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Atlas-Blockade... kann das wirklich der Grund sein?

C,ynic#a hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit Monaten geht es mir schlecht und die ganze Zeit bin ich davon ausgegangen, dass es mit meiner Schilddrüse zusammenhängt. Irgendwann habe ich beschlossen, den Ärzten zu glauben, dass diese nicht der Grund für meine Symptome sein kann und mich anderweitig umgeschaut. Und so bin ich letzte Woche beim Chiropraktiker gelandet.

Mein Problem: Von jetzt auf gleich während der Arbeit bekam ich Druck auf beiden Ohren, habe ganz komisch/ ungewohnt gesehen und einen Schwindel bei Bewegung gespürt. Außerdem fühlte ich mich komplett benommen, alles war unwirklich. Der Ohrendruck verschwand nach einigen Tagen, dafür stellte ich hohen Blutdruck fest. Alles habe ich jetzt seit 3 Monaten permanent, der BD wird mit Betablockern behandelt.

Damit der Beitrag nicht zu lang wird, erspare ich euch die ganze Arztmarathongeschichte. Es wurde quasi alles ausgeschlossen. Eine Augenärztin bemerkte, dass ich nie gerade nach vorne gucke mit meinem Kopf, Wochen später griff ich nach diesem Strohhalm.

Letzten Donnerstag schaute sich also ein Arzt/ Chirotherapeut (in meiner Ecke hier wird er von anderen Ärzten immer empfohlen, wenn was ausgerenkt o.Ä. ist) meine HWS an. Er stellte fest, dass mein Kopf nach rechts blockiert und fühlte auch irgendwas. Er ging von einer Atlaswirbel-Blockade aus und überwies mich für ein Röntgenbild weiter. Mit diesem Bild gehe ich jetzt Donnerstag wieder hin. Dann will er es sich anschauen und ggf. die Blockade lösen. Laut ihm KÖNNEN meine Symptome daher kommen, müssen sie aber nicht.

Im Netz scheint eine Atlasblockade momentan ja fast schon gehypet zu werden... ich finde viele Beiträge von Leuten, die sicher sind, dass alle ihre Probleme daher kommen und Therapeuten, die das genauso sehen.

- Aber gibt es jnd, dessen Symptome nach dem Blockadenlösen WIRKLICH verschwanden? Schwindel/ Benommenheit?

Mittlerweile gehe ich auch wieder zum Therapeuten, bei dem ich vor Jahren mal war. Natürlich gehen die meisten Ärzte von psych. Problemen aus. Und nach den furchtbaren letzten Monaten habe ich die auch spätestens jetzt wirklich wieder (Angstprobleme).

Die Symptome kamen allerdings so plötzlich und stark und in einer so glücklichen und erfolgreichen Lebensphase, dass ich mir die längste Zeit absolut sicher war, dass es körperlich ist. Mittlerweile zweifel ich jedoch schon an mir selbst.

Ich versuche es zwar zu unterdrücken, aber ich habe schon Hoffnung, dass das Blockadelösen etwas verändert. Der Arzt sagte, er kann mir nur versprechen, dass er meinen Kopf wieder gerade machen kann, den Rest leider nicht - auch, wenn da vieles möglich ist.

Kennt ihr jnd, bei dem eine Atlasblockade definitiv das Problem war und konnte es dann einfach behoben werden??

Liebe Grüße, Cynica

Antworten
D0eccembxer80


Aber gibt es jnd, dessen Symptome nach dem Blockadenlösen WIRKLICH verschwanden? Schwindel/ Benommenheit?

Ja, die gibt es. Bin jetzt kein sehr gutes Beispiel, weil meine HWS instabil ist und ich dadurch ständig Blockaden in den Kopfgelenken habe - aber mir eine spezielle Atlastherapie zumindest insofern geholfen, dass ich wusste, dass meine Probleme (Schwindel, Sehstörungen, Benommenheit, Hoher Puls, Schmerzen etc) da ihren Ursprung haben. Denn nach der Korrektur war ich das erste Mal nach 2 Jahren fast beschwerdefrei.

Versuch macht kluch in diesem Fall. Pass nur auf, dass du nicht irgendwen an deine HWS lässt. Da kann man unheimlich viel kaputt machen und verschlimmern.

Die Psyche ist bei der Geschichte nicht außer Acht zu lassen. Die Symptome führen unweigerlich zu Angst und Angst führt wiederum zu einer erhöhten Anspannung. Teufelskreis sozusagen.

Hattest du bevor die Probleme los gingen evtl einen Unfall? Oder hast du über Kopf gearbeitet oder dich gestoßen? Ich hab mir den Atlas ganz am Anfang meiner Geschichte beim heftigen Headbangen (ja, auch Mädchen sind so doof) rausgeschossen...

Cvynicxa


Hallo liebe December,

erstmal danke für deine Antwort!!

Ist ja toll, sowas zu lesen! Ich merke, wie die Hoffnung in mir immer größer wird. Eigentlich wollte ich das ja vermeiden, um nicht ggf. zu tief zu fallen, wenn es doch nicht besser werden sollte.

Ich hatte weder einen Unfall, noch habe ich sonst etwas Ungewöhnliches gemacht. Ich hatte zwar seit über einem halben Jahr schon Schmerzen in der Schulter auf derselben Seite und mein Muskel ist da auch ganz hart, aber das habe ich beim Arzt nichtmal erwähnt, weil das für mich normale Belastungsschmerzen waren. Aber an der eigentlichen Stelle oben am Kopf spüre ich gar nichts. Auch, dass ich meinen Kopf im gebeugten Zustand nicht so weit zu der Seite drehen kann, ist mir bis zu dem Arzttermin nicht aufgefallen. Oder, dass ich nicht meinen Kopf nicht gerade halte, wenn ich es soll/ selber denke. Wie gesagt... ich wollte nur meinen Haken dahinter machen und ging davon aus, dass alles in dem Bereich ok ist.

Ob der Arzt nun nicht "irgendwer" ist, ist natürlich schwer zu beurteilen. Ich gehe zu ihm, weil meine Hausärztin, die ich schon lange auch privat ein wenig kenne, mich vor Jahren schonmal zu ihm geschickt hat, als ich mir eine Art Hexenschuss geholt hatte. Da meinte sie, dass das der einzige Arzt im Umkreis ist, zu dem sie selbst mit Einrenkungen gehen würde und dem sie da voll vertraut. Auch andere Bekannte, unter anderem meine Physiotherapie-Freundin, empfehlen ihn immer bei solchen Angelegenheiten. Damals habe ich vom Rücken Einrenken NICHTS gespürt. Er ist an mir rumgeturnt und hat gedrückt und gezogen und es gab weder einen Schmerz noch ein Knacken. Aber danach waren meine Knie wieder auf derselben Höhe, ich hatte keine Schmerzen mehr und war vollkommen perplex ;-D

Ich fand es auch gut, dass er letzte Woche nach seiner Diagnose gesagt hat, dass er ohne Röntgenbild am Kopf gar nichts macht und ich deshalb leider nochmal wieder kommen muss, weil ihm das sonst zu riskant ist und er nichts kaputt machen will.

Mein Gefühl sagt, dass meine Angstproblematik erst kam, nachdem ich schon 2-3 Wochen diesen mit diesem furchtbaren Schwindel/ der Benommenheit/ dem hohen Blutdruck zu Hause gesessen hatte. Ich habe immer mehr Angst bekommen, dass das nie mehr weg geht und ich damit verrückt werde. Auch mein Freund erinnert mich immer wieder daran, dass ich in der ersten Zeit damit und auch in den Monaten vorher gar nicht ängstlich war.

Die Symptome haben sich null verändert. Nicht durch das Absetzen meiner Schilddrüsenmedikamente, nicht durch das wieder Einstellen, das jetzt läuft, nicht durch das Absetzen der Pille...

Es hilft alles nichts. Ich muss bis übermorgen Nachmittag abwarten und es gegebenenfalls aushalten, wenn sich nichts tut.

Wie war es denn bei dir? Musst du jetzt regelmäßig deine Blockaden lösen lassen? Hilft es dir dann jeden Mal? Und ist es "normal", dass sowas dann immer wieder kommt? Wieso eine "spezielle Atlastherapie"? Kann es sein, dass ein Arzt/Chirotherapeut/ Chiropraktiker trotz langer Erfahrung das gar nicht richten kann? Oder nicht mal eben schnell mit einem Mal? Und wenn er die Blockade doch lösen kann: Fällt das Ganze dann mit einem Mal ab, oder sollte ich eher damit rechnen, dass es in den folgenden Tagen langsam besser wird?

Liebe Grüße, Cynica @:)

Tziefs~ter H(immxel


Hallo Cynica *:)

Ich kenne deine Situation sehr gut, da ich ebenso gerade mittendrin stecke.

Von der langen Geschichte eine kurze Zusammenfassung:

Es scheint, als würde mein Problem mit den Kiefergelenken - welches seit Einsetzen der festen Zahnspange schlimmer wurde - den Atlas sehr ungünstig beeinflussen. Vermutlich gab es davor schon Probleme; außerdem habe ich eine Wirbelsäulenverkrümmung und eine starke Streckfehlstellung der HWS.

Alle Bildgebungen waren - bis auf die Verkrümmungszeichen - unauffällig. Zu tasten gibts mächtige Verspannungen/Verhärtungen der Muskeln.

Nachdem ich es Leid war mir anzuhören, es käme alles nur von der Psyche bin ich zu einem Arzt, der auf Patienten mit Wirbelsäulenverkrümmungen und auch Verletzungen spezialisiert ist und mit Neurochirurgen und Neurologen zusammenarbeitet.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch eine Funktionsdiagnostik machen soll - denn ohne sei so eine Instabilität der Kopfgelenke wohl kaum auf Bildgebung "einzufangen" - aber ich höre auch ständig Sachen wie "Ja, das könnte davon kommen" "Ja, das Kiefergelenk kann dies auslösen", "Ja, das Kiefer kann den Atlas beeinflussen" etc. ...

Schwindel, Benommenheit, Sehstörungen wie Doppelbilder, Visus-Störungen, Verschwommen-Sehen, Kopfschmerzen, Kopfbrennen und Kopfdruck, Rauschen in den Ohren, Schmerzen, taube und kribbelnde Stellen, usw. ... Die Liste ist lang, und geht von Kopf bis Zehenspitze.

Ich werde, nachdem die Spange raus is - und ich hoffe, das ist bald! - auf Atlantotec setzen ... das ist noch die Methode, mit der ich mich am ehesten anfreunden konnte.

Allerdings bewirkt meine Skoliose einen Schiefstand der Schulter, des Beckens und des rechten Fusses um je 0,5 cm ... eigentlich "fast nichts" - aber genug um zu sagen, dass das, solange es nicht ebenfalls behoben wird, den Atlas / oder was auch immer an der HWS/der restlichen Wirbelsäule so Probleme auslöst, immer wieder beinflussen kann/wird.

Damit will ich sagen: Wenn du Probleme mit der HWS hast, und du eventuell auch eine schlechte Haltung an den Tag legst/schief stehst, dann löst du mit dem Eingriff an einer Stelle nicht unbedingt alle Baustellen, außer sie kommen von dort. (was im Günstigen Fall so ist, aber nicht immer wirklich von dort stammt.) Ich nehme aber an, das weiß der Arzt, zu dem man dich geschickt hat?!

Hast du auch irgendwas mit dem Kiefer oder ebenfalls eine schlechte Haltung/Skoliose? Würde mich interessieren - denn ich weiß langsam nicht mehr, was ich von meinem Leiden so halten soll ;-) Ich glaube auch, ich werde verrückt. (noch mehr, als ohnehin schon :P ..)

Übrigens, wie hier schon richtig erwähnt - die Angstproblematik ist bei HWSlern ein typisches Begleitsyndrom. Kein Wunder ... ;-)

Alles Gute @:) *:)

Dnecembxer80


Hallo Cynica,

nein, normal ist es nicht, dass Blockaden immer wieder kommen. So genau weiß ich bis heute nicht, was mein Problem ist - man geht aber davon aus, dass meine Bänder durch einige Unfälle in der Vergangenheit ausgeleiert sind (ganz laienhaft ausgedrückt). Ich habe die Blockaden im letzten Jahr sehr oft lösen lassen, sie waren aber nach kürzester Zeit wieder da. Insofern war und bin ich nie beschwerdefrei. Das einzige, was mir ein paar Tage Erleichterung gebracht hat, war die von Tiefster Himmel erwähnte Korrektur bei Atlantotec. Hat aber auch nur beim ersten Mal funktioniert - ich war insgesamt 3 Mal da. Aber wie gesagt - ich bin ein spezieller Fall, es kann gut sein, dass bei dir eine Behandlung ausreicht. Kommt auch drauf an, wie es um deine Muskulatur bestellt ist. Meine ist mittlerweile durch die jahrelange Fehlstellung so verkrampft, dass Wirbel einfach aus der Position gezogen werden. Habe die Probleme auch an der BWS.

Und ja, es kann sein, dass ein Therapeut den Atlas nicht korrekt mobilisiert. Ist mir auch schon passiert. Nicht jeder hat da das richtige Fingerspitzengefühl. Aber wenn dir dieser Arzt von mehreren empfohlen wurde, dann muss er ja schon was drauf haben. Will nur sagen - gib nicht auf, falls sich keine Besserung einstellt. Meiner Erfahrung nach ist das klassische Einrenken (also das "knacksen") nicht unbedingt die beste Variante. Die Muskukatur und das Gewebe sind - besonders nach ner lange andauernden Fehlstellung - gar nicht so schnell in der Lage die neue Position einzunehmen.

Und erwarte keine sofortigen Wunder - nach meiner Atlantotec Behandlung dauerte es 14 Tage, bevor es besser wurde. Massagen können da helfen.

Der Hinweis mit den Kiefergelenken ist gut. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Kiefer und den Kopfgelenken. Zähneknirschen oder -pressen hat z.B. massive Auswirkungen auf die Wirbelsäule. Wäre evtl auch noch ne Idee, da mal zu forschen. Ein guter Zahnarzt (sollte auf CMD spezialisiert sein) kann relativ schnell fest stellen, ob du nachts knirscht oder presst. Sollte es so sein, könnte eine Schiene Abhilfe schaffen.

Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir wirklich "nur" eine Atlasblockade ist, die einmal gelöst werden muss. Um dem zukünftig vorzubeugen, solltest du mit nem moderaten Training die Nackenmuskulatur trainieren. Sehr geeignet sind isometrische Übungen - Google einfach mal.

Wenn du noch Fragen hast - jederzeit gerne.

C+ynixca


Danke für eure Antworten,

es tut mir wirklich leid zu hören, welche Probleme ihr in dem Bereich habt. Ich hatte gedacht, dass es dort viel leichter sein müsste zu helfen, weil man doch an Röntgenbildern etc. eigentlich alles nachweisen kann?! Scheint wohl nicht so zu sein, bzw. nicht automatisch Hilfe zu bedeuten. :(

Ich war in meinem ganzen Leben noch nie bei einem Orthopäden oder Ähnlichem. Ob ich eine Fehlhaltung habe, oder ob mein Kiefer auch Ärger macht, weiß ich nicht. Zumindest wäre es mir nie aufgefallen und es hätte mich auch noch niemand darauf aufmerksam gemacht.

Ich hab' wirklich keinen Bock mehr. Seit 3 Monaten bin ich nun krank geschrieben, kann kein Auto fahren usw. Ich will mein Leben zurück. Aber ich befürchte, dass es nicht nach 3 Monaten morgen mit ein paar Handgriffen erledigt sein wird.

LG, Cynica

C#ynIica


Übrigens hat mein Therapeut mir Stunden bei einer Osteopathin verschrieben. Nächste Woche Montag habe ich da den ersten Termin. Ich habe keine Ahnung, was da auf mich zukommt. Ich hoffe, dass die Dame nicht einfach an meiner HWS "rummacht" - ehrlich gesagt ist mir schon etwas mulmig, wenn die behandelnde Person kein Arzt ist. Obwohl ich genug Erfahrung gesammelt habe um zu wissen, dass auch der Titel Arzt nicht unbedingt für Fähigkeit steht. ;-)

LG!

DQeZcemb2er8z0


Hallo Cynica,

ich hab mit Osteopathen sehr gute Erfahrungen gemacht. Lasse sonst niemanden an meine HWS. Osteopathen arbeiten sehr sanft und ganzheitlich. So können auch andere Störfelder aufgedeckt werden.

Wirbelblockaden sieht man übrigens kaum auf Röntgenbildern. Das hat ja das Gemeine an dieser Problematik - man hat die schlimmsten Symptome und der Orthopäde schaut sich das Röntgenbild oder MRT an und sagt: is nix kaputt, Sie haben nix. Ich könnte dir Geschichten erzählen...aber lassen wir das ;-)

Trotzdem ist es sehr wichtig vor einer Manipulation Bilder anzufertigen. Sollten Schäden an den Wirbeln vorliegen, könnte eine Manipulation ganz viel zerstören.

Insofern kannste schon froh sein so einen Orthopäden zu haben. Ich brauchte 5 bevor überhaupt mal einer die Atlasblockade fest gestellt hat. Und ich konnte den Kopf nur noch schlecht nach rechts drehen...

CSy\nica


Weil ich bisher im Netz fast nur Einträge von Leuten gefunden hatte, die sich wegen einer vermuteten Atlasblockade behandeln lassen wollten, dann aber seitdem nicht mehr geschrieben haben (hoffentlich, weil es ihnen zu gut ging um dran zu denken), möchte ich jetzt auch den weiteren Verlauf hier festhalten.

Heute um ca. 17 Uhr war ich also beim Arzt, der auch eine Chiropraktiker-Ausbildung hat. Wir haben uns meine beiden Röntgenbilder angesehen und er sah seine Vermutung mit der Atlasblockade bestätigt. Sorry für fehlende Fachkenntnisse: Der "Zapfen" der zweiten Wirbels (Axis) befindet sich auf dem Bild quasi zwischen dem ersten Wirbel (Atlas). Man konnte deutlich sehen, dass dieser Zapfen viel weiter links war und nicht mittig. Beim Röntgenbild von der Seite sagte er, dass man gut sieht, dass die Wirbelsäule ganz gerade ist - man könne ein Lineal dranhalten - und ich antwortete: "Wow, das ist doch super!" ;-D War es nicht. Eigentlich sollte sie wohl geschwungen sein.

Dann die Behandlung. Ich war tierisch nervös (BD 145/100 bevor der Arzt kam), aber es tat NICHT weh. Er stand hinter mir und irgendwie lag mein Kopf so komisch in seiner Hand/ seinem Arm. Ich sollte locker lassen, er hat rumgebogen und dann sollte ich tief einatmen und es hat innerhalb von nur einer Sekunde ca. 4 mal dumpf geknackt. Allerdings ziemlich leise, ich hatte mit viel Schlimmerem gerechnet!

Dann hat er direkt noch meine Schultern abgetastet und mich mit einem Griff da auch noch komplett durchgebogen - davon habe ich eigentlich nichts gemerkt, außer dass ich seitdem irgendwie "angenehmer" atmen kann.

Direkt danach fiel entweder soviel Anspannung von mir ab, oder die Behandlung hat das ausgelöst. Auf jeden Fall wurde mir kurz schwarz vor den Augen und ich habe mich nochmal auf die Liege gelegt, wo ich liegen bleiben sollte, solange ich wollte.

Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob es mir viel besser/ wieder gut geht. Auf jeden Fall fühle ich mich "anders" in meinem Körper und ich würde jetzt schon sagen, dass die Benommenheit, die ich vorher hatte, nicht mehr so schlimm ist. Schwindel kam immer erst, wenn ich mich mehr bewegt habe. Das werde ich morgen austesten. Ich bin schlagartig sehr müde geworden (was ich seit 3 Monaten nun eigentlich nur noch spät abends hatte, ansonsten war ich IMMER nervös und unruhig.), als ich wieder zu Hause war und mein Kreislauf ist jetzt etwas wackelig. Es hat sich auf jeden Fall was verändert. Meine Ohren hören auch etwas anders. Manchmal kommt und geht leichter Druck. Das macht mir Hoffnung, denn als alles vor 3 Monaten losging, begann es auf einen Schlag mit Ohrendruck und Schwindel - es könnte also tatsächlich mindestens der richtige Hebel sein, der da jetzt bewegt wurde. Ob nun komplett in die richtige Richtung, wird sich noch zeigen.

Der Arzt prüfte nach dem Renken die Beweglichkeit und die ist auf jeden Fall wieder gegeben. Seinen Worten nach kann mein Kopf jetzt wieder "frei schwingen"... und vorher ging das wohl nicht mehr. Klingt für mich irgendwie als Erklärung für Schwindel und für ein "ungewohntes Sehgefühl" nicht unlogisch.

In den nächsten Tagen wird sich wohl zeigen, ob das Unwirklichkeitsgefühl tatsächlich weg ist. Ob mein hoher Blutdruck in irgendeinem Zusammenhang damit stand, ob der Schwindel sich verabschiedet (hat) usw.

Die Angst habe ich, nachdem ich sie vor Jahren mit Hilfe einer Therapie und ohne Medikamente so toll besiegt hatte, wieder im Nacken sitzen. Die letzten Monate ist sie durch das Zuhausesitzen und den Schwindel immer größer geworden. Ich habe mir FEST vorgenommen, dass ich mich noch mindestens einige Monate therapeutisch begleiten lasse um diesen Mist jetzt, mein wieder mal verlorenes Vertrauen in meinen Körper, aufzuarbeiten. Auch FALLS es mir in einigen Tagen körperlich wieder besser gehen sollte. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann brauche ich die Therapie sowieso umso mehr. Und zur Osteopathin werde ich am Montag auch wie geplant so oder so gehen.

Und jetzt noch ein bisschen abwarten und ab morgen ausprobieren, wie sich alles jetzt in meinem Körper so anfühlt. Ich habe wirklich Schiss davor zu merken, dass sich evtl. nicht viel geändert hat.

Bis später, Cynica

DGecembFerx80


Hallo Cynica,

schön, dass du dich nochmal gemeldet hast.

Wie geht es dir denn jetzt?

srunflxy3


Hallo zusammen,

bereits in einem anderen Forum, das dieses Thema behandelt, habe ich etwas geschrieben.

Aufgrund heftigster Schwindelattacken (über Stunden mit mehrfachem Übergeben) habe ich (vor ca. 8 Jahren) einen Ärztemarathon hinter mir. Alle Befunde natürlich völlig unauffällig. Also Verweis auf die Psychoschiene, was ich nicht akzeptieren konnte.

Über einen Beitrag bei med1 fand ich den Hinweis, daß ein Chiropraktiker helfen könne.

Bei mir war dies tatsächlich so. Die Schwindelattacken, die mir über viele Jahre sehr viel an Lebensqualität nahmen, sind seit Jahren verschwunden. Kann jetzt all das tun, was damals unmöglich war: Fahrrad- und Motorrad fahren, große Wanderungen, Gleitschirm fliegen, etc.

Eine Atlasblockade bewirkt, daß ein wichtiges Blutgefäß, das das Mittelohr mit Blut versorgt, gequetscht wird. Dadurch wird das Gleichgewichtsorgan des einen Ohres mit zu wenig Blut versorgt, was zur Folge hat, daß das Gehirn vom anderen Ohr andere Werte erhält - und somit Schwindel "produziert". War zumindest bei mir der Fall.

Nicht verschwunden, aber deutlich geringer ist mein Tinnitus.

Raots9chop"f2


@ sunfly

Freut mich, dass dir geholfen wurde. Bei mir war es auch so.

@ alle

Hier wurde nach Chiropraktikern in Bayern gefragt. Es gibt einen Verband, der eine Mitgliederliste auf der Homepage hat:

[[http://www.chiropraktik-bund.de/chiropraktiker_8.php]]

Ich dachte, das könnte hilfreich sein.

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