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Möchte lieber Beinprothese

MVartqinExvil


Denke schon das das mit einer Prothese gehen sollte. Kann auch Laserschweißen (im sitzen) und so

p^elzztier.8x6


ich weiß nicht, wie stark deine Schmerzen sind bzw generell bei Arthrose. dennoch weiß ich eins: eine Amputation birgt immer das Risiko von Durchblutungsstörungen und vor allem Nervenschmerzen (=Phantomschmerz). Orthopädisch verusachte Schmerzen können sicher auch sehr schmerzhaft sein; allerdings ist es weithin bekannt, dass Nervenschmerzen die am schlimmsten und schwierigsten zu behandelnden Schmerzen überhaupt sind.

ich würde dieses Risiko nicht eingehen wollen, zumal ich bezweifle, dass das ein Arzt machen würde, wenn medizinisch gesehen die Möglichkeit mit Ops besteht, die Arthrose geeigneter zu behandeln (und dich auf diese Art und Weise (fast) schmerzfrei werden zu lassen)

p*elzLtieer8x6


die Frage, ob Amputation in einem speziellen Fall nicht die bessere Alternative ist, finde ich im ürbigen durchaus legitim und sollte kein Tabu sein oder einen Aufschrei "der ist doch verrückt" nach sich ziehen.

Nur sollte eine gewisse Verhältnismäßigkeit schon gewahrt bleiben.

Es gibt allerdings tatsächlich Fälle, in denen eine Amputation die höhere Lebensqualität bedeutet.

MGarti`nE:vil


Ja, hab mich in diese Richtung schon erkundigt und finde mit einer modernen Prothese ist man einfach besser drann.

Sicherlich auch in beruflicher Hinsicht.

Ich muss sowieso nochmal ins KH ( hier ist da auch der Orthopäde mit drinn ) weil ich trotz starker Medis eine Bewegung nicht mehr wirklich ertrage.

Da werd ich mich vielleicht mal in dieser Richtung erkundigen.

Ich würde gern wieder etwas aktiver leben.

pJelzFti_erx86


ich würde dieses Risiko nicht eingehen wollen

will meinen "ich würde das Risiko in deinem Fall nicht eingehen wollen. dabei habe ich mich auch schon mit dem Thema beschäftigt, allerdings wegen einer anderen und (medizinisch) nicht mehr behandelbaren Erkrankungen.

m(usicusx_65


hab mich in diese Richtung schon erkundigt und finde mit einer modernen Prothese ist man einfach besser dran.

Bei Dir hat, wenn ich die bisherigen Beiträge richtig deute, weder eine richtig gründliche Diagnostik noch eine eingehende Beratung durch ärztliche Spezialisten (ggfs. mehrere) stattgefunden. Da sehe ich schon die Gefahr, daß Du mit Deiner Einschätzung falsch liegst...

Auch stellt sich die Frage, ob die Krankenkasse eine Oberschenkelamputation mit allen Folgekosten (Prothese, aufwendige Reha-Maßnahmen usw.) zahlt, wenn es dafür keine klare - um nicht zu sagen zwingende - medizinische Indikation gibt.

E@hemaLlivge=r gNutzRer (#3$939x10)


wobei ja auch bei einer Oberschenkelamputation immernoch die noch nicht diagnostizierte, aber vom Patienten angenommene kaputte Hüfte bleibt. Die kann man nicht durch eine Prothese ersetzen.

TE,

Du denkst zwar, dass eine Prothese besser für Dich ist, aber hast Du Dich auch mal mit MEHREREN Prothesenträgern unterhalten?

S5chmidxti70


Ich denke auch, Du solltest erst mal die komplette Diagnostik abwarten und Dich vielleicht erst mal mit Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose befassen, bevor Du Dich schon intensiv mit einer kompletten Beinprothese befasst...

Und ohne Prothesenträger persönlich zu kennen: ich glaube, das stellst Du Dir auch zu einfach vor...

Alles Gute für Dich! @:)

R7ut


Las Dich beraten. Ein MRT zeigt auch nicht mehr als eine Röntgenaufnahme.

Mein Befund 1997: Arthrose re Knie, Knochenglatze 4. Grades, Achsfehlstellung,

Das vorgeschlagene künstl. Kniegelenk lehnte ich ab, entschied mich für eine Mikrofakturierung und eine Osteotomie.

2003 wurde ein operativer Eingriff am Sprunggelenk vorgenommen (Arthrose). Danach wieder schmerzfrei.

Bis jetzt bin ich schmerzfrei. Ich habe immer viel Sport getrieben, 25 Jahre Yoga, 20 Jahre gejoggt bis 1997, danach Gymnastik und stramme Spaziergänge bis zu 17 km - ich bin 78.

Also Kopf hoch und alles Gute

G]arIoJux78


@ MartinEvil

Hallo,

ich kann Deine Denkweise teilweise verstehen: Denn ich bekam 2002 ein künstliches Kniegelenk (Knie-TEP) und fing dabei eine nicht heilbare Knocheninfektion ein! Trotz mehrfacher Nachoperationen, wurde mir im Sommer 2008 das linke Bein hoch oberschenkelamputiert.

Allerdings muss ich sagen, dass Du Dir das ganze sehr einfach vorstellst. Denn ein nicht zu verachtender Faktor ist, dass Du Phantomschmerzen bekommen kannst. Und jeder der vor der Amputation schon vorher Schmerzen hatte, hat auch ein großes Risiko für Phantomschmerzen nach der Amputation.

Ich habe massive Phantomschmerzen und wünsche diese Schmerzen nicht einmal meinem schlimmsten Feind. Anfühlen tuen sich die Schmerzen, als ob jemand Deinen Fuß mehrfach um 360° verdreht, zusätzlich steht der Fuß in flüssigem Feuer und am laufenden Band bohrt jemand mit einem spitzen Messer im Fuß herum. Diese Schmerzen habe ich seit 7 Jahren nahezu jeden Tag und ich fühle die Schmerzen so real, als ob es wirklich geschehen würde!

Bevor ich Opiate dagegen bekam, waren die Schmerzen so stark, dass ich geschrieen habe vor Schmerzen. Mehrfach war damals auch der Notarzt bei mir, um mir entsprechende Mittel zu spritzen.

Es gibt zwar viele Prothesen, aber es bei weitem nicht sicher, dass Du auch wirklich eine Spitzenprothese bekommst. So sind z.B. für elektronische Prothesen (z.B. C-Leg von Otto Bock) die Hürden sehr hoch.

Des Weiteren kann es auch durchaus sein, dass es durch das Tragen der Prothese zu Druckstellen und so weiter kommen kann.

Es kann auch sein, dass Du diverse Probleme nach der Amputation hast und für längere Zeit oder auch überhaupt nicht mit einer Prothese versorgt werden kannst. Auch musst Du zum tragen einer Prothese in der Regel einen Liner (eine Art Gummistrumpf) tragen. Unter dem Wird es immer Sommer schön heiß und DU schwitzt stark darin. Das gibt immer so ein schönes schmatzendes Geräusch beim Gehen.

Du benötigst unter Umständen einen KFZ-Umbau, wenn das rechte Bein betroffen bist. Wenn es links ist, bekommst Du einen Führerscheineintrag, dass Du ausschließlich nur Automatik fahren darfst.

Des Weiteren kannst DU nicht immer eine Prothese tragen. Somit benötigst Du u.U. auch einen Rollstuhl für die Tage, an denen Du nicht eine Prothese tragen kannst.

Außerdem lässt sich eine Amputation nicht mehr "zurückdrehen."

Ich könnte die Liste hier nahezu beliebig lange fortführen. Denn eine Amputation ist ein Eingriff, der Dein ganzes Leben komplett verändert und zum Teil auch massive Änderungen mit sich bringt. Ich würde z.B. alles dafür geben, wenn ich heute noch mein künstliches Kniegelenk haben würde!

Diese Ärzte mögen Deinen Wunsch vielleicht verstehen, aber solange Du keine massivsten Probleme hast, wird KEIN Arzt Dir ein Bein amputieren. Denn die Einschränkungen danach sind nicht ganz unerheblich.

Glaub mir, wenn Dein Knie am Ende richtig kaputt ist, bist Du mit einem künstlichen Kniegelenk (Knie-TEP) tausendmal besser bedient!

GcaHrou7x8


Auch stellt sich die Frage, ob die Krankenkasse eine Oberschenkelamputation mit allen Folgekosten (Prothese, aufwendige Reha-Maßnahmen usw.) zahlt, wenn es dafür keine klare - um nicht zu sagen zwingende - medizinische Indikation gibt.

musicus_65

Was musicus_65 schrieb ist nicht ganz abwegig! Denn es gibt eine Gruppe Menschen in Deutschland die unter BIID leiden und unbedingt eine Amputation haben wollen. Nicht falsch verstehen, ich mache Dir nicht dieses Vorwurf. Aber wenn Du eine Amputation hattest und Leistungen wie Rollstuhl oder Prothese von der Krankenkasse benötigst, dann möchte der MdK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse) auch den Krankenhausentlassungsbericht sehen, aus dem sichtlich ergehen muss, warum Dein Bein amputiert wurde. Wenn es keinen ehrlichen ersichtlichen Grund gibt, warum Dir das Bein abgenommen wurde, dann kann es durchaus zu Problemen mit der Krankenkasse und letztendlich dann auch mit der Versorgung kommen. Sprich eine Ablehnung jeglicher Versorgung im Rahmen der Amputation!

Ich selber bin ehemaliger Sachbearbeiter (gelernter Sozialversicherungsfachangestellter) bei einer Krankenkasse im Hilfsmittelbereich gewesen und habe solch einen Fall auch in der Realität erlebt. Wir (als Krankenkasse) haben damals jegliche Versorgung abgelehnt und das ganze auch auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen. Selbst wenn der Patient/Versicherte am Ende gewinnen würde, hat er viele Jahre vor sich, wo es zu keinerlei Versorgung mit allen Problemen und Erkrankungen im Rahmen der Amputation kommt. Und man kann sicher sein, die Krankenkasse wird durch alle Instanzen klagen, denn im Gegensatz zum Versicherten/Patient hat die Krankenkasse das Geld für einen sehr langen Gerichtsprozess.

ARlcantpara27x7


Ich habe ein Sprunggelenk das viermal operiert wurde und mittlerweile Arthrose darin. Mit meinen beiden Knien habe ich da ebenfalls Beschwerden. Ich leide unter anderem an einer Hüftdysplasie und Spondylarthrose.

Momentan mache ich durch drei Knie OPs am rechten Knie innert 4 Monaten eine Odysee durch.

Manchmal würde ich gerne alles abschrauben können was nicht funktioniert. Kann deinen Gedankenansatz also gut verstehen..

Aber hey.. ne Amputation ist nicht die Lösung. Das heilt dich nicht vom Schmerz. Im Gegenteil!

Ich war bei einem guten Schmerztherapeuten. Der hat mich was Hüfte und Rücken anbelangt sehr gut schmerzfrei machen können. Leider wohne ich 500 km weit weg von ihm, sonst hätte ich ihn längst wegen meiner anderen Beschwerden besucht.

Ich weiss.. sowas kann einen zermürben. Aber weg ist weg. Würde mich doch eher mal an ne Liste guter Orthopäden und Schmerztherpeuten machen, bevor ich sowas radikales in Erwägung ziehen würde.

Noch dazu, wie von den Vorrednern gesagt, ist das versicherungstechnisch ein heikles Thema...

azgneNs


Da Gicht ein Stoffwechselproblem ist, bräuchtest Du eine Ganzkörpertransplantation. Was nimmst Du an Medikamenten? Gewicht ok? Ernährung?

awgne9s


Sorry, falscher Faden.

Trotzdem, eine Amputation sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Mmart]inEvixl


Naja, ich finde es auf jeden Fall nicht verwunderlich das man anhand der Schmerzen (trotz tilidin) solche radikalen Schritte in Erwägung zieht.

Beim Sprunggelenk ist das ja nicht umsonst gängige Praxis.

Kann gar nicht verstehen das sich das jetzt so schnell verschlechtert.

Ist den vor allem wenn auch noch ein Fahrradsturz samt vermutlichen Meniskusschaden mitspielt ein vorübergehendes Ruhigstellen wirklich kontraproduktiv?

Ich halte die Schmerzen trotz Teilbelastung und Krücken beinahe nicht mehr aus.

Körpergewicht is 68kg auf 1,75.

LG Martin

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