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Starke Hws-Probelme, Arbeiten nicht möglich, verzweifelt

sfchnu!ep7chen hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin mittlerweile wirklich am Ende. Angefangen hat es vor 5 Jahren, da hatte ich einen Unfall, der mir ein Schleudertrauma bescherte. Leider bin ich erst nach drei Tagen zum Arzt, da erst dann Beschwerden kamen. Der Arzt spritze ein lokales Betäubungsmittel in den Nachen und ich bekam eine Halskrause für eine Woche und Physiotherapie. Das war es dann.

Seitdem habe ich immer wieder starke Schmerzen im Nacken, daraus resultierende Kopfschmerzen, Schwindel. Ich war bei tausend Ärzten, keiner konnte mir helfen. Immer wieder wurde mir etwas zur Muskelentspannung gespritzt und ich bekam Physiotherapie. Geholfen hat das alles nichts.

Vor einem Jahr nahmen die Beschwerden nochmals zu, die Schmerzen wurden schlimmer, die Beweglichkeit des Kopfes nahm ab, die Muskeln verspannten sich noch mehr. Da hatte ich gerade eine Ausbildung zu Erzieherin angefangen. Ich bekam Sehstörungen, meine linke Seite wurde sporadisch taub. Wieder Arzt, wieder Unmengen an Physik- und manueller Therapie. Und der Tipp, mir einen anderen Job zu suchen, Erzieherin und HWS Probleme schließen sich aus.

Ich brach die Ausbildung ab, in der Übergangszeit wurden die Symptome etwas besser. Ich fing eine neue Ausbildung an, wo ich jeden tag sehr viel sitzen musste und ununterbrochen 8h am Tag in gebeugter Haltung schreiben musste. Die Beschwerden nahmen zu, ich ignorierte sie, weil ich die Ausbildung unbedingt machen wollte. Bis mein Körper dann die Notbremse zog, erst wurden die neurologischen Ausfallerscheinungen immer schlimmer, schließlich kam es zu einer teilweisen Lähmung der linken Seite (Anfang 2015), die bis heute besteht. Zwar hat es sich gebessert, aber weg ist es nicht.

Also musste ich wieder abbrechen :°( . Ich war sechs Monate krankgeschrieben. In der Zeit besserten sich sowohl Lähmung, als auch Beschwerden an der HWS langsam, aber sicher. Nun habe ich die gleiche Ausbildung (wieder mit nur sitzen, viel schreiben, viel runtergucken) wieder begonnen. Ich merkte es sofort, die Beschwerden traten nach einer Woche wieder auf.

Ich habe täglich Schmerzen im Nacken, Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen und auch Taubheitsgefühle. Ernähre mich von Ibuprofen. Bin Stammgast beim Arzt zwecks Spritzen, weil das wenigstens etwas Linderung bringt. Kann den Kopf nicht drehen, jede Bewegung verursacht ein unangenehmes Knacken im Hals. Ich habe schon jetzt unglaublich hohe Fehlzeiten, weil ich eigentlich gar nicht in der Lage bin, zur Schule zu gehen. Wenn ich doch dort bin, steigern sich die Beschwerden ins Unermessliche.

Mein Arzt ist ratlos, spritzt, verordnet manuelle Therapie und rät zu einer anderen Ausbildung, wo ich mehr in Bewegung bin und nicht dauerhaft nach unten gucken muss. Aber ich bin schon so alt, ich muss endlich mal einen Abschluss machen. Noch mal abbrechen, wer nimmt mich denn dann noch?

Ich habe zig Ärzte aufgesucht, unendlich oft Physiotherapie bekommen, ein Vermögen in Ostheopathie und eine spezielle Zahnbehandlung investiert. einen Psychologen aufgesucht und eine Therapie begonnen. Gebracht hat es nichts. Mehrere MRTs waren ohne großen Befund.

Was soll ich nur machen? Wie soll mein Leben weitergehen? Ich sehe keine Zukunft mehr für mich. Meine Eltern auch nicht, die wollen nur, dass ich endlich einen Beruf erlerne, koste es, was es wolle. Sie sehen mich in drei Jahren als Hartz IV Empfänger. Die Ärzte haben mir das teilweise schon als "Tipp" gegeben :-o Ich kann nicht mehr.

Antworten
_"Par|vatEi_


Wurde mal ein MRT von der HWS gemacht? Um auszuschließen, ob nicht noch etwas anderes im Argen liegt? Oder sind es tatsächlich nur muskuläre Probleme?

Was machst du gegen die Schmerzen außer Tabletten schlucken? Also machst du zu Hause Sport, spezielle Gymnastikübungen für die HWS und Dehnübungen?

Zwecks Ausbildung kann ich dir leider keinen Rat geben. Wenn du selbst eine Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffst, dann bringt es meiner Meinung nach auch nichts da jetzt Energie reinzustecken. Dann konzentriere dich erst mal voll auf deine Gesundheit. Mache, wenn nötig auch mal einen Klinikaufenthalt in einer Schmerzklinik oder eine Reha.

Selbst, wenn du jetzt auf Biegen und Brechen eine Ausbildung abschließt, wirst du danach ja auch nicht arbeiten können, wenn deine Beschwerden so bleiben, wie sie jetzt sind. Es wird auch keinen Beruf geben, den du in deinem derzeitigen Zustand machen könntest. Da ich selbst ein junger Schmerzpatient bin, kenne ich leider das Problem. Ein Beruf mit abwechselnder körperlicher Belastung gibt es in real nicht. Ich bräuchte so einen auch, aber da kann man lange suchen.

Mgongxer


Wenn seitens des Orthopäden alles gemacht wurden (Röntgen und MRT), dann solltest du mal zu einem Chiropraktiker, am besten mit osteophatischer Zusatzausbildung.

s2ch6nuexpchen


Ja, ein MRT wurde gemacht. Im Befund vom Orthopäden steht folgendes: HWS deutlich eingeschränkt, C3 rechts rotationsempfindlich. Steilstellung mit umphysiologischer Kyphosierung bei C2/3. Osteochondrose. Spondylarthrose, beginnend zarte dorsale Spondylophyten, tendomyotisches Cervicalsyndrom. Keine Ahnung, was das genau bedeutet^^

Ich mache regelmäßig (mindestens 3x die Woche Sport), dazu jeden Tag die Übungen, die mir der Physiotherapeut gezeigt hat. Dehnübungen habe ich probiert, danach wurden die neurologischen Ausfallerscheinungen so schwer, dass ich irgendwann in der Notaufnahme gelandet bin. Daraufhin hab ich die Dehnübungen eingestellt. Auch die speziellen Gymnastikübungen verschlimmern die Sache eher, obwohl ich sie laut Physio richtig ausführe.

Parvati, das tut mir leid, dass du auch Schmerzpatient bist. Darf ich fragen, wie alt du bist und was du beruflich machst? Ich habe nächsten Monat einen Termin bei einem Schmerzmediziner, vielleicht kann der mir ja helfen.

Monger, hab ich auch schon durch. Hab dort viel Geld gelassen, ohne den Hauch einer Besserung. Ebenso bei einem reinen Ostheopathen.

M[onge?r


Haben denn Osteopath und Chiropraktiker Fehlstellungen etc. bei dir gefunden? Was genau haben die bei dir gemacht? IdR schauen die sich ja den gesamten Bewegungsapperat an und können eigentlich recht schnell feststellen, wo es klemmt. Damit alles wieder ins Gleichgewicht kommt, kann es schon einige Zeit dauern. Du solltest auch nochmal deinen Ortopäden fragen, was die Diagnose genau bedeutet? Hat er dir das nicht mitgeteilt? ":/

Evtl. hast du auch Mikroverspannungen in der Muskulatur, lies dich mal hier ein, ob das auf dich zutreffen könnte:

[[http://www.muskel-und-gelenkschmerzen.de/]]

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