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Bws, muskelbedingte Atemprobleme

D(elt/as73 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

nachfolgenden Text habe ich schon im "Herz/Lunge"-Forum von med1 gepostet, hier passt es aber wahrscheinlich besser rein.

Ich bin 31 Jahre alt und folgendes "quält" mich seit April 2003.

Wenn ich auf dem Rücken liege -und nur dann- und wirklich tief einatme (wie beim Gähnen) habe ich das Gefühl gegen einen "Widerstand" zu atmen. Es verursacht keinerlei Geräusche, fühlt sich nur furchtbar unangenehm an. Praktisch wie sich ein "Gurgeln" anfühlt, nur ohne das Geräusch. Dann habe ich das

gleiche Gefühl erst 5 oder 6 Atemzüge später wieder.

Auf der Seite oder dem Bauch liegend oder stehend tritt

das nicht auf. Nie.

Im Mai 2003 ist mein jährlicher Checkup gemacht worden:

Grosses Blutbild, Tumormarker, Ultraschall, EKG, Thoraxaufnahme, Lungenfunktionstest, Lunge

abgehört - alles top in Ordnung.

Im September 2003 war ich dann noch mal beim Doc weils

nicht besser wurde - erneuter Lungenfunktionstest,

alles i.O.

Weil ich gleichzeitig noch so ein "Knacken" im

Brustkorb habe bei bestimmten Streckbewegungen

tippte mein Doc dann auf muskuläre Ursachen und

verschrieb Krankengymnastik - ohne Erfolg.

Das Problem verschlimmerte sich nicht seit April 2003,

wurde aber auch nicht besser. Ich habe weder

Schmerzen im Brustkorb noch Probleme bei

Belastungen wie Kurzatmigkeit o.ä.

Eine weitere Untersuchung im Februar 2004 blieb ohne Ergebnis - Lunge frei, Lungenfunktionstest o.B.

"Neu" dazugekommen seit Dezember 2003 ist folgendes:

Ich habe morgens, unmittelbar nach dem Aufstehen (so 1-2 Mal pro Woche), das Gefühl als hätte jemand einen Gürtel um meinen Brustkorb geschnürt und ihn eng zugezogen. Ein Gefühl, als ob Muskeln in meinem Brustkorb verhindern wollen, dass ich richtig tief einatmen kann.

Dann gerate ich auch leicht ausser Atem, beim Treppensteigen z.B. Nach 30 Minuten bis 3 Stunden "löst" sich dieses Gefühl dann und es geht mir blendend. Dieses Engegefühl tritt auch nur Morgens auf, nie Tagsüber oder Abends.

Sollte ich mich selbst diagnostizieren so würde ich auf ein BWS, Verspannungen oder eingeklemmte Nerven tippen - was einerseits gut ist, weil ich ansonsten gerne bei kleinen Wehwehchen gleich an das Schlimmste denke - aber diese Vermutung hilft mir irgendwie nicht weiter.

Mein Internist tippt auch auf BWS - weil ich auch relatic regelmässig Muskelschmerzen im Rückenbereich zwischen den Schulterblättern habe.

1. Kennt jemand die beiden oben beschriebenen Symptome?

2. Was mache ich dagegen? Ich fühle mich in meinem allgemeinen Wohlbefinden doch etwas eingescränkt dadurch.

Für Hilfe dankbar,

Delta73

Antworten
Jnulchen? 20x04


Ich würde einen Orthopäden und Neurologen aufsuchen. Dann könnte erst mal eine Kernspintomographie gemacht werden, dann sieht man, was es ist.

Grüße Julchen

I.na-nMarxia


Hallo Delta,

Dieses Gürtelgefühl kenne ich. Und weil es vor allem morgens auftritt tippe ich auf Refluxkrankheit oder was ähnliches. Wenn die Speiseröhre nicht mehr richtig schließt, kann die Magensäure nach oben fließen. Im Liegen ist das naturgegeben leichter der Fall, als tagsüber. Diese Säuretröpfchen gelangen durch Inhalation auch in die Lunge bzw. Bronchen. Das führt dann zu asthmaähnlichen Beschwerden, wie Kurzatmigkeit, Engegefühl hinter dem Brustbein und ähnliches. Typisch wäre es, wenn Du auch unter Sodbrennen oder häufigem Aufstoßen leidest.

Wq4ll<4c3


@Ina-Maria

Das ist interessant , weil ich Atemprobleme habe und seitdem die da sind leide ich an Sodbrennen.

Zu was für nen Arzt sollte ich gehen?

-1phooebe


zum Internisten reicht erst mal..

der muss dich dann zwecks einer Magenspiegelung überweisen..

früher hat das der Internist selbst gemacht ..das

darf er jetzt aber nicht mehr. (nach meinem Wissen)

lg

D6eltFa73


Kein Sodbrennen, kein Aufstoßen. Aber häufiges bzw. dauerndes Räuspern. Könnte das vielleicht auch ein Hinweis sein?

Ich glaube ich geh erstmal zum Orthopäden, der ist nämlich gleich neben meinem Büro und kann mich bestimmt mal zwischenschieben. :-)

C<ole


Hallo delta

der gang zum Orthopäden ist schon richtig. Ich tippe bei Dir auf eine blockade der Rippengelenke. Eigentlich keine Schmerzhafte Angelegenheit, jedoch ist die Beweglichkeit der Rippe(n) dadurch eingeschränkt. Das wiederum kann zu einem Wiederstandsgefühl beim Einatmen bzw. Brustenge/Bandgefühl um Brust führen. Der Orthopäde sollte die Blockaden mittels Osteopathie / Chirotherapie lösen.

Gruß Cole

D#eltqa73


Thanks Cole...

ich geh dann mal nächste Woche zum Orthopäden.

D|el ttax73


So...

...War jetzt beim Orthopäden. Der diagnostizierte einen Flachrücken und renkte mich erstmal ein. Ausserdem stellte er fest, dass ich ein ausgeprägtes BWS habe.

Krankengymnastik, Fangopackungen und Massagen für den ganzen Rücken hat er mir verschrieben.

Ausserdem gab er mir die Adresse einer Osteopathin mit.

Kann mir zum Thema "Osteopath" mal jemand Tips/Erfahrungsberichte geben? Irgendwie gibt es da doch mehrere "Lehren" der Osteopathie, oder? Amerikanisch und....?

Danke & Gruß

Delta

C0etuxs


@ Delta73

Hallo Delta,

Osteopathie unterscheidet sich in:

1. parietale Osteopathie

2. viszerale Osteopathie

3. craniosacrale Osteopathie

Grundsätzlich kann man von einer anglo-amerikanischen - und französichen Grundströmung in der Osteopathie sprechen. Die anglo-amerikanische wird in England und Amerika durchgeführt und haben eine gemeinsame Nomenklatur. Im Gegensatz dazu wird in Belgien, Holland, Frankreich und auch vermehrt in Deutschland eben die französiche Seitenlinie der Osteopathie verfolgt. Der Urgedanken der Osteopathie wird heute vorwiegend in England favorisiert. England hat - soviel ich weiß - hier auf dem Festland nur eine autorisierte Schule, nämlich in München.

Weitere Fragen bin ich gerne bereit,im Rahmen meiner Möglichkeit, zu beantworten.

MfG. Cetus

CWole


Hallo Delta,

wie gehts denn nach dem einrenken? Sind Deine Beschwerden denn geringer geworden?

Gruß Cole

D,e.ltax73


Danke Cetus,

die empfohlene Osteopathin soll nach amerikanischer Lehre behandeln. Spricht da Deiner Meinung nach irgendetwas gegen?

@ Cole:

Gut getippt mit der Blockade der Rippengelenke, mein Orthopäde stellte fest, dass die Rippengelenke ungewöhnlich starr sind und die Lunge bzw den Brustkorb an voller Entfaltung behindern. Krankengymnastik hält er nicht für sinnvoll, da meine Muskulatur perfekt sei, nicht zu viel, nicht zu wenig und schön ausgeglichen vorne und hinten.

Nach dem Einrenken ging´s nächsten Morgen sehr gut, einen Tag später war ich aber nach dem Aufstehen ca. 6h Kurzatmig - so lange wie noch nie. Ausserdem hatte ich das Gefühl, dass mein gesamter Rücken starr ist und mich an freier Atmung und Bewegung hindert.

Heute gehts mir wieder sehr gut, ich bin gleich nach dem Aufstehen 18km gelaufen, keine Spur von Luftnot.

Vielleicht beschäftige ich mich auch zu viel damit, aber nach 5 Krebstodesfällen in engster Familie und im Freundeskreis in den letzten 3 Jahren ist es wohl verständlich, wenn ich unklare Symptome abgeklärt haben will. Oder ?

Liebe Grüße,

Delta

C$olxe


Hallo Delta,

der "verspannte Rücken" war nur die Reaktion aufs Einrenken. ( kommt manchmal vor). Auch kann es mal zu einem Rezidiv kommen.( Du weisst ja nun, dass es nichts schlimmes ist) Ich denke auch die Osteopathin wird dafür sorgen, das dies nicht passieren wird.

Übrigens, es spricht nichts gegen eine gesunde Körperwahrnehmung (ist bei den Meisten Menschen sowieso schon verkümmert) und der Auseinandersetzung mit den Signalen (Schmerz, Bewegungseinschränkung etc) Deines Körpers. Wie immer ist es das Maß der Dinge. Ein "übermäßiges" Suchen, Hineinsteigern, Sorgen um Ursachen usw kann genauso zu einer psychischen Komponente führen wie ein ständiges Ignorieren und Unterdrücken.

Die Psyche spielt schon eine wichtige Rolle bei allen Arten von Erkrankungen. Vor allem bei den Chronischen. Hier ist ein Link bei dem Du ein bischen Stöbern kannst, wenn Du weisst um welche Wirbelsegmente es bei Dir geht und welches evtl. psych. Problem dahinter steht:

[[http://www.gerdpaul.de]]

dort unter Wirbelsäulentherapie-Auswirkungen von Wirbelverschiebungen

Gruß Cole

DAeOlta7x3


Danke Cole,

das ist wirklich eine interessante Seite. Danke auch für den Hinweis, dass dass das Rückensymptom die Reaktion aufs Einrenken ist - da wäre ich gar nicht drauf gekommen.

Ich habe jetzt bei der Osteopathin einen Termin - leider erst am 5. Mai.

Und Gedanken über meinen Körper mache ich mir schon - vielleicht zu viele. Mein Vater ist kürzlich an Lungenkrebs gestorben - als Nichtraucher (nicht Ex-Raucher, sonder sein Leben lang nicht einmal an einer Zigarette gezogen!). Zum Zeitpunkt seiner Erkrankung hatte ich ca. ein halbes Jahr nicht mehr geraucht und vor lauter Wut und Trauer blöderweise wieder angefangen. Ich dachte, es sei ja offensichtlich eh egal ob man raucht oder nicht oder sich gesund ernährt und Sport treibt, es erwischt einen so oder so, Habe aber den festen Vorsatz, diese Scheisse wieder sein zu lassen.

Da es nicht mein leiblicher Vater ist (der ist vor 25 Jahren an Hodenkrebs gestorben) mache ich mir zwar keine Sorger wegen genetischer Lungenkrebsveranlagung, aber Kurzatmigkeit lässt einen schon ins Grübeln kommen.

Meine Therapie dagegen ist: 1x im Jahr zum Doc zum kompletten großen Check-up, mit Tumormarkern etc, und alle 2 Jahre eine Thoraxaufnahme. In den 3 Tagen zwischen Untersuchungen und Ergebnisbesprechung bin ich zwar ein nervliches Wrack, an den anderen 363 Tagen aber ziemlich stabil. :-)

Gruß

Delta

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