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Schmerzen Lws, Diagnose Mrt....Hilfe zu verstehen?

RZitaM'eta hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

zum ersten mal wende ich mich an ein Forum. Mein Name ist Rita und ich bin 63 Jahre alt. Vielleicht könnt ihr ja meinem Bericht lesen und mir helfen einiges besser zu verstehen ??? Seit vielen Jahren habe ich im LWS- Bereich und Oberschenkeln seitlich dauerhafte Schmerzen,. Bei jedem Schritt habe ich im LWS Bereich einen Schmerz der in das linke Bein strahlt . Wenn ich laufe werden die Schmerzen so stark, dass ich anfange zu hinken. Nun habe ich seit einigen Jahren Nachts immer nur im linken Bein unerträgliche Schmerzen, sie sind plötzlich da und können Stundenlang bleiben. Es ist auch schon vorgekommen das diese Schmerzen mit in den Tag getragen wurden Vor kurzem war ich 8 Tage wegen dieser nächtlichen Schmerzen im Krankenhaus. In diesem Krkhs. kennt man von mir eine 25 Jährige Krankenakte, auch war ich dort schon längere Zeit in der Schmerzambulanz in Behandlung. Dort wurde nun ein MRT gemacht. Die Diagnose ist folgende:Moderate multisegmentale Osteochondrosen, deutliche Spondylarthrosen, konsekutive erstgradige Pseudovendrolisthesis, im Segment LWK 4/5 . Bandscheibenprotrusionen , am deutlichsten im Segment LWK 5/SWK 1. Keine Nervenwurzelkompression ( was man davor immer vermutet hatte) Keine höhergradige Neuroforamenenge. Keine Spinalkanalstenose.. Die alte Medikation war Tramadol nun bekomme ich Valoron 100/8 4 mal Tägl. und Lyrika75 2Mal Tägl. Nach 8 Tagen wurde ich mit Schmerzen in den Waden und Beinen entlassen.Ich dachte es sei ein Muskelkater durch die Liegerei im Krankenhaus. Holte mir vom Hausarzt die neuen Medikamente. Dann ging es mir von Tag zu Tag schlechter,..in jedem Muskel oder Extremitäten bekam ich unerträgliche Schmerzen, Konnte nicht mehr ohne Stütze aufstehen geschweige denn laufen. Wollte aber nicht wieder zurück in das Krkhs. Ich schaute mir die :)D Packkungsbeilagen der Medikamente an und genau bei Lyrika standen diese Symptome, Ich setzte das Medikament ab und es wurde von Tag zu Tag wieder besser. Vor vielen Jahren wurde bei mir eine Meralgia Paraestetica und ein beginnendes Karpartunnelsyndrom festgestellt. Des weiteren sollen beide Knie diese Gallertmasse nicht mehr besitzen sodass Knochen auf Knochen beim laufen gerieben wird. Es gibt bei mir noch viele weitere Baustellen wie,...Niereninsuffizienz, Morbus Basedow. Würde mir bitte jemand die MRT-Diagnose erklären und meine Frage ,..kann es wirklich möglich sein, das es bei dieser Diagnose zu derartigen Schmerzen kommt? ??? Gäbe es evtl. eine Alternative? Ich hatte in den ersten Tagen das Gefühl,es würde mir besser gehen. Liebe Grüße von Rita

Antworten
t4he-/ca%ver


Das MRT zeigt nichts, was mit 63 ungewöhnlich wäre. Vor allem zeigt es keine klare Ursache für die Schmerzen, was allerdings bei Rückenschmerzen meistens so ist (nennt sich dann "unspezifischer Rückenschmerz").

Mit Medikamenten alleine wirst Du da nicht weiterkommen. Wenn eine Nervenschmerzkomponente dabei ist (worauf die Ausstrahlung in die Beine hinweist), kann man bestimmte Antidepressiva einsetzen, die sind bei Nervenschmerzen wichtige Medikamente. Aber du wirst das Problem umfassender angehen müssen - eine multimodale Schmerztherapie, also eine Kombination aus Medikamenten, Bewegung, psychologischer Betreuung und anderen Therapieformen, wäre möglicherweise angebracht. Ist leider regional sehr unterschiedlich, was da angeboten wird.

BTenitNaBx.


Schau mal nach der Methode zur Schmerzlinderung von Liebscher und Bracht, vielleicht findest du da einen guten Therapeuten.

Bfarbalra_7x0


Ich habe mich 14 Monate lang mit extremen Schmerzen in der unteren LWS ohne Beinausstrahlung ggequält. Gefühlt unzählige Therapeiansätze verfolgt und mehr als 15 Orthopäden und Kliniken konsultiert. Glücklicherweise bin ich schließlich im Klinikum Karlsbad-Langensteinbach gelandet. Dort wurde diagnostiziert, dass aufgrund einer angeborenen Blockwirbelbildung L4/L5 verbunden mit Lordose und Skoliose eine Instabilität vorlag, Bandscheibendegeneration natürlich auch. Die Schmerzen waren besonders nachts sehr stark, direkt nach dem Hinlegen grundsätzlich, aber auch beim Sitzen. Die Therapie war eine ventrodorsale Versteifungsoperation. 8 Tage nach der OP bin ich bereits schmerzfrei und überglücklich! Der Vorteil der ventrodorsalen OP liegt so wie ich es verstnadne habe darin, dass einfach mehr Spielraum für Korrekturen da ist und das Risiko für Narbenbildungen, die dann auf Nerven drücken können minimal ist - im Gegensatz zu der OP nur von hinten. Ich könnte mir vorstellen, dass bei dir auch so eine Instabilität die Ursache ist und da kann man meiner Erfahrung nach machen was man will, mit Muskelaufbau und Schmerztherapie kommt man nicht weit, auch nicht mit minimalinvasiven Eingriffen, Akkupunktur usw. Die Problematik mit den Opiaten habe ich ausgiebig genossen, man braucht immer mehr davon und ohne Nebenwirkungen geht es einfach nicht. Ich muss mich nun noch 3 monate sehr vorsichtig verhalten und dann kann ich nach einer dreiwöchigen Reha wieder ein ganz normales, medikamentenfreies und schmerzfreies Leben führen. Das Klinikum Karlsbad-Langensteinbach kann ich sehr empfehlen, dort habe ich Kompetenz und Empathie vorgefunden wie sonst nirgends, ich wurde durch die große OP regelrecht getragen durch die Zuversicht des Chefarztes, Dr. Ostrowski. Im nachhinein wäre mir zu ihm kein Weg zu weit gewesen, ich bin 100km gefahren, ich hätte mir so viel ersparen können, wenn ich früher dort hin gegangen wäre. Ganz ähnliche Geschichten habe ich dort von anderen Patienten gehört, viele gehen mit Nachoperationen nach einfachen, erfolglosen Versteifungs-OPs dort hin. Ich glaube, die Versteifungs-OP ist weit besser als ihr Ruf, es kommt einfach darauf an, wer operiert. In der SRH Karlsbad-Langensteinbach wurde vor der OP übrigens auch noch einiges an minimalinvasiven Massnahmen (z. B. Infiltration mit Kryotherapie) durchgeführt, bis absolut sicher war, dass es nicht helfen wird.

Ich schreibe das so ausführlich, weil ich aus deinem Bericht gewisse Parallelen erkennen kann, auch wenn jede Krankheitsgeschichte indidviduell ist.

Ich wünsche dir alles Gute!

B`eKni_taB.


Jeder Physiotherapeut der nicht gerade dienstmäßig von solche Klinik abhängig ist, rät davon ab, irgendwelche Wirbel zu versteifen.

Die OP mag noch so schön verlaufen sein - der Schuß geht irgendwann u. U. nach hinten los, weil andere Wirbel dann Probleme machen. Der Mensch wurde nicht gebaut für Versteifungen, Wer sich mit Muskeln, Faszien auskennt, weiß, dass es nicht eine nur örtliche Störung ist, sondern dass davon der ganze Körper betroffen ist.

Meine Tochter mit Spinalkanalverengung, Morbus Bechterew und Arthose wollte man in der Klinik auch bedrängen, die Wirbel versteifen zu lassen. Sie ist geflohen....

Chirurgen wollten ans Messer.

Neurochirurgen rieten stets davon ab. Eben wegen der Spätfolgen.

Sie wird nach der Methode Liebscher & Bracht behandelt, mit gutem Erfolg. Schmerzen ist fast weg, sie kann auch wieder laufen.

Und wenn Patienten anfangs begeistert sind, aber 5 Jahre später wieder Probleme haben, gehen die wahrscheinlich nicht wieder in die gleiche Klinik, um dann zu berichten, hei, ich bin wieder da, das ganze vor 5 Jahren hat sich nicht bewährt..... Also nun macht mal hinne und operiert noch mal.... Ist unwahrscheinlich....

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