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Seit knapp drei Wochen große Schmerzen im linken Flankenbereich

k$o5s1x206 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

vor drei Wochen hatte ich mal einen grippalen Infekt. Normalerweise sind meine Schwachstellen eher meine Nasennebenhöhlen aber dieses Mal war ein starker Husten dabei. So dass ich mich entschied zum Arzt zu gehen. Wunderbar, wir brauchen noch kein Antibiotikum und ich sollte "normale" Medikamente zur Besserung einnehmen und falls es nicht besser wird, noch einmal kommen. Tatsächlich hatte ich seit sehr langer Zeit nicht mehr so einen Husten....

Freitags merkte ich auf einmal, dass ich Schmerzen im linken Flankenbereich bekam, unterhalb des Rippenbogens. Noch keine Gedanken gemacht. Am Samstag waren sie so stark, dass Husten nur in der Hocke möglich war und ich nicht mehr wusste, wie ich mich bewegen sollte. Mein Mann äußerte den Verdacht, dass die Rippenmuskulatur durch das heftige Husten gezerrt wurde und holte Voltaren. Ich konnte ihn gar nicht an die Seite zum Aufschmieren lassen, da die Schmerzen stark waren. Liegen war nur auf dem Rücken einigermaßen möglich.

Als ich am Sonntagmorgen durch die Schmerzen aufwachte, bin ich mit meinem Mann zum Notdienst ins Krankenhaus gefahren. Der Arzt meinte nach kurzem Schauen, es wäre eine Intercostalneuralgie. Zwar sehr schmerzhaft, aber nicht weiterschlimm. Ich solle die Tageshöchstdosis von 2400 mg Ibuprofen nehmen. Ich war wieder froh, einen Namen zu wissen. Für diese Woche wurde ich krankgeschrieben.

Also nahm ich nun meine 4 Tabletten á 600 mg und merkte keine sonderliche Verbesserung. Nun gut, dass ist langwierig – dachte ich mir. Freitags schwellte mein linker Lymphknoten am Kieferknochen an und ich hatte wieder einmal Halsschmerzen die bis zum Ohr zogen. Super, war das der Infekt der nun wieder zurückkam und warum bitte schon wieder ??? Meine Stimmung war entsprechend.

Montags entschloss ich mich trotz Schmerzen und heranschleichenden Infekt wieder arbeiten zugehen. Ich konnte jedoch gar nicht auf meinem Stuhl sitzen. Also holten wir ein Stehpult. Wahrscheinlich durch das lange Stehen und den Schmerzen spielte mein Kreislauf verrückt, so das mein Chef mich erneut zum Arzt schickte.

Dieser verschrieb mir für den Infekt Antibiotikum und nahm mir Blut ab. Die erste Tablette nahm ich am Abend und ich wußte zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass ich eine furchtbare Nacht vor mir habe. Etwa ½ Stunde nach der Einnahme wurde es mir flau im Magen und ich übergab mich mehrmals. Bis nichts mehr herauskam und nun das Hinterteil gefragt war. Bis 3.15 Uhr bin ich auf die Toilette gerannt.

Am nächsten Morgen bin ich zu meinem Arzt, der mir ein anderes Rezept verschreiben sollte. Er wollte mich noch mal sehen, da u. a. im Blut eine Entzündung nachgewiesen wurde – jedoch nicht bakteriell bedingt. Also, hatte sich das mit dem Antibiotikum erledigt. Nach Abtasten meines Bauches und den extremen Druckschmerzen in der linken Flanke, rief er den Krankenwagen. Es wäre ein akutes Abdomen. Somit kam ich dann in die Klinik.

Es wurde der Thorax geröngt – negativ. Klar, kein Knochenschmerz – aber gut. Beim Ultraschall wurde eine Zyste am linken Eierstock gesehen. Konnte jedoch auch nichts schlimmes sein, da ich alle 6 Monate durch meine Konisationen beim Gyn bin. Gut, auch das wurde noch mal gecheckt. Keine Schmerzen. Nach der dritten Blutabnahme haben sie mitgeteilt, dass nun auch der CRP Wert erhöht war. Ich sollte über Nacht dableiben, dass ich direkt am nächsten Morgen zur Magenspiegelung konnte. Verdacht auf Magengeschwür. Kurzum; Magenspiegelung war nichts. Da am nächsten Tag der Feiertag war, wollte ich entlassen werden. Arzt meinte, es wäre höchstwahrscheinlich die Intercostalneuralgie. Ich solle jedoch nicht die Ibuprofen nehmen. Sondern jetzt Paracetamol mit Novalgin Tropfen. Novalgin hatten sie mir auch im Krankenhaus gegeben. Wenn keine Besserung in Sicht, Vorstellung beim Orthopäden.

Zwei Tage nach Krankenhausaufenthalt bekam ich ein seltsames, stechendes Jucken im Nacken und im Gesicht. Kein Ausschlag, aber 1 ½ Tage durchgehend. Ob es vom Novalgin kam? Zumindest habe ich das nicht mehr eingenommen und das Paracetamol brachte sowieso gar nichts. Ich bekam bekam jedoch für Montag einen Termin bei einem Orthopäden, Neurochirurg und Osteopathen. Alles in einem.

Vorgestern war ich nun also bei diesem Arzt. Er schaute sich alles an und dann renkte er mich ein. Es gab einen lauten Knacks und er meinte, dass dürfte es gewesen sein. Ein linksseitiges Thoracalsyndrom. Gelenkblockierung, ausgelöst auch durch die ISG und/oder Kopfgelenke), Er verschrieb mir manuelle Therapie, meinte ich solle wieder die Ibuprofen oder Diclofenac nehmen. Keine Dehnungen oder sonstiges. Sondern Schonung, damit die Entzündung im Nerv verschwindet. Da die Beschwerden schon 2 ½ Wochen bestehen, meinte er, dass ich ggf. noch einmal kommen muss. Ich war erleichtert, dass war es?! Jedoch hatte ich nach dem kurzen Einrenken sehr starke Schmerzen. Diese Schmerzen sind bis heute Morgen stärker geworden. Seit gestern Abend nehme ich nun Diclofenac, aber ich merke keine Besserung. Ich werde heute wieder zu dem Arzt fahren und hören, was er zur Verschlechterung meint. Normalerweise heißt es doch immer, wenn eine Blockade gelöst wurde, müsste eine Verbesserung relativ schnell eintreffen?! Bei mir ist es eher das Gegenteil. Langsam bin ich soweit, dass ich mental auch sehr stark angeschlagen bin. Ich habe Schmerzen, nehme die Schmerztabletten (es hilft nicht) und ich zweifle als mehr an den Diagnosen, die ich mitgeteilt bekomme.

Antworten
BLromjbeerkü%chxlein


Wurden die Nieren gecheckt?

kCos1%2H06


Ja, insoweit das abgeklopft wurde. Unangenehm jedoch nicht schmerzhaft. Zwar war der GFR Wert erhöht, aber die anderen aussagekräftigen Werte für die Nieren z. B. Creatinin waren in Ordnung.

BkrombTeer#küc:hlexin


Hm ich würde mir da trotzdem mal nen Ultraschall machen lassen, auch wenn die Werte da ok waren. Bei meiner Nierenkolik war der Crea auch ok.

koosv1206


Sorry, ich hatte nicht geschrieben, dass ich dreimal von unterschiedlichen Ärzten per Ultraschall überprüft wurde. Alles in Ordnung. Der letzte Internist konnte sich nur beim letzten Ultraschall nicht meine Bauchspeicheldrüse anschauen. Denn ich hatte davor die Magenspiegelung und noch zuviel Luft in dem Bereich. Aber auch hier meinte er, dass ich kein Kandidat für Probleme mit der Bauchspeicheldrüse sein dürfte und normalerweise noch andere Symptome hinzukommen.

ByroLm&beerküchuleixn


Oh ok dann fällt mir nur noch ein gynäkologisches Problem ein? Myome machen auch Flankenschmerzen – genau wie Chlamydieninfektionen.

kXos&120x6


Bei dem Ultraschall im KH haben sie eine Zyste am linken Eierstock gefunden. Dieser wurde daraufhin überprüft. Keine Schmerzen – keine Probleme. Diese Zyste muss auch erst vor kurzem gekommen sein, da ich durch meine Konisation alle 6 Monaten zum Gyn gehe und überprüft werde.

B romMbeBerküchl=eixn


Du machst es mir wirklich nicht leicht. ;-D

Vielleicht doch "nur" ein muskuläres Problem hervorgerufen durch den starken Husten. Gezerrt, Nerv geklemmt.... mehr fällt mir gerade echt nicht ein – sorry.

kXosV120x6


Trotzdem danke für die Hinweise

k3os1?200x6


:-) Es wäre so schön, wenn ich einfach nur eine Diagnose bekäme und es würde sich eine Verbesserung einstellen.

Ich warte ja darauf, dass ich abgeholt werde und dann fahre ich ja wieder zu dem Orthopäden/Osteopathen, der meinte das es eine Blockade wäre. Ich hatte nur gehofft, dass durch das Einrenken am Montag leichte Verbesserungen eintreten würden. Aber leider war es ja eher das Gegenteil. Jedoch merke ich, dass mir Diclofenac mehr hilft als Ibuprofen

BJromb^eerkücShlein


So eins hab ich noch – wie gesagt – alles nur mutmaßungen.

Divertikulitis:

Unter Divertikel versteht man Aussackungen im Darm, die eigentlich ungefährlich sind und meistens von den Patienten nicht bemerkt werden. Diese Divertikel können sich aber entzünden, was zu den beschriebenen und für eine Divertikulitis typischen Schmerzen auf der linken Seite führt.

k3os12q0x6


So... nachdem der schlimmste Teil überstanden ist – möchte ich nun mitteilen, was es war... Wie in meinem letzen Beitrag erwähnt, war ich erneut beim Orthopäden. Dieser meinte, es wäre nichts mehr orthopädisches. Hat mir einen "Quaddel" an die Stelle gesetzt und es gab keine Besserung. Hinweis von ihm; wieder ins Krankenhaus. Es sollte ein MRT vom Oberkörper gemacht werden. Kurzum; war noch mal in Notaufnahme, hatte MRT – alles negativ. Schmerzen immer noch da. Bis ich endlich den richtigen Arzt (Schmerzarzt) kennenlernte... Er nahm mir Blut ab und siehe da, die Diagnose von ihm bestätigte sich. Ich hatte eine Gürtelrose! Und zählte tatsächlich zu den wenigen Menschen, die keinen Ausschlag haben aber eben diesen starken Schmerz. Nach drei Wochen Mutmaßungen und Medikamteneinnahme, die nichts brachten – konnte ich endlich therapiert werden. Begann dann mit Schmerzinfusionen, Gabapentin und Zaldiar. Langsam schleiche ich aus. Der Schmerz ist noch leicht da, aber wie mein Arzt mir mitteilte, kann das dauern!

C@iJndeWrel0la6x8


Gut, dass nach dieser langen Ärzte-odyssee endlich doch noch jemand die richtige Diagnose stellen konnte! Hätte man die Gürtelrose nicht bereits bei den ersten Blutkontrollen sehen müssen? :-/

Gute Besserung! :-)

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