sich dabei erstmal nichts bis eine Freundin von mir in der sportumkleide zu mir sagte, dass mein rücken total krumm ist. Daraufhin ging ich zum orthopäden (3 monate später weil man früher keinen termin bekommt -.-). Der hat zwar gesat dass es ne skoliose ist aber nicht weiviel grad und hat mir KG veschrieben, soweit so gut, war ätzend aber naja musste halt sein. etwa 4 monate später sollte ich dann wieder kommen, es wurde wieder geröngt, diesmal hat er aber mit einem viel zu kleinen geodreieck total ungenau 36 grad gemessen. er verschrieb mir wieder KG wollte mich aber auch noch zur uni klinik düsseldorf schicken um zu gucken ob das alles so ok ist. 4(!!!) monate später hatte ich dort den termin, nach 6 stunden warten, röntgen und ewiger langeweile hatte dann die vertretung des leitenden artzes zeit für mich. Auf diesem röntgenbild wurden 40 grad gemessen (mein orthopäde hatte nämlich nicht die ganze wirbelsäule geröngt -.-). Sie sagte, dass mein wachstum so gut wie abgeschlossen sei würde weiterhin KG reichen. Meine eltern haben dann aber im nachhinein gesagt, dass sie eigentlich die meinung von dem leitenden arzt nochmal hören wollten. also 2 monate später wieder dahin. Diesmal mussten wir tatsächlich nur 4 stunden warten und dann die enttäuschung. Beim ersten mal war ich in der wachstumsphase so bei 4-5 (deshalb nur KG), diesmal hieß es ich wäre erst bei 2 und bekomme ein korsett für ca 6 monate. naja war alles erstmal total schei** und ne riesen enttäuschung, habe mich dann aber damit abgefunden weil es ja nur bis mai 2014 sein sollte. Jetzt war ich vor kurzem wieder da, wurde geröngt, korsett hilft. Jetzt sagt mir der arzt dass mein wachstum bei 3 ist und das wohl mit dem korsett noch ne weile dauern würde. wie ihr vielleicht verstehen könnt ist das nicht so unbedingt das, was man sich als damals 16 jährige mittetn in der pubertät vorstellt -.- und auch heute mit 17 nicht. Noch dazu bin ich mitten im schulstress und alles andere ist auch nicht so leicht. Ich habe deshalb mal überlegt, da ich glaube ab 50 grad sowieso zu einer OP geraten wird mich mal darüber zu informieren und andere zu fragen ob sie damit erfahrung haben, wie das leben danach ist oder ob ihr sagen würdet, lieber 5 jahre (ich weiß es nicht genau, habe aber schon von 21 jährigen gehört, die immernoch eins tragen) ein korsett als 1 OP? Mich stört halt an dem korsett, dass es 1. ziemlich groß und deshalb schwer zu verstecken ist, 2. ich mich nach fast 3 monaten immernoch nicht daran gewöhnt und jede menge druckstellen habe, 3. ich ziemliche rückenschmerzen in dem "kasten" habe und 4. ich mein leben eigentlich komplett danach ausrichten muss, wie zum beispiel den sommer oder auch skiurlaub, der jetzt nicht mehr möglich ist. Was würdet ihr in meinem fall tun?

Danke schonmal im voraus

leo :)

Antworten
mAimixcry


Mein Rat an dich: Halt durch. Trag dein Korsett, geh regelmäßig zur Krankengymnastik und mach deine Übungen zu Hause.

Eine OP sollte wirklich nur gemacht werden, wenn keine andere Möglichkeit mehr geht und die Verkrümmung so groß ist. Das ist kein Zuckerschlecken und du wirst anschließend erhebliche Einbußen an Beweglichkeit haben. Und ein Garant, dass danach alles besser ist, ist das auch nicht.

Sei froh, dass du dich noch im Wachstum befindest. Solange du noch wächst, hast du die Möglichkeit aus eigener Kraft (durch das Korsett und tägliche Gymnastikübungen) deiner Verkrümmung entgegen zu wirken. Natürlich kann es sich im Wachstum auch verschlechtern wenn man untätig bleibt. Klar ist es blöd die Übungen zu machen und das Korsett zu tragen, aber dein Rücken wird es dir später danken. Mir ging es in deinem Alter genau so und ich wäre froh, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte und mehr gegen meine Skoliose machen könnte.

Wurde mal mit dir über das Thema Reha gesprochen? In Bad Sobernheim gibt es eine Klinik die sich auf Skoliosen spezialisiert hat. Ich selber durfte/konnte dort nicht hin, habe aber nur gutes gehört.

Das mit den Druckstellen am Korsett würde ich beim Arzt bzw. beim Korsett-Bauer mal ansprechen.

wSinteqrso[nEne% 0x1


Eine solche OP ist ein hohes Risiko... einige bleiben als Schmerzpatienten zurück.

Du musst unbedingt, ganz konsequent deine Rücken- Bauchmuskeln aufbauen, das ist deine einzige Chance nicht später noch viel schlimmere Probleme zu bekommen.

Wenn das Korsett noch immer Druckstellen macht, frage doch noch mal nach, ob es eventuell verändert werden kann. Das es sehr unangenehm ist kann ich mir vorstellen.

Übrigens gibt auch auch spezielle Rehamaßnahmen für Skoliose Patienten. Erkundige dich da mal. Da bekommst du bestimmt gute Anleitung und mit anderen Patienten zusammen.

Ein eigenes Forum gibt es auch... da sind gewiss mehr Leute mit Skoliose, die dir aus eigenen Erfahrungen berichten können.

l:e]o1x7


Ja, meine eltern würden mich gern nach bad sobernheim schicken aber ehrlich gesagt ist das nicht wirklich was für mich. Ich bin nicht gern von zu hause weg, aus verschiedenen gründen. Meine physiotherapeutin meinte wenn sollte ich das auch erst nach der schule machen. Die physio ist ja auch gar nicht das schlimme, das mache ich wirklich jeden tag, aber das korsett ist eben so nervig und unbequem bzw schmerzhaft. ich hab darin total rückenschmerzen und auch druckstellen, die druchstellen werden aber immer bleiben und ich mach eigentlich auch regelmäßig was gegen die rückenschmerzen aber das hilft alles nicht.

m7i3micrxy


Ja, meine eltern würden mich gern nach bad sobernheim schicken aber ehrlich gesagt ist das nicht wirklich was für mich. Ich bin nicht gern von zu hause weg, aus verschiedenen gründen. Meine physiotherapeutin meinte wenn sollte ich das auch erst nach der schule machen.

Ich kann dich da schon verstehen, dass du da nicht so große Lust drauf hast. Wie lange gehst du denn noch in die Schule? Könntest du nicht in den Sommerferien dort hin? Das soll wirklich erheblich was bringen. Und ich würde an deiner Stelle wirklich jede Chance wahrnehmen was gegen die Skoliose zu machen. Denn solange man noch im Wachstum ist, kann man mit viel Arbeit der Krümmung entgegen wirken. Später nicht mehr.

das korsett ist eben so nervig und unbequem bzw schmerzhaft. ich hab darin total rückenschmerzen und auch druckstellen

Also das du darin solche Schmerzen hast, soll natürlich nicht sein. Da würde ich mich wirklich nochmal an deinen Orthopäden und/oder Korsett-Bauer wenden. Für den Übergang könntest du vielleicht eine kleine Polsterung an den Druckstellen einbauen oder ein Shirt drunter ziehen. Vielleicht hilft das ja.

ich mach eigentlich auch regelmäßig was gegen die rückenschmerzen aber das hilft alles nicht

Was genau machst du denn bei der Physio bzw. was hat dir dein Orthopäde verschrieben? Krankengymnastik? Welche Richtung machst du? Schroth? Vojta? Bekommst du manuelle Therapie? Massage? Ich habe auch seit über 2 Jahren dauerhaft Schmerzen zwischen meiner Wirbelsäule (dort wo die größte Krümmung ist) und dem Schulterblatt. Nach dem Wechsel zu einer anderen Physiotherapeutin hat die manuelle Therapie endlich mal angeschlagen und ich hab dann zumindest eine kurze Zeit keine Schmerzen. Das ist eine große Erleichterung zu wissen, dass die Schmerzen auch mal weg gehen. Aber wenn man mal drüber nachdenkt ist es doch auch ziemlich traurig. Ich bin Mitte/Ende 20 und freu mich über wenige Tage Schmerzfreiheit. So sollte das normal nicht sein. Meine Schmerzen zwischen den Rippen bekomm ich übrigens seit ungefähr der selben Zeit gar nicht weg. Das hat noch kein Physiotherapeut und Orthopäde geschafft

Du musst immer bedenken, dass die Verkrümmung von alleine nicht weg geht und du die nächsten 2-3 Jahre noch was dagegen tun kannst. Also nutz deine Chance. Die OP sollte wirklich als aller letzter Ausweg gesehen werden. So verlockend es auch klingt sich "einfach" unters Messer zu legen und einen Tag später ist man wieder gerade ... So einfach ist das wirklich nicht. Es gibt genug Leute, bei denen das Ergebnis nicht so ist, wie erwünscht. Viele leiden danach dauerhaft unter Schmerzen oder das Problem – also die Verkrümmung – verlagert sich nach der OP auf eine andere Region der Wirbelsäule. Und selbst wenn es gut geht hast du immernoch einen erheblichen Beweglichkeitsverlust. Ich tu inzwischen alles dagegen auch nur in die Nähe der Gradzahl zu kommen, die eine OP-Indikation darstellt. Informier dich vielleicht wirklich mal in den einschlägigen Skoliose-OP-Foren.

wpinter@sonnse x01


DAs Problem ist auch, dass da wo die Stäbe nach der OP enden die BS unter erheblich höherem Druck stehen und im Laufe der Jahre kommt es dann zur Zerstörung dieser.... Bandscheibenvorfälle sind die Folge ... sehr sehr schmerzhaft.

Anschlussprobleme nennt man das, ist bei allen Versteifungen das Problem, oft muss dann die Versteifung ausgewertet werden.

Ein Physiotherapiewechsel lohnt oft, man merkt es erst hinterher, dass der bekannte ev. doch nicht so gut war. ":/

lAelo17


also ich geh noch 2jahre zur schule und möchte eigentlich ungerne meine ferien dafür opfern :/ ich war schon mehrer male sowohl beim orthopäden als auch bei meiner orthopädiemeachanikerin, die hat so viel getan wie sie konnte aber es gibt halt stellen an dich ich mich auch nach monaten nicht gewöhnen kann und jetzt nachdem es nochmal geändert wurde kan ich nur noch wenige stunden darin schlafen. mein orthopäde meinte nur die rückenschmerzen seien normal.

ja ich mach physio nach schroth und jeden tag auch zu hause ehrlich, das ist shcon meine zweite therapeutin und sie ist sehr nett und arbeitet in einer praxuis speziell für kinder und jugendliche. mein erster therapeut hat keine pbungen nach schroth gemacht und irgendwie haben wir nicht so gut zusammen gepasst deshalb wab ich geechselt. von ihr werde ich nun auch öfter massiert was auch im ersten moment hilft aber spätestens am nächsten tag oder nach ein paar stunden im korsett habe ich wieder schmerzen.

aEkaf


ich habe im KH im Zimmer gelegen mit Patientinnen nach Skoliose-OPs. Mann, was haben die gelitten!!! Wenn es nicht unbedingt sein muss, sollte man das nicht machen lassen. Dir scheint der Ablauf nicht so klar zu sein, wie lange Du im K H unbeweglich ans Bett gefesselt bist, Schmerzen, Gefahr für Lungenentzündung etc durch Bewegungslosigkeit drastisch erhöht. Der Weg von der OP zurück ins normale Leben ist unendlich lang. Ich konnte nach meiner Hüft-OP nach 6 Wochen in die Reha, für die Skoliose-Operierten war das da noch in ganz weiter Ferne.

Eine Patientin ist, als es ihr nach der OP schon recht gut ging, an einer Lungenembolie gestorben. Das beschäftigt mich jetzt, 15 Jahre später, immer noch.

TWhexxen


Dir scheint der Ablauf nicht so klar zu sein, wie lange Du im K H unbeweglich ans Bett gefesselt bist, Schmerzen, Gefahr für Lungenentzündung etc durch Bewegungslosigkeit drastisch erhöht. Der Weg von der OP zurück ins normale Leben ist unendlich lang. Ich konnte nach meiner Hüft-OP nach 6 Wochen in die Reha, für die Skoliose-Operierten war das da noch in ganz weiter Ferne.

Also das stimmt so absolut nicht! Das mag vielleicht vor 15 Jahren so gewesen sein, aber heute wird man schon meist am Tag nach der OP zur Krankengymnastik gebeten. Bettkante sitzen + vorsichtig stehen sind da immer drin ;-) Nach ein paar Tagen läuft man dann auch selbst in die Cafeteria ;-)

Nach 10-14 Tagen ist man dann auch schon wieder Zuhause ;-) Bin zwar kein Skoliose Patient, aber habe eine Bekannte die vor 1 Jahr operiert wurde.

leo17

Man sollte aber erwähnen, dass eine Operation für dich nur das letzte Mittel sein darf. Solange es ohne geht solltest du dies auch versuchen. Operationen bringen auch immer große Risiken mit sich. Gerade an der Wirbelsäule sollte man damit ganz ganz vorsichtig sein.

a9ka:f


Sorry, aber dass das so wie Du es beschreibst heute der Standard ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vermutlich gibt es bei Skoliose je nach Art und Schwere unterschiedliche OP-Techniken. Beispiel:

Beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks steht man am nächsten Tag wieder auf, bei einer Umstellungsosteotomie muss man idR 4 Wochen fest liegen. Beides wird von Nicht-Spezialisten einfach nur Hüft-OP genannt.

Tdhexxen


Hier als kleine Lektüre:

[[http://www.skoliose-op.info/op-berichte.html]]

[[http://www.medtronic.de/erkrankungen/skoliose/leben/]]

[[http://www.schoen-kliniken.de/ptp/medizin/ruecken/verformungen/skoliose/therapie/]]

Zitat von der Klinikseite:

"Mit Ausnahme weniger Fälle wird der Patient bereits am Tag nach der Skoliose-Operation mobilisiert. Damit die Patienten direkt nach der Operation möglichst wenig Wundschmerzen verspüren und schnell mobilisierter sind...."

Beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks steht man am nächsten Tag wieder auf, bei einer Umstellungsosteotomie muss man idR 4 Wochen fest liegen. Beides wird von Nicht-Spezialisten einfach nur Hüft-OP genannt.

Sorry aber wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht, dann kann das ja nichts werden. Diese beiden Operationen unterscheiden sich grundlegend voneinander.

Wer das einfach nur "Hüft-OP" nennt, der hat sich noch nie mit dem Thema Medizin beschäftigt.

Zumal eine Umstellungsosteotomie ja nicht nur die Hüfte betreffen kann.

Das ist nicht böse gemeint, aber bevor man Ratschläge erteilt sollte man sich auch informieren, ob diese der Wahrheit entsprechen.

a.kaxf


@ Thexen

Was soll das denn? MIR musst Du den Unterschied da nicht erklären. Es ist aber nunmal so, wenn ich jemandem erzähle, ich hatte eine Umstellungsosteotomie, dass dann gleich die Geschichten von der Bekannten mit der HüftOP ausgekramt werden, bei der aber was ganz anderes gemacht wurde. Das ist doch nicht meine Schuld.

b3ienex007


Kennst Du schon die Seite [[www.skoliose-info-forum.de]] ? @:)

Tyhexxen


Was soll das denn? MIR musst Du den Unterschied da nicht erklären. Es ist aber nunmal so, wenn ich jemandem erzähle, ich hatte eine Umstellungsosteotomie, dass dann gleich die Geschichten von der Bekannten mit der HüftOP ausgekramt werden, bei der aber was ganz anderes gemacht wurde. Das ist doch nicht meine Schuld.

Darum geht es doch gar nicht. Ich finds nur nicht in Ordnung medizinische Tipps zu geben, die nicht mal annähernd der Realität entsprechen.

Daher war es einfach nur meine Bitte dich vorher zu informieren.

aek(af


Ich habe keine Tipps gegeben. Ich schrieb von meinen Erlebnissen, und habe auch deutlich erwähnt, dass diese vor 15 Jahren waren. Im zweiten Post schrieb ich

Sorry, aber dass das so wie Du es beschreibst heute der Standard ist, ** kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen **. ** Vermutlich ** gibt es ...

Wenn ich Tipps gebe, formuliere ich das anders.

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