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Knie Mrt - Hilfe beim Verstehen des Befundes

LDiAlly1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, wegen Schmerzen im Knie schickte mich mein Orthopäde zum MRT. Mein Orthopäde meinte, da die Schmerzen in erster Linie auf der Innenseite sind, müsste man nichts machen, sondern Knorpelaufbauspritzen würden helfen. Anders würde es aussehen, wenn die Schmerzen auf der Außenseite wären, dann wäre eine OP des Meniskus und der Zyste nötig. War nun noch bei einem anderen Arzt für eine zweite Meinung. Der meinte, er würde eine OP empfehlen. Nun habe ich die Wahl, entweder schnippeln lassen und mein Urlaubsgeld dem Arzt geben, da diese Spritzen ja von keiner Kasse übernommen werden :-(.

Den Befund selbst versteh ich nicht wirklich, aber vielleicht gibt es ja Fachleute hier, die sich mit den med. Fachbegriffen auskennen.

Befund:

Es zeigt sich nur eine allenfalls geringe EInengung des Kniegelenkspaltes. Am lateralen Femurkondylus zystoide Strukturauflockerung der knöchernen Strukturen ventral gerichtet. Hier max. Größe von kraniokaudal 12 mm. Angrenzendes leichtes Ödem. Die Läsion erscheint randsklerosiert. Der Knorpelüberzug oberhalb der Läsion zeigt sich erhalten. Retropatellarer Gelenkknorpel signalalteriert. Knorpelüberzug des femorotibioalen Gleitlagers nach lateral signalteriert insbesondere im femoralen Anteil, jedoch ohne gröbere Defektzonen. Nach Medial sehr dünn angelegt, möglicherweise auch aufgebraucht. Aber auch hier keine eindeutigen Defektzonen nachweisbar. Kollateralbänder, Ligamentum patellae und Kreuzbänder erhalten. Innenmeniskus mit zarter Signalalteration zentral am Hinterhorn. Außenmeniskus mit Rissbildung am Hinterhorn.

Beurteilung:

Außenmeniskopathie Stadium III am Hinterhorn, Innenmeniskopathie Stadium I bis II am Hinterhorn. Vermutlich einer Geröllzyste entsprechende knöcherne Läsion am lateralen Femurkondylus. Mäßige Chondropathie patellae. Ausdünnung des medialen Knorpelüberzugs möglicherweise anlagebedingt bei sehr dünner Ausprägung. Defektzonen. Gröbere Defektzonen lassen sich nicht eindeutig abgrenzen.

Für die Hilfe sag ich jetzt schon herzlichen Dank

Antworten
EVhem+a~ligemr N@utz6er (#39!3910)


Es gibt keine Knorpelaufbauspritzen. Das was der Doc spritzen will ist Hyaluronsäure. Die soll das Gelenk für eine Zeit bissi besser "schmieren". Dem einen hilfts, dem anderen nicht. Aber sie helfen auf jedem Fall dem Kontostand des Arztes.

E*he%malige;r Nutz%er (#;393x910)


Ach ja, wenn die Spritzen helfen, dann aber nur für ne Weile. Oft nur ein paar Wochen.

Stchmidxti70


Und wo hast Du die Schmerzen?

Laut dem MRT ist ja der Gelenkknorpel nicht wesentlich geschädigt. Ich weiß nicht, ob ich mir da Hyaloronspritzen "gönnen" würde (ob der Arzt da unterm Strich soviel verdient sei mal dahingestellt).

Waren das Beide Kniespezialisten?

L\illy@1


Nein, keiner der beiden ist Kniespezialist.

48ndr<e4s


schaut allgemein nach altersbedingter abnützung aus, teilweise vielleicht etwas fehlbelastet, zum operieren sehe ich da nichts

zu den hyaluronspritzen, gibt leute, bei denen wirken die 1 woche und bei manchen viele monate, ist schwer zu sagen

L%il|ly1


Ok, Spritzen bringen nicht viel, zum operieren gibt es keinen Befund - was mach ich dann mit den Schmerzen im Knie? :°(

STch*midtxi70


Wo hast Du denn nun die Schmerzen? Innen oder außen?

Ich würde mit dem Befund noch einmal zu einem richtigen Kniespezialisten gehen, weil ein MRT auch nicht immer das komplett richtige Bild wiederspiegelt.

Bei meiner Arthroskopie im letzten Herbst zeigte sich, dass das MRT deutlich zu positiv ausgefallen ist. Mein kaputtes vorderes Kreuzband wurde z.B. da gar nicht erwähnt oder war nicht zu erkennen.

Abgesehen davon gibt es ja außer OP oder Spritzen noch andere Möglichkeiten wie z.B. Physiotherapie...

Was hätte denn der Arzt, der zur OP riet operieren wollen?

L>ilCly1


Die Schmerzen sind eher auf der Innen- als auf der Außenseite, komischerweise so gut wie nie beim Laufen, sondern sobald das Knie gedreht wird - z.B. beim aufstehen/hinsetzen oder häufig mit sehr starkem Schmerz nachts beim bloßen Umdrehen. Es war zeitweise schon so heftig, dass ich nicht mehr in der Lage war, das Bein zu bewegen.

Bei der OP sollte der Meniskus so schonend wie möglich repariert werden, da ja der Außenmeniskus gerissen sein soll. Tja und halt eben das, was beim reinschauen noch so gefunden wird

S chmfidt i7x0


Aber wenn der Außenmeniskus die Ursache sein soll, müsste es ja auch außen Schmerzen...

Ich würde in jedem Fall noch einmal einen spezialisierten Arzt zu Rate ziehen...

L4illqy1


Am Dienstag habe ich noch einen Termin bei einem Chirurgen, der sich auf Knie spezialisiert hat. Nur leider haben eben die Chirurgen den Ruf, als erstes schneiden zu wollen.

Habe auch versucht, einen Spezialisten für Knie zu finden, aber irgendwie komme ich nicht wirklich weiter. Beim Behandlungsspektrum ist bei fast allen die Rede von Knie, aber inwieweit die sich wirklich auskennen..... Außerdem hilft es mir nicht wirklich weiter, wenn ich Termine in frühestens 4 Monaten angeboten bekomme.

zum Thema Physiotherapie: Bin zur Zeit in einem IRENA-Programm wegen der Halswirbelsäule. Die Physios und Sporttherapeuten haben mir auch schon Übungen zu Stabilisierung bzw. Muskelaufbau der Knie gezeigt, aber aufgrund der Schmerzen ist noch nicht mal Fahrradfahren möglich

Sxchmi6dti7x0


Mit Chirurgen kenne ich mich diesbezüglich nicht aus... ;-) Lass Dich überraschen.

Ja, so eine Wartezeit würde mich auch nerven...

EEhemalige3r Nutzrero (#32573x1)


da ja der Außenmeniskus gerissen sein soll

Bringt aber nicht viel wenn außen keine Schmerzen sind ...

Nur leider haben eben die Chirurgen den Ruf, als erstes schneiden zu wollen.

Kann sich so nicht bestätigen, meine Ärzte operieren fast alle selber, da wurde ich noch nie zu etwas überredet. Und wenn ich unsicher war stand mit eine weitere Meinung jederzeit zu

S;unflRower!_7x3


Knorpelüberzug des femorotibioalen Gleitlagers nach lateral signalteriert insbesondere im femoralen Anteil, jedoch ohne gröbere Defektzonen. Nach Medial sehr dünn angelegt, möglicherweise auch aufgebraucht.

Also ggf. doch ein deutlicher Knorpelschaden. Kein eng umgrenzter Schaden einer einzelnen Stelle, sondern allgemein ausgedünnt oder ggf. ganz weg. Und gerade wenn - wie beschrieben - der Knorpel an sich schon dünn angelegt ist, macht sich Abnutzung umso schneller bemerkbar.

Vermutlich einer Geröllzyste entsprechende knöcherne Läsion am lateralen Femurkondylus.

Geröllzysten entstehen eigentlich auch erst bei abgenutztem Knorpel, wenn quasi das Gelenk auf Knochen läuft.

Also sooo heil würde ich das Gelenk daher nicht bezeichnen. Aber man muss auch sagen, dass man bzgl. abgenutztem Knorpel operativ nicht viel machen kann. Allerdings ein geschädigter Meniskus den Knorpel noch mehr schädigen kann.

Die Spritzen können helfen. Mein Chirurg sagte aber immer: Bei leichteren Schäden kann es helfen, bei stärleren Schäden mit ggf. Knochenveränderungen hält er sie für sinnlos.

Statt hier gleich über "OP-wütige" Ärzte zu wettern: Geh' zu mind. einem SPEZIALISTEN. Lass' Dich beraten, schildere Deine Zweifel. Und lass' Dir im detail erklären, was eigentlich gemacht werden soll, warum - und mit welcher Erfolgsquote.

S(unfMloweLr_73


Schließe mich Mellimaus an... Ja, ich blicke auf 14 Knie-OP's zurück, wovon ich bei einigen SELBER zu ehrgeizig war. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt. Aber überredet hat mich niemand, Grenzen aufgezeigt hat auch jeder. Ebenso wie mir Alternativen erklärt wurden und mir z.T. sogar vom Arzt selber zu einer Zeitmeinung geraten wurde.

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