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Hüftarthroskopie, Fai, Labrumresektion, Taubheit

HIüfxte7 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich suche nach Leidensgenossen...

Ich bin Mitte 40, plage mich seit mehreren Jahren mit extremen Hüftschmerzen herum.

Sie sind seitlich außen in Trochanternähe. Aber an der Hinterseite des Trochanters.

Die Schmerzen bei längerem Gehen oder beim Schlafen in Seitenlage sind unerträglich.

Auf e. MRT sieht man kein Bursitis und keine Auffälligkeiten an den Sehnen.

Mir kam dann die Idee, dass ich ein FAI, ein Hüftimpingement haben könnte.

Immerhin stand in dem RÖ Bericht was von Osteophyten. Ich sah selber was am Dach und auch einen Bump am Schenkelhals...

Mir sind auch die typ. Beschwerden eines FAI bekannt und mir war klar – meine Beschwerden sind untypisch. In der Leiste tut nix weh und die stechenden Schmerzen bei best. Bewegungen waren sehr erträglich. Nun ja, beim Reiten, nach dem Aufsteigen, hatte ich in den letzten Jahren merkwürdige Hüftkrämpfe.

Ich veranlasste ein Arthro-MRT. Man sah ein Labrum-Einriss oder Abriss.

Ich ging zu einem Hüftarthroskopeur – sicherheitshalber jmd., der auch gleich Knorpelzelltransplantationen in der Hüfte vornimmt... Man kann ja nie wissen.

Tja, die OP war vor ca. 2 Wochen...

Der Doc eröffnete mir, er habe das Labrum acetabulare entfernt... Und genau das ängstigt mich jetzt!

Man spürt deutlich, dass es fehlt. ZB, wenn ich in Rückenlage das Bein gestreckt lange anhebe...

Ich lese im Netz, dass das Outcome bei Leuten mit Labrum-Transplantat besser ist als bei Resektion...

In den USA wird wohl häufiger Transplantiert – ein Traktus iliotibialis oder so. Es gibt viele YT-Videos.

Ich bin entsetzt. Mein Knorpel sei noch okay. D.h. durch die Labrumresektion werde ich nun voraussichtlich viel schneller eine Arthrose entwickeln.

Das Pfannendach wurde etwas zurückgefräst. Es war ein kl. Cross-over-Sign zu sehen...

Meine Hüfte ist auch etwas beweglicher als zuvor. Aber so richtig eingeschränkt kam ich mir ja nicht vor.

Zu allem Überfluß:

Mein Oberschenkel ist mittig und seitlich komplett taub!

Der Genitalbereich ist an der gegenüberliegenden Seite leicht taub.

Ach ja, eine Fußheberschwäche habe ich auch. Fersengang nicht möglich.

Ich bin für den Arzt viele KM gefahren – obwohl ich so arm bin, wie man in DE überhaupt nur sein kann... Der Arzt bringt anderen bei, wie man die Hüfte arthroskopiert. Es ist kein Anfänger.

Er ist spezialisiert auf Hüfte und ein weiteres Gelenk. Operiert allerdings nur 2 Tage die Woche. Das werden wohl nicht so viele Hüft-Arthroskopien sein.

Ich bin derart beunruhigt. Wird das Gefühl wiederkommen? Hat jemand Erfahrungen damit?

Tja, und das FAI scheint nicht mal die Schmerzursache zu sein...

Es ist wohl trotz neg. MRT ein Trochanter bzw. Sehnenansatz-Problem.

Wenn jmd. eine Klinik kennt, die eine Denervation der Sehnenansätze am Trochanter vornimmt und in der es eine GKV – Leistung ist: Bitte melden.

In Koblenz macht das eine radiol. Praxis -aber eben nur als Privatleistung...

Ich kann nur ca. 20 min gehen – dann wird es zur Tortur. Nachts, wenn ich auf der Seite liege, ist es, als läge ich auf rohem Fleisch... Grausam!

Ich wäre sehr froh über Antworten von Leidensgenossen, Tipps etc.

Liebe Grüße!

Antworten
S_unfl?owerx_73


Die OP war doch erst vor zwei Wochen... Was erwartest Du? Außerdem hast Du doch (hoffentlich!) eine vernünftige OP-Aufklärung gehabt, wo über Optionen, Vor- & Nachteile gesprochen wurde. Wie kann man sich hinterher über die OP-Technik beschweren, wenn man vorher die Einwilligung gegeben hat?

Nach zwei Wochen dürfte da noch alles sein. Von Wundschmerz bis zu Muskelschwäche durch die Schonung. Zumindest weit entfernt von einem Endzustand.

Ws sagt der Operateur? Wie sieht Deine Nachsorge aus? Was sagen die Physios?

H`üftxe7


Hi Sunflower,

wow – über solche Antworen freut man sich verständlicherweise.

Du Hüftexperte!

Bei Labrumresektion kann man sofort normal belasten. Fußheberschwäche wegen Schonung.

Was ein Quatsch!

Und welch intelligenter Vorschlag, den operierenden Arzt zu fragen!

Kennen wir nicht die Anwort: Abwarten...

Und wenn für immer taub: Schicksal.

Googelt man, kann man lesen, dass das erfahrenen Arthroskopeuren nicht passieren soll.

Und natürlich könnte man bei irreversibler Schädigung auch klagen – wohl mit guten Aussichten.

Was soll mir Deine Antwort bringen – Frau Schlaumeier?

Danke für das Mitgefühl!

Suche Dir bitte andere Opfer.

EFhem|alidger N0utzer (1#32K5731)


Zweiter Beitrag im Forum und schon so höflich?

Na dann braucht man sich nicht wundern wenn hier niemand mehr antwortet und an Sunflowers Stelle würde ich mir die Mühe auch gar nicht machen.

Denn die einzige Frau Schlaumeier scheinst ja dich du selber zu sein ...

S~unflowxe^r_x73


Ohne Worte! DEIN Tonfall ist unter aller $#%.

Letzter Kommentar:

Taubheit entsteht durch Durchtrennung von Hautnerven. Irgendwie muss der Operateur ja ans OP-Gebiet kommen. Gibt Schlimmeres als Taubheit. Bei mir ist nach 13 OP's das gesamte Knie taub. Ja und.

Aber vielleicht kommen ja noch Antworten, die Dir gefallen und den Zustand 14 Tage nach OP als Endzustand anerkennen.

Viel Spaß auch beim Klagen. Gute Erfolge bei einem OP-Risiko, was logisch und nachvollziehbar ist und was man unterschrieben hat? Wer sonst keine Hobbies hat...

mqi#llVli1


Hallo Hüfte7,

auch wenn ich Deinen Kommentar nicht so höflich finde, möchte ich Dir anworten. Aus Erfahrung weiß ich, dass man mit einem Labrumriss nicht auf viele Erfahrungsberichte zurückgreifen kann.

Nach vielen Arztbesuchen und Fehlinterpretationen von MRT-Befunden wurde bei mir vor ca. 8 Jahren ein Labrumabriss entdeckt. Ursache war wahrscheinlich ein ungebremster Sturz mit dem Hüftgelenk auf einen Stein. 2 Wochen später setzten plötzlich starke Schmerzen ein (die ich erst nacH Jahren mit dem StuRz in Verbindung brachtE) , das Gelenk war schmerzhaft blockiert. Verschriebene Physiotherapie machten die Sache schlimmer, Schmerzmittel halfen nicht wirklich, selbst ein Tumor wurde in Betracht gezogen. An einer Klinik fand man dann die Ursache. Meine laienhafte Interpretation des Befundes: Gelenklippe ist eingerissen, rollt sich wie eine abgerissene Tapete zusammen in das Gelenk hinein, blockiert dort, führt zu Entzündungen und der Knorpel wird zerstört. Da auch ich in Deinem Alter war, hat man mir dringend zu einer Operation geraten, um nicht innerhalb kurzer Zeit mit einer Hüft-TEP leben zu müssen. Bei dieser OP sollte das eingerissene Labrum mit einem Anker wieder an der Gelenkpfanne befestigt werden. Leider habe ich auf meinen Job Rücksicht genommen und hatte die OP erst 4 Monate später. Ergebnis: Labrum war so stark zerfleddert, dass nichts mehr zu flicken war und ein großer Teil inkl. stark entzündeter Gelenkinnenhaut entfernt wurde (Teilresektion). Auch ein paar Osteophyten auf dem Hüftkopf wurden entfernt. Die OP wurde offen gemacht, eine Schnitt von ca. 6 cm. Eine Hüftarthroskopie wurde nicht in Erwägung gezogen, da diese OP zu lange dauern würde. Um in das Gelenk zu gelangen, wird das Gelenk 'auseinandergezogen', meist wird ein Gewicht an den Fuß gehängt. Dauert es zu lange, werden dabei u.a. Nerven geschädigt, der Schaden kann dann größer sein als der Nutzen. Vielleicht der Grund für deine Beschwerden. Zur Nachsorge: ich durfte 3 Tage nicht aufstehen, lag mit leicht angewinkeltem Bein wie ein Maikäfer auf dem Rücken. Die nächsten 6 Wochen wurde das entsprechende Bein nur mit 10 kg belastet, anschließend folgte eine 3-wöchige ambulante Reha.

Fazit: Es war im Gelenk schon eine starke Arthrose zu sehen, hervorgerufen durch die mechanische Schädigung. Wäre das Labrum nicht entfernt worden, hätte ich heute schon ein neues Gelenk. Meine OP wurde von den Ärzten als proviorische Lösung bezeichnet, um eine Hüft-TEP um ca. 2 - 3 Jahre herauszuzögern. Jetzt ist die OP fast 8 Jahre her, ich kann gut damit leben (nichts hält länger als ein Provisorium), die Hüftbeschwerden lassen sich mit Osteopathie gut behandeln, meiner Meinung nach sind es auch mehr muskuläre Probleme durch ein schiefes, verdrehtes Becken. Sicherlich feiere ich mit diesem Gelenk nicht meinen 100sten Geburtstag.

Also Geduld und eine Nachfrage beim Operateur bzgl. der Nervenschädigung und einer Nachbehandlung/Physio sind wohl dringend angebracht!

Übrigen: das fehlende Labrum merke ich nicht wenn ich auf dem Rücken liegend das Bein anhebe, sicher sind der entsprechende Muskel und entsprechende Nerven 2 Wochen nach der OP in noch in Mitleidenschaft gezogen.

Alles Gute!

n$gPit=txa


Ein wirklich unerfreuliches OP Ergebnis. Welcher Arzt war das denn ? Natürlich sind die ganzen

Risiken mit den Nervenschäden durch die Traktion vorher bekannt und man unterschreibt ja auch alles, es kann auch im Rollstuhl enden. Habe selber HASKs auf beiden Seiten schon hinter mir wegen FAI und Labrumschaden. Was jetzt besser ist mit dem Labrum, entfernen, annähen, rekonstruieren, darüber streitet sich die Fachwelt immer noch ausgiebig, ist alles noch sehr neu und es gibt wenig längere Erfahrungen. In USA rekonstruieren tatsächlich manche, kostet ca. 40.000 US Dollar so ne OP, ein TEP in Deutschland ca. 8000 Euro nur mal zum Vergleich, HASK ähnlich. In Deutschland wird es in den meisten Fällen mit 1-4 Fadenankern angenäht, nur wenn es komplett kaput ist wird komplett reseziert, ist sehr selten! Doppelt ärgerlich das das FAI und der Riß gar nicht die Ursache deiner Schmerzen war, das ist das große Problem der heutigen Orthopädie, man guckt auf die tollen MRT Bilder und zu wenig auf die Symptome, und da meine ich nicht nur die Ärzte, die Patienten machen das auch selber mittlerweile, da ist doch was "unnormal" im MRT, bitte operieren. Ich hab mich auch operieren lassen da FAI und Labrumschäden immer zu Arthrose und TEP führen und man es durch eine HASK evt. ein paar Jahre hinauszögern kann, aber zu denen paar Prozent zu gehören wo es Komplikationen gibt will man natürlich auch nicht ...es ist schon ohne solche Komplikationen schwer genug wieder auf die Beine zu kommen, das kann ich euch sagen, und völlige Schmerzfreiheit mit so einer Krankheit kann man wohl auch vergessen, aber es ist zumindest besser als vor den OPs bei mir.

RvosaZoxsa


Ich hatte im Januar 2014 eine Hüft-Arthroskopie mit Labrum-Beschneidung. Seit dem habe ich die gleichen Symtome: tauber Oberschenkel vorne und bei längerem Gehen oder Radfahren das Gefühl, ein enges Gummiband würde das Knie abklemmen. Der neurologische Befund war, dass zwei Nervenbahnen (wahrscheinlich irreparabel) verletzt wurden.

Zusätzlich wurden die Hüftschmerzen immer unerträglicher.

Seit vier Wochen habe ich nun ein TEP - Taubheit ist nach wie vor vorhanden, die Hüftschmerzen sind jedoch weg. Nun geht es an den Muskelwiederaufbau und vielleicht kommt auch irgendwann das Gefühl wieder.

Ich hatte meine OPs übrigens auch in Koblenz & Umgebung...

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