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Langwierige Fuß-OP nötig, neuer Job und große Angst meinerseits

h'awkeyye00x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Ich brauche mal aufmunternde Worte und womöglich auch einen dezenten Tritt in meinen Allerwertesten ;-)

Seit nun 2,5 Jahren habe ich ziemliche Probleme mit meinem rechten Fuß. Angefangen hat es mit einem Pferdehuf auf meinem Fuß. Seitdem habe ich quasi ununterbrochen Schmerzen in meinem Fuß, kann maximal 1km Laufen, bevor der Fuß sehr, sehr wehtut und anschwillt. Latente Schmerzen sind eigentlich immer vorhanden. Zudem ist der ganze Fuß instabil, beim Laufen gibt es ein permanentes Schnappen im Fuß, ganz gruselig.

Ich bin 1 Jahr von einem Arzt zum anderen gelaufen, niemand fand die Ursache, trotz Röntgen und MRT. Erst hieß es, Nachwirkungen der Prellung vom Huftritt (war danach direkt im KH, es wurde eine Prellung diagnostiziert), dann hieß es, die Schmerzen seien psychisch bedingt :-o %-| . Klar, meine Psyche kann meinen Fuß anschwellen und blau werden lassen :[]

So, nach einem Jahr hat sich mein Orthopäde endlich breitschlagen lassen, eine Überweisung für eine Spezialklinik, die auf Fußprobleme spezialisiert ist, rauszurücken. Da war ich dann auch und schnell stand die Diagnose fest der Arzt warf einen Blick auf das MRT-Bild und riet mir, den Radiologen zu verklagen Bei dem Unfall mit dem Pferd wurde das Gelenk zwischen Zehen und Mittelfuß verletzt und ist falsch zusammengewachsen. Daher auch die Instabilität.

Der Arzt sagte, das könne man operieren, es sei allerdings kein ganz kleiner Eingriff (Lapidus-Arthrodese) und die Folgeerscheinungen seien nicht genau abzuschätzen. Wir einigten uns darauf, dass ich es erst mit konservativen Methoden probieren würde. Gerade auch in Anbetracht meines Alters (20). Er gab dem Fuß ein Jahr. Ich habe vieles gemacht, Krankengymnastik, Einlagen, spezielle Schuhe, Muskelaufbautraining. Gebracht hat es kaum was. Einzig die speziellen (und hässlichen ]:D ) Schuhe haben eine kleine Linderung gebracht. Allerdings nur so lange, wie ich die Schuhe jeden Tag mindestens 10 Stunden trug. Nicht so praktikabel. Irgendwann will man ja auch andere Schuhe tragen. Zumal der Effekt nicht so groß war.

Daher ist es nun amtlich, ich muss mich operieren lassen. Mache ja schon ein halbes Jahr länger rum, als ich sollte |-o . Aber ich habe solche große Angst, vor der OP, der Nachbehandlung und und und. Ende März hab ich den nächsten Kontrolltermin. Der Arzt war hocherfreut, als ich mich mal wieder meldete, sagte aber selbst, Sie wissen ja, was der nächste Schritt ist, wenn die bisherigen Methoden keinen Erfolg hatten. Und das hatten sie leider nicht!

Nun, seitdem ich den Termin habe, habe ich so große Angst und streiche täglich ums Telefon, um den Termin abzusagen. Denn der Fuß tut auch gar nicht mehr soooo schlimm weh, das halte ich schon aus ]:D :=o .

Okay, das war nur die Vorgeschichte, jetzt zu meinem eigentlichen Problem:

- Ich müsste nach dem Eingriff 10 Tage im KH bleiben und dürfte gar nicht aufstehen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, habe ich eine starke Krankenhausphobie, bedingt durch ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit.

- Durch das nicht aufstehen dürfen wäre ich logischerweise auf die berüchtigte Bettpfanne angewiesen und allein dieser Gedanke, da dreh ich durch. Das kann ich einfach nicht.

- Ich habe selbst mal kurzzeitig in einem Krankenhaus gearbeitet und was ich da erlebt habe, macht mir furchtbare Angst. Einmal die Tatsache, dass meine Station menschenunwürdig und unglaublich unhygienisch war. Ich würde zwar in ein anderes Krankenhaus gehen, aber die Angst bleibt.

- Alleine die Vorstellung, mir mit anderen Leuten ein Zimmer teilen zu müssen, treibt mir Tränen in die Augen. Während meiner Arbeit im Krankenhaus hab ich oft genug erlebt, wie junge Patienten mit Demenzkranken zusammengelegt wurden. Bei aller Liebe, auch das halte ich psychisch nicht aus, denn um meine Psyche ist es eh nicht so gut bestellt. Ich habe noch die Schreie einer alten, demenzkranken Dame im Ohr. Die andere Zimmergenossin war in meinem Alter und hat sich nach nur einer Nacht selbst entlassen, weil sie es nicht mehr ausgehalten hat. Einzelzimmer ist nicht möglich, da zu teuer.

- Natürlich habe ich auch Angst, dass die OP misslingt und ich noch viel mehr Probleme bekomme.

- Die ganze Nachsorge macht mir Angst. Erst Mal diese zehn Tage Krankenhaus mit strenger Bettruhe. Dann werde ich erst einen Gips und dann einen speziellen Schuh bekommen und mindestens 8, eher 10-12 Wochen auf Krücken angewiesen sein

- Ich werde die ersten zehn Wochen nach der OP Thrombosespritzen benötigen, täglich eine. Ganz toll, wenn man an einer Spritzenphobie leidet. Zudem bin ich sehr dünn, ich kann gar keine Bauchfalte bilden, um mir die Spritze dort zu setzen. Zumindest nicht ohne erhebliche Schmerzen. Tolle Aussichten.

Hinzu kommt, dass ich im April einen neuen Job anfange. Die OP wird Ende April sein. Rauszögern geht auch nicht, da ich von April bis Ende August arbeiten werde und im September eine Ausbildung beginnen werde. Der Job ist aber auch wichtig, alleine schon für meinen Lebenslauf. Vom Geld mal ganz zu schweigen ;-) .

Auf jeden Fall bin ich schon jetzt ein nervliches Wrack, wenn ich nur daran denke. Ich träume nachts schon von der OP und dem Krankenhausaufenthalt.

Sorry für den langen Text, ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben. Gibt es hier vielleicht sogar jemanden, der den Eingriff schon hat machen lassen und mir vielleicht sogar sagen kann, dass es gar nicht so schlimm ist?

Vielen herzlichen Dank @:)

Antworten
hxa#wkezye00>7


Keiner? Na, das macht mir ja besonders viel Mut ]:D ;-)

EwrdbFeerei82x5


Hallo

bist du dir ganz sicher, dass du 10 Tage nicht aufstehen darfst nach der OP? Ich kann mir das kaum vorstellen. Ich hatte auch schon mehrere Fuss-OP's (mit Versetzen des Fersenbeins, Sehnen nähen und versetzen, zusätzlich Arthroskopie OSG) und ich durfte immer am Tag nach der OP aufstehen – jedoch für einige Wochen ohne Belastung des Fusses. Während dem Krankenhausaufenthalt nur für ins Bad. Ich hatte den Vacoped-Stiefel für 6 Wochen und danach für viele Wochen eine Schiene und unendlich Physio. War für total 12 Wochen arbeitsunfähig.

Ich hatte in einer Schwangerschaft 4 Wochen totale Bettruhe – die Bettpfanne was nicht das schlimmste! Haare waschen im Bett (auch das geht...) und nie Duschen war viel schlimmer.

Thrombosespritzen – auch daran gewöhnt man sich – in den Oberschenkel geht auch – ich wechselte linkes Bein – Bauch rechts – Bauch links (der rechte Fuss wurde operiert).

Oft gilt einfach: Augen zu und durch. Im vorhinein ist meistens alles schlimmer als wenn es soweit ist.

Alles Gute!

Ajhor(nbclaxtt


Du steigerst Dich aber schon im Vorab in Dinge rein, die vielleicht gar nicht so sind. Gibt keine Garantie dafür nette Bettnachbarn, aber sich im Vorab schon solchen SChrott zusammenzudenken und als Kopfkino zu pflegen – herzlichen Glückwunsch.

Die Neuropsychologie weiß, dass ist schon mal der größte Anteil, sich wirklich Probleme zu schaffen.

Niemand geht gerne ins Krankenhaus. Der Film könnte aber auch anders gedreht werden. Bettpfanne für 10 Tage? Kann ich mir nicht vorstellen, warum kann man nicht auf Krücken oder im Rollstuhl aufs Klo?

Ich habe auch mal 5 Tage auf einer Fußgurustation gelegen, auftreten durfte ich da auch nicht, keiner. Aber mit Krücken durfte jeder. Dir wird ja nicht der Oberschenkelhals operiert. Und selbst bei so einer OP wird man am nächsten TAg mobilisiert.

Uns selbst wenn mit Bettpfanne und sowieso die ganzen unangenehmen Dinge: man sucht sich das mit dem Denken höchstpersönlich aus. So könnte das Denken auch funktionieren:

10 Tage kann ich das locker überstehen. 10 Tage ertrage ich selbst einen Zeugen Jehova neben mir (ist mir schon passiert), ich habe Ohrstöpsel, ich kümmere mich um Hörbücher, mit denen ich mich beschäftige, ich nehme mir Rätsel (oder was auch immer zum Zeitvertreib mit, vielleicht kann ich endlich mal in Ruhe stricken, es gibt 100 Möglichkeiten.

Spritzen geben: das dauert gerade mal 10 Sekunden. Das kann man aushalten, man kann auch in den Oberschenkel spritzen. 10 Sekunden sind machbar.

Das ganze Leben ist unhygienisch. Trotzdem setzen sich Menschen knapp bekleidet in Strandkörbe, sie fahren mit Bus und Bahn, sie haben Einkaufskörbe in Supermärkten in der Hand, und Landwirte sind eher robust, weil sie mit viel Dreck zu tun haben, ebenso die Kinder auf dem Land.

Du weißt auch noch gar nicht, ob es nicht sauber ist, Du denkst Dir die Sachen schlecht und noch schlechter. Du vertraust Dir und allem nicht die Bohne.....

Bessere Gedanken können den Heilungsbedingungen sicher bessere Chancen geben als gequirlter Mix. Sei doch mal offen für die Dinge, die ganz anders ablaufen könnten als in der dramatischen Vorstellung....

Ich verstehe nicht so ganz, was der Antritt einer neuen Arbeit soll, wenn man eh krank geschrieben ist und lange ausfällt.

S_chmiOdHtix70


Also, Du malst Dir ja echte Horrorszenarien aus....

Die Frage ist, ob Dir das jetzt hilft, wenn ich auch schreibe, dass doch alles nicht so schlimm ist...

Ich war auch gefühlt schon 10/12 Mal im KH, ich habe noch nie mit einer Demenzkranken oder ähnlichen Personen das Zimmer geteilt...Meistens hat das sogar ganz gut gepasst (ICH habe das nämlich immer eher so erlebt, dass da durchaus geguckt wird, wo man reinpasst), ich habe einmal sogar eine langjährige Freundin dadurch gewonnen... :-D

Mit dem Aufstehen...kann ich mir auch nicht so vorstellen....das würde ich hinterfragen...und sicher sind Bettpfannen nicht schön und ich durfte auch schon mal ne Woche lang nach einer Knie-OP nicht aufstehen (das ist aber schon 25 Jahre her, ich glaube gar nicht, dass es das heute noch so gibt)...Aber auch das übersteht man...

Ja, die Thrombosespritzen....hmm...ich habe keine Angst vor Spritzen....und die Thrombosespritzen sind doch sooo klein....das schaffst Du schon....

Schief gehen kann immer was, aber davor muss man sich gedanklich freimachen....positiv denken und auf Besserung hoffen!

Wird schon werden.... @:) Wie Du Dir das allerdings mit dem Job denkst....wissen die das in der Firma ??? ":/

SYc?hliPtza7ugex67


Mir hat man auch schon den Fuß operiert. Auch immer ein Fußspezialist. Sehnen verlegt, Knochen zersägt, genagelt, Nerv befreit.

Auf der "Fußstation" Klinik Dr. Guth Hamburg oder in der Fleetinselklinik (man wohnt im Steigenberger Hotel) habe ich solch oben geschilderte Horrorszenarien nie erlebt.

Und man mußte sich schnellstens mobilisieren. Auf Krücken. Jeder. Stramm im Bett liegen mußte da niemand. Man traf sich krückend auf dem Flur....

Scunflow1er_73


Dein Job dürfte weg sein, um es so hart zu formulieren. Jobbeginn Anfang April und 3-4 Wochen später die OP... Du solltest Dir überlegen, offen mit dem AG zu sprechen und ggf. die Einstellung zu verschieben. Wie willst Du denn sonst mit der OP umgehen? Am Tag vorher ankündigen?

Ansonsten kann ich auch nur sagen: Hör' auf mit den Horrorszenarien! Es hilft NULL!

Aber der Reihe nach:

Thrombosespritzen: Sind klein und harmlos, wobei ich eine echte Phobie nicht kleinreden will. Ich bin (war) auch z.T. sehr schlank (über 17 OP's in den letzten 12 Jahren) und eine Buachfalte findet man immer. Muss man sich notfalls halt echt gebeugt hinsetzen. Alternativ gäbe es durchaus auch die Möglichkeit von Tabletten. Ich habe vor 3 Wochen ein künstliches Kniegelenk bekommen und nehme seither Xarelto-Tabletten. Kannte ich vorher nicht, sondern z.T. monatelanges Spritzen. Aber wie gesagt: Es gäbe evtl. die Option der Tabletten.

Bettruhe: 10 Tage glaube ich auch absolut nicht. Ich hatte nach Knorpeltransplantationen 24-48 Stunden Bettruhe, dann war der Spaß vorbei. Jetzt mit dem künstlichen Gelenk war Freitags die OP und Sonntag wurde ich erstmals aus dem Bett gescheucht Richtung Klo. Samstag ging nicht, da Bein taub vom Schmerzkatheter (und mein Kreislauf ausgewandert). Ja, es gab einige Male die Bettpfanne. Ja und. Ist nicht toll, aber damit geht die Pflege so selbstverständlich um, dass es einem auch okay vorkommt. Und ganz ehrlich: Man hat dann auch echt andere Dinge, an die man denken muss. Evtl. Schmerzen, dann die Konzentration darauf, sich halt nicht falsch zu bewegen,...

Krankenhauszimmer:

Man achtet durchaus auf "ideale" Kombinationen und ggf. ist auch mal eine Verlegung drin. Alles schon erlebt/eingefordert. Wobei ich gestehen muss: Vor dem Kunstgelenk hatte ich diesmal doch Schiss und war dünnhäutig und die Klinik hatte nur 3-Bett-Zimmer. Mir war das gefühlt zu viel. Und ich hatte erst im Oktober eine andere OP und lag da allein auf einem 2er-Zimmer (Station nicht voll belegt und ich hab' zu dem Zeitpunkt selber dort gearbeitet). Das war schon nett. Ergebnis: Ich habe diesmal als Selbstzahler ein Einzelzimmer gebucht. Extrem teures Vergnügen (98€ pro Tag!) und Geld, welches ich eigentlich nicht hatte (da z.Zt. arbeitslos). Aber: Ich hab' meine Ersparnisse zusammengekratzt und es halt gezahlt. War auch sehr froh darüber, weil ich einige schäbige Tage hatte und einfach froh war, auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen (nachts Licht an, tagsüber schlafen,...). Du könntest Dich daher informieren, was in der Klinik ein Einzelzimmer kosten würde. Und überlegen, ob Du dast Geld hast bzw. es Dir das wert ist.

Kurzum:

Es gibt für (fast) alles Lösungen. Auf die man nicht so schnell kommt, wenn man sich in Horrorszenarien reinsteigert. Angst ist normal vor einer OP und gehört dazu, aber ZU VIEL ist einfach nicht angemessen.

Und selbst wenn Du mal was Traumatisches im KH erlebt hast: Du bist KEIN KIND mehr. Sondern eine erwachsene Person, die Bedürfnisse ausdrücken, sich artikulieren und ggf. auch beschweren oder Dinge einfordern kann. Sprich: Kein hilfloses ausgeliefertes Kind.

SzunfljoweXr_73


Achja:

Dir sollte Deine Ausbildung und Gesundheit wichtiger sein als der kurze Job. Der wird eh weg sein. Dann lieber anständig vorher klären als nach wenigen Tagen ausfallen. Bequeme Lohnfortzahlung greift dann ggf. nämlich noch gar nicht.

S_cdhDneeh exe


Ich habe diesmal als Selbstzahler ein Einzelzimmer gebucht. Extrem teures Vergnügen (98€ pro Tag!)

Habe ich auch schon gemacht (Darm-OP, 11 Tage Krankenhaus), ich habe es damals als Urlaub verbucht, für ein Hotel zahlt man mind. das Gleiche. ;-)

Der Arzt sagte, das könne man operieren, es sei allerdings kein ganz kleiner Eingriff (Lapidus-Arthrodese) und die Folgeerscheinungen seien nicht genau abzuschätzen.

Bei mir sollte auch eine Versteifung des unteren Sprunggelenks Pseudarthrose am Fersenbein und OD-Läsion im CC-Gelenk, nach einem Umknicken im März 2009 gemacht werden, bin dann aber bei einem Oberarzt gelandet war auch bei mehreren Ärzten,, der mich jetzt mal ins CC-Gelenk spritzt, so kann ich eine so eingreifende OP noch hinaus schieben. War nämlich auch ganz entsetzt, dass man nach so einer OP so lange nicht belasten darf. %-| Bei meiner ersten OP an dem Fuß durfte ich 2 Wochen nicht belasten und anschließend hatte ich dann Probleme wegen einem Bandscheibenvorfall.

Die ganze Nachsorge macht mir Angst. Erst Mal diese zehn Tage Krankenhaus mit strenger Bettruhe. Dann werde ich erst einen Gips und dann einen speziellen Schuh bekommen und mindestens 8, eher 10-12 Wochen auf Krücken angewiesen sein

Wie wäre es mit einem Rollstuhl für die Zeit der kompletten Entlastung?

Übrigens das mit der strengen Bettruhe glaube ich auch nicht. Du musst sicher aufstehen, nur darfst du das Bein halt nicht belasten.

S&unflfow1exr_73


Ich habe mir auch gesagt: Neues Knie kriegste nicht jeden Tag! ;-) Gut, im Urlaub war ich seit 6 Jahren nicht mehr, aber was soll's. Ich brauchte es und irgendwie wird's finanziell schon gehen.

Krücken:

In der Klinik wirst Du Physiotherapie bekommen und dort auch lernen, mit den Krücken zu laufen. Ich hatte nach einigen OP's auch etliche Wochen Totalentlastung plus Knieschiene. Da haben die Physios SEhr genau drauf geachtet, dass ich bei der Entlasstung mit den Krücken auch klarkomme.

Und auch für zu Hause gibts genug Tricks, es sich einfacher zu gestalten. Hatte bei der ersten OP in den ersten Wochen aber auch einen Leihrolli (kaum benutzt), weil ich doch recht unsicher war.

hkawk[eye0x07


Vielen Dank für eure Antworten und Berichte aus dem Krankenhaus, das macht mir echt Mut. Bisher hab ich den Termin noch nicht abgesagt ]:D

Also, da ihr alle meint, dass ich nicht zehn Tage ohne Aufstehen im Bett liegen muss, glaube ich einfach mal, dass ich das falsch verstanden habe. Da werde ich beim nächsten Termin genau nachfragen, vielleicht war es für den Arzt so selbstverständlich, dass man alleine aufs Klo darf, dass er das einfach bei der strikten Bettruhe unterschlagen hat oder so.

Das mit der Bettpfanne ist so ein Kapitel für sich, da ich halt selbst schon im Krankenhaus gearbeitet hab (aber nicht das, in dem die OP stattfinden wird) und es dort einfach schlimm war. Kann aber auch an der Station gelegen haben, eine Mischung aus der Inneren und einer geriatrischen Station. Durchschnittsalter 95 Jahre. Da wurden leider sehr doofe und abfällige Bemerkungen gegenüber den Patienten gemacht und meist ging es dabei und die Bettpfanne bzw. die Leute, die zu doof sein, diese zu nutzen. Leider war die Pflege dort in höchstem Maße unprofessionell. Dazu noch die traumatischen Erfahrungen aus der Kindheit, keine gute Kombination ]:D . Ich war halt ewig nicht mehr stationär im Krankenhaus und noch nie so lange. Meine letzte OP war ambulant, das war toll!

Zu Hause ist es kaum ein Problem, wir haben hier zwar eine Treppe, aber das wird schon gehen. Ich wohne noch bei meinen Eltern, die können dann zum Glück so Sachen wie Einkaufen gehen übernehmen. Und mit Krücken kenne ich mich aus.

Auch die Möglichkeit der Thromboseprophylaxe mittels Tabletten ist sehr interessant. Denn Fett ist leider wirklich nicht vorhanden, auch nicht, wenn ich mich nach vorne beuge 180cm und 51kg, wo soll da bitte auch Fett sein? Ich bin nicht essgestört, aber das ist ein anderes Thema

Das mit dem Job ist so eine Sache. Der ist zwar nur befristet, den habe ich aber schon angenommen, als ich nicht wusste, dass die OP nun wohl doch schneller als geplant kommt. Daher werde ich den Job wohl wirklich absagen müssen, auch wenn ich das Geld sehr gut gebrauchen kann bzw. sogar eigentlich drauf angewiesen bin. Es gäbe noch die Möglichkeit, den Job um einen Monat zu kürzen (Chef ist einverstanden). Dann müsste ich die OP Anfang August machen lassen und hätte dann fünf Wochen Zeit, bis die Ausbildung beginnt. Die ist rein schulisch, theoretisch könnte ich da auch mit Krücken aufschlagen. Wäre zwar unbequem, aber was solls? Dann hätte ich zumindest das Geld fürs Einzelzimmer ;-D

Auch wenn ich nun schon etwas beruhigter bin, Angst habe ich immer noch. Und jetzt macht auch noch das Knie am gleichen Bein Zicken, das könnte man dann eigentlich gleich zusammen operieren ]:D

hsawke9ye00x7


So, leider muss ich den Faden noch mal hochholen. Also, ich war ganz tapfer und war beim Arzt. Wie erwartet, die konservative Methode hatte nicht den gewünschten Erfolg gebracht, der Arzt drängt zur OP. Ich bin so hin und her gerissen. Das mit dem Fuß nervt total und die OP verspricht komplette Heilung. Wenn ich nur nicht so große Angst hätte.

Eine zweite (und dritte |-o ) Meinung hab ich mir auch eingeholt, alle sagen das gleiche, es sollte möglichst zügig operiert werden.

Jetzt hab ich auch nähere Infos zur OP. Ich werde vier bis fünf Tage dableiben müssen, bis die Wunde komplett zu ist. In der Zeit strengste Bettruhe. Dann geht es nach Hause. Sechs Wochen rund um die Uhr hochlagern und so gut wie keine Bewegung, da der Fuß halt gelagert werden muss und sonst wieder sehr stark anschwillt. Nach den sechs Wochen Kontrolle, wenn diese zufriedenstellend ist, dann darf man langsam anfangen, an Krücken zu laufen. Aber trotzdem Vollentlastung und konsequentes Hochlagern. Nach 12 Wochen beginnt die Teilbelastung. 12 Wochen Thromboseprophylaxe.

Das ist alles so unglaublich ätzend! Ich weiß nicht, wie ich das machen soll. Den Job könnte ich zwar beenden, da es mir eh nicht gefällt und auch entgegen der Absprache kein Geld gibt (wurde in ein Praktikum umgewandelt >:( ) Aber erstens bin ich im Juni im Urlaub. Da will ich fit sein, da viel gelaufen wird. Der Urlaub steht seit drei Jahren, den möchte ich so ungerne absagen. Dann blieben noch Juli und August. Die Ausbildung gleich mit so einem Handicap anzufangen ist auch doof. Von den Problemen mit dem Hinkommen und Hochlagern mal ganz zu schweigen, da ich entweder Auto (geht nicht) oder mit Öffis (viel Laufen) fahren müsste.

Ich bin so durcheinander. Langfristig brauche ich diese OP eh. Aber die Nachbehandlung klingt so schrecklich. Und die Tage im Krankenhaus machen mir auch zu schaffen. Ich habe niemanden, der mich besuchen würde, außer meine Eltern. Das möchte ich aber nicht. Wirkt das nicht total komisch, wenn eine 20-Jährige keinen Besuch bekommt?

Montag muss ich meinen Arzt anrufen. Ich weiß nicht, was ich machen soll.

EKhemali]ger Nvutzer 3(#4-67193)


Du solltest mal Prioritäten setzen.

Je länger du wartest, desto schwieriger wird die Nachbehandlung ... besser wird es in dem Fall durch zuwarten wohl nicht, dass hast du dir ja schon zur Genüge bestätigen lassen. Bedenke, du bist 20, das heißt, du musst mit dem Fuß noch längere Zeit durchs Leben spazieren.

Urlaub kannst du in den kommenden Jahren immer noch machen. Die Entscheidung nimmt dir natürlich keiner ab, aber für mich macht es eher den Eindruck als würdest du kneifen und immer wieder Gründe hervorkarren warum du die OP doch nicht machen lassen willst.

Dementsprechend ergeben sich zwei Möglichkeiten

a) OP durchziehen; Nachbehandlung konsequent verfolgen und einhalten

b) OP absagen – dann aber bitte nicht jammern.

S;chmisdetCi7x0


Einen günstigen Zeitpunkt für solche langwierigen Geschichten gibt es selten. Ich denke auch, da solltest Du Prioritäten setzen, auch wenns schade um den Urlaub ist...

Über die Besuchsfrage würde ich mir keine Sorgen machen...Aber warum dürfen Deine Eltern nicht kommen?

Wenn es wirklich medizinisch so notwendig ist, würde ich die Popobacken zusammmenkneifen und es machen lassen....

T/heOxexn


Man Mädel...

es geht um deine Gesundheit. Nicht um blöde Jobs, nen bisschen Kohle oder irgendwelche Urlaube.

Sieh zu, dass du deinen Fuß in Ordnung kriegst, denn sonst schleppst du das sowieso bis in alle Ewigkeiten mit dir rum.

Es gibt IMMER einen Grund warum du die OP nicht machen möchtest/könntest/solltest. Job/Urlaub/Periode... was auch immer :P

Gerade jetzt ist doch der beste Zeitpunkt dafür. Wenn du deine Ausbildung mal angefangen hast. Wie willst du da 6-12 Wochen ohne den Unterricht auskommen?!

Wenn jetzt der Urlaub dran glauben muss, dann ist das halt so. Mir wäre ja ein gesunder Fuß 10000x wichtiger als nen bisschen Ferien machen.

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