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Knie immer noch dick nach Meniskus-OP

K}itt"eKaCtha hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich schreibe hier, weil ich mir Sorgen um meinen Vater mache. Er ist 63 Jahre alt und ist im Mai mit seinem Fahhrad gestürzt, hat sich vermutlich das Knie verdreht und konnte nicht mehr auftreten. Noch am gleichen Abend sind wir die die Notaufnahme gefahren. Dort wurde geröngt, der Arzt meinte nach einer Untersuchung, dass am Knochen nichts sei, vielleicht hätte der Meniskus was abbekommen. Er solle das Knie kühlen und hochlegen und drei Tage nicht belasten. Wenn er Schmerzen hat, soll er wieder kommen.

Am nächsten Tag wurde das Knie dick und blau. Statt ins Krankenhaus ging er zum Hausarzt, der schickte ihn zum Unfallchirurgen mit der Begründung im Krankenhaus sei er schon gewesen. Am nächsten Tag dann Termin beim Unfallchirurgen. Nach einer kurzen Untersuchung entnahm er mit einer Spritze knapp 40 ml Blut aus dem Knie und schickte ihn zum MRT. Auf diesen Termin musste er dann 5 Wochen warten, auf Nachfrage beim Unfallchirurg, ob er nicht für uns anrufen könne um einen früheren Termin zu erwirken, meinte dieser nur, er hätte keinen Einfluss. Das obwohl mein Vater nur auf Krücken laufen konnte.

Dann im Juni MRT. Es stellte sich heraus, dass der Meniskus vollständich zerstört und das vordere Kreuzband eventuell auch was abbekommen hat. Der Unfallchirurg schickte ihn in eine orthopädsiche Klinik, wo er endlich mitte Juli operiert wurde. Es stellte sich heraus, dass der Menisuskus in zwei Teile gerissen war. Ein Teil, welches das Gelenk blockierte wurde entfernt, der andere Teil wurde geglättet. Das vordere Kreuzband war gerissen, ein Kreuzbandersatz war jedoch nicht angezeigt, weil schon arthrose im Knie ist und er zu alt ist ...

Ein paar Tage nach der OP wieder zum Unfallchirurgen. Dieser meinte, dass mein Vater schon belasten können sollte ??? . Erst auf das Drängen meiner Mutter verschrieb er ihm Krankengymnasik. Der Physiotherapeut meinte dann, dass der nicht behobene Kreuzbandriss eine erhebliche Komplikation bei der Genesung darstellen würde und erst in ca. 3 Monaten mit einem normalen Gangbild gerechnet werden kann.

Heute ist sein Knie immer noch dick und nachts hat er Schmerzen. Meint ihr das ist normal. Er selbst möchte nicht mehr zum Arzt, weil er Angst hat, dass sie ihn wieder operieren. Sämtliche Überredungsversuche waren bisher leider fruchtlos.

LG KitteKatha

Antworten
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Dieser meinte, dass mein Vater schon belasten können sollte ??? .

Und hat er das auch getan? für mich hört sich das ganze nach einer Überlastung des Knies an.

Schon bei jungen Leuten empfiehlt es sich nicht, kurz nach der OP zu belasten, 2 Wochen mal weniger tun, schadet

nicht und die Gelenksflüssigkeit kann wieder auf den alten Stand kommen. Im Alter bei schon vorhandener Arthrose ist

zu frühes Belasten noch mal schädlicher.

K&itteK?atxha


Nein, er hat nicht direkt voll belastet, weil er sich nicht getraut hat. Er ist noch ca. 2 Wochen danach mit zwei Krücken unterwegs gewesen. Der Physiotherapeut meinte aber, dass er das betreffenede Bein trotz der beiden Krücken schonmal wieder normal abrollen sollte (aber nicht voll belasten soll). Er hatte sich seit dem Vorfall nämlich so eine Schonhaltung angewöhnt, bei der das verletzte Beim quasi immer in der Luft hing und das Knie dementsprechend abgeknickt war.

Im Moment hat er nachts noch schmerzen, wenn er liegt.

E&hemal{iger N*utzeFr (#39H3910)


Der Physiotherapeut meinte dann, dass der nicht behobene Kreuzbandriss eine erhebliche Komplikation bei der Genesung darstellen würde und erst in ca. 3 Monaten mit einem normalen Gangbild gerechnet

Diese Aussage ist aber mal wieder extrem weit übers Ziel hinausgeschossen von dem PT. Ein KB muss nicht zwingend operiert werden und dürfte sich auch nicht wirklich negativ auf das Gangbild auswirken.

Ich bin zwar FAST 20 Jahre jünger als Dein Vater, aber habe schon seit ca 8 Jahren ein kaputtes KB und habe trotzdem ein normales Gangbild.

Ich würde auch eher Überlastung sagen und dass sie das Ganze mit der OP einfach zu lang hinausgezögert hatte.

m#o*mox75


Weiß ja nicht, ob das hier noch aktuell ist, aber ich hatte eine teils recht ähliche Historie. Kreuzband gerissen und Meniskus beschädigt, dann erst nach Terror bei den Ärzten zügig MRT Termin bekommen. Da es bei mir allerdings bereits der zweiter KB-Riss war und zudem ein Leistenbruch dazwischenkam, verzögerte sich die Kreuzband OP um 3 Monate. In dieser Zeir riss der Meniskus vollständig und verursachte wie bei Deinem Vater durch zwischen den Gelenkteilen steckende Meniskusteile starke Schmerzen und dauerhafte Schwellungen.

Bei der Kreuzband OP vergangenen Dienstag wurde er Meniskus bei mir dann innen fast komplett entfernt. Das ist in meinem Alter nicht toll, v.a. weil ich starke O-Beine habe und das auf lange Sicht wohl zu Arthrose führt. Ich würde in Deinem Fall aber nochmal darauf bestehen, das Knie auf noch verbliebene Meniskusschäden hin zu kontrollieren. Entweder nochmal MRT / CT machen lassen, oder ne kleine Arthroskopie. Das ist ja fast keine OP, wenn man das mal so sagen darf.

Egal mit welchem Alter: Bleibt da dran! Und aus eigener Erfahrung in drei Fällen: Geschwafel bzgl. MRT Termin erst in 8 Wochen möglich usw. nicht hinnehmen! Jetzt ist es für den Meniskus zwar wohl zu spät, aber gerade am Anfang hätte zügiges Handeln da sicher den einen oder anderen Schmerz vermieden. Frisch und sauber gerissen kann man da oft noch was flicken, aber nach 2 Monaten nicht mehr.

Beim ersten mal hatte ich 5 Klinken und hab bei einer jeden Morgen um 8:00 angerufen, ob jemand abgesagt hat. Nach 2 Tagen schon war ich dran.

Beim zweiten mal habe ich den Arzt gebeten, dafür zu sorgen, dass ich einen zeitnahmen Termin bekomme, was er, noch während ich neben der Sprechstundenhilfe stand, dann auch gemacht hat. Und beim dritten mal hab ichs drauf ankommen lassen und habe die Krankenkasse angerufen mit der Bitte um Hilfe und der Erinnerung an mögliche Verschlechterung der Lage. Keine 5 Minuten später hatte ich am Folgemorgen einen Termin - vermittelt von der Kasse.

Würde mich freuen zu hören, wie es aktuell aussieht!

Grüße,

Christoph

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