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Wie die Zeit bis Vkb Plastik überbrücken?

m$om"o75 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich wollte mal nach Meinungen und vielleicht Erfahrungen fragen, wie ich ein ziemlich lädiertes Knie bis zur endgültigen Instandsetzung bei Laune halten könnte.

Es besteht folgender Status Quo:

Nach wiederholtem Riss des vorderen Kreuzbands bzw. dessen Plastik aus "Semi" und "Graci" Sehne sind mir vor 6 Tagen die Bohrkanäle gefüllt worden. Aktuell fehlt im Knie neben dem Kreuzband zudem noch der Innenmeniskus und ein mäßiger Knorpelschaden wurde geglättet. Ich gehe davon aus, in 1-2 Wochen schmerz- und schwellungsfrei zu sein und das Knie wie auch schon das vergangene halbe Jahr soweit frei bewegen und belasten zu können.

In 4-6 Monaten kann nach Aushärtung bzw. Verwachsung der Knochenfüllung im Bohrkanal erst wieder gebohrt werden. Bis dahin bleibt das Knie also in diesem Zustand.

Bereits beim ersten VKB Riss bzw. nach der OP hatte ich den Eindruck, dass KG und Physiotherapie sehr "lasch" waren. Auch jetzt deutet es sich wieder so an, dass ich erst über eine Woche nach der OP die erste KG habe. Dem möchte ich dieses mal entgegenwirken.

Also möchte ich spätestens nach Ablauf der verschriebenen KG Termine und bei möglicher Vollbelastung das Knie bis zur kommenden OP so stabilisieren, dass ich möglichst bis dahin endlich mal wieder durcharbeiten kann (mäßige körperliche Arbeit) und nicht wieder nach jedem schiefen Schritt ausfalle weil das Knie übermepfindlich und sofort wochenlang dick ist.

Mir selbst fallen bislang zwei Möglichkeiten ein:

Zum einen gibt es in der sehr modernen und freundlichen Physiotherapie-Praxis, in der ich jetzt schon zwei mal eine Zeit lang war eine Art Jahreskarte, mit der man nach eigener Zeiteinteilung an den Geräten werkeln darf. Natürlich auch mit netten Ratschlägn der Leute dort, sollten Fragen auftauchen.

Die zweite Idee wäre Kieser Training. Wie ich das verstehe ebenfalls mit freier Zeiteinteilung und ner Art "Jahreskarte" sowie professionell erstelltem Programm für die Bedürfnisse.

Beide Ideen würden soweit ich das sehe ca. 700 Euro kosten. Wäre ok.

Frage: Ist eine der beiden Ideen grundsätzlich besser als die andere? Oder steht der Wohlfühlfaktor im Vordergrund und der therapeutische Effekt ist bei beiden ähnlich zu erwarten?

Oder gibt es am Ende noch was, was infrage käme?

Danke für Tipps!

Christoph

Antworten
g?maxk


die Bohrkanalverfüllung hättest du dir sparen können:

[[http://www.artico-klinik.de/index.php/de/behandlungsspektrum/47-vorlage]]

mNomo7x5


Hmmm ???

Es geht ja jetzt hier eigentlich nicht um die Bohrkanalgeschichte, aber das von Dir verlinkte Verfahren war und ist mir bekannt, wir, operierender Professor, lokaler Orthopäde und ich haben uns aber einstimmig für die klassische Version entschieden.

Es ging mir ja wie gesagt um das, womit ich jetzt am besten dafür sorge, dass das Knie an Stabilität gewinnt.

g,mak


Du bekommst nur die Variante die dein Operateur beherrscht. Er würde dich nicht zur Konkurrenz schicken, die fremdmaterialfrei in einer einzigen OP die Reruptur beseitigen. Aber egal...

Von Kieser halte ich nicht viel. In der Regel geben dir (gute) Physios Tipps was du alles machen sollst und welche Feinheiten zu beachten sind. Zum Muskelaufbau vor der OP bieten sich die Geräte bei deinem Physio an. Bei Kieser wird dir keiner kreuzbandspezifische Tipps geben. Danach wirst du die Geräte nochmal brauchen oder gleich in ein richtiges Fitnesscenter eintreten. Zur Erreichung der Stabilität sind die dir bekannten Wackelbrettübungen wichtig. So ein Teil kann man sich auch kaufen und daheim was machen. Brauchst du ja auch nach der nächsten OP.

m7omRo7x5


Danke für Deine Meinung!

Ich dachte immer, gerade beim Kieser Training könnte man sich ganz spezifische Programme zusammenstellen lassen, die z.B. anhand OP Berichten usw. erstellt werden. Das war für mich zumindest immer der Aspekt, Kieser für deutlich "sinnvoller" und "ergebnisorientierter" zu halten als die ganz normalen Fitnessbuden. Ich dachte vielmehr, das gerade bei letzteren einfach nur die Geräte da stehen, übertrieben gesagt keiner ne Ahnung hat und es denen eher um den Lifestyle Faktor geht, als um medizinischen Nutzen.

Naja, morgen ist der erste KG Termin, ich werde mal fragen was die zu der Sache meinen. Die Physio-Praxis ist mir wie gesagt auch ne ganze Ecke sympatisch, ich kenne Leute und Geräte und es ist heimatnah. Ich denke es wird dann wohl wirklich eher auf diese Lösung rauslaufen.

Mit der Bohrkanalverfüllung das stimmt so nicht ganz. Der Chirurg (Kniespezi), der mir das erste VKB gemacht hat, hat mich jetzt nach der Reruptur eben gerade deswegen zur Konkurrenz (250 Kilometer von daheim, also keine Verbindung zwischen den beiden) geschickt. Zum einen weil er selbst das bei mir als am besten geeignetes Verfahren nicht anbietet und zum anderen weil er von, so im Überweisungsbericht wörtlich genannten "höheren Schwierigkeitsgrad" ausgeht.

Für die dann wiederholte Plastiktransplantation ist aktuell die Endobutton Methde angedacht, aber wer weiß, vielleicht verläuft die Knochenheilung jetzt ja so bombastisch, dass Press Fit nochmal eine Option wird? Steht aber alles noch in den Sternen. Jetzt erstmal die Zeit auf dem Sofa genießen und hoffen, dass in 5 Monaten alles wieder top ist. Dann sehen wir weiter.

Danke nochmal!

E=hemaLliger Nmutzer( (#325x731)


Kieser würde ich nie wieder machen. Kieser ist so unflexibel wie eine Betonplatte, du bekommst nut das 08/15 Programm. Als ich andere Kniespezifische geräte dazu nehmen wollte, hieß es das geht erst nach x Wochen und ich müsste vorher zum Arzt blabla ...

Kostet ein scheine Geld und taugt in meinen Augen nix.

Da ist jeder Trainingsplan in einem normalen Studio individueller und günstiger.

mDomox75


Super, danke für die Info. Gut, dass ich hier gefragt hab - ich war bislang wie schon gesagt genau vom Gegenteil ausgegangen. Wundert mich jetzt schon...

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