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Becken immer wieder ausgerenkt

Y|on|nex1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe mittlerweile seit Monaten Probleme mit meinem Becken, bei denen ich nicht so recht weiterkomme :-(

Angefangen hat es im Frühjahr mit plötzlichen Schmerzen in der Hüfte. Der Orthopäde stelle eine Beckenschiefstellung fest, durch die sich die Schleimbeutel im Gelenk entzündet haben. Er renkte mich ein, anschließend was das Becken gerade. Noch auf dem Heimweg vom Orthopäden hat es sich dann gleich wieder ausgerenkt. Dieses Spiel spielen wir seitdem ständig, das einrenken hilft, hält aber höchstens ein paar Tage. Er attestierte mir eine Instabilität des Rumpfes und empfiehlt Rückentraining, außerdem habe ich eine Bandage bekommen.

Nach dem Einrenken soll ich aber drei Tage keinen Sport machen, sodass ich mit dem Rückentraining nie richtig anfangen kann, weil ich ja schon innerhalb der drei Tage erneut ausrenke :-(

Alle paar Tage zum Orthopäden rennen kann ich mir mittlerweile weder finanziell noch zeitlich leisten. Kennt jemand das Problem oder hat vielleicht sogar die zündende Idee?

Danke im Voraus,

Yonne

Antworten
HSyper4ion


Hi

Er renkte mich ein, anschließend was das Becken gerade. Noch auf dem Heimweg vom Orthopäden hat es sich dann gleich wieder ausgerenkt. Dieses Spiel spielen wir seitdem ständig, das einrenken hilft, hält aber höchstens ein paar Tage.

Das Becken kann man sich nicht ausrenken und dauerhaftes Einrenken löst auch nicht das Problem. Die Frage ist eher, woher kommt der Beckenschiefstand. Das müsste man erst einmal genauer untersuchen warum das so ist.

Also die Frage, warum bist du schief?

- Liegt es an der Wirbelsäule z.B. Skoliose?

- Fehlhaltungen des Rückens?

- Liegt eine anatomische oder funktionelle Beinlängendifferenz vor?

Er attestierte mir eine Instabilität des Rumpfes und empfiehlt Rückentraining, außerdem habe ich eine Bandage bekommen.

Durch einen Beckenschiefstand kommt es auch zu einer Beinverlängerung auf der Seite an der das Becken nach unten geht und zu einer Verkürzung auf der Seite wo das b. nach oben gezogen wird. es entsteht also eine Beinlängendifferenz.

Einen ausgeprägten Beinlängenunterschied mehr merkt die betroffene Person sehr gut selbst. Es kommt zu einer Art "Humpelgang" sprich "ins Loch treten" außerdem kommt es zu Rückenschmerzen, einer schiefen Körperhaltung und Verkürzungen der Muskulatur.

Aber fast jeder Mensch hat wenn auch nur sehr gering einen Beckenschiefstand oder eine Beinlängendifferenz.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Aber da kommt es darauf an ob es sich um eine funktionelle Beinverkürzung handelt mit verkürzten und verspannten Muskeln die auftrainiert und aufgedehnt werden müssen oder eine strukturelle Verkürzung wo das Bein vom Kochen zu kurz ist z.B. zu kurz gewachsenes Bein, Verkürzung durch Unfall oder angeborene Deformitäten.

Wichtig wäre für dich das du zur Krankengymnastik gehst. Der Therapeut kann sich das alles mal anschauen und gucken woher das Problem kommt.

Gruss

Echemaligejr Nutzper (#4x69485)


Nach dem Einrenken soll ich aber drei Tage keinen Sport machen, sodass ich mit dem Rückentraining nie richtig anfangen kann, weil ich ja schon innerhalb der drei Tage erneut ausrenke

Mit Sport ist richtiger Sport gemeint wie z.B. Joggen, Fußball, etc

Krankengymnastik, Rückentraining, moderater Muskelaufbau fällt da nicht drunter. Also kannst Du das serwohl machen.

Wie Hyperion schon sagte, kann man sich das Becken nicht ausrenken und dass Du jedesmal das Hüftgelenk komplett ausrenkst, glaube ich auch nicht. Denn da sähe die Behandlung ganz anders aus.

Ich vermute eher ne kleine Subluxation oder eben Blockaden.

Die Ursache hierfür muss gefunden und behoben werden.

YPonnxe1


Vielen Dank für eure Antworten! Dass ich nach dem Einrenken mit Rückentraining nicht 3 Tage warten muss, hilft mir schonmal sehr weiter.

Der Arzt hat es "ausgerenktes Becken" genannt, vielleicht wollte er da irgendwas vereinfachen. Er tastet dazu was am Rücken (Dornfortsätze?), die links und rechts auf unterschiedlicher Höhe liegen, ich muss mich vorbeugen, dabei sieht er wohl die Schiefstellung. Dann lege ich mich auf den Bauch und er drückt einmal. Danach prüft er nochmal im Stehen und es ist wieder gerade.

Die Beinlängen wurden mal gemessen, dabei wurde kein Unterschied festgestellt. Zur Physiotherapie sagte der Orthopäde, dass das bei seinen anderen Patienten mit dem Problem nie was gebracht hat, er mir beim nächsten mal aber was verschreibt, wenn ich will. Weitere Diagnostik hat er nicht gemacht.

Y'oYnGnex1


Ich bin leider immer noch mit dem gleichen Problem beschäftigt :-( Es scheint wohl ein Problem mit des ISG zu sein, was dann zu einem schiefen Becken führt (die Dornfortsätze sind unterschiedlich hoch), was wiederum die Schleimbeutel an der Hüfte reizt.

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich mich mit bestimmten Übungen aus der Dorn Methode wieder einrenken kann (auf einem Brett stehend mit dem Bein schwingen), aber schon Minuten später ist es wieder genauso schief wie vorher. Klar, langfristig hilft nur der Muskelaufbau, aber was mache ich vorher? Ich laufe ja gerade zu 90% des Tages mit schiefem Becken durch die Gegend und die Hüfte tut nach wie vor weh.

Hat noch jemand hilfreiche Ideen? Darf und soll ich mich gefühlte 100 mal am Tag auf diese Art einrenken oder schadet das?

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