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Schraubenentfernung Oberschenkel

L0iunzerm T.ortxe


Das hört sich ja alles ganz prima an Gammanagel!

Da hat mein Chirurg vielleicht auch ein bisschen übertrieben, um seine Leistung ordentlich bewundern zu lassen ;-D .

Dann wünsche ich dir, dass alles optimal klappt und du ganz schnell wieder beschwerdefrei alles machen kannst, auch Socken anziehen :-D .

Bei mir geht es weiterhin gut bergauf; ein klein wenig Kraft fehlt mir noch bei manchen Bewegungen. Und in Seitenlage das operierte Bein anheben (eine Physioübung von letztem Jahr) ist noch anstrengend und etwas schmerzhaft.

Aber Radfahren geht prima, ich fahre meine gewohnten täglichen Runden von jeweils gut 1 Std, auch bergauf kein Problem.

Auch ansonsten bin ich etwa genauso aktiv wie vor der Op. Die Thrombosespritzen hätte ich mir wahrscheinlich schenken können, die Blutplättchenzahl ist ganz niedrig geblieben (max 270; Normalwert zwischen 150 un 400)

GLammfana<geml


Hallo Linzer Torte, wie geht die Heilung voran, regeneriert sich der Knochen wieder vollständig? Ich würde gerne noch einmal etwas von Dir lesen, bevor ich mich diese Woche in der Klinik anmelde. Hast Du Dich über die etwas saloppen Antworten geärgert? Ich bin ja derartige Antworten auf Fragen von ihm gewöhnt und nehme sie nicht so ernst. Deine Erfahrungen sind ja ganz andere, ich finde sie authentisch und sie sind für mich die Realität. Herzliche Grüsse und alle guten Wuensche!

LginzeLr Torxte


Hallo Gammanagel

Nein, die Antworten haben mich nicht geärgert; es gab nur sonst nicht viel zu erzählen.

Wenn du noch etwas wissen möchtest, frag einfach.

Die Heilung verläuft weiterhin gut, ich mache eigentlich alles wie vorher, ohne Einschränkung.

Die verschriebene Physiotherapie habe ich bisher nicht gemacht, weil ich nicht den Eindruck habe, dass ich sie brauche.

Stattdessen laufe ich recht viel und achte dabei darauf, nicht in der Hüfte zu kippen, sondern die Kraft aus den Oberschebnkeln zu nutzen, auch wenn die aufgeschnittenen Muskeln noch nicht ganz wieder die alte Kraft haben (was sich aber nur bei Ermüdung nach längerem Laufen bemerkbar macht, kurze Strecken gehen humpelfrei).

Radfahren geht genauso wir vor der Op, ohne Einschränkungen oder Ermüdungserscheinungen.

Ach ja, was ich noch hilfreich finde, ist ein Minitrampolin. Abends beim Fernsehen ein bisschen rumhüpfen (anfangs nur Wippen). Ich habe den Eindruck, das bringt wesentlich mehr als die Physio-Übungen letztes Jahr und macht viel mehr Spass.

LSinz*er pTogrte


Noch ein Tipp:

Wenn du kannst, sieh zu, dass du vor der Op einigermassen fit bist für das, was du danach schnell wieder einwandfrei können willst.

Ich habe nämlich den Verdacht, dass meine Muskelermüdung nach langen Gehstrecken und am Ende eines Tages, an dem ich sehr viel gelaufen bin, daher kommen, dass ich schon vor der Op keine begeisterte Spaziergängerin war ;-D , hab halt nur das, was nötig war, zu Fuss erledigt.

Meine Spaziergänge fanden eher auf dem Rad statt, ich fahre täglich mindestens eine Stunde, Sommer wie Winter. Und das ging ja auch sofort wieder ganz problemlos, wie vorher (draussen erst nach dem Klammern entfernen).

Aber Spaziergänge von mehreren Km habe ich vor der Op nicht gemacht .... hätte ich vielleicht lieber tun sollen ":/ . Dann wäre es dem operierten Bein bestimmt hinterher auch leichter gefallen.

Du hast die Op ja noch vor dir und kannst den Fehler vermeiden.

Ich wünsche dir alles Gute und einen optimalen Heilungsverlauf!

GfammanEagxel


Hallo Linzer Torte, das System hat mich heute beim Schreiben gewarnt, dass ich noch auf Seite 1 bin und diese nicht das Ende ist. So habe ich die letzten Nachrichten von Dir doch noch auf Seite 2 gefunden, vielen Dank für die Info's und Tips. Ich wollte noch fragen, ob Du mit dem Nagel Bewegungseinschränkungen hattest, die jetzt weg sind? Ich habe ja Einschränkungen (OP-Fehler?) und befürchte, dass diese nach der Metallentfernung nicht weggehen!?

Bei mir ist Radfahren (kein Fahrrad) nicht angesagt, sondern tägliche schnelle Spaziergänge (mindestens 45 Min./öfters auch mal bis 2 Stunden, gehe ja seit 3 Jahren nicht mehr arbeiten), statt mit dem Auto erledige ich die Einkäufe zu Fuss, sofern nicht all zuviel zu schleppen ist. Zwischendurch habe ich mal Joggen versucht, aber mehr als 100 Meter am Stück machen mir schon zu schaffen. Bei schlechtem Wetter nutze ich auch mal den Crosstrainer auf dem Boden, auch so um die 45 Minuten, selten mehr. Vielleicht lege ich mir doch noch einen Fahrradtrainer zu, ist ungefährlicher als radeln. Auf dem Crosstrainer empfinde ich das Laufen etwas zu breitbeinig. Während meiner Reha 2013 hatte ich allerdings das Gefühl, dass Fahradfahren (bzw. Ergometer) die beste Bewegungstherapie ist. Ergometer habe ich leider zu wenig gemacht. Wenn lange Spaziergänge für Dich mehr anstrengend empfunden werden, dann wahrscheinlich nur, weil andere, bisher weniger belastete, Muskeln beansprucht werden. Eventuell könnten auch gerade die Spaziergängermuskeln von der OP etwas mehr "betroffen" sein. Für's Trampolinspringen musst Du ja ganz schön mutig sein, oder hast Du das vorher schon intensiv gemacht?

Vor dem Bruch sind wir regelmäßig in die Berge (Alpen, Sauerland) zum Skifahren gefahren. Ist nie was passiert (Beobachter sagen, ich fahre wie ein rohes Ei), aber als ich 2013 einen leichten Gummiball mit viel Schwung meiner Enkelin zuspielen wollte, hat es mich ausgehebelt und ich bin auf die rechte Seite gefallen, mit fatalen Folgen. Meine Enkel konnten so mal eine Hubschrauberlandung hautnah erleben.

Übrigens habe ich heute meine Papiere für die KKH-Behandlung eingereicht und mitgeteilt, dass ich trotz der von der Klinik benannten Risiken, die Metallentfernung wünsche. Zumindest frisurmäßig bin ich schon für's KKH vorbereitet, die Haare sind jetz superkurz und mein Sohn meint, mein Kopf sieht jetzt aus wie eine Bowlingkugel. Vielleicht benenne ich mich nach der OP um in "Bowlingkugel" statt "Gammanagel"?

Ich wollte noch etwas fragen, ach jetzt fällts mir wieder ein: Gab es bei Dir vor der OP irgendwelche Risikohinweise hinsichtlich der Knochenheilung, der Auffüllung der Lücken, die die Nägel hinterlassen haben?

Also weiterhin gute Heilung und immer daran denken: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Herzliche Grüße

LWinpzer Toxrte


Hallo Gammanagel

Das hört sich doch ganz prima an, du scheinst ja sehr fit zu sein.

Da werden die paar Tage mit etwas reduzierter Aktivität sicher überhaupt nichts ausmachen.

Der Knochen ist ja gut verheilt und wird durch die Op auch nicht beschädigt - und vom Knochen kamen ja die starken Schmerzen nach dem Bruch. Die Muskeln tun viel weniger weh und funktionieren recht schnell wieder ganz gut - fand ich zumindest. Ich wäre am liebsten schon am Tag der Op aufgestanden (für Toilettengänge zB und um zu probieren, wie das Laufen schon geht). Die Schwestern und der Physiotherapeut haben mich gebremst und auf den nächsten Tag vertröstet. Und dann habe ich immer so viel gemacht, wie es sich noch gut anfühlte. Und das waren zu Hause dann recht schnell längere Spaziergänge; ein paar Tage mit 2 Krücken, dann ein paar Tage 1 Krücke und schliesslich ein paar Tage einen leichten Spazierstock, den ich fast nur getragen habe und überhaupt nicht benutzt (bis er mir zu lästig wurde).....

Wenn deine Bewegungseinschränkungen von den Schrauben kommen, werden sie nach der Op weg sein.

Ich konnte auch nicht auf der Seite liegen. Strümpfe anziehen ging. Kannst du das Bein nicht weit genug anwinkeln? Vielleicht stören die Schrauben bei dir den Beugemuskel? Ich hatte nur Probleme, wenn ich beim Sitzen die Beine in einer schrägen Stellung hatte. Anfangs war es ganz schlimm, wenn ich dann aus dieser Stellung aufstehen wollte, hing ein Muskel an der Schraube fest und ich spürte ein richtiges Reissen darin. Das wurde mit der Zeit weniger, aber es ging nicht ganz weg, längere Zeit so sitzen ging gar nicht. Auch beim Bein anheben (ZB ins Bett) habe ich die Schrauben zum Teil gespürt.

Das war unangenehm, aber die Bewegung war nicht dadurch behindert.

Das Mini-Trampolin hatte ich mir letzes Jahr nach dem Bruch gekauft, hab es aber wenig benutzt, erst jetzt so richtig entdeckt.

Nach der Op habe ich keinerlei Risikohinweise bekommen, sogar Radfahren hat mir der Chirurg uneingeschränkt erlaubt. Ich habe dann aber sicherheitshalber bis nach der Klammerentfernung gewartet.

Vor der Op wurde mir auch nicht viel von Risiken erzählt, der Chirurg sagte nur, dass es fast schwieriger sei, das Metall wieder raus zu machen als es rein zu machen, man müsse es überhaupt erst einmal finden %-| (wie gesagt, bei mir waren die beiden Schnitte für die Schrauben sehr winzig, kaum zu sehen und dazu habe ich am Oberschenkel auch noch ein paar Schwangerschaftsstreifen). Von 'möglicherweise eingewachsen' war keine Rede.

Du scheinst ja auch viel Humor zu haben ;-D , damit ist alles ganz gut erträglich. Lass dich ein bisschen von deiner Frau verwöhnen und freu dich drauf, dich bald wieder metallfrei bewegen zu können. Ich bin sehr froh, dass ich mich nicht abschrecken lassen habe.

GAamm@anag|el


Hallo Linzer Torte, bei erneutem Gespraech im KKH hat der Chirurg unerwartet Bedenken hinsichtlich der Knochenheilung/-stabilität geäußert. Der Oberschenkelknochen war ja mehrfach kreuz und quer gebrochen (unterhalb des oberen Kopfes und im oberen Kopf selbst). Er befürchtet nun einen erneuten Bruch entweder bei der OP oder danach beim Laufen. Er will sich noch einmal mit Kollegen beraten und sich dann auessern bzw. eine CT veranlassen. Ich erinnere mich noch daran, dass ein Arzt in der Reha beim Betrachten der Röntgenbilder fragte, warum sie mir nicht gleich eine neue Hüfte eingebaut haben. Nun bin ich wieder verunsichert: Ist das Risiko für mich und/oder die Aerzte wirklich so hoch oder wollen sie diese OP aus Kostengründen einfach nicht. Eigentlich gilt ja Deutschland als ein Land wo eher zu viel als zu wenig operiert wird. Eine Frage noch an Dich: Wie lange warst Du nach der Entfernung des Nagels noch im KKH?

L@inzKer Torxte


Hallo Gammanagel

Ich bin Montag Nachmittag operiert worden und wurde am Mittwoch Morgen entlassen.

Vielleicht hätte ich am Dienstag schon gehen können, wenn nicht eine Blutdruck-Komplikation aufgetreten wäre - der Drainage-Sog war wohl zu stark eingestellt, wie der Arzt sagte. So war in recht kurzer Zeit der ganze Behälter mit über 500 ml voll. Und dazu noch der Blutverlust während der Op; dadurch fiel der Blutdruck auf 65 systolisch und ich wurde fast ohnmächtig.

Mit hochgelagerten Beinen und einer Infusion mit einem Medikament war er aber ganz schnell wieder bei 120. Die Drainage mit neu eingestelltem Sog hat dann nur noch ganz wenig gezogen und ich hatte keinerlei Probleme mehr.

Ich bin natürlich auch nur ein Laie, aber an deiner Stelle würde ich fragen, ob es nicht möglich ist, wenigstens die Schrauben zu entfernen. Denn dabei wird doch wohl kein Bruchrisiko bestehen oder war es ein Oberschenkelhalsbruch? Der wird aber eigentlich eher nicht mit einem Gammanagel versorgt, schon gar nicht mit so einem langen bis zum Knie ":/ , sondern eher von aussen mit Platte und Schrauben (dynamische Hüftschraube).

Denn es sind ja doch die Schrauben, die Beschwerden machen, besonders die dicke Schraube durch den Oberschenkelhals. Und die sind eigentlich nur da, um den Nagel zu fixieren gegen Rotation, was ja nun jetzt nicht mehr nötig ist.

Die Option mit dem künstlichen Hüftgelenk verstehe ich nicht so ganz.

Denn eine Hüftprothese wird doch im Oberschenkelknochen eingesetzt. Und das ginge doch gar nicht, wenn der Knochen gebrochen ist - dann hätte die doch gar keinen Halt darin ??? .... oder war es doch der Oberschenkelhals ??? Aber warum dann einen Gammanagel bis zum Knie?

Bei mir war der Oberschenkelschaft schräg durchgebrochen; durch den grossen Trochanter schräg nach unten und auf der anderen Seite ein Stück abgesplittert, das nicht wieder befestigt werden konnte.

Die Bruchlinie verlief in etwa so wie auf diesem Bild: [[http://files.rathaus-apotheke-abstatt.de/files/upload/Sperrlager/artikel-bilder/%5BOber-%5DSchenkelhalsbruch.png]] die längere Querlinie, ein kleines bisschen weiter unten als hier dargestellt.

Wenn das CT eine vollständige Knochenheilung zeigt, können sie bestimmt auch den Nagel rausnehmen. Wenn er nicht zu sehr eingewachsen ist. Bei einem so komplizierten Bruch empfiehlt es sich wahrscheinlich nicht, den mit dem Hammer los zu klopfen.

Dann musst du danach halt eine Zeit lang vorsichtig sein, nicht bei Glatteis spazieren gehen ;-) .... Aber dann hast du es hinter dir und der Knochen kann vollständig ausheilen. Der Nagel schwächt eigentlich eher den Knochen, macht ihn nicht stärker (es sei denn, jemand hat Osteoporose, dann empfiehlt es sich, den Nagel drin zu lassen). Und bei einem Sturz reagiert ein Knochen ein bisschen elastisch, der Nagel ist ganz starr, das kann erst recht zu einem Bruch führen. (hab ich gelesen)

Ich merke inzwischen eigentlich gar nichts mehr von der Op, kann auch wieder auf der Seite schlafen. (Nur auf einer sehr harten Fläche tut das Liegen in Seitenlage noch weh, drückt wahrscheinlich zu stark auf die Knochenlöcher.)

Aber es fühlt sich so gut an ohne das Metall. Jetzt merke ich erst richtig, wie sehr es mich doch vorher gestört hat.

GgaRmmabn4agexl


Liebe Linzer Torte, hier fasse ich nun für Dich und interessierte Leser die letzten Neuigkeiten zusammen.

Der Ende August 2013 ins rechte Bein implantierte PFNA-Nagel (Gammanagel) der Fa. Synthes (Länge 340 mm) inkl. Querverriegelung, Cerqulage, untere distale Verriegelung) wurde am Vormittag des 25.01.2016 in einer zweistündigen Operation von einem Chirurgen mit über 30jähriger Erfahrung entfernt. Es erfolgten 3 Schnitte (11 / 9 Klammern, 3cm Fadennaht über dem Knie). Nach der Implantation hatte ich weit über 30 Klammern. Der angabegemäß bereits eingewachsene Nagel ließ sich lt. Info eines beteiligten Chirurgen nur mit Mühe entfernen, die lange Dauer der OP wurde mit der großen Vorsicht beim Herausschlagen des Nagels begründet.

Ich hatte mich wie bei der ersten OP für eine Vollnarkose entschieden und von der OP nichts mitbekommen. Die erhoffte Wiederholung des schönen Aufwacherlebnisses nach der 1. OP (Flug von ganz weit her durch Regenbogentunnel ins diesseits) blieb diesmal allerdings aus, es war wie ein Erwachen aus einem nicht allzu tiefen Schlaf. Ich fühlte zwar die OP-Schnitte am Bein, doch echten Schmerz habe ich weder zu diesem Zeitpunkt, noch später empfunden, auch weil ich schmerzende Bewegungen vermied bzw. auf Anraten des Arztes/Physiotherapeuten vermeide, um die vorrangige Wundheilung nicht zu gefährden/zu verzögern. Nach dem Aufwachen konnte ich den Fuss bewegen, dass Knie etwas Anwinkeln. Auch ein leichtes Anheben des gestreckten Beines wäre möglich gewesen, wegen der dabei zu erwartenden Schmerzen/Wundbelastung habe ich darauf verzichtet. Die vom KKH verabreichten Schmerztabletten habe ich Mittags nach der OP noch genommen, am Abend und später nicht mehr. Am Morgen nach der OP wurde der Verband gewechselt und die Drainage gezogen. Zugleich wurde entschieden, dass noch eine Blut- und Röntgenkontrolle erfolgt und ich eine weitere Nacht im KKH verbringen werden. Zuvor war ich schon zur Morgentoilette unterwegs und hatte vor dem Frühstück die ersten Gehversuche an Krücken unternommen bis plötzlich der Kreislauf schwächelte. Nach Hinsetzen auf dem Bett ging das schnell vorüber. Später gab es keine Probleme mehr mit dem Kreislauf. Mittwoch Mittags hat mich mein Sohn mit dem Auto aus dem KKH abgeholt. Nach Meinung einer Krankenschwester sahen die Wunden gut aus, an der untersten (schlecht platzierten) Klammer nässte es allerdings noch etwas. Am Freitag waren die Wunden trocken, bin selbst ohne Probleme mit dem Auto zur Kontrolle durch Orthopäden gefahren. Dieser rät: Viel mit hochgelagertem Bein liegen, damit die Schwellung abklingt und die Wunden geschont werden, zwischendurch aufstehen, um den Kreislauf in Bewegung zu bringen und abends die Anti-Thrombosespritzen setzen.

Ich bin sehr froh, dass ich mich zur Implantatentfernung durchgerungen hatte, obwohl die Angst groß war. Am Abend vor der OP hatte ich sogar (vermutlich) durch den Stress heftige Hautrötungen in der rechten Gesichtshälfte (hatte ich bisher nie). Nach der OP hatte ich sofort ein Gefühl der Erleichterung/Befreiung von einer Last. Die Beweglichkeit des Beines scheint nicht schlechter als vor der OP zu sein (was ich allerdings wegen der vorrangigen Wundheilung noch nicht voll austeste) und ist auf jeden Fall sehr viel besser als nach der Implantation des Nagels. Für die Zukunft bin ich optimistisch, dass die Beweglichkeit des Beines nach der Wundheilung besser als vor der Implantatentferung sein wird.

Ich bin der Linzer Torte @:) zu besonderem Dank verpflichtet, ihre Beiträge in diesem Forum haben mir Mut gemacht. Auch meinem Orthopäden bin ich dafür dankbar, dass er sich immer wieder über 2 Jahre hinweg für eine Entfernung des Nagels ausgesprochen hat. Ich hoffe, gemeinsam mit der Linzer Torte, hiermit auch allen, die ebenfalls vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, den Mut zu einer Entscheidung für eine Metallentfernung zu geben. :)^ :)z

L#inzer" To3rxte


Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, lieber Gammanagel!

Er wird denjenigen, die auch vor dieser Entscheidung stehen, bestimmt Mut machen knnen.

Ich finde es schon seltsam: Eigentlich war ich ganz optimistisch und ohne grosse Bedenken, nach allem, was ich über die Entfernungs-Op gehört und gelesen hatte.

Erst die Gespräche mit den Chirurgen, die eine Entfernung eigentlich für überflüssig ansahen und bei "leichten Beschwerden" die Op-Risiken als "unverhältnismässig hoch" darstellten, haben mich verunsichert..... ???

Und bei dir war das ja genau so!

Ich habe mich schön des öfteren gefragt, ob die Vorteile dieser neuen Behandlungsmethoden denn nun wirklich so immens sind gegenüber dem "guten alten Gips" von früher?

2 Operationen mit - anscheinend doch nicht unerheblichen - Risiken, bzw nur eine Op und das halbe Risiko - dafür aber lebenslang Probleme, die laut Chirurgenmeinung so gering sind, dass sie ein 2. Op-Risiko nicht rechtfertigen ....

Früher, mit einem Gips, hat der Heilungsprozess etwas länger gedauert, Reha und Muskelwiederaufbau waren vielleicht auch ein wenig langwieriger - aber ist das wirklich so viel Unterschied?

Ich habe keinen direkten Vergleich, aber irgendwie scheint mir da ein Missverhältnis vorzuliegen ..... ganz abgesehen von der Kostenbelastung für das Gesundheitswesen. So ein Gips kostet ein paar €, eine Op gleich ein paar Tausend .....

LFaur0eJn Bx.


Ich habe Schrauben entfernt bekommen, und zwar exakt nach einem Jahr. Der Professer wollte nicht, er empfahl noch zu warten, aber ich war sicher, die Teile sollten raus! Und das war gut so! Die OP war harmlos. Danach ging die Mobilisierung sehr schnell.

L{inzeer HTortxe


Danke, Lauren, für deinen Beitrag.

Nach solchen Erfahrungsberichten hatte ich gesucht, als ich den Thread startete, weil mich der erste Chirurg ziemlich verunsichert hatte. Er war nicht einmal bereit, alles zu entfernen, wollte den Nagel drin lassen und nur die Schrauben rausnehmen - und die auch nur dann, wenn die Beschwerden so gross wären, dass sie das Op-Risiko rechtfertigten ....

Der 2. Chirurg in einer anderen Klinik war dann bereit, alles zu entfernen, aber hat die Op noch aufwendiger und riskanter geschildert, was mich nicht gerade beruhigt hat.

Ich weiss, dass früher das Metall praktisch immer entfernt wurde, wenn die Heilung abgeschlossen war. Und da wurde den Patienten auch zugeredet, den Eingriff vornehmen zu lassen.

Inzwischen hat sich die Einstellung der Ärzte wohl geändert und sie versuchen, es den Patienten auszureden.... zumindest in meinem Fall, und bei Gammanagel ja auch.

Daher finde ich es sehr wichtig, dass wir Patienten einander mit unseren Erfahrungen da weiter helfen und Mut machen.

Wenn ich auf die Chirurgen gehört hätte, würde ich mich immer noch mit den Beschwerden durch die Schrauben herumärgern .....

LGaurenx B.


Linzer Torte,

Wenn ich auf die Chirurgen gehört hätte, würde ich mich immer noch mit den Beschwerden durch die Schrauben herumärgern .....

Schon krass. Kein Wunder, wenn einen so etwas noch zusätzlich verunsichert.

Ich hatte mich mit dem Herrn Professor regelrecht gefetzt darum, dass die Schrauben rauskamen. Bei mir stand aber ein eindeutiges Gefühl dahinter, und dafür habe ich gekämpft. Ich hatte ich nie einen Zweifel daran, dass die Entfernung richtig war; ich wollte einfach nicht weiter mit 3 dicken, langen Schrauben im Oberschenkel herumlaufen, und er hätte schon schwere Geschütze auffahren müssen, als "Warten sie besser noch ab". Denn damals war es so, dass die Anschluss-OP normal war, Metall kam in der Regel wieder raus.

Natürlich weiß ich nicht, ob ich mit meinem vorzeitigem Vorstoß Glück hatte. Und es ist einfach schwer zu sagen, ob bei Dir nun ein Risiko vorliegt, zumal wenn sich Meinungen der Fachleute unterscheiden.

Es ist ja immer so: Geht alles gut, ist man heilfroh, hartnäckig gewesen zu sein zu haben, passiert irgendwas, kommen nachträglich Skrupel und Zweifel, warum man damals den eigenen Kopf durchgesetzt hat.

Mehr als alle verfügbaren Informationen zu sammeln, wüsste ich an deiner Stelle auch nicht. ":/ Ich wünsche dir, dass doch nach und nach so viel Klarheit entsteht, dass du klipp und klar entscheiden kannst.

LGinYzerZ Torttxe


Ich wünsche dir, dass doch nach und nach so viel Klarheit entsteht, dass du klipp und klar entscheiden kannst.

Danke, Lauren, das Metall ist ja inzwischen raus und ich bin sehr froh darüber.

Aber ich hatte ein etwas mulmiges Gefühl vor der Op und war sehr nervös, war mir nicht sicher, ob es richtig war, das Risiko auf mich zu nehmen angesichts der "ertragbaren" Beschwerden ..... Insbesondere die Perspektive hat mir zu schaffen gemacht, hinterher womöglich noch grössere Beschwerden zu haben als vorher und mich über mich selbst zu ärgern - und dann auch noch gesagt zu bekommen: "Selber schuld, ich hab ihnen ja gleich gesagt, lassen sie es lieber ...."

LUaure1n NBx.


Ach so, Linzer Torte, da hatte ich etwas missverstanden. Ich dachte, es stehe für dich noch eine weitere Nachfolge-OP im Raum. Um so besser, und es ist auch bei dir gutgegangen. Fazit: Man sollte sich einfach nicht entmutigen und nicht bevormunden lassen!

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