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1 Jahr nach Schlüsselbeinbruch immer noch Rückenschmerzen

M8in$ux_ hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich hier, weil ich hoffe, eventuell neue Tipps und vielleicht auch Erfahrungen von anderen zu hören, weil ich so langsam verzweifle. Leider konnte ich selber im Internet nicht so viele Erfahrungen, die sich mit meinen decken, finden.

Ich habe mir vor genau einem Jahr das Schlüsselbein bei einem Reitunfall gebrochen und habe davon immer noch Schmerzen durch starke Verspannungen im Rücken.

Dieser Dauerschmerz (fühlt sich an, als hätte ich ein Messer im Rücken oder als trage ich ständig etwas schweres auf den Schultern) strengt mich im Alltag und in der Freizeit sehr an, zwängt mich am Ende des Tages oft in die Knie und bringt mich oft zum Weinen. Das Weinen kann ich mir dann nicht richtig erklären, weil es mir an sich sehr gut geht (tolle Familie, toller Freund, wenig Sorgen außer ein bisschen Zukunftsangst ;-)). Deswegen glaube ich, dass es an den Schmerzen liegen muss, die mich ständig begleiten und die ich versuche wegzuschalten, damit ich normal weitermachen kann.

Ich würde von Euch gerne wissen, welche Maßnahmen ihr empfehlen würdet, wie ihr meine andauernden Schmerzen erklären würdet oder was ihr vielleicht für Erfahrungen mit Schlüsselbeinbrüchen gemacht habt. Da meine Geschichte sich schon etwas länger hinzieht, versuche ich alles aufzuschreiben, aber mich so kurz wie möglich zu fassen.

Mein Schlüsselbein ist rechts gebrochen, kurz nach dem Bruch stand zur Debatte, ob er operiert werden soll oder nicht (er stand nicht ganz optimal und etwas schräg & gesplittert). Das Krankenhaus sagte nein zu OP, mein Orthopäde ja, also bin ich wieder zum Krankenhaus um zu operieren, wo mir wieder davon abgeraten wurde. Also habe ich mich dagegen entschieden und im Krankenhaus einen Arzt gefunden, der meinen Bruch regelmäßig kontrollierte. Nach 6 Wochen durfte ich meinen Rucksackverband abnehmen, der Bruch war gut verheilt. Die starken Verspannungen im Rücken, die ich Anfangs auf den Rucksackverband schob, hörten aber nicht auf.

Folgendes habe ich seit dem gemacht:

- Ich ging zur Akupunktur (etwa 11 unregelmäßige Sitzungen bei einer Thai). Sie löste in einer Sitzung den schlimmsten Schmerz im Rücken, der tief unterm Schulterblatt saß. Nach der Sitzungen ging es mir drei Tage sehr schlecht, die Akupunktur war mir plötzlich etwas unheimlich, ich hatte Schmerzen im Brustkorb, in einer bestimmten Liegeposition ein "Klicken" im Brustkorb bei jedem Herzschlag (ich habe es von meinem Hausarzt überprüfen lassen, er meinte es seien gelöste Knorpel des Brustkorbs). Nach drei Tagen ging es mir wesentlich besser, das Klicken war weg und mein Hauptschmerz unterm Schulterblatt ist mittlerweile so gut wie weg.

- Ostheopathie (ca. 3 Sitzungen bei zwei verschiedenen), ich hatte das Gefühl hier konnte mir nicht so gut geholfen werden

- Massage & Fango (ca. 16 Sitzungen) - tat gut, aber ob es so richtig weitergebracht hat kann ich nicht sagen. Außerdem hat meine Masseurin aufgehört zu arbeiten.

- Physiotherapie (ca. 20 Sitzungen) - half mir auch gut, irgendwann war ich aber auch hier an einem Punkt, wo mir die Termine zu viel wurden und mich es gefühlt nicht weiter gebracht hat

- Ich habe meinen Hausarzt nach Neuraltherapie gefragt, um die betroffenen Verspannungen zu betäuben. Er wollte das nicht und meinte, mein Freund solle mich erstmal massieren (das tut mein Freund leider überhaupt nicht gerne)

- Ich war bei einer Schamanin, die versucht hat, in meine Psyche nach dem Unfall zu blicken. Die Behandlung war allerdings nicht so erfolgreich bzw. wir haben uns evtl. nicht so gut verstanden

- Ich war bei meinem Heilpraktiker, der feststellte, dass ich seit meinem Unfall mit einem Überschuss an Adrenalin und im Schockzustand rumlaufe; er hat mich dementsprechend erfolgreich behandelt

- Schmerzmittel habe ich verschiedene probiert, um mal Ruhe reinzubringen. Leider schlägt nichts an, der Schmerz bleibt (Voltaren zum Einnehmen + Salbe, Ibuprofen, Novaminsulfon)

- ich versuche Stress zu vermeiden, werde auch von meinen Eltern unterstützt -- In der Anfangszeit meines Bruchs habe ich meine Bachelor-Thesis geschrieben, konnte mir die Zeit also recht frei einteilen, wenn auch unter Druck, danach habe ich ca. 4 Monate gearbeitet, dann 2 Monate frei gehabt; Seit einem Monat arbeite ich wieder (kann mir meine Zeit aber auch recht frei einteilen, arbeite nur ca. 60-80 Stunden im Monat; das Weinen ist wieder mehr geworden als in den 2 Monaten frei)

- Sport: ich windsurfe und reite in unregelmäßigen Abständen, außerdem tanze ich am Wochenende viel. Schwimmen könnte ich noch gut mit einbauen, mir fehlt allerdings die Motivation, da ich mir nicht sicher bin, ob es helfen könnte (generell mache ich ungern Sport, bei dem mir die Motivation fehlt, Joggen u.a. sind also nichts für mich, da es mich langweilt)

Was ich jetzt mache:

- Akupunktur woanders, da ich mich bei der vorherigen nicht mehr so wohlfühlte. Die neue Akupunktur wird von vielen in der Umgebung empfohlen. Der Akupunkteur selbst sagt, er wird es heilen können (regelmäßig, 2x die Woche)

- Nächste Woche habe ich ein Probetraining beim sogenannten Kieser Training

- ich überlege zum Psychologen zu gehen, um ein Trauma vom Unfall auszuschließen/ es zu verarbeiten

Wie es mir jetzt geht:

- Der Schmerz belastet mich, ich habe wie gesagt ein Stechen im rechten Schulterbereich hinten. Irgendwann hilft nur noch liegen, stehen und rumlaufen werden zu schmerzhaft. (auch im Liegen bleibt der Schmerz, morgens nach dem Aufwachen ist er auch zu spüren)

- Wenn ich meinen rechten Arm kreisen lasse knackt es bei jeder Bewegung laut.

- Manchmal habe ich noch Schmerzen im Bruch selbst, das aber eher selten

- insgesamt stehe ich leider recht schief. Wenn ich entspannt stehe, ist meine rechte Schulter ist viel tiefer als die linke. Macht es Sinn, das zwanghaft auszugleichen? Ich war schon immer ein bisschen schief, aber seit dem Bruch ist es mehr geworden glaube ich.

Wie ihr seht, habe schon recht viel Zeit und Geld in meine Heilung reingesteckt... Vielleicht habe ich ja irgendeinen Aspekt nicht bedacht und ihr habt Ideen dazu. Ich würde mich sehr über Eure Hilfe freuen! Vielleicht ist es ja auch normal, dass ein so komplizierter Bruch so lange braucht... Ich hoffe nur, dass irgendwann endlich die Schmerzen aufhören werden.

Danke und Gruß

Minu

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