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Knie Kaputt und trotzdem arbeiten?

d.rakees9x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ganz kurz zur Vorgeschichte:

Und zwar hatte ich Ende Juli daheim einen Unfall, bei dem ich mir die Kniescheibe ausgerengt habe, ein Stück vom Gelenkknorpel abgerissen und ein Stück des Oberschenkel rausgesprengt habe. Wurde dann 4 Tage nach Unfall operiert.

Seitdem habe ich Physiotherapie, bis mein Hausarzt der Meinung war, dass ich ja keine 80 bin und keine Physiotherapie mehr brauch. Bis dahin ist auch alles gut verheilt, ich konnte mittlerweile wieder ohne Krücken gehen, nur längeres stehen (also über 30 Minuten) ging nicht, da ich sofort wieder extreme Schmerzen im Knie bekam und wieder mehrere Tage auf die Krücken angewiesen war. War für mich alles soweit okay, bis auf starke Stechende Schmerzen in der Kniekehle innenseite.

Heute hatte ich dann endlich meinen Termin beim Chirurgen, hab ihm das alles so geschildert und ihm auch die Befunde gegeben. Nach 2 Minuten Untersuchung des Knies (Bewegungsübungen etc.) hat er sich die Bilder vom Röntgen, CT und MRT angeschaut und sagte mir dann, dass im Knie noch etwas kaputt sei und es noch sehr instabil wäre. (Alles klar, hatte ja schon die Befürchtung gehabt, da ich ganze Zeit der Meinung war, dass da irgendwas noch nicht stimmen könnte...). Auf die Frage, was denn kaputt sei, antwortete er, dass er das noch nicht genau sagen kann und ich jetzt erstmal Physiotherapie komplett stoppen sollte und ab Montag eine Wiedereingliederung (ich arbeite als Altenpfleger) starten sollte, damit das Knie wieder ganz normalen Belastungen im Alltag ausgesetzt wird. Auf meine Frage, wieso ich denn wenn mein Knie ja eindeutig noch "kaputt" ist, wieder arbeiten soll und mein Knie ja gerade bei meiner Arbeit größere Belastungen ausgesetzt ist, bekam ich keine wirkliche Antwort darauf.

Ich hab jetzt schon fast alle Fachärzte für Chirurgie bei uns im Umkreis durch. Entweder ich werde garnicht untersucht oder werde Untersucht und die Ärzte verschreiben mir Krankengymnastik ohne zu sagen, wie es jetzt mit meinem Knie aussieht.

Wurde auch nach der OP nur geröngt im KH und alle Ärzte sagen, dass man auf den Bildern überhaupt nicht sehen kann, ob alles richtig sitzt...

Weiß momentan echt nicht weiter. Soll ja ab Montag die Wiedereingliederung anfangen, zwar nur 2 Stunden. Aber bei mir auf der Arbeit ist es ja auch nicht möglich mich alle 30 Minuten hinzusetzen und mein Bein hoch zu legen....

Desweitern muss ich ja zwangsläufig auf der Arbeit mein Knie verdrehen (um jemand z.B. ins Bett zu legen oder sonstiges) und dies kann ich maximal unter wirklich extremen Schmerzen.

Was alle Ärzte nur sagten waren, dass ich mein Leben lang Probleme mit meinem Knie haben werde und gerade auch auf der Arbeit immer mit Schmerzen zu kämpfen habe. Auf die Frage, ob ich den Beruf je wieder 100% ausüben könnte, kam bisher immer nur ein Schulterzucken.

Wieso soll ich mein Knie noch mehr schädigen, als es schon ist? Damit der Arzt sehen kann, was kaputt ist?

Was haltet ihr davon, Zähne zusammen beißen und noch bis zur Rente in dem Beruf arbeiten gehen (bin gerade mal 21) oder lieber eine Umschulung?

Soll ich wieder zu einem neuen Arzt gehen um mir noch eine Meinung einzuholen?

Hoffe ihr könnt meine Sorgen etwas verstehen und hoffe auf Antworten.

Gruß

Marcel

Antworten
MjonikaE65


Ich kann dir das nachfühlen, hätte dieselben Bedenken. Der Beruf fordert den Körper ungemein und gerade Altenpfleger wissen, wie viele Leute im Alter unter großen Kniebeschwerden leiden, die dann nicht mehr behandelbar sind.

Ich würde die 2 Stunden mal probieren, ob es ohne Beschwerden klappt und wenn nicht, noch mal beim Arzt aufschlagen. Umschulung/Weiterbildung würde ich auch nicht ausschließen, in dem Alter hast du noch viele Möglichkeiten.

BOamb`ienxe


Was haltet ihr davon, Zähne zusammen beißen und noch bis zur Rente in dem Beruf arbeiten gehen (bin gerade mal 21) oder lieber eine Umschulung?

Die 2 Stunden eingliederung solltest du auf jeden Fall probieren. Kanst du in der Arbeit nicht Aufgaben übernehmen, die das Knie erst noch schonen?

Gleichzeitig würde ich mich zB beim Arbeitsamt arbeitsuchend (ist was anderes als arbeitslos) für andere Tätigkeiten als die Pflege melden. Schilder denen deinen Fall und frag nach, ob es für dich eine Möglichkeit der Umzuschulen gibt.

Du bist noch sehr jung und wirst mit einer Umschulung in einen Bereich wo du dein Knie etwas entlasten kannst, eine gute Investition in deine Zukunft tätigen. Wäre die Betreuung von Demenzkranken nach §87b zB was für dich?

Gute Besserung für dein Knie @:)

E;hemalig5er NHutzker (#3025%731)


Bischen Vorschnell für eine Unschulung. Ich würde erst mal die Wiedereingliederung machen und den Knie Zeit geben. Das ganze ist nicht mal 3 Minate her was keine lange Zeit ist. Wenn absehbar ist das es nicht mehr geht kann man immer noch an eine Umschulung denken

dlrakeusx94


Hallo,

Danke erstmal für die bisherigen Antworten!

Ich weiß, dass der Gedanke einer Umschulung vielleicht etwas vorschnell ist. Aber die Vorhersage zu bekommen, mein Leben lang meinen Beruf nur unter Schmerzen und Problemen im Knie ausführen zu können, ist auch nicht so toll.

Ich werde aufjedenfall die Wiedereingliederung ausprobieren und mir wurde auch zugesichert, dass ich die erste Zeit wirklich nur zu "leichteren" Tätigkeiten eingesetzt werde. Das Problem ist hierbei einfach nur, dass das keine Lösung auf Dauer ist, sondern ich wirklich irgendwann wieder voll eingesetzt werde, sollte die Wiedereingliederung klappen.

Wie gesagt, ich kann ja gerade mal maximal 45 Minuten stehen, bevor sich mein Knie wieder (nach meinen Gefühl) total instabil anfühlt und ich starke Schmerzen in diesem bekomme. Auf der Arbeit ist die Belastung ja nicht nur im stehen, sondern auch beim z.B. Heben größer als daheim.

Werde mir aufjedenfall noch einen Termin bei einem Orthopäden, welcher wirklich gut sein soll, besorgen.

E`hem_aliger Nutze>r (#32x5731)


Das kann doch nich gar keiner beurteilen ob Beschwerden zurück bleiben. Da kann man sich in 6-12 Monaten Gedanken drum machen aber doch nicht nach so kurzer Zeit.

Außerdem kann man auch gut lernen mit dauerhaften Schmerzen zu leben und zu arbeiten, dafür gibt es Schmerztherspeuten. Aber ganzheitlich alles viel zu früh bei dir nach nicht mal 3 Monaten

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