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Fragen nach Ellenbogenbruch

n7ajannaguxt hat die Diskussion gestartet


Hallo med1ler,

mein Mann (41) hat sich bei einem Treppensturz eine Olekranonfraktur im linken Arm geholt. Das abgebrochene Stück wurde gleich mit einer Zuggurtung fixiert (OP unter Vollnarkose). Das Ganze ist jetzt knapp vier Wochen her, er war mehrfach zur Kontrolle per Röntgenbild. Inzwischen ist die Bruchnaht wohl teilweise zugewachsen, daher soll er ab Montag 2x/Woche zur Krankengymnastik. Die ersten drei Wochen hat er seine Orthese Tag und Nacht getragen, inzwischen nur noch nachts und "bei Bedarf", zum Einkaufen oder so, wenn evtl andere Menschen gegen den Arm stoßen könnten.

Bei uns haben sich einige Fragen gesammelt, die ich gerne an die Experten hier weitergeben würde:

1. Die "äußere Form" der linken Ellenbogenspitze scheint uns anders als vorher. Kann es sein, dass das Knochenstück anders angesetzt ist als vorher? Sind das noch Schwellungen? Oder vielleicht doch die Reste der Gelenkkapsel (die es bei dem Sturz wohl völlig zerlegt hat)?

2. Bisher macht er Mobilisierung selbst - genau in der Rotationsausrichtung, die die Orthese vorgibt, nur beugen und strecken. Anfangs nur so weit, wie der Schmerz gar nicht zugenommen hat, inzwischen darf er leicht in den Schmerz hineingehen. Macht ein Physio da was grundsätzlich anderes?

3. Ist es normal, dass der Ellenbogen immer noch schmerzt? Ohne seine abendliche Ibu 600 schläft er extrem schlecht, das ist doch auf Dauer auch nicht ideal.

So viel erstmal - danke im Voraus für Antworten!

Antworten
u|nope!n4edleZtteVrxs


Bei mir hat es noch biszu zwei Jahre später weg getan. Dann zwar nur, wenn ich mich drauf gestützt habe irgendwie, aber trotzdem. Ich denke also, dass es normal ist, dass er noch Schmerzen hat. Ich nehme nie Schmerzmittel gegen irgendwas, also kann ich dazu nichts sagen. Aber nachts passiert es ja doch eher mal, dass man unachtsam drauf liegt oder dagegen drückt im Schlaf, das tut dann schon weh.

nZaj!ana7guxt


Hallo unopenedletters,

danke für deine Rückmeldung!

Er nimmt freiwillig auch keine Schmerzmittel, nur hat er eben ohne so wenig Schlaf bekommen, dass er sich auch nicht erholen konnte. Quasi die Wahl zwischen zwei Übeln.

Beim Draufstützen könnte ich mir auch vorstellen, dass die Drähte stören. Oder waren die bei dir schon draußen?

n)aj*anaagut


Mal wieder ein Update: Auf den letzten Röntgenbildern sieht man, dass der Knochen wieder zusammenwächst, es geht also voran :)^ Die vorhergesagten 6-8 Wochen bis zur teilweisen Belastbarkeit der Fraktur werden wohl hinkommen.

zu 1.) Der Ellenbogen ist nochmal deutlich abgeschwollen.

zu 3.) Die Schmerzen sind noch nicht weg, werden aber weniger.

zu 2.) Die Physiotherapeutin arbeitet mit ihm ausschließlich an der Beweglichkeit. Inzwischen kann er das Handgelenk wieder relativ gut drehen, das hilft im Alltag sehr viel. Der Beugewinkel wird allerdings nicht besser, bei ca. 90° ist Schluss. Laut Orthopäde "schützt der Muskel das Gelenk", das kommt uns nicht ganz plausibel vor :|N ??? da er den Trizeps komplett entspannt lassen kann und den Unterarm mit dem Bizeps trotzdem nicht weiter anwinkeln kann.

Hat da jemand Erfahrungen? Kann es sein, dass die Sehne durch die Gurtungsdrähte gereizt wird und sich deshalb nicht dehnen will? Eine knöcherne Blockade müsste man ja in den Röntgenbildern sehen.

Ärgerlicherweise ist einer der Kürschnerdrähte nicht ideal gesetzt und reizt einen der Unterarmmuskeln, d. h., eventuell muss das Metall früher raus als ursprünglich geplant. Das wird toll, ich mit Säugling zuhause und mein Mann nochmal in der Klinik...

nkajaVnagxut


Aus gegebenem Anlass schubse ich mal wieder nach oben...

[quote]Der Beugewinkel wird allerdings nicht besser, bei ca. 90° ist Schluss. Laut Orthopäde "schützt der Muskel das Gelenk", das kommt uns nicht ganz plausibel vor :|N ??? da er den Trizeps komplett entspannt lassen kann und den Unterarm mit dem Bizeps trotzdem nicht weiter anwinkeln kann.

Hat da jemand Erfahrungen? Kann es sein, dass die Sehne durch die Gurtungsdrähte gereizt wird und sich deshalb nicht dehnen will? Eine knöcherne Blockade müsste man ja in den Röntgenbildern sehen.[/quote]

Das Thema ist immer noch aktuell, die Blockade in der Beugung ist nach wie vor da und die Trizepssehne braucht regelmäßige Kühlung gegen das Reizungs-/Entzündungsgefühl.

Aussage des Orthopäden war heute "das muss gehen." ???

[quote]Ärgerlicherweise ist einer der Kürschnerdrähte nicht ideal gesetzt und reizt einen der Unterarmmuskeln,[/quote]

Das fällt laut Orthopäde auch unter "kann schon mal vorkommen, muss man halt ignorieren."

Hat hier wirklich niemand Erfahrungen mit einem gebrochenen Olekranon?

ZYwacDk4x4


Hallo najanagut, gleich im voraus: Mit Erfahrungen betreffend Ellbogenbruch kann ich leider nicht dienen. Als "Treppenstürzler" von 2010 erlaube ich mir mal die Bemerkung, dass Dein Mann ebenso wie ich Glück im Unglück hatte; solche Abenteuer können ja auch anders ausgehen (Schließlich hat man ja immerhin zwei Arme, aber nur einen Hals). Dein Mann ist Rekonvaleszent und braucht Geduld, aber auch Schlaf. Mach Dir mal wegen der Ibu 600 keine Sorgen; die fällen keinen Mann (Ich brauche wegen einer Schulter-OP vom 21.09. heute immer noch 1600 bis 3200 mg/Tag, weil die Schmerzen so schneckenhaft abflauen). Wenn Dein Mann nichts zum Magenschutz nimmt oder keinen verträgt, gibt es ja immerhin noch Opioide (Tropfen, Tabletten, Pflaster). Fragen, wie Du sie zum Fortschritt der Heilung stellst, bequatsche ich eigentlich immer mit meiner Physiofrau; die hat schließlich eine mehrjährige Ausbildung hinter sich und fast alles, was brechen kann, schon in Händen gehabt - damit fahre ich ganz gut. Und wenn es zu einer Wegkreuzung mit echten Zweifeln kommt, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, eine Zweitmeinung einzuholen.

Dass sich Hyperion in Deinem Faden nicht gemeldet hat, ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass er, ohne den Ellbogen gesehen zu haben, keine seriöse Meinung abgeben kann.

Verzeih mir bitte, wenn ich die Glückwünsche zu Euerem Nachwuchs in Galgenhumor bette (ich kann's manchmal nicht lassen ;-) ): Sei froh, dass Dein Säugling einen Vater hat, egal, ob mit 90 oder 120° Armbeugung!

Euerer Familie alles Gute :)* @:) :)*

neajanaxgut


Danke für deine Glückwünsche, zwack :)^ Offensichtlich komme ich hier negativer rüber, als ich die Welt eigentlich sehe - mir ist völlig klar, dass es uns gut geht und dass dieser Sturz wesentlich übler hätte enden können.

Danke auch für den Hinweis auf Hyperion, vielleicht schreibe ich ihn mal per PN an.

Fragen, wie Du sie zum Fortschritt der Heilung stellst, bequatsche ich eigentlich immer mit meiner Physiofrau; die hat schließlich eine mehrjährige Ausbildung hinter sich und fast alles, was brechen kann, schon in Händen gehabt - damit fahre ich ganz gut. Und wenn es zu einer Wegkreuzung mit echten Zweifeln kommt, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, eine Zweitmeinung einzuholen.

Die Physiofrau ;-D meines Mannes war auch eher skeptisch, was

Aussage des Orthopäden war heute "das muss gehen."

betraf - damit steht für uns eine Meinung gegen die andere, und als Laie bin ich dann ein bisschen hilflos.

Z2wack4x4


Okay > Zweitmeinung einholen. Es kann ja in diesem derzeitigen Stadium sinnvoll sein, darüber nachzudenken, ob noch eine Nach-OP erfolgen sollte. Ein bislang unbeteiligter Arzt wird diese Frage unbefangener beantworten. Bei meinen Knie-TEPs habe ich gelernt, dass Patienten, die das KH nicht schon mit einer anständigen Beugung von über 100° verlassen haben, danach erhebliche Schwierigkeiten hatten, ihre Beugung weiter zu erhöhen. Jetzt ist eine Knie-TEP-OP natürlich nicht mit einer Ellbogen-OP zu vergleichen, aber fragen kann ja keinesfalls schaden ... und da würde ich mich eben an einen anderen Orthopäden oder Unfallarzt wenden. Nach 3 Wirbel-OPs in Köln noch unzufrieden, habe ich mir 2014 einen "Gutachter" in Hamburg ausgesucht. Untersuchung und OP folgten einander fast nahtlos - mit dem für mich bis jetzt besten Ergebnis. Was für den Rücken gut ist, ist für den Ellbogen vielleicht nicht verkehrt.

Ich wünsche Dir, dass Dich Dein Mann bald wieder auf Händen tragen kann. ;-)

n(ajanaxgut


Es gibt erfreuliche Neuigkeiten :-)

Im letzten Physiotermin haben sie die Strategie gewechselt, er bekommt jetzt erstmal eine kurze Massageeinheit, um die Muskeln im Unterarm zu lockern. Da war wohl einiges ziemlich fest (sowohl Trizeps-Ausläufer als auch die "richtigen" Unterarmmuskeln). Und schwupps, sind wieder ca. 10° mehr an Beweglichkeit erreicht.

Das will er jetzt erstmal zwei, drei Wochen weiterführen und sehen, wie viel sich tut. Sollte das nicht ausreichen, werden wir wohl in Richtung Zweitmeinung/Nach-OP denken. Aber da der erste Termin mit neuem Kozept schon so viel gebracht hat, ist das einen Versuch wert.

Ich wünsche Dir, dass Dich Dein Mann bald wieder auf Händen tragen kann. ;-)

Das macht er im symbolischen Sinn immer x:)

Danke dir, Zwack!

m.ikBeSCxF


Hallo najanagut,

da ich das gleiche Problem habe (Olecranonfraktur, OP vor 3 Wochen, gut verheilt aber Armbeugung trotz regelmäßiger Physiotherapie noch immer nur max. 90° möglich) würde mich interessieren, ob sich die Beweglichkeit bei deinem Mann inzwischen verbessert/normalisert hat - und wenn ja (was ich natürlich für ihn hoffe ;-), wie/wodurch er das hinbekommen hat?

nCajan\aguxt


Sorry, ich hab nicht gesehen, dass du geschrieben hast.

Das eigentliche Problem war wohl, dass einer der Nägel nicht sauber gesetzt war und in den Muskel gepiekst hat. Deshalb kamen im Februar die Nägel raus, in einer ambulanten OP unter Vollnarkose. Die Wunde war noch ein paar Wochen druckempfindlich, aber er konnte die Hand sofort wieder rotieren. Die Streckung und Beugung haben auch sofort wieder geklappt, es fehlen nur ein paar Grad zur vollständigen Streckung, vielleicht 5° oder so. Die Kraft im gebrochenen Arm ist noch nicht wieder voll da, das dauert lang.


Dass du nur 90° beugen kannst, ist verdächtig. Geht muskulär nicht mehr, oder ist die Begrenzung im Gelenk?

n(aja nxagut


Fällt mir gerade noch ein: wie lange wurde das Gelenk nach der OP bei dir fixiert? bzw ab wann wurde mobilisiert?

w0int/erson.ne 01


Ich hatte mal durch zu lange Fixierung, dass die Beugersehne festgewachsen war. (war am Figer).... ganz viel Ergotheraphie brachte keine Fortschritte, erst ein Speziallist äußerte den Verdacht Musste dann operativ gelöst werden.

Was ich dir damit sagen will: wwenn Physiotherapeutin meint, es sei ungewöhnlich dass du so wenig Fortschritte machst, dann gehe noch mal zu einem anderen Arzt und frage da nach . Ob es sein kann, dass .........

n%aja:n;aguut


Deshalb meine Frage, Wintersonne ;-) mein Mann wurde am zweiten Tag mobilisiert, früher gabs wohl zwei Wochen Gips.

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