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Verkalkung Nacken C5/C6 - Therapiemöglichkeiten?

EThemaliger QNutzerM (#4588 7%1) hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe schon seit >10 Jahren chronische Nackenschmerzen. Manchmal auch zwischen den Schulterblättern, manchmal ziehen die Schmerzen bis in den Kopf hoch, aber meist sitzen sie im Nacken.

Seit ich 2009 Pfeifferschen Drüsenfieber hatte (und danach an CFS erkrankt bin), sind die Schmerzen viel schlimmer geworden, teilweise fast unerträglich. Schmerzmittel wie Ibuprufen wirken nicht mehr (obwohl ich selten dazu greife). Ich nehme Celebrex (COX2-Hemmer), das hat aber auch nur eine Woche geholfen.

Ich bekomme zweimal pro Woche Physiotherapie/Nackenmassage. Meist werden die Wirbel dann auch wieder eingerenkt. Ich bin dann aber auch nicht beschwerdefrei, und nach wenigen Stunden merke ich, dass wieder alles völlig verspannt ist.

Meine Physiotherapeutin hat mich jetzt zum MRT geschickt, Diagnose: Verkalkungen an den Nackenwirbeln C5 und C6 (linksseitig). Was macht man mit sowas??

Ich habe mich nie mit Therapiemöglichkeiten beschäftigt, jetzt höre ich von OPs, von Akupunktur (bin skeptisch, die Wirksamkeit ist ja nur für einige Bereiche wie z.B. Knie eindeutig erwiesen), ESWT (Stosswellentherapie). Kann mir jemand was dazu sagen? Hat jemand gute Erfahrungen mit ESWT gemacht? OP würde ich gerne, wenn möglich, vermeiden. Aber ich kann nicht so weitermachen mit den Schmerzen, das CFS allein ist schon schlimm genug.

Ich weiss natürlich nicht (und meine sehr fähige und sehr erfahrene Physiotherapeutin auch nicht), was wirklich die Ursache(n) der Schmerzen ist/sind:

- chronische Verspannungen (die habe ich schon seit der Pubertät, evtl. ausgelöst durch einen Autounfall 1994) und Fehlhaltung

- der EBV-Virus, wobei unklar ist, ob noch aktiv

- das CFS

- ein schwerer Unfall letztes Jahr, bei dem ich mir meine Schulter komplett zertrümmert habe und mit dem Kopf auf hartem Untergrund gelandet bin (leichte Gehirnerschütterung)

Ich mache leichtes (medizinisches) Yoga, aber mehr als 5 Min. täglich packe ich durch das CFS nicht.

Wäre toll, wenn mir jemand mit einem Erfahrungsbericht weiterhelfen könnte, ich verzweifle schön langsam und kratze ständig an der Grenze zur Arbeitsunfähigkeit,...

Antworten
Gsexrd


Hallo julejule81 *:)

Ich kann es nachvollziehen, was du für Schmerzen verspüren musst. Ich habe die gleichen Schmerzen. Bei mir sind knöcherne Verengungen an den Austritten der Nerven entstanden, durch einen Bandscheibenvorfall.

Nun zu dir, normalerweise macht man Wärmetherapie, Gymnastik, eventuell eine Periode mit Stromtherapie.

Eine Rheumaambulanz würde ich dir auch sehr ans Herz legen, um abzuklären, ob nicht eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises vorliegt.

Weiters gibt es diverse Antidepressiva, die auch einen schmerzdistanzierenden Charakter aufweisen. ZB. Saroten, oder Cymbalta

Alles Gute

:)* :)* :)* :)* @:)

G[erxd


trotzdem wichtig, immer in Bewegung bleiben!!! ;-)

G*erxd


maaaahhh, entschuldige....

eine OP bitte nur im äußersten Notfall, die Risiken einer HWS OP sind viel zu groß!

EIhemalig]er Nutzxer (|#458@871x)


Danke für die Antwort!

Ein Körnerkissen ist zu Hause mein ständiger Begleiter.. aber muss man halt immer wieder heiss machen...

Sargten nehme ich sogar, gegen die CFS-Schlafstoerungen, 10 mg Amitryptilin. Schmerzen werden dadurch nicht besser.

Rheuma ist ausgeschlossen.

Bewegung lindert die Schmerzen, aber das ist ja eben das Schlimme am CFS, Sport ist für mich total unmöglich. Ich "darf" alle zwei Tage 30 Minuten spazieren gehen. Mehr packe ich nicht. Zwischendurch halbherzig ein bisschen Yoga, aber auch das ist oft zu anstrengend.

Was sind die Risiken einer HWS OP? Ich habe bisher nur mit meinem Hausarzt und der Physiotherapeutin darüber sprechen können. Beide rieten auch von einer OP ab, aber was gibt es für Alternativen...? Die Verkalkungen gehen ja von Massage nicht weg. Aber Stosswellentherapie? Und wie gesagt, ich weiss auch nicht, was der Grund dafür ist, dass die Schmerzen jetzt so viel stärker sind.

g@reTen^ie0x7


Lass dir auf alle Fälle nicht mehr an der HWS herummanipulieren!! (sprich 'einrenken')

*:)

E)hemalaiger| Nutz}er (#n4588x71)


Warum?

Glerxd


Nun, wenn die Schmerzen nicht beherrschbar sind, dann muss man die OP wirklich als Option bedenken.

Das Risiko einer HWS Operation ist, dass von der Halswirbelsäule die Nerven bis in die Zehen gehen, und eine Gefahr einer teilweisen Lähmung oder Gefühlsstörung gegeben ist. Sich bei jeder OP kann was passieren, jedoch bei den WS OPs ist man noch vorsichtig, und operiert wirklich nur mehr, wenn es nicht mehr ohne OP geht.

Das CFS Syndrom dauert ja, aber nach einer bestimmten Zeit verbessert sich der Zustand.

In der Literatur steht, dass sich bis zu 10 % der Patienten vollständig erholen können. Da solltest du ansetzen und nicht verzagen oder gar aufgeben. und wenn es nur kleine Schritte sind, was du vielleicht wöchentlich ausbaust an Bewegung, es ist alles was.

LG @:) :)*

Geerxd


wenn du zu oft Chirotherapie machst ist das kontraproduktiv, das Spiel zwischen den Knorpeln und den Gelenken vergrößert sich und die Beschwerden werden stärker!!

G0erd


Vorschlag: Dann kauf dir auch von Jacobson: Progressive Muskelentspannung die CD und mach das. Das kannst du trotz CFS machen und das Hilft!!

TAiefsterT Himxmel


Mir hilft die Muskelentspannung nach Jacobson "nur" kurz und dann eher für meine Psyche. Meine HWS scheint sich davon unbeeindruckt zu zeigen ...

Kann dir, liebe Jule, keine Tipps geben, wäre aber froh, wenn sich hier einige zu Wort melden und Ratschläge geben könnten.

Wurde bei dir schon was in Richtung CMD geforscht? Ich hab zwar nur mein Kopf und HWS Mrt in der Hand, aber ich vermute stark, dass mein Kiefer immer mehr mitspielt (was jetzt der ursächliche Auslöser ist, weiß ich aber nicht – vermutlich hängts zusammen)

g'reenYie07


Das sog. 'einrenken' ist ein Stück weit Humbug! Die Wirbel können nicht ausrenken (und wenn dann wäre das Problem nicht mit einem simplen 'einrenken' behoben ;-) ) und somit gibt es auch nichts 'einzurenken'. Was gemeinhin unter 'einrenken' verstanden wird ist eine Manipulation, sprich eine Mobilisation mit hoher Geschwindigkeit und einem kleinen Bewegungsausschlag. Durchaus sinnvoll bei akuten Blockierungen wenn sie fachmännisch ausgeführt wird. Aber nicht zielführend wenn diese immer wieder auftreten. Dazu kommt deine Vorgeschichte mit den Unfällen welche unter Umständen die Stabilität in der Halswirbelsäule auch nicht verbessern. Nun sind da noch diese Verkalkungen und auch diese sprechen eher gegen Manipulationen, da dort die normale Beweglichkeit wohl auch eher eingeschränkt ist und es dadurch auch Probleme geben könnte (die meisten 'Unfälle' im Bereich der Chiropraktik geschehen bei Manipulationen an der Halswirbelsäule).

Warst du schon mal bei einem Osteopathen oder evtl. wäre auch Cranio-Sacral-Therapie auch in Anbetracht deiner sonstigen 'Baustellen' eine Option.

*:)

G+erd


@ Himmelchen

Hallo *:) @:)

Das ist ja das Problem, es ist so ein komplexes Zusammenspiel. Die Psyche und die Wirbelsäule, dieses Paar kann ein Geisterpaar sein. Ich leide selber an massiven HWS, BWS und LWS Problemen durch BSV mit Stenosen und weiß von was ihr redet und was Schmerzen und Symptome bis in die Zehen sind.

Nun trotzdem, wünsche dir auch bald eine schmerzfreie Zeit.

Übrigens: Pferdebalsam Gel tut mir gut und kühlt und seit heute probe ich Murmeltiersalbe gegen die Schmerzen, schauen wir mal, ob das was bringt.

LG @:)

TbiefssteEr Hizmxmel


Oh mein Gott – ich frage mich, wie ihr alle mit diesen Schmerzen leben könnt. Vielleicht bin ich nur ein totales Weichei, aber da bekommt man ja schwere Depressionen davon :-|

Ich wünsche dir auch alles Gute und hoffe, dass du das irgendwie in den Griff bekommst, ohne Schmerzen!

Pferdebalsam ist gut, ich hatte auch mal so eine Hirschtalgcreme mit ätherischen Ölen – die hat zwar eklig ausgesehen, irgendwie auch gestunken, aber gut geholfen.

Mir hilfts gut, wenn auch nicht allzu lange, wenn meine Schultern brennen (das hab ich leider oft), wenn ich mich an die Tür-Reck Stange hänge ... keine Ahnung, was da genau hilft, aber es hilft. Leider (natürlich?) lässt sich das nicht auf die HWS anwenden.

Ich hatte ja vor, dass ich mir da auch ein paar Wirbel mal "behandeln" lasse bzw. zum Osteopathen gehe – ist das dann auch "Quatsch" ? Macht der nicht das Gleiche wie auch ein Chiropraktiker?

GOerxd


Nun, ein Osteopath sieht den Menschen als Ganzes. Es gibt da mehrere Behandlungsformen unter anderem auch die manuele Therapie.

Manuela Theraphie ist ja nichts Schlechtes, wenn sie mit Maß und Ziel durchgeführt wird.

Blockierungen zu lösen, ist die manuela Therapie Mittel der ersten Wahl.

Kann dir nur empfehlen, dich einmal von einem kundigen Osteopathen therapieren zu lassen.

Und du bist kein Weichei, die Wirbelsäulenschmerzen und die dazugehörigen Muskel-und Bindegewebsschmerzen können auch in die Depression jagen!

Alle Liebe @:)

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