» »

Ganglion (Handgelenk) punktieren?

gwerman`icus$_milQes hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

habe im rechten Handgelenk ein Ganglion und leider ist es irgendwie ziemlich schwierig, bei einem Chirurgen zeitnah einen Termin für eine athroskopische Entfernung (das Ding ist wohl ziemlich klein, deswegen soll es so entfernt werden) zu bekommen.

Da das alles recht schmerzhaft ist und möglichst schnell wieder zu funktionieren hat, da es mir sonst meine gesamte berufliche Laufbahn ruiniert und mein derzeit behandelnder Orthopäde ziemlich... naja ist, würde ich es gerne selbst punktieren. Das kann ja wohl nicht so schwer sein...

Problem: Ich kann nicht genau sehen, wo es liegt, also nicht einfach so reinstechen.

Gibt es da einen Trick um das Ding ausfindig zu machen und auf welche Strukturen muss man Acht geben, wenn man da in die Hand sticht?

Vor dem Stich alles zu desinfizieren und nur mit sterilem Material zu arbeiten ist selbstverständlich, würde es zudem Sinn machen, den Arm vorher abzubinden (wird ja bei der OP gemacht...)?

Danke schon mal für eure Hilfe...

Antworten
AAhTornblxatt


Ganglien liegen in der Regel an Sehnen. Und mal kurz zu denken, nach einer Op wäre schnell alles wieder im Lot – bei mir hat es 6 Monate gedauert, bis ich schmerzfrei war, die Schmerzen waren schlimmer als mit Ganglion.

Trotzdem Topp-OP, kaum sichtbare Narbe, Ganglion ist nie wieder gekommen (kann wohl nicht garantiert werden).

An der Hand wären mir zu viel Nerven, um da selbst mit einer Nadel rumzustochern...

K/ram1pmeJiexr


Ich hatte auch ein Ganglion am Handgelenk, welches sich nicht zerdrücken ließ. Laut Chirurg wäre das das erste, was man versuchen sollte.

Ich wurde also minimalinvasiv operiert. Auf die OP musste ich nicht allzu lange warten. Schmerzen hatte ich nie und bis heute, über ein Jahr später, auch kein Rezidiv.

Wenn Du das Teil selbst punktierst, kannst Du davon ausgehen, dass es bald wiederkommt. Da es nicht genau zu lokalisieren ist, würde ich an Deiner Stelle von solchen Experimenten absehen.

g]erm_anicus_Omilxes


Danke für die Antworten.

@ Krampmeier

Wie lange hatte es nach der OP gedauert, bis du die Hand wieder voll belasten konntest?

AmUSwanwderixn83


Ist denn dein Ganglion ständig akut da?

Ich hab auch eins, kam wohl durch nie richtig auskurierte chronische Sehnenscheidenentzündungen (alle paar Wochen). Dann kam das Ganglion und blieb.

Es tut aber nicht immer weh. Am Anfang schon öfter und dann war ich auch beim Orthopäden um das anschauen zu lassen. Der überwies mich zum Handchirurgen, der das vll entfernen sollte. Da die Schmerzen aber wieder besser wurden und kein Handchirurg spontan "greifbar" war, ließ ich es bleiben.

Mittlerweile schmerzt es nur noch selten.

Über eine Entfernung hatte ich mich damals auch informiert. Es kommt aber wohl ziemlich oft vor, dass das Ganglion wiederkommt. Daher sollte man abwägen ob man den Eingriff dennoch machen lässt.

Aber ich würde NIE da selber irgendwas reinstechen! :-o Lass das mal besser einen Arzt machen!

g4ermajnicu0s_mixles


Ja, das Ding ist fortlaufend da und stört. Die Hand ist leicht bewegungseingeschränkt und bei bestimmten Drehbewegungen und dann, wenn ich mich Aufstütze, habe ich Schmerzen.

Ixzzy3x1


hey, ich hatte auch sowas, auch am Handgelenk. Mein Orthopäde gab mir den Tipp, ich soll das kaputthauen. Hat mich etwas Überwindung gekostet, aber irgendwann hat mich das Ding (Grösse etwa wie eine Murmel) so genervt, dass ich karatemässig einmal mit Schwung auf den Holztisch gehauen habe und es war Geschichte. Hat danach nichtmal weh getan, kein Bluterguss, gar nichts.

B@igBa|ng#Julxe


Ich hatte auch ein ganglion am Daumensattelgelenk, war ziemlich tief im Handgelenk, also noch sichtbar. Da ich seit einem Jahr schmerzen hatte, habe ich mich für die op entschieden...

Wurde am 28.04. operiert und hoffe jetzt beschwerdefrei zu werden... Wenn man chronisch schmerzen hat, dann sollte sich für die op entscheiden, meiner meinung nach....

Natürlich könnte was schief gehen oder ein ganglion wiederkommen, aber das Risiko war es mir wert, da die Chance beschwerdefrei zu sein grosser ist...

aPnderjs_al1s_andexre


naja ist, würde ich es gerne selbst punktieren. Das kann ja wohl nicht so schwer sein...

Willkommen im Kreis der Hobby-Chirurgen. Ich finde es mutig, dass du mit dir selbst anfängst. Hier auszugsweise ein paar wertvolle Tipps:

Voraussetzungen

Medizinische Kenntnisse sind nicht vonnöten, sie erleichtern Ihnen aber das Verständnis der nun folgenden Anleitung. Vorausgesetzt wird hingegen, daß Sie einige Operationsszenen aus der "Schwarzwaldklinik", dem "Krankenhaus am Rande der Stadt" oder ähnlichen Sendungen gesehen haben. (Ich ergänze: Auch bei youtu.be gibt's gute Einführungen)

Räumlichkeit

Vorteile der Küche: 1. Operationsbesteck liegt zum Teil in den Schubladen bereit. 2. Instrumente können auf dem Herd abgekocht werden.

Vorteil des Bades: Zu besonders blutigen Eingriffen kann der Patient in die Badewanne gelegt werden (Abfluß kein Problem).

Haben Sie stets Geduld und lassen Sie sich von unvermeidlichen Rückschlaegen nicht entmutigen.

Merke: "Übung macht den Meister".

[[http://www.frigger.de/index.php?/chirurg.htm chirurg.htm]]

Du solltet allerdings nicht den Fehler von [[http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Bornemann Winfried Bornemann]] wiederholen. Der hat ausgerechnet bei der Ärztekammer angefragt, wie er sein "Operationsbesteck für Camping und Freizeit" auf den Markt bringen kann. Die sind ja Mitbewerber und fanden das gar nicht lustig.

Also halte dich mit der Öffentlichkeitsarbeit erstmal zurück.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH