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Schraubenentfernung Oberschenkel

L9inzenr Torpte hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Letzten Juli habe ich mir den Oberschenkelschaft gebrochen und der Bruch wurde mit einem Gammanagel versorgt.

Soweit ist alles prima, der behandelnde Chirurg sagte bei der letzten Kontrolluntersuchung im März, dass die Behandlung nun abgeschlossen sei und alles bestens aussähe.

Er schien ganz erstaunt, dass mich die Schrauben doch ein bisschen stören. Nicht beim Laufen, aber wenn ich die Beine beim Sitzen in einer bestimmten Stellung halte oder wenn ich auf der betroffenen Seite liege.

Er meinte, eigentlich sei eine Entfernung nur vorgesehen, wenn Beschwerden da wären. Er würde sie entfernen, wenn ich das wünsche, das Zeitfenster sei aber nur zwischen Juli und Dezember 15, danach sei das Material so fest eingewachsen, dass bei einer Entfernung mit grösseren Scchäden am Knochen zu rechnen sei.

Nun bin ich unentschlossen, tendiere aber eher zur Entfernung, da ich befürchte, dass mich die Schrauben mit der Zeit eher mehr ärgern als weniger und dann ist der Zeitrahmen verstrichen ....

Vielleicht hat ja jemand von euch so eine Entfernung schon hinter sich und kann mir sagen, was da auf mich zukommt, wenn ich den Eingriff vornehmen lasse? ZB wie lange dauert es, bis man wieder fit und alles ohne Einschränkung machen kann, zB Radfahren? Wie ist es mit der anschliessenden Thromboseprophylaxe (insbesondere die schrecklichen Strümpfe wochenlang waren schon sehr lästig nach der OP)? Gibt es Risiken/Nachteile abzuwägen, die eine Entfernungsop mit sich bringt und würdet ihr - erneut vor die Wahl gestellt - das Material wieder entfernen lassen oder doch lieber drin lassen, wenn es nur "ein bisschen" stört?

Vielen Dank und Gruss

Linzer Torte

Antworten
Gdamxma9nagexl


Hallo Linzer Torte, ich hatte die Gamma-Nagel-Implantations-OP ins rechte Bein Ende August 2013, der nachbehandelnde Orthopäde drängte immer auf Entfernung des Gammanagels, was aber von den verantwortlichen Implanteuren bis Ende 2014 mehrmals wegen mangelnder Knochenheilung abgelehnt und auf Frühjahr 2015 zur erneuten Prüfung verschoben wurde. Hinweise auf ein bestimmtes "Zeitfenster" gab es nicht. Da ich den Sommer geniessen wollte, habe ich dies bis Ende September 2015 aufgeschoben. Nach Vorlage der aktuellen Röntgenbilder Ende September 2015 sagte man mir, dass die Kochenheilung nunmehr abgeschlossen ist. Meine auf den Aussagen des Orthopäden beruhenden Hoffnungen auf eine leichte OP wurden jedoch arg enttäuscht, als mir von den ggfs. operierenden jungen Ärzten (der ursprüngl. Implanteur ist nicht mehr in der Klinik) klargemacht wurde, dass es keine leichte OP werden würde, die alte Narbe wieder voll geöffnet werden muss. Auch wurde auf die übliche Risiken -Infektion, hoher Blutverlust und evtl. notwendige Transfusion- hingewiesen. Ob eine Besserung bestehender Einschränkungen hinsichtlich der Beweglichkeit des Beines (fast unmöglich eine Socke über den rechten Fuss zu ziehen/keine Seitenlage auf dem operierten Bein möglich) behoben werden, sei nicht sicher. Es gab allerdings keinen Hinweis auf ein Zeitfenster, bzw. dass es für eine Entfernung bereits zu spät sei. Aufgrund des Alters der jungen Chirurgen, habe ich Zweifel hinsichtlich ihrer Erfahrungen in solchen OP's. Meine Recherchen im Internet haben die Risikohinweise der jungen Chirurgen eigentlich noch bestätigt, doch nirgends habe ich Hinweise auf ein "Zeitfenster 12 bis 18 Monate" gefunden.

Ist Dein Nagel inzwischen entfernt worden? Ich würde mich freuen, wenn jemand seine Erfahrungen über eine Gammanagelentfernung hier publik machen würde.

Grüße an alle!

Lyinz|er =Tortxe


Das ist ja lustig, gerade komme ich aus der Klinik und sehe, dass doch noch jemand auf meinen Beitrag geantwortet hat!

Ja, ich bin alles los geworden, sogar den Nagel. Den wollte mir der Chirurg im ersten Krankenhaus gar nicht mit entfernen.

Hab es dann anderswo machen lassen.

Ich hatte nur geringe Beschwerden durch das Metall, deshalb habe ich lange hin und her überlegt, ob ich es nicht doch lieber drin lassen soll. Ich konnte halt nicht auf der Seite liegen und auch nicht lange Zeit in einer bestimmten Position schmerzfrei sitzen.

Aber noch mehr Sorge hatte ich wegen eines möglichen Sturzes oder Unfalls. Weil ich gehört habe, dass da das Metall ziemlichen Schaden im Knochen und evtl sogar im Gelenk anrichten kann, ausserdem kann die dicke Schraube im Hüftkopf auch Nekrosen hervorrufen .....

Allerdings war die Sache mit dem Zeitfenster bei mir schon fast zu spät, obwohl es etwa 1 Jahr und 4 Monate nach der ersten Op war.

Das scheint wohl eher ungewöhnlich, aber bei mir war das Metall jetzt schon total eingewachsen und der Chirurg hatte grösste Mühe bei der Entfernung. Er musste sehr viel schneiden, auch in den Muskeln (auf dem Röntgenbild habe ich 33 Klammern gezählt), hat ewig lange herum gehämmert und gerüttelt, aber schliesslich hat er es doch los gekriegt. Besonders der Nagel selbst sass sehr fest. Also wenn es bei dir schon zu fest eingewachsen sein sollte, reicht es vielleicht auch, nur die Schrauben zu entfernen, die in die Muskeln hineinragen.

Ansonsten würde ich allen, die eine Metallentfernung vorhaben, empfehlen, sie lieber zum frühest möglichen Zeitpunkt machen zu lassen.

Aber obwohl der Chirurg mir sagte, ich brauche unbedingt Physiotherapie, um wieder humpelfrei Laufen zu können nach den massiven Schnitten in den Muskeln, habe ich doch kaum Beschwerden - ganz anders als nach der ersten Op.

Ich konnte auf Anhieb prima mit Krücken gehen, auch schneller, und das Bein sehr gut bewegen. Im Klinikzimmer und hier zu Hause laufe ich bereits ohne Krücken. Socken anziehen geht auch. Auch leichtes Treten auf dem Hometrainer geht gut.

Eine Komplikation hat es noch am Abend nach der Op gegeben.

Der Sog der Drainage war wohl zu stark eingestellt und in kurzer Zeit war die ganze Flasche mit über 500ml voll. Was zu einem starken Blutdruckabfall geführt hat, nur noch 65 systolisch (statt 120) und ich war fast ohnmächtig. Mit hochegelagerten Beinen und einer Infusion hat man das dann aber schnell in den Griff gekriegt.

Jetzt bin ich sehr erleichtert, alles hinter mir zu haben und fast schmerzfrei wieder zu Hause zu sein.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Metallentfernung, wenn du sie machen lässt.

Trotz aller Unannehmlichkeiten würde ich mich wohl wieder so entscheiden.

GHammaKnagexl


Hallo Linzer Torte *:) , freut mich für Dich, dass Du den lästigen Nagel los bist, dass es Dir gut geht. Wahrscheinlich bist Du jünger als ich, so dass die Knochenheilung schneller und besser verlief als bei mir (63). Das macht Hoffnung, dass sich mein Nagel evtl. besser lösen lässt. Dein OP-Bericht liest sich fast wie ein Horrorszenarium, ähnliches wurde mir auch für meine OP avisiert: Großer Schnitt, evtl. Probleme beim Nagel rausziehen, neuer Bruch, Infektionsrisiko, hoher Blutverlust...). Erstaunlich, dass Du jetzt schon ohne Krücken läufst und den Hometrainer nutzt. Ich will mir jetzt noch eine zweite Meinung einholen, insbesondere zu meiner Knochenstabilität. Dein Beitrag war mich der erste wirklich hilfreiche bei meiner Entscheidungsfindung (pro OP). Ich bedanke mich für Deinen Beitrag, Deine guten Wünsche und wünsche Dir schnelle und komplikationslose Heilung und alles Gute. Kannst Du bereits jetzt sagen, dass die alte Beweglichkeit des Beines wieder hergestellt ist? Wie geht es voran mit der Heilung ???

L!inizerz Torxte


Hallo Gammanagel

Ich bin nur ein paar Jahre jünger als du und es ist wohl ziemlich ungewöhnlich, dass alles schon so weit eingewachsen war.

Ich habe von anderen gehört, die sich störende Schrauben nach viele Jahren herausnehmen lassen haben und die einfach nur so herausgedreht werden konnten, ohne jede Probleme, sogar ambulant.

Die Heilung geht recht schnell voran, Schmerzen habe ich fast keine und habe auch keine von den verschriebenen Schmerztabletten genommen.

Die Beweglichkeit des Beins war schon direkt nach der Op sehr gut, der Physiotherapeut konnte es in alle Richtungen bewegen und winkeln.

Und ich konnte es es auch ziemlich von Anfang an aktiv in alle Richtungen bewegen, auch anheben (wenn auch eingeschränkt und mit Schmerzen). Nach der Bruch-Op hat es ganze 4 Wochen gedauert, bis ich in Rückenlage das gestreckte Bein anheben konnte; die Muskeln haben einfach nicht gehorcht; ich hatte schon das Gefühl, da ist irgendetwas durchgeschnitten worden .....

Und dann, auf einmal, ging es ganz wenig hoch, unter grossen Schmerzen, dann langsam immer ein bisschen weiter ....

Dagegen konnte ich jetzt schon innerhalb von ein paar Tagen problemlos das Bin bis in die Senkrechte hochziehen.

Inzwischen kann ich schon wieder fast alles machen und laufe die meiste Zeit ohne Stock.

Aufs normale Fahrrad habe ich mich aber noch nicht getraut, will auf keinen Fall einen Sturz riskieren .....

Wenn dich die Schrauben so stören, würde ich sie schon rausnehmen lassen.

G'amm2anagexl


Hallo Linzer Torte,

der Heilungsprozess klingt wirklich unglaublich gut. Glückwunsch!

Ich lese immer wieder Deine Beiträge und es ergeben sich neue Fragen. Verstehe ich Dich dahingehend richtig, dass der Chirurg im ersten Krankenhaus nur eine Teilentfernung vorgenommen hat und den Hauptnagel drin gelassen hat? Aber dann hätte wohl der zweite Chirurg nicht so einen großen Schnitt gemacht?

Bei mir wären 4 Teile zu entfernen: Der große senkrechte Nagel, der fast bis zum Knie geht, der große Quer- nagel durch den langen Nagel in den Hüftkopf hinein, eine Drahtschlinge unterhalb des Quernagels am oberen Ende des Knochenschaftes zur zusätzlichen Stabilisierung der Bruchstelle sowie einen kleinen (Quer-) Nagel etwa 5 cm oberhalb des Knies.

Übrigens habe ich anhand der alten Röntgenbilder die Klammern nach meiner Bruchoperation nachgezählt: 35!

Du schreibst auch, dass Dein Arzt "ewig lange herum gehämmert und gerüttelt" hat. Hattest Du keine Vollnarkose oder hat es Dir der Arzt hinterher so erzählt?

LQinLzer T-ort<e


Hallo Gammanagel

Der Chirurg im ersten Krankenhaus (städtisch) wollte am liebsten gar nichts entfernen und sah auch keine Notwendigkeit, nur wenn die Schrauben sehr stören, wird das dort überhaupt gemacht, und dann auch nur die Schrauben, der Nagel bleibt drin.

Es gibt hier am Ort aber auch noch eine Privatklinik mit Kassenzulassung, in die habe ich mich von der Hausärztin hin überweisen lassen. Sie hat mich untersucht und konnte von aussen das Metall ertasten und hat gleich eingesehen, dass das besser raus gehört.

In der Privatklinik war ich dann ganz erstaunt, dass der Chirurg gleich von Anfang an beides, die Schrauben und auch den Nagel, entfernen wollte. Also habe ich die Entfernung natürlich dort machen lassen; im städtischen Krankenhaus war ich nur für die Bruch-Op und 2x zur Kontrolluntersuchung.

Mein Gammanagel ging nur etwa bis zur Mitte des Oberschenkels und die ursprüngliche Op-Narbe bestand aus einem kleineren Schnitt an der Hüfte und 2 winzigen Schnittchen (unter 1 cm) für die beiden Schrauben.

Jetzt habe ich 3 lange Schnitte, besonders der obere ist ziemlich lang und einen Wundverband vom Becken bis über die Hälfte des Oberschenkels ..... schon ein bisschen heftiger als vorher.

Bei der Narkose hatte ich die Wahl zwischen Vollnarkose und PDA, habe mich für PDA entschieden, weil ich die auch bei der Bruch-Op hatte und das gut fand.

Dann hörte ich den Chirurgen fluchen und hämmern und auf meine Frage hin sagte mir die OP-Schwester, dass alles total eingewachsen sei .....

LPinzeJr Toxrte


Nach der Op hat mir der Chirurg dann auch nochmal gesagt, wie schwierig die Entfernung war;

LZinzer' T"ortxe


Hallo Gammanagel

Ich habe mir auch nochmal deinen ersten Beitrag durchgelesen - und musste schmunzeln.

Mir ging es so ähnlich wie dir: Alle möglichen Bekannten, die selbst Metall entfernen lassen haben oder jemanden kannten, bei dem das gemacht worden war oder gar selbst im orthopädischen Bereich tätig waren, sagten übereinstmmend, dass es kein grosser Eingriff sein und man hinterher ganz schnell wieder fit sei.

Die Ärzte, bei denen ich das machen lassen wollte, sagten das genaue Gegenteil und wiesen auf Schwierigkeiten und mögliche Komplikationen hin; ich hatte das Gefühl, sie wollten mich am liebsten abwimmeln. Deshalb war ich ja auch so verunsichert und habe hier nach Erfahrungsberichten gefragt.

Früher wurde das Metall anscheinend routinemässig immer entfernt; nur wenn jemand sehr alt und gebrechlich war, wurde es drin gelassen.

Inzwischen macht man es nur noch bei Kindern raus (weil die Knochen noch wachsen müssen) und wenn es 'sehr stört' (was auch immer 'sehr' bedeuten mag).

Als mir der Chirurg erzählte, dass diese Op 'äusserst unrentabel' sei, die Klinik praktisch nichts daran verdiene .... kam in mir der leise Verdacht auf, dass bei der Abwimmel-Taktik finanzielle Gründe eine grössere Rolle spielen als das Wohl der Patienten. Dass der Chirurg in der Privatklinik sich dann doch bereit erklärte, meinen Gammanagel zu entfernen, hängt wohl auch damit zusammen, dass unsere ganze Familie seit Jahren Patienten bei ihm sind.

Die unrentable Op hat er mehrfach angesprochen, auch meinem Mann gegenüber, damit wir auch ja zu schätzen wissen, was er getan hat.

LDinzerF Torte


So, gestern abend wurden die Klammern entfernt.

Und heute hab ich mich zum ersten Mal wieder aufs Rad getraut. Ging besser als erwartet, nur ganz leichtes Ziehen am Anfang, nach kurzem habe ich gar nichts mehr gespürt.

Der Heilungsprozess nach der Metallentfernung ist wirklich viiiiiel einfacher und schneller als nach der Bruch-Op, gar kein Vergleich.

GuammDanbagel


Liebe Linzer Torte, Sie sind ein wahrer Glücksfall für mich! 2 Jahre hatte ich bisher ergebnislos nach

Menschen gesucht, die ihre Erfahrungen mit mir teilen. Jetzt, da ich den Erfahrungsaustausch am dringendsten brauche, habe ich Sie gefunden. Als ich das letzte Gespraech in der Klinik hatte, ging ich davon aus, dass die Ärzte um des Geschaeftes willen, eine Entfernungs-OP empfehlen werden. Das Gegenteil war der Fall: Warnung vor hohem Risiko (Bruch, grosse Schnitte, Blutverlust, Transfusion, Stent im Herzen, Infektion) . Insbesondere meine Frau bekam es mit der Angst zu tun, zumal mein Einkoisten 4/5 des Familieneinkommens betraegt. Ich hatte auch den Verdacht, dass die OP den KKH nicht den gewünschten Profit bringt. Für diesen Verdacht habe ich durch Sie die Bestätigung erhalten. Allerdings, und das muss ich hier zur Entlastung der KKH-Aerzte doch sagen, haben sie zugesagt, die OP auszuführen, wenn ich es dennoch wünsche. Inzwischen habe das OP-Protokoll angefordert und auch erhalten.

Die OP dauerte damals 3 Stunden, mehr als doppelt so lange wie die Norm. Der damalige Oberarzt ist nicht mehr in der Klinik, den damaligen Operateur und jetzigen Oberarzt habe ich während meines

Aufenthaltes nach der OP (Z.B bei der Blutabnahme) als aeusserst ungeschickt empfunden, wobei ich damals noch nicht wusste, dass er mich operiert hatte. Die mich letzten Monat beratenden Ärzte dieser Klinik waren jung und nicht deutsche Muttersprachler. Letzteres ist mir eigentlich egal, wichtiger ist mir die Erfahrung der operierenden Aerzte mit solchen OP's. Dahingehend habe ich mir die weisse KKH-Liste angesehen und kam zu dem Schluss, dass nichts dagegen spricht, mich erneut der Klinik anzuvertrauen, die dass verdammte Ding eingebaut hat, zumal die positiven Klinik-Erfahrungen die schlechten (Folter-Roentgen nach OP) ueberwiegen. Ich werde diese Woche noch einmal meinen Orthopäden und die gesetzl. Krankenkasse kontaktieren, ob evtl. eine andere Klinik (auch im Ausland) empfohlen oder in Betracht gezogen werden kann. Ich bin nun zu einer Entfernung des Nagels positiv eingestellt. Du, Linzer Torte, hast dazu beigetragen. Ich bin Dir dafür dankbar und freue mich mit Dir über Deinen sehr gut verlaufenden Heilungsprozess. Alles Gute, Linzer Torte!

LLinz@er> Tortxe


Freut mich, dass meine Erfahrungen ein bisschen helfen und ermutigen konnten, lieber Gammanagel.

Um ausländische Ärzte würde ich mir keine Sorgen machen; ich zumindest habe gute Erfahrungen in der Hinsicht gemacht.

Wenn du dich lieber im Ausland operieren lassen willst, habe ich von Österreich Gutes gehört.

Allerdings scheint eine Materialentfernung wirklich kein komplizierter Eingriff zu sein; früher liess man das von Assistenzärzten erledigen, habe ich im Netz gelesen. Und es soll auch in der Regel ein relativ kurzer Eingriff sein.

Wichtig ist, dass das passende Werkzeug vorhanden ist, denn die Schrauben haben keinen genormten Kopf, jeder Hersteller hat seinen eigenen. Es gibt zwar Universalwerkzeug, aber ich habe von einem Fall gelesen, bei dem das nicht gegriffen hat und der Patient musste dann doch wieder in die ursprüngliche Unfallklinik für eine 2. OP.....

Wäre schön, wenn du auch einen Erfahrungsbericht einstellst, wie es bei dir gelaufen ist.

Das kann dann auch anderen helfen, die in einer ähnlichen Situation sind wie wir und bei all den widersprüchlichen Aussagen verunsichert sind.

Alles Gute für den Eingriff und eine ganz schnelle, optimal verlaufende Heilung wünsche ich dir!

G.ammEanaxgel


.... danke für die guten Wünsche! Ich war heute bei der Krankenkasse, habe da mal nachgefragt, was für solche OP's bezahlt wird. Leider keine Antwort, ebenso hinsichtlich Empfehlung eines Arztes oder einer anderen KKH hier vor Ort. Die Auffassung von der leichten OP, die man gern Assistenzärzten überläßt scheinen auch die Krankenkassen zu haben, daher vermutlich auch die Klagen Deiner Chirurgen über das Verlustgeschäft. Wissenschaftliche Studien sagen etwas anderes und warnen vor dieser Auffassung. Eine Entfernung könne u.U. sogar schwieriger sein und sollte von erfahrenen Ärzten ausgeführt werden. Deine 32 Klammern und die Meinung meiner Chirurgen, dass der Schnitt sogar noch größer sein könnte als der erste, deuten auch in diese Richtung. Hattest Du vor der mal gefragt, wie oft Dein Chirurg einen Gammanagel entfernt oder montiert hat? Über das Problem des richtigen Werkzeugs hatte ich auch im Internet (ähnlicher Fall) gelesen. Werde auch darauf achten. Habe morgen noch einmal einen Termin beim Orthopäden für meine Fragen, vielleicht läßt er sich doch noch zu einer Arztempfehlung hier vor Ort herauslocken. Ich berichte dann.

Herzliche Grüße. Bis morgen!

Ldinz%er Torxte


Hallo Gammanagel

Nein, ich habe mich nicht erkundigt, wie oft der Chirurg solche Ops schon gemacht hat, wusste nur ganz allgemein, dass er einen guten Ruf hat, dass er der Chefarzt und Klinikleiter ist.

Das Vorgespräch mit ihm hat mich allerdings schon sehr verunsichert. Erst die Betonung, wie unrentabel die Op sei (ich hatte schon den Verdacht, dass er auf eine 'Zuzahlung unter der Hand' aus war, damit die Op auch gut gelingt (solche Gerüchte gibt es nämlich, aber es sind eben Gerüchte). Dann rief er auch noch einen Kollegen und fragte ihn, ob sie überhaupt das passende Werkzeug haben ..... (nachher hab ich dann erst im Netz gelesen, dass es keine genormten Schraubköpfe gibt, aber zuerst hat mich das schon sehr irritiert).

Er hat zwar schon einige andere Familienmitglieder behandelt (nicht operiert), aber ich war zuvor noch nie seine Patientin.

Alles in allem war ich dann total hin und her gerissen und hatte kein rechtes Vertrauen in den Arzt.

Aber bei einem anderen wäre es wohl auch nicht unbedingt besser .... deshalb hab ich dann auch überlegt, ob ich den Nagel doch lieber drin lassen soll .....

Zur Op war ich dann sehr nervös und froh, dass ich keine Vollnarkose brauchte; so habe ich mich nicht ganz so ausgeliefert gefühlt. Obwohl ich ja auch mit einer PDA eigentlich nicht machen konnte, aber ich habe wenigstens alles mitgekriegt.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war, trotz aller Bedenken und Unanehmlichketen.

Es kann Einbildung sein, aber das Bein fühlt sich viel besser an als mit Nagel; es ist jetzt wieder 'ganz mein altes', wenn auch noch nicht zu 100% verheilt.

Alles Gute für den Termin heute!

GMamm0aneagxel


Hallo Linzer Torte, ich war beim Orthopäden und bin meine Fragen noch einmal losgeworden:

-Schlechte Bezahlung der OP?----Quatsch.

-Schwierige OP? ---kein Problem!

-Fluchen der Ärzte bei der OP? -----normal in deutschen OP-Räumen.

-Metall festgewachsen? --- Quatsch !??

-Metall entfernen? Unbedingt und zwar dort, wo es eingesetzt wurde, keine Empfehlung anderer Kliniken/Ärzte, weder hier in der Umgebung, noch sonst irgendwo.

Er hat mir eine Einweisung ausgestellt und zwar an die ursprüngliche Klinik mit der Bitte an den Chefarzt um Rücksprache zwecks Empfehlung von Chefarztbehandlung.

Nun liegt es an mir, mich in der Klinik zu anzumelden.

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