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BS-Operation L5/S1

pgh/alaoeon4opsis hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nachdem ich nun meinen Termin beim CT und MRT wahr genommen hatte und ein Zweitbefund zum Neurologen geschickt wurde, bekam ich sofort von ihm einen Anruf, um einen zeitnahen Termin wahr zu nehmen. Die Bilder wurden einer dort ebenfalls praktizierenden Neurochirurgin vorgelegt, die mir nun am Donnerstag sagte, dass es ein sehr schwerer Vorfall ist. (Faserring gerissen, Gallertkern tritt aus) Mit Krankengymnastik aufgrund der Schwere und Dauer der Schmerzen nicht mehr behandelbar.

Mit dem Gedanken an eine OP hab ich mich die letzten Tage bzw. Wochen schon öfter auseinander gesetzt. Ich sehe momentan darin einfach nur Erlösung von diesen unglaublich schlimmen Schmerzen. Musste deswegen sogar in die Notaufnahme, weil ich weder sitzen, stehen noch laufen konnte. Dort wurde mir intravenös ein sehr starkes Schmerzmittel verabreicht. Mittlerweile wiederholt sich das Procedere beim Hausarzt.

Es ist nicht einmal so, dass ich Angst hab, dass etwas schief gehen kann, aber die Angst lange auf Arbeit auszufallen. Ich bin erst seit 2 Monaten dort angestellt. Sollte ich wieder kommen dürfen schränkt sich mein Tätigkeitsfeld ein.. Schweres heben, viel Stehen was dazu gehört ist tabu.... Hab einfach Angst nicht wieder richtig in die Pötte und beruflich deswegen Probleme zu bekommen.

Mir wurde gesagt, dass ich ca. 6 Tage, wenn alles gut geht, im KH bleiben muss. Dann folgt erste eine Erholungs- und Heilungsphase und erst nach ein paar Wochen könnte ich in die Reha. Werde ambulant wählen. Was mich verunsichert sind so unterschiedliche Aussagen darüber. Einerseits liest man, dass man 4 Wochen nach der OP wieder belastbar sei, zumindest teilweise. Auch sitzen etc. kann.. dann wieder das Gegenteil, dass sich das Ganze mindestens 3 Monate oder länger hin zieht. Auch bei normalem Verlauf. So teilten es mir auch meine Neurochirurgin und mein Hausarzt mit.

Hat jemand Erfahrungen mit einer OP in Höhe L5/S1? Wie wars im KH und danach ???

Viele Grüße Phala

Antworten
E!hemaliglerk Nutze2r (#3f257931)


Mit Krankengymnastik aufgrund der Schwere und Dauer der Schmerzen nicht mehr behandelbar.

Das ist Schwachsinn, die größe an sich gibt keine OP Indikation.

Was wurde konservativ gemacht? Hast du Lähmungen? Eigentlich sind nur Lähmungen eine eindeutige OP Indikation. Und wenn man konservativ alles probiert hat es es nicht besser wird.

Vielleicht solltest du mal eine weitere Meinung einholen. Mir scheint da Geld eher die treibende Kraft zu sein.

Nach 4 Wochen wieder arbeiten kannst du vergessen. 3 Monate sind wohl eher eine realistische Zeit ...

p3h,ala8eponop\sixs


Konservativ habe ich Manuelle Therapie bekommen und KG. Mein linker großer Zeh ist taub.

Ich denke nicht, dass Geld die treibende Kraft ist. Die Ärztin ist eher dafür bekannt von einer Operation abzuraten. Das wurde mir von meinem Neurologen auch so bestätigt.

E*hema+liger N5uetzer (#U3257x31)


Das musst du selber wissen aber ein tauber größer Zwh ist keine OP Indikation und nur manuelle Therpie ist mehr sls dürftig an konservativer Behandlung.

Da ist noch jede Menge Luft nach oben.

Mit der Magen Ausbeute an konservativer Thrapie würde ich keiner OP zustimmen.

Was ist mit stationärer Schmerztherapie? PRT Spritzen?

Würde dir ja scheinbar alles nicht angeboten. Und das sind alles Dinge die man VOR einer OP ausprobieren sollte

Aber es ist deine Entscheidung. Viel Erfolg

MAagyfOloQwexr


Ich habe meinen grossen Bandscheibenvorfall auf Höhe L5/S1 nach jahrelanger konservativer Therapie vor 2 Jahren operieren lassen. OP-Indikation waren neben der kaum mehr unterdrückbaren Schmerzen die Tatsache, das mein Bein ohne Ende kribbelte und zunehmend taub war. Kraftverlust hatte ich bis am Schluss nicht, ich konnte auch immer auf Fersen und Zehen gehen (ich führe das auf mein jahrelanges, konsequentes Kraft-und Konditionstraining zurück).

Die Op verlief komplikationslos, dauerte ca. 45Minuten. Am Morgen wurde ich operiert, am Mittag durfte ich das erste Mal aufstehen, abends Den Spitalkorridor rauf und runter laufen. Was soll ich sagen, ich war happy! Meine Schmerzen waren weg! Was für eine Lebensqualität!

Nach vier Tagen konnte ich heim. Nun hiess es sich 6 Wochen konsequent an die Anweisungen der Aerzte halten:liegen und gehen (bei mir lange Spaziergänge mit Hund) im Wechsel. So wenig wie möglich sitzen, nicht nach vorne, hinten, zur Seite und um die Längsachse biegen, kein Gewicht über 4kg tragen. Ich habe mich strikt an die Vorgaben gehalten, denn ich hatte das Ziel, so rasch als möglich wieder auf meinem Pferd zu sitzen.

Nach 6 Wochen gab es die Nachkontrolle und das Okay zum Muskelaufbau. Also bin 3x wöchentlich ins Krafttraing und habe ganz brav und strikt nach Anweisung meine Muskulatur wieder aufgebaut.

6 Wochen nach der Op habe ich wieder gearbeitet (mit Keilkissen und vielen Rumlaufpausen), nach 12 Wochen sass ich wieder auf dem Pferd (und tu das bis heute).

Für mich war die Op die richtige Entscheidung, ich habe aber auch alles dafür getan, damit das Ergebnis gut kommt. Gemäss Aerzten verhunzen sich viele BS-Operierte das Ergebnis selbst, weil sie viel zu früh wieder belasten und/oder den Muskelaufbau vernachlässigen. Es braucht Zeit zum Verheilen, auch wenn die Schmerzen weg sind.

Rückenschmerzen habe ich auch heute noch gelegentlich aufgrund einer Spondylarthrose, aber die sind viel erträglicher als die ausstrahlenden Nervenschmerzen des BSV.

C'hevyHladxy


*:) @:) Ich kann mich Mayflower anschließen. Ich habe 1,5 Jahre gewartet. Habe allerdings einiges durch an konservative Behandlungen. KG, PRTs, Infilatrationen etc. Ich bin bei 5 Ärzten gewesen und mich aufklären zu lassen. Wie Mayflower hatte ich keinen Kraftverlust, sondern permanente Schmerzen im Bein und Kribbeln in der Wade und Fuß. Nachdem ich der OP zugestimmt habe, bei einem Arzt dem ich echt vertraute, weil er der erste war der sich wirklich Zeit genommen hat und mir alles 100 % erklärt hat, habe ich mich vor 1 Jahr dazu entschieden.

Ich war 10 Tage im Krankenhaus. Aufstehen durfte ich am gleichen Tag, aber nur um zur Toilette zu gehen. An den Folgetagen immer mehr. Wenig sitzen, liegen und laufen. Am Tag nach der OP habe ich eine Bandage bekommen, die ich 7 Wochen tragen mußte sobald ich aufgestanden bin.

Oft wird bei der OP eigentlich erst ersichtlich was wirklich los ist. Bei mir war es so, dass meine Bandscheibe total weich war. Als der Operateur mich "öffnete" ist Ihm meine Bandscheibe schon entgegen gekommen. Er sagte auch, dass ich alles hätte versuchen können, es wäre nie besser geworden. Da auch mein Spinalkanal etwas eng war hat er diesen direkt mit geweitet.

Arbeiten bin ich nach 7 Wochen wieder im Rahmen der Wiedereingliederung. Allerdings im Büro. Natürlich ist es ein Unterschied, was du beruflich so machst.

Für mich was es eine sehr gute Entscheidung.

Viel Glück @:)

KYaHrenax0903


Man weis nie ob die OP die richtige Entscheidung ist oder nicht.

Ich habe schon 1,5 Jahre Schmerzen wegen einem Bandscheibenvorfall und anderer Probleme.

Ich kenne einen der sich operiert hat und jetzt immer nach vorne fällt und ich kenne einen der vor Schmerzen ein halbes Jahr im Bett lag und sagt die OP war die beste Entscheidung seines Lebens.

Aber er hatte eine gute Versicherung und kann trotzdem Rentner sein.

Wie man es macht es kann richtig oder falsch sein.

Ich würde jetzt nachdem ich wirklich alles versucht habe als letzte Lösung einer OP zustimmen.

Oder will ich mein Leben lang Opium zu mir nehmen?

CChevyl%ady


Das stimmt und man sollte sich immer merken: kein Bandscheibenvorfall ist wie der andere. ;-)

Oder will ich mein Leben lang Opium zu mir nehmen?

Und genau das war auch meine Entscheidung zum Schluß. Ich wollte kein Leben mit täglichen Medikamenten.

sRommegrsproxsse 2


@ mellimaus,

Deine Aussage, dass nur Lähmungen eine eindeutige Op-Indikation sind, ist falsch. Leider bist du, wie zu oft, einfach nur unfreundlich und nicht bereit, den gesamten Menschen zu sehen. Auch Schmerzen sind eine eindeutige Op-Indikation und ich würde definitiv keine Schmerztherapie anfangen, wenn es eine Op-Möglichkeit gibt. Nicht umsonst gibt es das Motto "Schmerzfreiheit bedeutet Lebensqualität".

Ich finde deine Aussagen oftmals anmaßend und überheblich, zudem oftmals einfach nur unfreundlich. Vielleicht solltest du erstmal an dir selbst und deinen Problemen arbeiten, bevor du anderen weiterhin unangemessene Tipps geben möchtest.

Viele Grüße

Cjhevyl.adxy


@ Sommersprosse

Das lohnt sich nicht ;-) Ich hatte schon die ein oder andere Meinungsverschiedenheit mit Mellimaus. Sie ist da eh uneinsichtig. ;-) Sie hat den besten Arzt, die beste Therapie etc. Wiederum fragte ich mich dann, warum Sie sich immer noch mit Schmerzen quält.

Ich sehe es so, dass es jeder für sich entscheiden muß. Jeder muß die gewissen Schritte gehen.

ich würde definitiv keine Schmerztherapie anfangen, wenn es eine Op-Möglichkeit gibt.

Ich habe diese erst versucht bevor ich der OP zugestimmt habe. Ich war damals 10 Tage im KH dafür. Hier stellte sich bei der Therapie heraus, dass mein ISG ebenfalls ziemlich bescheiden aussieht. Dadurch wurde am Ende der Schmerztherapie im KH erst das ISG angegangen mittels einer Denervierung und erst dann der BSV.

Für mich war das wichtigste einen Arzt zu haben dem ich vertrauen konnte. Wie erwähnt habe ich 5 Anläufe dafür benötigt. (das war übrigens auch etwas was hier nicht jeder verstehen konnte ;-) )

S@chmiadti7x0


Naja, aber Mellimaus hat schon insofern nicht ganz unrecht, als dass man erst alles Konservative ausschöpfen sollte und sich nicht voreilig zu einer OP entschließen sollte.

Ich persönlich würde durchaus erst eine Schmerztherapie versuchen. Bei meinem Vater ist die Bandscheiben OP nämlich schief gegangen. Auch das passiert leider...

M)ayfElowexr


Ich kenne niemanden, der sich vorschnell hat am Rücken (Wirbelsäule) operieren lassen. Die meisten Menschen haben -wohl instinktiv – ziemlich Respekt vor diesem Operationsgebiet.

Ich reite mein Leben lang. Unter Reitern sind Rückenoperationen leider nicht selten. Oft sind es Unfallfolgen (Stürze), manchmal aber auch -vielleicht sogar durchs Reiten selbst – beschleunigte degenerative Veränderungen.

Bei Unfällen hat man oft keine Wahl, es muss operiert werden. Bei Krankheitsbedingten Veränderungen kommt bei vielen irgendwann der Punkt, wo man konservativ therapeutisch und medikamentös austherapiert ist und/oder teilweise Arbeitsunfähigkeit/Invalidität ein Thema wird. Spätestens dann wird m.M.n. das Thema Operation eine letzte Option.

Jede Operation hat Risiken, das lässt sich nicht abstreiten und oft ist es auch nicht so, das man nach einer OP 100% schmerzfrei ist. Bei mir ist, wie bereits erwähnt, eine Spondylarthrose, welche sich durch die Höhenminderung des langjährigen BSV entwickelt hat, zurückgeblieben. Tut v.a. Morgens nach dem Aufstehen arthrosetypisch weh, aber damit kann ich leben, arbeiten, den Haushalt machen und reiten. Mein BSV hat mich in der Schlussphase in all diesen Bereichen lahmgelegt. Da war ich 46 Jahre alt und ich konnte mir schlicht nicht vorstellen, dass ich die nächsten 10-20 Jahre mit starken Schmerzmittel, Kortison und Opiatpflaster verbringen sollte. Die Operation war die Option für eine deutliche Verbesserung, mehr Lebensqualität und Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Diese Chance/dieses Risiko war es mir wert.

War übrigens die erste und bisher einzige Operation meines Lebens.

S<chKmiddtri70


Mein Beitrag war auch keinesfalls so gemeint, dass man sich auf gar keinen Fall operieren lassen sollte...Mir ist nur der Satz, eine OP einer möglichen Schmerztherapie vorzuziehen etwas aufgestoßen. Ich würde mich, wenn alles ausgeschöpft wäre und die OP die Alternative zu einem Leben voller Schmerzen wäre auch operieren lassen. Sicher mit einem schlechteren Gefühl als Andere, aber dennoch....

Alles Gute für alle Rückenkranken hier... @:)

C~hevyla(dy


Naja, aber Mellimaus hat schon insofern nicht ganz unrecht, als dass man erst alles Konservative ausschöpfen sollte und sich nicht voreilig zu einer OP entschließen sollte.

das ist auch unumstritten. Kommt jedoch immer darauf an, wie man etwas sagt. Nicht unbedingt jeder bei dem ein BSV diagnostiziert wurde hat sich schon damit beschäftigt und weiß was für Möglichkeiten es gibt. Man geht zu einem Arzt, vertraut dem und das war es.

Ich kann nur von mir selber reden – aber es ist nicht jeder gleich. Ich wußte schon einiges damit anzufangen als ich die Diagnose bekam, weil ich einen Mann habe, der schon seit über 10 Jahren darunter leidet. Ich kenne die zig Möglichkeiten der konservativen Therapien.

Ich kenne aber auch genug, die so eine Diagnose bekommen und denken: der Arzt wird schon Recht haben.

Ich bin z.B. auch erst in einem Krankenhaus zum Termin gewesen, wo sich 2 Bekannte von mir haben operieren lassen. Der Doc sah meine Bilder und meinte: OP. Wann wollen Sie? Als ich Ihn nach konservativen Möglichkeiten fragte meinte er: das bringt eh nie was und wir machen das hier auch nicht. Da war mir klar: der operiert mich mit Sicherheit nicht. Aber meine 2 Bekannten haben dem vertraut. Der einen davon geht es super. Sie hat seit Ihrer OP vor 3 Jahren nie mehr Rückenschmerzen gehabt. Der andere ist schon ein 2. Mal operiert worden. Ich bin in ein anderes Krankenhaus gegangen, welche sich auch mit Schmerztherapien auskennt. Ich habe auch eine Reha gemacht und gehofft die OP zu vermeiden. Ich wollte nicht unters Messer – aber ich wollte auch das hier nicht.

Da war ich 46 Jahre alt und ich konnte mir schlicht nicht vorstellen, dass ich die nächsten 10-20 Jahre mit starken Schmerzmittel, Kortison und Opiatpflaster verbringen sollte.

Ich war 45 bei der OP. ;-)

Für mich ist auch klar, dass ich durch meine Op (eben weil man 3/4 der Bandscheibe entnommen hat) eher ein Kandidat für Versteifung bin. Aber da versuche ich entgegenzuwirken und hoffe das ich mich erst in vielen Jahren damit beschäftigen muß.

Sbchmiodkti70


Ja, das ist wohl wahr, dass sich Viele gar nicht genau damit befassen, was geht und was nicht. Oder dem einen Arzt blind vertrauen....

Mein Vater hat sich leider auch sofort operieren lassen. War vielleicht ein Fehler. Vielleicht auch Pech, an den falschen Operateur geraten zu sein trotz renommierter orthopädischer Klinik...

Da kann man nur Jedem raten, sich umfassend zu informieren und nicht voreilig zu entscheiden...

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