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Wann geht es endlich aufwärts nach Hüft-OP

TRsbxn hat die Diskussion gestartet


Liebe Forumsgemeinde,

ich habe vor gut zwei Monaten eine künstliche Hüfte bekommen (nicht zementiert). Bin erst ca. 50 Jahre alt, habe immer viel Sport gemacht, den ich leider seit ein paar Jahren wegen meiner Arthrose nicht mehr wirklich gut ausüben konnte. Habe eine lange Leidensgeschichte hinter mir, wahrscheinlich hätte die OP schon früher stattfinden sollen. Wegen Schonhaltung oft Bandscheibenprobleme gehabt. Am ende immer mal wieder kathastrophales Gangbild. :-(

Bin vielleicht etwas ungeduldig. Wollte Gehhilfen so bald wie möglich ablegen, ist mir auch unangenehm, damit gesehen zu werden.

Ist es denn normal, das man einige MOnate nach der OP immer noch hinkt? Hatte gehofft, das Beweglichkeit besser wird mit künstlichem Gelenk, aber keine Fortschritte. :-/ ":/

Habe Selbstwertprobleme. Fühe mich wie zum Alten Eisen gelegt. Wie ein alter Mann.

Kennt ihr das auch? Könnt ihr mir eure Erfahrungen berichten?

Danke!

LG, Thomas

Antworten
BZell<a Cuzllen-xSwan


Hi,

Zwei Monate nach einer Hüft-TEP ist wirklich noch keine lange Zeit. Bis die Muskulatur sich wieder soweit gekräftigt hat, kannst du schon noch ein paar Monate/ halbes Jahr drauf packen. Aber das muss man dir doch vorher gesagt haben, dass das nicht so geht: Aufschneiden neues Gelenk rein, zu nähen, heile.

Du schreibst ja selbst, dass du vorher schon lange Probleme hattest, was bedeutet dass ja schon weitaus länger ein muskuläres Defizit und Ungleichgewicht besteht ( einige Muskeln werden auch verkürzt sein). Das dauert einfach, man kann dadran arbeiten, aber nichts erzwingen.

Lg

afsal6i5x5


Hallo Thomas,

ich fühle mit Dir, mir steht diese OP noch bevor.

Ich bin etwa älter als Du , 58 Jahre und habe meine OP für den Januar 2015 geplant.

Hoffendlich halte ich es bis dahin noch aus. Habe auch schon im K-Haus vorgesprochen, der Chirurg meinte ich solle es sofort machen lassen, aber das kriege ich von Kopf nicht hin.

Bei mir soll das Implantat auf Grund meines noch ( jungen ) Alters auch einwachsen und nicht zementiert werden, das heisst in diesem Fall ganze 6 Wochen erst einmal das Bein auf keinen Fall belasten, da das Implantat seine Postion dann verändern kann. Nach insgesamt 3 Monaten, kann ich kleinere Arbeiten wieder im Haushalt verrichten.

:

Bei einer Zemetierung geht alles ein wenig schneller aber in unserem " Alter " muß vielleicht die neue Hüft Tep im laufe unseres lebens nochmal erneuert werden.

:

Wir sind beide wohl darin sehr ungeduldig, aber die Menschen mit denen ich gesprochen habe und die diese Methode hinter sich haben, sind wieder voller Tatendrang und bemerken das Kunstgelenk überhaupt nicht mehr.

:

Nur Geduld lieber Thomas, dass wird schon :)*

T?sbn


Danke für die Antworten

@ Bella:

Ja, hat man mir gesagt. Trotzdem ist es nicht schön. Ist einfach alles so frustrierend zur Zeit. Und die nächste Hüfte kommt auch bald dran. Habe Probleme damit so schwach und angewiesen zu sein. Hoffe meine Partnerin verlässt mich nicht. Wir wohnen nicht zusammen. Sie hat mir angeboten, das sie mir beisteht und das ist auch so gewesen, aber im Moment bin ich auf Tauchstation, seid vier Wochen. Ich verhalte mich so mies, aber kann i-wie nicht anders zurzeit. Die Arme. Einfach nur frustrierend.

@ asali55:

Danke für deine Aufbauenden Worte. Vielleicht wirds ja dochnoch besser. Aber ist so ein schlechtes Gefühl, eine Prothese zu haben. Komme mir behindert vor. Ich weiß, ich darf nicht jammern, gibt soviel schimmeres. Aber wenn man selber drinnen steckt... Ja, zementieren ist schlecht, wenn das Gelenk noch mal ausgewechselt werdene muss. Ich wünsch dir alles Gute für die OP!!! :)^ OP und Reha waren bei mir ganz OK. Nur jetz bin ich ebend ungeduldig :-(

avs<alih5x5


Oh, genau wie bei mir, nach der rechten Hüfte kommt die linke dran...in meinen Knien ist auch Arthrose...

Auch ich habe das Gefühl, dass ich " amputiert" werde, auch wenn alle sagen, dass ich an Lebensqualität dazu gewinne.

:

Aber Du hast da ein ganz anderes Problem, Du fühlst Dich minderwertig ??? Als Mensch ?

Weil Du zwei künstliche Hüften bekommst ? Vielleicht kannst Du sportlich nicht mehr alles machen, aber Du wirst Dich weiterhin fit halten können. Auch hat die Arthrose nicht nur etwas mit dem Alterundprozess zu tun. Auch deutlich jüngere Menschen können betroffen sein.

Es können auch erbliche Ursachen sein oder ein Unfall. Aber ganz gleich was es bei Dir ist, zieh Dich nicht selber runter. Gib Deinen Körper Zeit sich zu erholen.

:

Deine Partnerin wird Dich sicherlich nicht verlassen, weil Du auch noch die andere Hüfte gemacht bekommst. Nur nimm auch die Hilfe an. Andersherum würdest Du es doch auch tun.

Ich wollt ich hätte einen Partner an meiner Seite. Leider muß ich da alleine durch.

:

Du brauchst wieder ein Selbstwertgefühl und das Du das nicht hast, kann nicht an einer künstlichen Hüfte liegen.

:

Vielleicht hilft es Dir ja auch mit Gleichgesinnten hier zu schreiben.

Gruß

GgaQbiL1x23


hallo,eine Hüft-OP braucht seine Zeit,ob mit oder ohne Zement.Leg dich auf eine pulsierende Magnetfeldmatte,wenn du hast oder dein Therapeut,falls der es kennt,dann geht der Heilungsprozess viel schneller,weil mehr Kollagen gebildet wird.

Alles Gute GabiL123

a;sa lix55


Hallo Thomas,

wie geht es Dir denn jetzt mittlerweile, wie sind Deine Fortschritte ?

Wäre toll, wenn Du noch etwas dazu schreiben würdest.

Einen lieben Gruß von

Tasbn


Hallo Asali55,

freue mich über deine Nachfrage (hab dir eine PN geschickt, hoffe, sie ist angekommen...). Bis zu deiner OP dauert es ja noch ein bißchen, aber wenn du willst, wäre ein Austausch per PN schön.

Bin jedenfalls froh, das ich es hinter mich gebracht habe, auch wenn die Verbesserungen (noch) nicht so toll sind. Aber wird hoffentlich noch besser.

Lieber Gruß von Tsbn

JUoe08x15


Hallo,

um auch mal schnell meinen Senf zu dem Thema beizutagen ;-)

Ich bin 30 und hatte meine Hüft-TEP vor etwas mehr als 2 Monaten. Der Grund war eine starke Pseudarthrose nach einem schweren Unfall und ich bin auch noch mir 2 Stützkrücken unterwegs.

Erst seit dieser Woche kann ich ein paar Schritte im 4 Punkte Gang zurücklegen.

Aber was mich wirklich sehr aufbaut, ich hatte vorher wirklich sehr starke Schmerzen welche ich mit Fentanyl Pflaster ("Morphium" Pflaster) und Opinoid Tabletten gerade so ausgehalten habe.

Nach der OP sind die Schmerzen verschwunden!

Auch wenn es bei mir noch einige Monate dauern wird bis ich ohne Hilfsmittel gehen können werde, bin ich wirklich extrem dankbar das ich die OP vornehmen habe lassen. Es ist jetzt schon eine neue Lebensqualität, auch wenn der Weg zur "Normalität" wieder ein weiter sein wird.

Ich hoffe mein Erfahrungsbericht kann ein wenig helfen!

J?oe08x15


Ach ja da ich offiziell noch jung bin (was ich bestreiten würde :-) ) habe ich auch eine zementfreie Prothese bekommen mit einem Knochenimplantet da mein Acetabulum ein "Loch" hatte. Ich habe auch 6 Wochen nicht belasten dürfen.

Lninz<er Toxrte


Hallo Thomas

Machst du keine Krankengymnastik?

Ich hatte vor 3 Monaten einen Oberschenkelbruch, der mit Gammanagel gerichtet wurde.

Das Krückenlaufen hat in der Klinik gleich so gut geklappt, dass man mir sagte, ich brauche keine Reha, solle nur viel laufen.

Aber laufen mit und ohne Krücken sind halt doch 2 Paar Stiefel und ich bin ohne Krücken schrecklich gehumpelt. So dass ich mich nach 6 Wochen doch um eine Verschreibung für Krankengymnastik bemüht habe – und die hat mir sehr gut getan. Die Therapeutin sah gleich, welche Muskeln zu schwach waren und wo gezielt aufgebaut werden musste.

Es war teilweise sehr anstrengend und manchmal haben mir die (bei der OP durchtrennten) Muskeln so weh getan, dass ich fast die restlichen Sitzungen abgesagt hätte – aber es hat sich gelohnt.

Nach 17 Sitzungen ist 90% Aufbau erreicht (laut Therapeutin) und ich führe die Übungen selbständig noch weiter fort, mit Linsenpackungen an dem Bein statt der in der Physio verwendeten Gewichte ;-D .

Kann ich dir nur empfehlen

Auch für den Aufbau des Selbstbewusstseins. Ich habe bspw dort eine andere Patientin getroffen, die vor 2 Monaten das Schienbein gebrochen hat, auch mit Gammanagel gerichtet. Wenn ich sehe, wie die humpelt ... gehts mir gleich besser ;-D und ich fühle mich nicht wie jemand, der eigentlich schon lange wieder beschwerdefrei rumhüpfen können müsste.

Tpsbxn


@ Linzer Torte

Habe nahc der Reha keine KG mehr gemacht. Bin Kaassenpatient und das wäre nur in Gruppen gegangen. Da wäre ich dann mit lauter alten Leuten im Becken rumgestanden. Auserdem hätte ich so oft Termine gehabt, da hätte ich mich so angehängt gefühlt, so unfrei.

Habe zu Hause meine Übungen ab und zu gemacht, die ich auch in der Reha gemacht hatte.

Jetzt geht es schon besser. Aber das Gefühl, eine Prothese zu haben, passt nicht zu meinen Erwartungen an mich. Das macht mir zu schaffen.

Stimmt schon, wenn man andere humpeln sieht, dann kommt man sich selber nicht mehr so schlecht vor. Aber wenn in der Hüftgruppe jemand anderes etwas schneller und besser konnte, dann habe ich immer an mir gezweifelt.

T sbn


@ Joe

Ja, dein Erfahrungsbericht hilft mir, danke. Geht jetzt schon besser bei mir, treibe wieder Sport. Aber so ganz bin ich mit mir noch nicht im reinen. Die OP hat mich schon aus der Bahn geworfen. Alles was da so dranhängt. Die Erfahrung, schwach und angewiesen zu sein.

SDunflgower_x73


@ Tsbn:

Das mit der Physio "nur in Gruppen" ist Blödsinn. Sorry. Ich (41) habe selber im Januar eine Knie-TEP bekommen, meine Ma (70) im Juni eine Hüft-TEP. Ich hatte noch lange Physio und wäre ich nicht 300 km umgezogen, würde mein Arzt mir immer noch PHysio verordnen. Die OP meiner Ma verlief leider mit kleinen Folgekomplikationen (massivster Bluterguss der auf Nerven drückte, lange Beeinträchtigung des Nerven und dadurch der Außenspreizung). Zudem ist die nicht operierte Hüfte aktuell problematischer als die operierte (da geht es gut vorwärts, quasi normale Belastbarkeit und Beweglichkeit). Sie bekommt immer noch 2x die Woche Physio. Nix Gruppen, sondern intensive Einzelbehandlung.

Du hast wohl eher einen Arzt, der gut an der OP verdient, danach aber eher desinteressiert ist...

Ansonsten:

Arbeite an Deiner Psyche. Es ist völlig egal, aus welchem Material Deine Hüfte besteht. Und jeder Verlauf ist nun mal unterschiedlich. Was nützt das Konkurrenzdenken?

Darauf, dass man mal auf fremde Hilfe angewiesen sein wird, muss man sich halt gewöhnen. Ja und? Es kann hlat vorkommen, und damit zu hadern ändert ggf. NICHTS an der Notwendigkeit.

Trsbn


Bei mir wär es definitiv nur in Gruppen gewesen. Habe ja in der Reha Übungen gelernt die ich noch mache.

Konkurrenzdenken krieg ich nicht so leicht aus dem Kopf. Möchte nicht, das die Außenwelt sofort meine Schwächen sieht. Aber du hast recht, es ist wichtig an mir zu arbeiten.

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