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Rückenschmerzen im Bws seit einem halben Jahr

TEyrasx44x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon bereits seit einem halben Jahr Rückenprobleme. Ich bin 27 und arbeite in einem Wohnheim für behinderte Menschen. Dort gibt es auch Pflege, aber es hält sich in Grenzen (im Durchschnitt 1/2 - 1 Stunde pro Dienst). Sonstige Belastungen sind häufiges Bücken, gelegentliche Einkäufe etc.

Die Rückenschmerzen habe ich seit Dezember. Das war auch die Zeit in der ich nebenbei einer Freundin viel beim Umzug geholfen habe und zeitlich bedingt auch eher wenig Sport gemacht habe (gehe ansonsten regelmäßig ins Fitnessstudio und habe viele Jahre Badminton und Handball gespielt).

War wegen den Rückenschmerzen (hauptsächlich im oberen Rückenbereich) schon bei 2 Orthopäden. Der erste machte nicht viel und verschrieb nur Physiotherapie ins Blaue hinein ohne eine genaue Diagnose zu stellen.

Auf Grund dessen bin ich zum 2. gegangen. Er verschieb Diazepam, führte ein MRT durch, welcher eine Bandscheibendegeneration im BWS und teilweise HWS Bereich ergab. Der Arzt ging aber hierauf überhaupt nicht ein, verschrieb Heißluft und Massage und meinte, dass er auf Grund nicht vorliegender Diagnosen mehr nicht machen könne. Überwies mich nur zum Rheumatologen. Ich hatte dann einen sehr guten Physiotherapeuten für die Massage, der noch eine Fehlstellung im LWS feststellte und diese behebte, außerdem meinte er man könne sich den Besuch beim Rheumatologen sparen.

Habe deswegen jetzt einen Termin bei einem 3. Orthopäden vereinbart, da die Schmerzen weiterhin bestehen, dieser ist aber erst in 3 Wochen.

Ich habe bisher alles mögliche schon gemacht. Ich gehe mindestens 2 mal die Woche ins Fitnessstudio und fahre etwa 3 Stunden Fahrrad. Habe eine neue Matratze zugelegt, achte auf meine Schlafposition und hab mich auch schon sehr viel im Internet und bei Arbeitskollegen über rückenschonendes Arbeiten informiert. Diese sagen auch, dass die Pflege, die ich durchführe, in Bezug auf den Rücken O.k. ist. Bin auch nicht übergewichtig und rauche nicht. Derzeit bin ich auch auf der Suche nach einer Rückenschulung.

Ich merke aber, dass bei jeder Belastung (vor allem auf der Arbeit) die Rückenschmerzen zunehmen. Nach dem Dienst möchte ich mich einfach nur hinsetzen/hinlöegen und das macht mich wahnsinnig und depressiv. Habe fast den ganzen Tag nur den Rücken im Kopf, habe Angst vor der Zukunft (würde sehr gerne weiter in dem Bereich arbeiten, da er mir sehr viel Spaß bereitet)

Immerhin bin ich noch jung und habe noch fast das ganze Leben vor mir und möchte nicht immer mit Rückenschmerzen leben müssen. Man redet ja davon, dass die Schmerzen nach 3-6 Monaten chronisch sind. Bedeutet dies, dass man sie nie mehr los wird?

Vielleicht sagt ihr jetzt ich könnte einfach den Arzttermin abwarten, aber ich habe jetzt schon so oft gewartet (Arzttermine, MRT-Ergebnis, Physiotherapie, neue Matratze etc. etc.), dass ich auch nicht in dem Glauben bin, dass sich da schnell was ändern wird. Und glaube die Psyche ist bei mir inzwischen ein ziemlich großes Problem.

Wie sehr ihr das Ganze? Der Physiotherapeut meinte, dass die Diagnose jetzt nicht so schlimm wäre aber ich leide sehr stark darunter und verstehe unter chronisch, dass man die Schmerzen nicht mehr los wird!? Ich bin bereit sehr viel dafür zu tun, dass ich in Zukunft keine Schmerzen mehr habe, aber ich weiß einfach nicht mehr was.

Kann jetzt kaum die 3 Wochen wieder abwarten, weil ich einfach Schmerzen habe, mir den ganzen Tag Gedanken mache und nach dem Dienst nur noch platt auf der Couch liege.

Hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen.

Gruß

Tyras

Antworten
QJuie_tscheEntCchen85


Hallo Tyras444, das hört sich ja schlimm an!

Versuche doch mal einen Termin beim Osteopathen zu kriegen, vielleicht bekommst du da ja noch einen Termin bevor du in drei Wochen zum Orthopäden kannst. Der kann dir auch alternativ helfen. Eine Bekannte von mir hatte ähnliche Beschwerden wie du und ging dann eben auch zum Osteopathen. Der hat ihr eine spezielle Matte (BEMER) empfohlen, die Stimulationssignale an den Körper aussendet. Das stärkt die körpereigenen Regulationsmechanismen, verbessert die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße und aktiviert die Selbstheilung. Seitdem fühlt sie sich viel besser, hat keine Probleme mehr mit dem Rücken und das, obwohl sie auch Monate lang darunter gelitten hat.

i!gel0ine!4x2


Hallo, bei BWS kann man lt. Aussage der Spezial-Wirbelsprechstunde in Charite Mitte Berlin 3 Dinge tun:

1. Krankengymnastik an Geräten (3x wö)

2. PRT-Spritzen am Röntgeninstitut (5x bezahlt die Krankenkasse)-Spritzen unter CT-Bedingungen-

3. OP- sehr schwierig, wird selten durchgeführt.

Ein Rat; suche erst mit Deinem MRT eine Schmerzambulanz auf, dort gibt man auch Spritzen, ev. Akupunktur. Wenn das nicht sehr hilft, lass Dir von dort eine Überweisung zum Radiologischen Röntgeninstitut geben, dann bezahlt die Kasse bis zu 5 Spritzen und diese verringern erheblich die Schmerzen. Viel Erfolg! Und hartnäckig bleiben! Gruß

TGyras\444


Der Arzt hat jetzt auch nichts gemacht... Zum Rheumatologen überwiesen, zur Überprüfung ob eine Arthritis vorliegt und gesagt, dass das Einzige, was man machen kann, Krafttraining ist. Das mache ich regelmäßig (seit 4 Jahren) und bin jetzt auch zu nem anderen Fitnessstudio gegangen (Kieser, also eher in die medizinische Richtung). An alternativen Methoden hat er mir rein gar nichts empfohlen. Auf Nachfrage hat er mir eine Adresse zur Rückenschule gegeben und eine Osteopathie bringt seiner Meinung nach nichts.

Inzwischen hab ich auch verstärkt Schmerzen in der LWS. Insgesamt haben sich die Schmerzen in der BWS gebessert (außer in den letzten 5 Tagen) aber LWS wird tendenziell mehr...

TuyrXas4444


Mal wieder ein Update...

Ganzkörperszintigraphie beim Rheumatologen hat nichts ergeben, Blutabnahme beim Orthopäden auch nicht.

Der Orthopäde ist nun mit seinen Untersuchungen durch und hat mich zur Uni Klinik überwiesen, wo ich in einem Monat einen Termin habe.

Schmerzen in der BWS haben wieder zugenommen, LWS hat sich gebessert, irgendwie ist das immer so im Wechsel. Wobei ich die Schmerzen in der BWS deutlich unangenehmer empfinde. So hab ich bei jedem nach-vorne-beugen mit dem Oberkörper ein unangenehmes Kribbeln im oberen Rücken, was zB schon beim Fahrrad fahren der Fall ist oder beim Sitzen am Esstisch. Auf der Arbeit, in der Pflege (ohne Heben) ist es schon sehr unangenehm.

Habt ihr eine Vermutung was sich dahinter verbergen könnte?

mRybxym


Hey,

1. Chronisch heisst nicht für immer! :)

2. Dass die Situation übel auf die Psyche schlägt, kann ich leider zu gut nachvollziehen. Dass das die Schmerzen nur weiter verschlimmert,ist leider auch Fakt.

Was/Woran genau trainierst du im Fitnessstudio?

Achtest du im Alltag bewusst auf deine Körperhaltung?

Grüße

TMy7ras4x44


Danke erstmal für die Antwort.

1. Das macht mir Mut :-)

2. Alles ;-) Hab einen Trainingsplan bekommen der meinen Problemen entspricht. Gezielt wird dabei auf die Brustmuskulator geachtet aber auch immer die entsprechenden Gegenspieler und andere Regionen. So zB auch extra die Lendenwirbelsäule isoliert und dazu die

Bauchmuskulatur als Gegenspieler. Latzug für den Latissimus, aber auch Beine, Schulter, Nacken etc.

Ja tue ich. Versuche immer möglichst ergonomisch zu sitzen und vor Allem beim Anheben von Lasten achte ich drauf. Reflektiere nach vielen Bewegungen, ob sie gut für den Rücken sind und habe mir schon einiges durch Videos beigebracht.

TXyrasj44k4


Ist übrigens nur Gerätetraining im Fitnessstudio

miybyxm


Zuerst die schlechte Nachricht.. Geräte trainieren die Muskeln isoliert und erreichen auch nicht die Muskeln, die du brauchst um die Schmerzen los zu werden :(

Versuch mal funktionelles Training, freie Gewichte, Gymnastikball, etc. arbeite mit deinem eigenen Körpergewicht.

z.B. auf den Rücken legen, Füße auf den Ball legen und dann den Ball an dich ran ziehen(trainiert insb. LWS-Bereich); geht auch andersrum also auf die Arme stützen(Blick auf den Boden),der Rest bleibt vom Ablauf identisch, Füße auf den Ball und Ball ranziehen(Bauchmuskeln). Ist am Anfang etwas tricky, funktioniet aber nach kurzer Zeit!

Generell muss ich an dieser Stelle das TRX empfehlen!!

Sitzen und heben sind klar die anfälligsten Dinge bei denen mal viel bis (in meinem Fall) alles falsch machen kann :-D aber auch stehen ist nicht gleich stehen. So blöde Angewohnheiten wie im Stehen die Beine kreuzen, sich immer irgendwo anlehnen, in's Hohlkreuz fallen etc. habe ich danach immer gemerkt und bereut, weil's die Schmerzen nur weiter verschlimmert hat. Vill machst du unbewusst auch irendwas (nicht unbedingt was von den genannten Dingen) nimmst es aber als normal hin?

Am Wichtigsten ist jedoch,dass du deinem Kopf klar machst,dass das nur ne Phase ist, die irgendwann endet :)z :)z

T&yr2aus4x44


Bist Du dir sicher bei der Aussage über das Gerätetraining? Hab da eigentlich bisher nichts negatives zu gehört, im Gegenteil... Ärzte und Fitnessstudios haben es bisher eher empfohlen und ein Physiotherapeut, den ich kenne auch. Denke, dass man bei freiem Training auch schnell was falsch machen kann und das ist mir bei meinem jetzigen Zustand auch zu unsicher.

Glaube dir, dass solche Gymnastikübungen gut sind aber muss auch zugeben, dass das etwas ist, wo ich 0 Lust drauf hab. Mache abends immer kurz eine Übung noch im Bett, die ich gezeigt bekommen habe, aber ansonsten in die Richtung nichts. Find aber, dass ich auch so schon viel gegen die Schmerzen unternehme.

Überschlage in der Regel immer die Beine beim Sitzen (also rechter Fuß aufs linke Knie), habe aber versucht mir dies abzugewöhnen. Am Schreibtisch sitz ich eigentlich immer recht ordentlich und habe einen vernünftigen Schreibtischstuhl besorgt.

Nach den Sommerferien nehm ich aber auch an einer Rückenschule teil und lerne da wahrscheinlich auch noch viel Neues.

Bin auf jeden Fall beruhigt, dass es vermutlich nur eine Phase ist. Bin schon davon ausgegangen, dass man chronische Schmerzen ein Leben lang hat.

R>osleC4


Hallo, Tyras444,

es kann sich um eine Überlastung von Rückenmuskeln handeln, heir ein Link, da kannst Du viel lesen, anschauen und Dir durch Selbstmassage helfen

[[http://www.muskel-und-gelenkschmerzen.com/rueckenmuskulatur.html]]

Gute Besserung

KVlCauds F


Ein System das jedes Jahr Milliarden in Behandlungen, Rückenschulen, und Fitnesskurse investiert und trotzdem bei 85 % der Beschwerden keinen Auslöser findet, kann eigentlich bei allem nur falsch liegen. Irgendwann müssten die Statistiken zumindest stagnieren aber es wird immer schlimmer. Also muss man alles grundsätzlich in Frage stellen. Egal ob Ärzte oder sonstige Therapeuten.

cbhi


Bist Du dir sicher bei der Aussage über das Gerätetraining? Hab da eigentlich bisher nichts negatives zu gehört, im Gegenteil...

Gerätetraining kann absolut sinnvoll sein. Es gibt sogar KGG, also Geräte basierende Krankengymnastik.

Im großen und ganzen würde ich sagen, dein Weg ist nicht verkehrt. Mich wundert aber, dass dir sofort Diazepam verschrieben wurde. Und sonst gar keine Schmerzmittel? Und wie kannst du mit deinen Schmerzen noch trainieren? Eigentlich muss man die Schmerzen zuerst symptomal behandeln, also mit einem passenden Schmerzmittel. Sobald man schmerzfrei ist beginnt das Training an der Problemzone und dem drumherum. Denn durch den Schmerz beim Training kommt es automatisch zu Fehl- und Schonhaltungen. Die verursachen dann erneute Probleme, oft an anderer Stelle und ein Teufelskreis beginnt.

mbuhkuhE2xk


Nach meiner monatelangen Erfahrung ist es verdammt schwer gute Orthopäden zu finden. Wo wohnst du denn? Ich kenne einen guten in Trier und einen in Osnabrück.

Mein Tipp wäre, dass du dir einen Orthopäden suchst, der gleichzeitig auch Arzt für physikalische und Rehabilitativmedizin ist. Das sind nach meiner Erfahrung die besten.

Fitnesstudio wird dir vermutlich nicht helfen, da es nicht die Tiefenmuskulatur trainiert. Such dafür bspw. mal nach flexi-bar, damit kann man die super trainieren. Oder mit einem Balance-Board oÄ.

Ein richtig gutes Buch zur Selbstbehandlung von Schmerzen findest du hier:

Arbeitsbuch-Triggerpunkt-Therapie-bewährte-Linderung-Muskelschmerzen

TXyrDas44x4


Nun mal ein etwas verspätetes Update.

Die Schmerzen im BWS-Bereich bekomme ich relativ gut im Griff, wenn ich auf Fahrrad fahren verzichte. Das lange nach vorne gebeugt sein, löst meistens in dem Bereich ein unangenehmes Kribbeln aus.

Die Schmerzen im LWS-Bereich bleiben aber eher gleich oder werden mehr und sind zum Hauptproblem geworden.

In der Uni Klinik wurde jetzt eine Skoliose (13 Grad) festgestellt, woran es wahrscheinlich liegt.

Tu mich aber schwer damit zu glauben, dass das Ganze nur an dieser, eher leichten, Skoliose liegt. Als Therapie soll ich jetzt zur Krankengymnastik und täglich, dort gezeigte, Übungen durchführen.

Werd das mal austesten und schauen, ob es dann besser wird und es wirklich nur daran liegt.

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