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Wirbelgleiten...4mm..welcher Grad?

Ollreqanxna hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum und danke schon vorweg an jeden der hier etwas beiträgt.

Geht um die Diagnose meines Schwiegervaters, 77. Spinalkanalstenose, Beschwerden seit ein paar Monaten stark so dass er - davor topfit - sehr eingeschränkt ist. Zu OP wurde geraten. Hatten gehofft dass einfach der Kanal "freigemacht" wird. Aber nun wurde wohl gleich mal eine Versteifung (in bekannter spezialKlinik) eingeplant. Da es bis jetzt aber noch nicht mal ein ordentliches Aufklärungsgespräch gab (hätte in die klinik kommen sollen und da dann evtk oder auch nicht vor der op noch was erfahren..) sagte er die OP natürlich ab. Waren erst froh dass es einen schnellen Termin gab, aber ohne richtige info und zweite Meinung lässt er keinen so großen Eingriff machen.

Die Stabilisierung soll wohl aufgund der Diagnose Pseudospondylothesis und diverser Abnutzungserscheinungen stattfinden...ich kann natürlich null einschätzen wie schlimm das Wirbelgleiten ist. Im MRT Bericht steht 4mm...L 4 zu L 5. Welcher Grad ist das auf der meyerding Skala? Und kann es evtl auch sein dass die Dekompression allein die Beschwerden beseitigt ohne dass man gleich Wirbel versteifen muss?

Macht es Sinn noch gezielt einen Neurochirurgen zu befragen, da vielleicht anderer Ansatzpunkt?

Ein leidiges Thema...

Antworten
O#l>eanxna


Sorry Doppelpost...bitte löschen, liebe Moderatoren

W<odehxouse


Bloß nicht überrumpeln lassen. Da ist noch Zeit für mindestens eine zweite Meinung.

Die Schwere der Retrolisthese (kein echtes Wirbelgleiten) wird Anhand von Röntgen im Stehen festgestellt. Bei 4 mm im Liegen wird es schon so sein, dass es im Stehen mehr ist. Ein Funktionsröntgen ist aber vermutlich längst gemacht worden.

Eine Versteifung sollte aber auch bei scheinbar eindeutiger Indikation immer sehr gut überlegt sein, und gerade bei sekundärem Wirbelgleiten durch Abnutzung, nach Bandscheibenschäden etc. wird oft viel zu leichtfertig versteift. Bei einem 77-jährigen sollte man noch gründlicher überlegen, ob man ihn einem so schweren Eingriff unterziehen soll. Hängt natürlich alles von der genauen Diagnose ab. Ich würde mich auf jeden Fall in einem weiteren Wirbelsäulenzentrum oder sehr erfahrenen Neurochirurgen vorstellen, welche Optionen er hat.

O/leatnnxa


Danke Wodehouse. Ehrlich gesagt weiß ich nicht ob auch geröntgt wurde..kann es auch sein dass nur ein MRT gemacht wurde? Bin grad auf Geschäftsreise aber werde ihn sobald ich kann fragen.

Man kann also zur Schwere des Wirbelgleitens so nichts sagen? Kann es denn sein dass die Beschwerden hauptsächlich von der Spinalkanalstenose kommen? In der Klinik gibt es auch einen Neurochirurgen aber mein Schwiegervater wurde dem Orthopäden zugeteilt.

Mache mir schon Sorgen. Er ist sonst ganz gesund und vital und war bis vor kurzem noch agil. Hoffe sehr dass man ihm auch mit einem kleineren Eingriff helfen kann.

WSodeZhousxe


Man kann also zur Schwere des Wirbelgleitens so nichts sagen? Kann es denn sein dass die Beschwerden hauptsächlich von der Spinalkanalstenose kommen?

Durch degenerative Veränderungen wird ein Wirbelsegment instabil und ein Wirbel beginnt, nach hinten zu gleiten (Retrolisthese). Dadurch und durch weitere degenerative Veränderungen kann der Wirbelkanal verengt werden und möglicherweise eine Nervwurzel bedrängt werden. Die Beschwerden deines Schwiegervaters kennen wir hier nicht, aber typisch bei Spinalkanalstenose sind Schmerzen im Bein beim Gehen (mit Verkürzung der Gehstrecke), evtl. andere neurologische Defizite je nachdem, welche Nervwurzel da beeinträchtigt wird.

In der Klinik gibt es auch einen Neurochirurgen aber mein Schwiegervater wurde dem Orthopäden zugeteilt.

Das klingt nicht nach einer für größere Wirbelsäuleneingriffe spezialisierten und erfahrenen Klinik. Alle Spekulation um den Retrolisthesegrad bringt dich nicht weiter (ist auch gar nicht so relevant), dein Schwiegervater braucht eine kompetente zweite Meinung. Wie gesagt, wirklich spezialisiertes Wirbelsäulenzentrum oder sehr erfahrener Neurochirurg.

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