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Gelenkersatz zu voreilig ???

Slch?midxti70


Ich habe in einem Vortrag auch was gehört bezüglich der Frage, warum nicht schon überall diese "automatisierten" OP Techniken (kenne den Fachbegriff nicht) eingesetzt werden. Da gibt es wohl durchaus auch Grenzen...Aber ich will jetzt auch nichts Falsches sagen, habe ich keine wirkliche Ahnung von.

Das Schöne hier in Deutschland ist aber, dass Jeder die Möglichkeit hat, seine Klinik/seinen Arzt selbst auszusuchen.

mYarixposa


Es tut mir leid, dass Du solche Beschwerden hast und offenbar unfreundliche Ärzte angetroffen hast. Ich frage mich jedoch, worauf Du überhaupt noch wartest?

Man hört ja viel von anderen, was alles für Befunde erhoben werden.

Körperliche Untersuchung, Röntgen in 2 Ebenen, Ultraschall, CT usw.

Vielleicht steckt ja auch eine Entzündung drin ?

Muskelerkrankung wäre möglich ?

Warum sollten die oben genannten - sehr kostspieligen - Untersuchungen denn noch gemacht werden, wenn die Diagnose und die einzig helfende Therapie (nämlich OP) feststeht? Wieso sollte es eine Muskelerkrankung sein? Dafür spricht doch nichts.

Was mir Sorge macht, ist die bereits 2008 festgestellte SIG-Arthrose, welche man 2014 nicht feststellte, da nur in einer Ebene liegend geröntgt wurde und das man angeblich nicht auf die Knochendichte achten müsste.

Das hat die Ärztin Dir ja bereits gesagt.

Im übrigen finde ich es seriös, dass Dir für chronische Schmerzen nicht leichtfertig Schmerzmittel verschrieben werden, solange es andere Möglichkeiten der Behandlung gibt. Schmerzmittel haben Nebenwirkungen, können bei längerer Einnahmedauer abhängig machen - und gerade die Mittel, die bei Coxarthrose eingesetzt werden, sind nicht unumstritten.

Ich würde eine weitere Meinung einholen, aber dann eine Entscheidung treffen. Ich habe Kollegen, die beide Hüften neu bekommen haben und schon wieder Tennis spielen. Solch einen Erfolg wünsche ich Dir auch! *:)

Diese hat mir vor vielen Jahren nach starken Schmerzen in der Hüfte und bis in die Oberschenkel eine Blockade in der Wirbelsäule gelöst und nach einer Woche war alles weg.

Ein Griff, ein Knack im Rücken und alles im Oberschenkel war nach einer Woche vorbei.

Vermutlich war das eine Blockade des Iliosakralgelenks.

E_hemaliger? Nutzer- (#+325731)


Ganz ehrlich : du bist 62, dein Gelenkspalt ist schon im Liegen komplett aufgebraucht, du hast Schmerzen. Was erwartest du?

Du kannst natürlich auch noch länger "auf der Felge" laufen. Dann ist der Knichen irgendwann so kaputt das man keine Prothese mehr einsetzten kann. Die Entscheidund liegt bei dir!

MpuGsixg


Noch ein Nachschlag zu meinem letzten Beitrag.

Der Eindruck ist auch richtig, dass es in meinem Umfeld geballt vorkommt.

Man hat hier in der Stadt die Möglichkeit, sich in einer großen Klinik - einem akad. Lehrkrankenhaus einer Uni - operieren zu lassen.

Viele bevorzugen aber die zahlreichen kleineren Krankenhäuser im Umfeld mit Belegabteilungen und auch leider dann vereinzelt mit nicht so guten Ergebnissen.

Da spielt meines Erachtens schon eine Art Überzeugung/Einfluss mit und ein ehemaliges "Tal der Ahnungslosen". Hinzu kommt, dass es überwiegend ältere Patienten sind und diese noch besser zu überzeugen sind.

Leider ist auch der "Buschfunk" in meinem Wohnort sehr aktiv. Angeblich sind im hiesigen Klinikum ausländische Ärzte, was gar nichts zu bedeuten hat.

Auch Ärzte aus anderen Ländern sind gut ausgebildet.

Diese Allergie gegen ausländische Ärzte dient meines Erachtens eher der Fremdenfeindlichkeit und schädigt den Ruf unseres Klinikums.

Gerüchte sind leider schwer aus der Welt zu schaffen und demzufolge profitieren umliegende kleinere Kliniken davon.

LG

MCusixg


"Auf der Felge laufen" klingt lustig.

Ist es aber nicht.

Wer weiß denn, ob z.B. auch bei Osteoporose künstliche Gelenke eingesetzt werden.

Wenn nicht, dann wäre das evtl. die erste Frage, welche vor einer OP abgeklärt werden sollte ?

Darum geht es mir überwiegend, dass ein Röntgenbild aus Juni 2014 existiert und weiter nichts.

Ich bin zwar kein Arzt. Aber es sollten schon aktuelle Befunde erhoben werden und nicht aufgrund "altbackener Röntgenbilder" sich auf eine OP fixiert werden.

E3hemaliQger BNutzer L(#32(5731x)


Auch bei Osteoporose geht das. Dann aber zementiert, wobei in deinem Alter vermutlich eh eine zementierte Variante gewählt werden wird.

Wenn es im Juni 14 schon beschissen war sieht ein neues Bild nicht besser aus und das wird mit Sicherheit zur OP Vorbereitung gemacht, genauso wie dann ein MRT.

Aber das wird keiner tun wenn du ggf die OP nicht willst, denn dann braucht es auch keine neuen Bilder denn viel behandeln kann man nicht mehr. Die Hpfte wird dann irgendwann versteifen

A_uf/DerAr/bexit


Das in unserem Land mehr operiert wird als in anderen Ländern kann man nicht pauschal als gut oder schlecht bewerten.

Eine Schmerztherapie ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei.... die ständigen Schmerzmittel in hoher Dosierung schädigen die Organe mit der Zeit... die Dosis muss immer wieder mal erhöht werden.

Ich finde es nicht übel, wenn eher an der Ursache (dem defekten Gelenk) als an den Symptomen (der Schmerz) gearbeitet wird.

Was genau ist dein Problem? Irgendwie habe ich den Eindruck, das du hoffst das dir jemand ein paar Pillen verschreibt und dann ist alles wieder gut. Wenn die Röntgenbilder allerdings so eindeutig sind, wie du es beschreibst, dann wird dir auch keine stundenlange Untersuchung helfen.

Nicht desto trotz kann ich deine Verägerung über die empathielosen Ärzte verstehen... in meinen Augen sind unsere Ärzte einfach alle total überarbeitet.... hier wird in Deutschland an der falschen Stelle gespaart: eine deutlich höhere Anzahl von Ärzten wurde so manche Langzeiterkrankung verhindern.

Pionogxo


@ musig

Eisenberg kann ich empfehlen....kenn ich von einer Bekannten, die dort eine wirklich schwierige Knieprothesenwechseloperation durchgemacht hat...alles Bestens.

Von dem navigierten System bin ich nicht überzeugt...schiess dich da bitte nicht zu sehr drauf ein!!!!

Viele Gr *:) üße

aLgnexs


Aber es sollten schon aktuelle Befunde erhoben werden und nicht aufgrund "altbackener Röntgenbilder" sich auf eine OP fixiert werden.

Hoffst Du, daß es jetzt besser aussieht?

Ich bin überhaupt nicht Operations-gläubig, aber wenn ich eine krümelige Hüfte hätte, würde ich mir eine neue gönnen.

S}unfDlowxer_73


Erstmal:

Eine Schmerztherapie ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei.... die ständigen Schmerzmittel in hoher Dosierung schädigen die Organe mit der Zeit... die Dosis muss immer wieder mal erhöht werden.

Das ist Blödsinn. Es gibt viele Medikamente, die keine Organe schädigen. Medikamentöse Schmerztherapie ist mehr als gängige Mittel wie Aspirin, Paracetamol, Ibu/Diclo. Und bei guter Einstellung ist längst nicht grundsätzlich eine Dosiserhöhung erfoderlicher.

Und ganz grundsätzlich:

Das Problem ist offensichtlich und es gibt zwei Optionen: OP oder mit guter Schmerzmedikation ohne OP weitermachen.

Ansonsten:

Wie Mellimaus schreibt:

Du bist 62, Dein Gelenkspalt ist selbst in banalen Röntgenaufnahmen schon weg. Schmerzen kommen hinzu. Was soll dann Deiner Meinung nach geschehen?

Knochendichte etc. ist alles nicht erforderlich, denn letztlich entscheiden die Chirurgen anhand der Knochenbefundes IN der OP, wie man verfährt. Als Optionen hat man da letztlich zementiert vs. unzementiert. Auf mehr kommt es letztlich nicht an, und intraoperativ sieht man mehr als bei allen bildgebenden Verfahren.

Meine Eltern haben jetzt innerhalb eines Jahres 3 Hüften bekommen. Erst meine Ma die erste und recht schnell die zweite, weil die Beschwerden ziemlich schnell ziemlich akut wurden. Der schmale Spalt war schon länger bekannt, aber die Beschwerden und v.a. Bewegungseinschränkungen wurden sehr schnell sehr akut. Die Reha der 1. Hüfte wurde massiv durch die Arthrose in der 2. Hüfte beeinträchtigt. OP in verschiedenen Kliniken (1. war Notlösung, 2. Top-Wunschklinik). Mein Vater hat seine Hüfte jetzt 8 Tage. 3. Klinik aufgr. anderer Gesundheitsprobleme, weswegen die beiden reinen Orthopädien ihn nicht nehmen wollten. In allen Fällen gab's kein MRT etc., sondern nur eine kurze manuelle Untersuchung und das Röntgen. Direkt vor der OP übrigens etwas umfassender wg. Prothesenwahl. Meine Ma hat Osteoporose, hat 1x zementiert und 1x unzementiert bekommen. Weil die Knochen sich in der OP-Situation doch unterschiedlich darstellten.

"Vorreiter" der Kunstgelenke in der Familie war ich. Vor knapp 2 Kahren künstliches Knie mit langer Vorgeschichte, im Alter von gerade mal 41 Jahren. Zementiert, da mieser Knochenzustand auch ohne Osteoporose. Arthrose halt zu massiv mit Knochenschädigung. Bei mir war die Diagnostik aufgr. Vor-OP's etc umfassender (Röntgen in mehreren Achsen, MRT). Aber auch nix mit Knochendichte etc.

Fazit:

Sorgfältiges Überlegen ist sicherlich sinnvoll, bzgl. OP an sich und dann auch bzgl. Klinik/Operateur. Man kann aber auch ZU VIEL verlangen an Voruntersuchungen. Je deutlicher die OP-Indikation und je "angemessener" das Alter, desto weniger Trara muss man machen.

S[unflcow&er_7x3


Auf navigiertes System würde ich mich auch nicht einschießen... Habe mir im Vorfeld Fotoserien angeschaut, wie es bei mir (Knie) manuell gemacht wird. Wie die Sägeschablonen angesetzt werden, Winkel bestimmt,... Spannend! Für einen geübten Operateur ist das ein Klacks. Aber der kann nicht nur die Mechanik, sondern hat auch das Fingerspitzengefühl für manche Dinge.

Ich habe mich in insgesamt drei großen Spezialkliniken beraten lassen (z.T. mehrere Hundert Kilometer Fahrt), v.a. aufgrund meines Alters. Da hat niemand groß mt navigierten Systemen gearbeitet. War und wäre für mich kein Entscheidungskriterium. Sondern vielmehr ein Operateur, der VIEL operiert und GUT erklärt; mich ernst nimmt, mir vorher detailliert und gleichzeitig ohne Angstmacherei alles erklärt. Inkl. langfristiger Aspekte.

Denn:

Der Weg hinterher ist etwas länger. Best. Bewegungen sind tabu (v.a. bei Hüfte), best. Hilfsmittel ziemlich unerlässlich (wenn ich mir das Arsenal meiner Mutter so anschaue). Gute Physiotherapie h

S+unf=l;ower_x73


(Oops!)

Gute Physiotherapie hinterher. Eigenmotivation. Drei Monate kein Autofahren. Ein Jahr, bis man wirklich über den Berg ist und Alltag einkehrt. Wobei ich bspw. im Normalfall nichts mehr merke, aber bei best. Wetterumschwüngen durchaus Aua habe (Freitag war bspw. blöd).

turuAluc


Hallo alle zusammen, hallo Musig!

Ich stimme allen Vorrednern zu, dass die Gesundheitsinstitutionen sehr unter wirtschaftlichen Druck agieren und dadurch bei jeder "kann-Operation"-Indikationen gleich die OP empfehlen. Dabei wird schnell mal über die möglichen Komplikationen gehuscht, erwähnt dass "etliche Studien belegen, dass..." und so weiter. Aber wenige Betroffen malen sich, glaube ich aus, wie umfangreich diese Op ist. Ich bin Krankenpfleger und habe so manche Totalendoprothesen Op erlebt. Ich möchte ja jetzt keine Angst verbreiten, aber das ist schon kein kleiner Eingriff und es bedeutet auch einen langen Genesungsweg danach. Dass mit dem zunehmenden Alter auch die Residenzfähigkeit abnimmt, brauch ich ja wohl auch nicht erwähnen.

Aber mal zu deinem Problem, lieber Musig. Hol dir auf jeden Fall eine Zweitmeinung. Wenn die Bildgebung schon älter ist, brauchst du neue. Und wohl auch einen neuen Orthopäden. Das das monatelange Dauern kann, bei einem Facharzt einen Termin zu bekommen, weiß ich aus eigener Erfahrung.

Ich bin in diesem Rahmen auf medexo.com gestoßen, da brauchst du nicht warten und bekommst eine fundierte Zweitmeinung. War für mich auch neu aber die Rettung. Innerhalb von 10 Tagen hatte ich Klarheit und sogar eine andere Therapieempfehlung, die mir die OP ersparte. Es war nämlich was neurologisches, nicht etwas orthopädisches.

Viel Erfolg und alles Gute dir!!

truluc :)^

tkrul'uxc


..gemeint war die Resilienzfähigkeit, nicht die Residenzfähigkeit ":/ ...sorry.

Eth*emaliger1 Nut"zer` (#32x5731)


Und was soll man im neuen Röntgenbild sehen. Den auf wundersame Weise verbreiterten Gelenkspalt?

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