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Gelenkersatz zu voreilig ???

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Auch wenn das hart klingt: Wer unaufgeklärt und blauäugig an so einen Eingriff geht, ist selbst Schuld....Dass man sich vorher nicht ausmalen kann, WIE es wird, ist völlig klar. Aber man hat heute so viele Informationsmöglicheiten, man kann sich Zweit-/Dritt-/Viertmeinungen einholen...Man hat die fast freie Wahl von Klinik und Ärzten...Und eine Entscheidung zu einer TEP ist oder sollte ja auch keine Entscheidung von jetzt auf gleich sein, sondern wird ja über Monate oder gar Jahre getroffen.

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Außer es wird irgendwann so akut, dass man nicht mal mehr 5 Moante auf den OP-Termin in der Wunschklinik warten kann. So geschehen bei meiner Ma...

Sachmi7dti7x0


Das ist schon klar, aber ich denke mal, Deine Ma wird schon durch Dich vorbereitet und aufgeklärt worden sein, oder?

Und auch als Kassenpatient ist ja die Auswahl begrenzter, mir steht auch nicht jede Klinik bzw. jeder Spezialist zur Verfügung (es sei denn, ich bezahle selbst)

Trotzdem muss Niemand unwissend in so eine OP gehen...

PHong$o


Also musig,

ich will zu einigen Dingen nochmals etwas schreiben:

Dann ist der Knichen irgendwann so kaputt das man keine Prothese mehr einsetzten kann.

Das stimmt soo nicht. Auch, wenn du "auf der Felge " läufst, und dein Knochen "so kaputt" ist..was auch immer mit "sooo kaputt" gemeint ist, kannst du selbstverständlich eine Hüftprothese bekommen. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle, die unterschiedlichsten Materialien, die unterschiedlichsten Möglichkeiten, ein Hüftgelenk wieder "gangbar und schmerzfrei" zu bekommen. Das reicht vom Oberflächenersatz des Hüftkopfes bis zu einer Versorgung mit Pfannendachschale, falls die Gelenkpfanne einbrechen sollte, weil sie so aufgebraucht ist, was aber heutzutage kein großes Problem mehr darstellt. Die Versorgung reicht von Kurzschaftprothesen über lange Schäfte, zementiert, nicht zementiert, es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, die dir dein Operateur aufzeigen wrd, und dir empfehlen kann, unter Umständen entscheidet er sich intraoperativ für eine andere Versorgung, da sich während der Operation der Situs ändern kann und man umsteigen muss. In jedem Fall aber gibt es 'zig Möglichkeiten, und dein Fall hört sich nicht sonderlich ausergewöhnlich an, sondern, im Gegenteil.....alltäglich, ohne das jegativ zu meinen, sondern, so liest es sich eben....alltägliches Handwerk ;-)

Dann aber zementiert, wobei in deinem Alter vermutlich eh eine zementierte Variante gewählt werden wird.

62 Jahre sind vom traumatologischen , orthopädischen Standpunkt her noch kein "Alter", um sich für eine "zementierte" Variante zu entscheiden...und auch keine Osteoporose ist das Alleinstellungsmerkmal für eine zementierte Versorgung. Im Gegenteil, mit 62 Jahren wird man versuchen, eine zementfreie Prothetik einzusetzen, womöglich sogar eine Kurzschaftprothese....das sollte angestrebt werden, sollte sich während der Operation aber herausstellen, das eine zementierte Versorgung besser ist, dann kann man jederzeit umdisponieren intraoperativ. Das hängt jedoch von weitaus mehr Faktoren wie nur das Alter und "Osteoporose" ab.

Es gibt auch die Möglichkeit, und das wird häufig gemacht, eine Hybridprothetik einzusetzen, d.h. eine Komponente ist zementfrei, die andere wird zementiert. Meistens wird in diesem falle die Pfanne zementfrei entweder eingeschlagen oder eingeschraubt, der Schaft dann zementiert, wenn es zementfrei nicht geht. Umgekehrt eher ungewöhnlich, wenn die Pfanne zementiert wird, wird auch der Schaft zementiert.

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten...die hier alle aufzuzählen, würde das hier sprengen..ist auch gar nicht notwendig.

Geh in eine Fachklinik, lass dich untersuchen, beraten, und dann geh die Geschichte an. Künstlicher Gelenkersatz ist heute kein Hexenwerk mehr, sondern absolute Routine im alltäglichen Betrieb.

MqusZig


Ich war lange nicht im Forum und wollte mich mal für die vielen hilfreichen Beiträge bedanken.

Ich laufe immer noch auf den Felgen.

Mir wurde mehrmals geraten, erst einmal alles abklären zu lassen, ob evtl. auch die 2008 festgestellte ISG-Arthrose oder anderes zusätzlich Schmerzen in Hüfte und beiden Oberschenkeln verursachen könnten ?

Ein künstliches Hüftgelenk bringt dann nichts, wenn danach noch andere Ursachen weiterhin Schmerzen bis in die Beine verursachen.

Ein neues Problem gibt es mit dem HA. Siehe anderes Forum.

LG

Mvuksi]g


Leider nur in bestimmten Verdachtsfällen.

Ich hatte mal eine super Orthopädin. Da wurde grundsätzlich vor einer Therapie der Hausarzt mit bestimmten Untersuchungen beauftragt. Ganz scharf war sie auf bestimmte Blutwerte. Schilddrüse etc.

Leider ist sie vor vielen Jahren in Rente gegangen.

Sie hätte sich bestimmt nicht mit einer von der HA beauftragten Röntgenaufnahme in nur einer Ebene zufriedengegeben.

Ich kenne eine Physiotherapeutin, welche mir auch bestätigt hat, dass Hüfte grundsätzlich in mehreren Ebenen geröntgt wird.

Bei meiner jetzigen Orthopädin läuft einiges schief.

Meines Erachtens mit dem Hauptziel Gelenkindustrie.

Das diese auch Risiken mit sich führt, müsste sie eigentlich wissen und auch darüber aufklären.

LG

L%inzelr T^ort<e


Dann ist der Knichen irgendwann so kaputt das man keine Prothese mehr einsetzten kann.

Das ist ein sehr interessantes Argument - wenn man sich mal betrachtet, was bei einer normalen Hüftprothese alles ersetzt wird. ;-D

Die Möglichkeiten, die du aufzählst, Pongo, " Oberflächenersatz des Hüftkopfes bis zu einer Versorgung mit Pfannendachschale", habe ich in meinem Bekanntenkreis noch von niemandem gehört, dass dies bei ihm gemacht wurde. Es hiess immer gleich: Totalprothese. Und da wird der gesamte Kopf mit Oberschenkelhals entfernt. In wiefern kann da eine kaputte Gelenkoberfläche ein Hindernis für eine Prothese sein?

Was aber zu langes Warten bewirkt, ist, dass die Muskulatur immer weiter abgebaut wird, weil schmerzbedingt immer weniger gelaufen wird.

Und je schlechter der Zustand der Muskulatur, um so schwieriger ist, nach der Op wieder gut laufen zu lernen.

Und dabei geht es nicht nur um die Kondition.

Wenn man sich durch Schmerzen eine Schonhaltung beim Laufen angewöhnt, dann werden einzelne Muskeln und Sehnen stärker belastet - bis hin zur Überbelastung, was dann wieder neue Schmerzen in den Sehnen verursachen kann. Und andere werden gar nicht mehr belastet, verkümmern und verkürzen sich. Um diese verkümmerten (zT über Jahre hin) Anteile wieder aufzubauen und schmerzfrei funktionsfähig zu machen, kann es sehr lange dauern..... und das verzögert den Reha-Prozess natürlich enorm.

Daher ist die beste Vorbereitung auf eine Prothesen-Op ein guter Muskelzustand, der ein ausgewogenes Gangbild erlaubt.

An deiner Stelle würde ich versuchen, mit Hilfe von Schmerzmitteln und Physio einen möglchst guten Ausgangszustand zu erreichen.

Falls die Schmerzen wirklich woanders her kommen (zB von überlasteten Sehnen), dann wird sich das dadurch sogar so weit verbessern, dass du eine Op vielleicht noch hinausschieben kannst. Da Bewegung unerlässlich ist für die Knorpelernährung, kann so auch der Restknorpel auf der Felge optimal seine Arbeit tun (falls da noch welcher ist). Unterstützend kannst du ja auch Mittel aus der Alternativmedizin nehmen, schadet zumindest nichts.

Wenn dann wirklich eine Op unumgänglich ist, dann bist du wenigstens optimal fit dafür und kommst um so schneller wieder auf die Beine.

Alles Gute!

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