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Erfahrungen - microfracturing

4<ndrWe'4s hat die Diskussion gestartet


Ich hab mir 15 bei einem unglücklichen Sportunfall Teile des Kniescheibenknorpels abgerissen. Bin jetzt 15 Jahre älter und an der Fehlstelle des Knorpels hat sich über die Jahre eine knöcherne Struktur gebildet.

Und letztes Jahr ist durch eine weitere Sportverletzung eine MPFL-OP dazugekommen. Der Bewegungsumfang

ist voll da, aber die Kniescheibe ist jetzt etwas straffer dran, was schon genügt, dass diese knöcherne Struktur

bei einigen Belastungssituationen Schmerzen bereitet. (auch vor der OP gingen einige Bewegungen nicht 100% schmerzfrei). Dieses Risiko wurde auch schon vor der OP besprochen, der Operateur wollte nicht während der MPFL OP auch noch an dieser knöchernen Struktur rumfräsen.

Jetzt ist die OP über ein Jahr her und mir stellt sich die Frage, ob ich mich nochmal operieren lassen soll. Hab mir eine Zweitmeinung eingeholt, der Arzt war von der Verknöcherung auch nicht unbedingt begeisert und konnte die Skepsis des Operateurs verstehen.

Ein wegfräsen und Microfracturing wären für ihn die einzige Option (wobei er gesagt hat, ich solle mal 1-2 Monate versuchen die MPFL Struktur aufzudehnen, vielleichts wirds besser, sonst kann man immernoch operieren).

Daher meine Frage an euch, wer hat das schon machen müssen und wie zufriedenstellend war das Ergebnis?

Antworten
S2ch3mi>dti-7x0


Ich habe nur bedingt eigene Erfahrungen. Bei mir hätte auch eine Mikrofrakturierung gemacht werden sollen...Leider ergab der Befund, dass das nicht mehr sinnvoll sei.

Da ich aber neben kritischen Stimmen auch schon Positives gehört habe, hätte ich das aber auf alle Fälle versucht....

Es ist eben eine lange Nachbehandlung durch die lange Entlastung, darüber muss man sich im Klaren sein...Dass im schlimmsten Fall der Erfolg gleich null sein kann. Und es ist eben ein weiterer Eingriff ins Gelenk...

Wenn Du damit leben könntest und 2 Empfehlungen für den Eingriff hast, würde ich es versuchen.... @:)

SPunfGlodwer_x73


Hatte 2x eine MF, 1x retropatellar und 1x im Gleitlager. Beide gescheitert, ebenso wie 2 Knorpeltransplantationen. Bin daher zurückhaltend bzgl. der Verfahren, aber als Fazit: Wenn mans ich den damit verbundenen beruflichen Ausfall (ist ja doch eine nicht unerhebliche Entlastungszeit) erlauben kann, ist es halt doch einen Versuch wert.

4fndr&ex4s


Wenn Du damit leben könntest und 2 Empfehlungen für den Eingriff hast, würde ich es versuchen....

Empfehlungen ist vielleicht etwas übertrieben, aber sämtliche Arten der Knorpeltransplantation kommen nicht in Frage, ist praktisch eine "wenn man was macht, dann das" Sache. Zeit zum Überlegen hab ich. Keiner der zwei ist heiß drauf, da rumzuoperieren, aber beide sehen, dass die Lage auch so nicht ideal ist.

Es geht auch darum, wenn die MF nicht funktioniert, zumindest einen kommenden Knorpelschaden auf dem Gleitlager zu verhindern, dieses schaut noch gut aus.

@ Sunflower,

kannst du mir sagen, wie lange du bei der retropatellaren MF ausgefallen bist? Ich bin mal von 6 Wochen Null-Belastung ausgegangen.

SBcOhm$id>ti70


Ich bin zwar nicht Sunflower, aber ich hätte generell bei der MF 6 Wochen nur mit geringer Teilbelastung laufen dürfen....Insofern hatte ich eingeplant, dass ich dann wohl eher in diesem Jahr nicht mehr arbeiten gegangen wäre. Meine ASK war am Montag.

Hängt ja auch von Deinem Job ab....

EqheSmaliigeWr Nutzer |(#325x731)


Mein Arzt macht zum Beispiel gar keine retropartellaren MF mehr, weil die Erfolgsaussichten zu gering sind und es in den allermeisten Fällen da nichts bringt ...

S$unflPower_x73


kannst du mir sagen, wie lange du bei der retropatellaren MF ausgefallen bist? Ich bin mal von 6 Wochen Null-Belastung ausgegangen.

Ich weiß es nicht mehr so genau, da ich im Prinzip ja 4 knorpelrekonstruierende Verfahren hatte (3x aber derselbe Operateur) und es ein wenig variierte.

Ich meine aber, dass es so 4-6 Wochen Nullbelastung waren und sehr limitierte Beugung (30 oder 60°). Und dann pro Woche 10 kg mehr und halt langsame Freigabe der Beugung. Mit Krücken war ich somit immer rd. 3 Monate unterwegs.

Ausfall war gering, hatte 3 der 4 OP's im Studium und bin nach 2 Wochen halt (sehr begrenzt, da am Ende des Studiums) in die Uni mitgenommen worden. Bei der letzen OP habe ich schon gearbeitet und war halt 3 Monate weg vom Fenster (offiziell, inoffizielle von zu Hause gearbeitet).

Hängt aber auch vom Job ab, volle Belastbarkeit (Sport etc.) soll ja eh erst nach 12-18 Monaten gegeben sein.

Und zu Mellimaus:

Auch meine Chirurgen geben retropatellar die Erfolgschancen nur noch mit 50% an. Machen es daher in dem Bereich eigentlich nur noch auf Wunsch und wenn ohnehin wg. was anderem eine Arthroskopie stattfindet.

4Hnd rex4s


Mein Arzt macht zum Beispiel gar keine retropartellaren MF mehr, weil die Erfolgsaussichten zu gering sind und es in den allermeisten Fällen da nichts bringt ...

Auch meine Chirurgen geben retropatellar die Erfolgschancen nur noch mit 50% an. Machen es daher in dem Bereich eigentlich nur noch auf Wunsch und wenn ohnehin wg. was anderem eine Arthroskopie stattfindet.

haha, da hör ich ja fast meine ärzte reden, begeisterung war dort auch nicht zu hören. zudem ist beschädigte bereich recht groß, was das risiko erhöht und die aussichten minimiert

ist eine recht blöde situation, so wie es jetzt ist, möchte ich es sehr ungern belassen. hab von dem Arzt bei dem ich mir die Zweitmeinung geholt hab noch eine Ärzteempfehlung bekommen, glaub 1x lass ichs mir noch anschauen und dann mal genau überlegen.

Ich mach an sich recht viel Sport und weiche momentan eben auf alles aus, was nicht weh tut bzw. das Knie bestenfalls leicht reizt. An Sachen wie Skifahren ode Skitourengehen ist auf jeden Fall nicht zu denken, schade, Falle schon die zweite Saison aus und Schneeschuhwandern ist definitiv kein adäquater Ersatz ;-)

S!unflotwer_x73


Ist aber eine kluge Entscheidung! ;-)

Meine Ausweg war letztlich die Knie-Totalendoprothese (da noch mehr Knorpel-Areale nach und nach zerfielen). Mit der lebe ich jetzt 10 Monate, Beugung in dem Bein bei nur 100°. Dafür scmerzfreies Laufen und Treppensteigen. Sport: Radfahren (wenn die Beugung an dem Tag reicht), schwimmen, ein wenig Gerätetraining. War früher auch sehr aktiv (okay, ist 16 Jahre her, bevor das Knie akut wurde) - und von den Sportarten (u.a. Tennis) geht jetzt nichts mehr. Okay, es ginge - aber mit 41 und dem Wissen um das begrenzte Leben der TEP bin ich lieber artig. ]:D

o=v[erlomrd_1


Vielleicht kann ich mal meine Erfahrung damit mitteilen. Es gibt jedoch 2 Unterschiede zu dir. Ich hatte keine Mikrofrakturierung sondern eine Osteochondrale Fraktur. Bei mir ist also die Knöcherne Lamelle mit "abgerissen", so das die Blutung von alleine eingetreten ist. Der zweite Unterschied ist, das mein Schaden an der medialen Femurkondyle (innere Oberschenkelrolle) liegt. Grösse ist etwa 1,5cm². Ich bin übrigens 30 Jahre alt.

Der Schaden ist beim Fussball passiert. Zusätzlich vorderes Kreuzband gerissen. Bei mir wurden 2 OP's durchgeführt. Bei der ersten wurde der Knorpelschaden behandelt und bei der 2ten das VKB ersetzt. Ich lief insgesamt 9 Wochen mit Nullbelastung herum. Ich hatte übrigens keine Motorschiene, habe es selber durchbewegt. Ist jetzt ziemlich genau 13 Monate her.

Also die Reha ist nix für ungeduldige! Es dauerte Monate nach dem mein rechtes "Streichholz" wieder ein Bein war ;-)

Aber ich habe mich rangekämpft und bin so sportlich wie nie! Natürlich nur Kniefreundliche Sportarten. Fahre jeden Monat mehrere Hundertkilometer Rennrad und gehe ins Fitnessstudio um die Muskulatur aufzubauen bzw. zu erhalten. Auch Dehnen ist wichtig!

Also im Grunde genommen bin ich im Alltag überhaupt nicht eingeschränkt. Aber man merkt schon ab und zu das dass Knie ne schwere Verletzung hatte bzw. hat.

Insgesamt war ich 4 Monate Krankgeschrieben, wenn alles in einer OP gemacht worden wäre, wäre es wahrscheinlich weniger gewesen. Ich bin Feuerwehrbeamter im Einsatzdienst. Habe aber erstmal nur die Schonposten bekommen. Bis ich dann nach eigenem Wunsch nach 7 1/2 Monaten post OP voll eingesetzt wurde. Auch Rettungsdienst.

Das Knie ist bis heute nicht einmal Dick oder so geworden. Ich hoffe der Zustand hält auch noch laaaaaaaaange an.

Habe mich in der Reha Zeit auch ziemlich reingelesen in das Thema. Die besten Ergebnisse erzielt man an den Femurkondylen, schon schlechter ist es dann an Patella und Gleitlager. Die schlechtesten Ergebnisse werden am Tibiakopf erreicht.

Mitllerweile gibt es Substanzen die man in den defekt einbringen kann um das ganze zu stabilisieren. zB. Chondrofiller. Sowas könnte gerade an der Patella von Vorteil sein.

Übrigens haben viele bekannte und erfolgreiche Sportler eine Mikrofrakturierung hinter sich.

Das wars, sorry das es so lang geworden ist........

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