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Physiotherapie nicht lösungsorientiert und bringt nichts!?

Taerence7Spencxer hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe i. R. einer Tag der offenen Tür einer orthopädischen Reha-Klinik mal meinen Körper in seiner Gänze checken lassen.

Lt. Diagnose und Empfehlungen erhielt ich folgendes:

Meine Körperachse ist schief, was zur Folge hat, dass ich eine muskuläre Dysbalance der Muskulaturen auf der rechten und linken Körperhälfte aufgebaut habe. Ich habe auch eine Skoliose im Bereich LWS 4/5, die diese Achsverschiebung noch verstärkt. Von der Seite ist eine Hyperlordose zu erkennen, die einen Beckenschiefstand begünstigt. Dadurch kippt mein Becken nach vorne und ich bin ventral, also bauchwärts geneigt aufgehängt, was an der Vorwölbung meiner Brust und meines Bauches zu erkennen ist. Das alles zusammen führt eben zu dieser einseitigen Überlastung, die sich bei mir, wahrscheinlich durch Überkopfübungen über 90°, in der Schulter manifestiert hat. Ich habe einen leichten Buckel. Meine Muskulatur im oberen Rücken (unterer und seitlicher Anteil von Schultern und Trapezius) ist zu schwach. Meine Schultern und Brust(wirbelsäule) rotieren also zu stark nach innen, sind zu weit nach oben gezogen und nach vorne gerollt. Meine Hüfte rotiert zu wenig bzw. zu schwach nach außen, ist also innenrotiert. Meine Knie zeigen zu stark nach innen, was die Füße durch ihr nach außen zeigen ausgleichen wollen. Das führt zu Senk-Spreiz-Füßen, die ich auch habe. Mein Hinterteil hat zu wenig Spannung. Dadurch kippt mein Becken vor und meine Oberschenkel nach innen. Mein unterer Rückenstrecker wäre sehr gut, im Vergleich zum Rest des Rückens, aber zu stark ausgebildet. Über eine starke Bauchmuskulatur würde ich verfügen, aber diese hätte wenig Funktion in Bezug auf die Beckenkippung. Meine Hüftbeuger wären "verkürzt". Mit einer ganzheitlichen Krankengymnastik/manuellen Therapie/Physiotherapie, in dem man mich von unten nach oben in meiner Gänze betrachtet und mich danach therapiert und bei den Ursachen anfängt, könnte man mich wieder gerade machen, was aber mehrere Wochen dauern könnte, weil ich über Jahre so gewachsen bin und mir meine Fehlhaltungen z. T. wohl auch antrainiert hätte.

So, ich bin da raus und war sprachlos, wütend und traurig.

Ich trage seit Jahren sensomotorische Einlagen, weil die meine Füße, aber nur meine Füße korrigieren sollen. Tun sie auch. Pro Jahr verbessern sich meine Füße vielleicht um einen halben mm.

Ich war bereits schon mehrmals in ärztlicher und auch physiotherapeutischer Behandlung wegen meinen Knien, dann wegen meinem Hohlkreuz und zuletzt mehrmals wegen meinen Schultern.

Meine Rückenbeschwerden werden immer schlimmer, trotz Sport. Besonders der LWS- und BWS-Bereich schmerzen. Im BWS-Bereich ist es ein Brennen und im LWS-Bereich ein ständiges Ziehen. Bei jeder Drehung krachts ordentlich in diesen Bereichen, besonders im LWS-Bereich.

Aufgrund des Sports habe ich seit über einem Jahr erhebliche Probleme mit beiden Schultern. Erst leichtes Impingement, dann "nur" Entzündungen um die Bizepssehnen in beiden vorderen Schulterbereichen.

Die in meinen Augen sehr kompetetenten Ärzte sagten mir, wenn ich ganzheitlich therapiert werde und ich diese Übungen immer wieder mache, dann würde ich nie wieder diese Probleme und Schmerzen haben und auch keine Einlagen tragen müssen. Sie sprachen von einem Medical-Training. In der Physiotherapie würde wohl ausschließlich problemorientiert therapiert und nicht die Ursache bekämpft. Die Physiotherapeuten wollen ja Geld verdienen und den Patienten gerne wiedersehen, um noch mehr Geld zu verdienen.

Tja, was soll ich sagen ... meine eigenen vielen Erfahrungen sind leider dieselben. Ich war in den letzten fünf Jahren unzählige Male in der Physiotherapie. Massagen, gezeigte Übungen für den lokal schmerzenden Bereich wurden gezeigt, geübt und habe ich auch immer wieder und weiterhin gemacht, ich bekam Ultraschall, Strom und Laser - aber immer nur auf, an und um den aktuell schmerzenden Bereich. Die Physiotherapie war nach 3 Wochen beendet und ich fühlte mich wohl, aber auch nur für weitere 3 Wochen. Dann fingen die Probleme wieder von vorne an.

Dahingehend auch mein etwas provokanter Titel und die Frage, warum das so ist und wer mir bei meinen Problemen in deren Gänze auch wirklich helfen kann!? Ich habe mal nach Medical-Training im Internet gesucht und habe nur sehr wenige Einträge gefunden, aber es gibt sowas. Ich hatte vorher nie davon gehört. Problem dabei, es gibt keinen einzigen in meiner Nähe, der das anbietet. Und wenn ich zu einem solchen Medical Trainer fahren würde, kostet der mich richtig Kohle, weil das nämlich die Krankenkasse nicht bezahlt. Super ... ganz toll. Was ist das für ein Gesundheitssystem? Wie soll ich 1. mind. 3 x wöchentlich zu einem Medical Trainer fahren (der nächste ist 250 km entfernt), also die Fahrten selbst bezahlen und dann noch die Kosten pro Stunde, die mal locker bei mind. 100 - 150 € kosten?

Last, but not least ... ich habe - ungelogen - 50 Physiotherapie-Praxen im Umkreis von 25 km kontaktiert und die mit o. g. Diagnose konfrontiert und nach eben einer solchen ganzheitlichen Therapie gefragt. Alle, aber auch wirklich alle konnten und, oder wollten mir dabei nicht helfen. Kann doch nicht wahr sein, oder!?

Ich laufe von Pontius zu Pilatus, habe immer schlimmer werdende Schmerzen, lasse mich belabern, dass ich Einlagen benötige, dass ich eine spezielle Matratze benötige, dass ich einen speziellen Lattenrost benötige ... kaufe all diese Sachen, lasse mich lokal therapieren ... und was bringts? Nichts! Es ist sogar soweit, dass ich vor mehrere Sachen als heulen könnte. 1. wegen den Schmerzen, 2. weil mir wohl keiner helfen kann oder will.

Wer kann und will mir da draußen bitte helfen?

Es muss doch bitte möglich sein, dass ein Kassenpatient über ein normales Rezept für KG/PT/MT, entsprechende Hilfe bekommt, oder!?

Liebe Grüße

Terence

Antworten
E]hema/lige}r Nu|tzer (#|469485x)


Man kann in der Physiotherapie nicht alle Probleme gleichzeitig behandeln. Vorallem sind ja die meisten Probleme bei Dir Folgen eines Grundproblems und DAS muss erstmal behoben werden.

Also würde ich als Laie jetzt mal sagen dass der Beckenschiefstand physiotherapeutisch behoben werden muss.

KG, MT und MTT.

Wenn das Grundproblem behoben ist, kann es eventuell mit Rehasport weitergehen.

Rehasport wird in einigen KG-Praxen angeboten.

U|sero73948


Mach dir keine Sorgen. Ich hatte das selbe Problem. Hohlkreuz und Rundrücken, daraus resultieren dann endlos viele Probleme. Ich versuche dir das kurz zu erläutern. Deine Hüftbeuger sind verkürzt und du kannst deinen Ar*** (Gluteus) nicht ansteuern. Der ist gleichzeitig ein Außenrotator (bzw. DER Außenrotator) der Hüfte. Daduch sind deine Beine Innenrotiert, die ausgleichende Fußhaltung führt zu deinen Knieproblemen und dem Senkfuß. Diese Problematik ist bei 90% aller MEnschen und und mehr oder weniger stark ausgeprägt. Außerrdem sind die Wirbel dann hinten zu nah aneinandern daher das knacken.

Gleichzeitig führt das o.g. Hohlkreuz dazu, dass du mit geradem Rücken in den Himmel gucken würdest. Was machst du also um nicht vorneüberzufallen? Genau. Kopf und Schultern nach vorne. Daher dein Rundrücken. Du wirst dabei mit irgendwelchem Physiogedöhns und Laserelektroschockern usw nicht weit kommen. Du musst dein Hohlkreuz (=Hyperlordose) sowie deinen Rundrücken (=Hyperkyphose) wegtrainieren. Du findest extrem gute, zuhause umsetzbare Übungen gegen ein Hohlkreuz hier: [[http://fitness-experts.de/haltung/hohlkreuz-hyperlordose]] und gegen den Rundrücken hier: [[http://fitness-experts.de/haltung/rundruecken-hyperkyphose-beheben]]

Wenn du noch fragen zu den Programmen hast, gerne schreiben :-)

M"i3crha@el4E1


Hallo Terence

Da ich in leichterer Form 30 Jahre u. in stärkerer Form 10-15 Jahre damit zu tun habe kann ich eventuell etwas dazu sagen.

Du schreibst Physiotherapie nicht lösungsorientiert u.bringt nichts, dass ist zwar erstmal richtig u. trotzdem ist es falsch.

Ich versuche dass zu erklären, so wie es früher weiße Flecken auf der Landkarte gab so gibt es diese weißen Flecken auf der Körperebene. In unserem Falle ist es die Muskulatur, wenn der Arzt eine Röntgenaufnahme macht sieht er die Muskulatur überhaupt nicht, die meißten Ärzte haben von der Muskulatur keine Ahnung.

Genauso ist es mit der Psychologie die Psychologen haben von der Muskulatur auch keine oder wenig Ahnung.

Jetzt sind wir beim Kern des Problems. Ich war 5 1/2 Wochen in einer psychosomatischen Klinik wegen psychischer u. somatischer Probleme mit Verdacht auf Kindheitstrauma, da sagte der Arzt Sie haben kein Trauma. Ob ich ein Trauma habe kann aber nicht der Arzt entscheiden sondern alleine meine Psyche u. mein Körper, die Traumaschwelle liegt bei jedem Menschen wo anders also schon mal ein Grundfehler in der Anamnese.

Hochsensible Menschen z.B. haben eine niedrige Angstschwelle, dass ist ähnlich wie der Unterschied zwischen einem Ackergaul u. einem Rennpferd.

Hohe Sensibilität, Einsatzbereitschaft, Angst, und vor allem höher Stresspegel in Verbindung mit Haltungsfehlern z.B. jeden Tag stundenlang in gleicher Haltung vor dem Computer mit hohem Stressfaktor führt automatisch und zwar erstmal unbemerkt zu Muskelverspannung über lange Zeit verspannt die Muskulatur zu einer Dauerkontraktion d.h. sie kann nicht mehr entspannen immer noch unbemerkt.

Dass führt mit der Zeit zur sogenannte sensomotorischen Amnesie, d.h. die Muskulatur ist krampfhaft dauerverspannt und man merkt es nicht es zeigt sich nur mit Dauerschmerzen.

Alles was du jetzt tust Gymstudio, Gymnastik, Sport verschlimmert alles nur zwangsläufig, denn die Muskulatur ist u. bleibt verspannt u. wenn du sie beanspruchst wird es noch schlimmer.

Die einzige Möglichkeit die du hast ist die Muskulatur dazu zu bringen sich wieder zu entspannen, dass geht nicht mit psychopharmaka, nicht mit Leistungssport sondern ausschließlich mit der sensomotorischen Physiotherapie, die Betonung liegt auf sensomotorisch.

Es gibt inzwischen bei vielen Ärzten aber auch Heilpraktikern u. Physiotherapeuten in ganz Deutschland die sogenannte Therapie nach Liebscher u. Bracht alleine in München 25 Stück, dass geht in die gleiche Richtung.

Erfunden entdeckt o. entwickelt hat das Ganze Thomas Hanna ein amerikanischer Philosoph, geh ins Internet, da gibt es tolle Übungen auch für zu Hause, in Amerika weit verbreitet wird auch in Deutschland angeboten.

Weiterentwickelt hat dass in Deutschland Dr. Helga Pohl Starnberg mit Schulung bereits weit verbreitet in Deutschland, Wartezeiten leider teilweise 9 Monate, sie hat ein sehr gutes Buch geschrieben da begreifst du alles.

Diese Entspannung der Muskulatur passiert mit Hilfe der Therapeuten teilweise so spontan dass ich dachte was ist denn jetzt los, du fühlst dich plötzlich leichter u.die Depression ist auch weg.

Also wenn du das Ganze los werden willst mußt du an die Muskelentspannung ran das geht nur mit Psyche und Körper dass trennen zu wollen ist absoluter Blödsinn, wir brauchen zum Leben die Psyche u. den Körper, mit dem Motor alleine kannst die auch keine Auto bewegen du brauchst das Getriebe die Hinterachse die Räder eben alles.

Das ist meiner Meinung nach die richtige Richtung u. wenn du damit angefangen hast geht vieles von alleine.

Alles Gute

Michael41

Ezhemaligjer' Nutzer (#469G48x5)


Was kostet die LNB Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht?

Um nachhaltige Behandlungsergebnisse zu erreichen sind 3 Behandlungen notwendig. In sehr seltenen Fällen bis zu 5 Sitzungen.

Eine Sitzung kostet zwischen 100 und 120 € je nach Therapeut und dauert zwischen 30 und 60 Minuten je Behandlung.

Sie als Patient können bereits nach der 1. Sitzung selbst spüren ob die LNB Schmerztherapie ihnen helfen kann oder nicht.

Sie können also mit Gesamtkosten von 300 bis 360 € je Beschwerdebild rechnen. Wenn mehrere Schmerzzustände vorhanden sind, sollten diese separat behandelt werden (z.B. Knieschmerzen + Rückenschmerzen = 6 Behandlungen).

Sollte die LNB Schmerztherapie bei Ihren Beschwerden nicht wirksam sein, können wir dies direkt nach der ersten Behandlung feststellen.

[[http://www.lnb-schmerztherapie-stuttgart.de/lnb-schmerztherapie.html]]

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