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Oberschenkelhalsbruch bei meiner Oma (90 Jahre)

Wrelte*nbu?m@mlerin_x86 hat die Diskussion gestartet


Hallo

meine Oma ist heute Morgen als sie auf's WC gehen wollte gestürzt und hat sich dabei den rechten Oberschenkelhals gebrochen. :°( Meine Eltern, sie lebt bei meinen Eltern, haben den Krankenwagen gerufen und sie kam in's Krankenhaus.

Die Ärzte wollen sie heute noch operieren. Morgen soll sie dann bereits wieder die ersten Gehversuche machen.

Meine Oma ist für ihr Alter an sich sehr fit und hat bereits viele, auch schwerere Krankheiten überstanden. Sie hat einen sehr starken Lebenswillen :)z

Ich mache mir aber sehr grosse Sorgen um sie weil mir mehrere Fragen durch den Kopf gehen:

1. wird sie die Narkose und OP gut vertragen? Die Ärzte meinten, dass die Op nur ca. 1 Stunde dauern soll.

2. meine Oma nimmt Marcumar, was blutverdünnend wirkt. Bei so einer Oberschenkel Op fliesst doch recht viel Blut, kann es da passieren, dass meine Oma zu viel Blut verliert und verblutet?

3. sie hat zwar einen starken Lebenswillen, aber ist teilweise etwas wackelig auf den Beinen. Ich habe angst, dass sie nie mehr richtig gehen kann :( Bisher brauchte sie für längere Strecken entweder den Rollator oder einen Rollstuhl.

4. wie wird es nach der Op weitergehen? Behält sie ihren Lebenswillen, oder gibt sie irgendwann "auf"?

Kann mir vielleicht jemand von euch meine Fragen/Sorgen teilweise beantworten, bzw. generell was dazu sagen?

Ich habe ein enges Verhältnis zu meiner Oma. Sie lebt bei meinen Eltern seit ich denken kann und hat mich quasi mit aufgezogen :°_

Ich mache mir grosse Sorgen, weil es so oft heisst, dass Oberschenkelbrüche für alte Leute der Anfang vom Ende sind :°_

Antworten
sJyraSxol


hallo,

ich verstehe deine sorge. Natürlich ist es ungünstig wenn ältere menschen sich was brechen.

Jedoch glaub ich dass dein "anfang vom ende" heutzutage nicht mehr zutrifft.

Durch die OP wird das schnell wieder in ordung gebracht und sie wird vielleicht schon am selben tag laufen :)

das ist gut und wichtig.

Schau dass sie danach krankengymnastik bekommt oder reha.

Das hilft super und macht spass! ( echt das mein ich echt. ich hatte auch schon mal reha )

vor allem munter deine oma auf. bring ihr was leckeres zum essen mit, oder les ihr was vor wenn sie im KH aus.

Ich drück euch die daumen dass sie schnell wieder fit ist. :)^

Weilles&_nur_v[erstehen


meine Oma nimmt Marcumar, was blutverdünnend wirkt. Bei so einer Oberschenkel Op fliesst doch recht viel Blut, kann es da passieren, dass meine Oma zu viel Blut verliert und verblutet?

Ich denke mal das die Ärzte fragen was sie für Medikamente nimmt und dementsprechend handeln.

Ich wünsche ihr viel Erfolg und eine schnelle Genesung @:)

SCil"verPYearl


Solche Kurznarkosen werden in der Regel gut vertragen. Und ohne OP kann man solch einen Bruch nunmal nicht richten.

Wegen dem Marcumar mach Dir keine Sorgen. Es gibt Medikamente, die die Gerinnung wieder stärker machen, die sie jetzt sicherlich schon bekommt. Und nach der OP wird sie wohl erstmal bis zur Entlassung gespritzt werden. Anschließend wird das Marcumar dann wieder neu eingestellt.

Wie schnell sie wieder wie gut laufen kann, lässt sich so nicht sagen. Das kommt auf ihren Allgemeinzustand, auf die Muskelkraft etc. an. Aber sie wird sicherlich in die Reha kommen, da wird man sich darum bemühen sie wieder so fit wie möglich zu machen.

Ob sie stark bleibt oder aufgibt kann von uns keiner wissen. Das hängt vom Verlauf und von Deiner Oma ab. Ich wünsche selbigen alles gute! @:)

W#eltenbiumml5erinx_86


Danke für deine schnelle Antwort @:)

Wegen dem Gehen nach der Op mache ich mir Sorgen, weil sie teilweise auch vor der OP schon etwas wackelig auf den Beinen war. Wie wird das erst nach der Op sein? :(

Ich hab auch schon überlegt, dass Krankengymnastik oder Reha ihr evtl schon gut tun würden. Nur meine Oma hält davon nichts, weil sie der Meinung ist ohne sie bricht der gesamte Haushalt zusammen. Nach ihrer Magenkrebs Op vor 2 Jahren sollte sie eigentlich mindestens 4 Wochen im Krankenhaus bleiben und dann noch auf Reha gehen. Ergebnis: nach 2 Wochen war sie wieder zu Hause.

Also sie hat auch immer noch einen starken Lebenswillen und alles und ist psychisch echt gut drauf, aber ich befürchte, dass sie es sehr runterziehen kann, wenn das laufen nicht mehr so recht klappen will.

Sie ist wegen dem Unfall nicht mal "schlecht" drauf, sie nervt es eher, dass sie jetzt im Krankenhaus ist und nicht mir einen Adventskranz binden kann (macht sie jedes Jahr für uns :-D ) und nicht ihre Cousine besuchen kann.

Aber wenn es mit dem Gehen nicht klappen will, zieht sie das vielleicht schon runter.

Ausserdem: meine Grosstante hat sich vor 3 Jahren auch den Oberschenkel gebrochen und war bis dato genauso drauf wie meine Oma. Nach der Op wollte sie auf einmal nichts mehr essen und trinken und ist nach kurzer Zeit verstorben :°_

WxeltJenbum:mlerxin_86


Danke auch für die anderen Antworten.

Die Ärzte wissen natürlich, dass sie Marcumar nimmt. Nur kann man da so gut und schnell dagegenwirken?

Naja, die letzte Narkose vor 2 Jahren ist nicht ohne Spuren an ihr vorbei gegangen. Allerdings war das eine schwere Op, welche über 6 Stunden gedauert hat.

Inzwishcen ist sie aber noch mal 2 Jahre älter und "schwächer" :(

spyraSxol


die arzte werden das mit den Medikamenten schon abklären und überprüfen. Das sind doch profis. :)

Lass deine Oma wissen dass ihr schon gross seid und die paar "tage" auch ohne sie schafft.

Sie soll sich den Krankehausaufenthalt und die REHA so wie Urlaub vorstellen. All inclusive sozusagen ;-D

sie soll sich etwas verwöhnen lassen. es gibt ja auch beschäftigungen und nette Patienten mit denen man quatschen kann.

Vielleicht liesst sie ja auch gern oder so.

Die Zeit wird schneller rumgehen als sie denkt. Und sie wird sich sicher besser erholen, wenn sie den tag von profis coachen lässt.

Gib ihr auch was vor auf was sie sich freuen kann. Z.B "wenn du wieder fit bist fahren wir mal nach XY. oder Gehen wir XY besuchen." oder sonst was.

Vergleich das nicht mit deiner Tante. Jeder mensch ist unterschiedlich. Das muss ja auch nicht unbedingt an der OP gelegen haben...

Ihr schafft das schon

WneltCenEbumPmler^in_86


Mein Bruder und ich sind schon längst ausgezogen und selbstständig. Ich habe vor 5 Monaten geheiratet. Sie weiss, dass wir selbstständig sind. Sie ist aber immer der Meinung, dass jeder Tag im Krankenhaus ein verlorener Tag ist. Ebenso gestaltet es sich mit der Reha. Für sie gehen Tage im Krankenhaus gar nicht rum...

Lesen wird sie sicher viel und wir besuchen sie dann auch alle regelmässig (auch wenn mein Bruder und seine Freundin und mein Mann und ich weiter weg wohnen). Aber wir werden sie niemals dazu bringen, dass sie freiwillig auf Reha geht oder das als Urlaub sich vorstellt. Sie hätte shcon öfter Reha haben können, wollte es aber nie. Sie wollte immer zurück nach Hause um den Haushalt zu schmeissen und zu kochen. Meine Mutter nimmt ihr natürlich verschiedenes ab und würde selbstverständlich auch mehr abnehmen, wenn meine Oma sie nur lassen würde. Soll also nicht so klingen, als ob meine 90 jährige Oma den Haushalt schmeissen "müsste".

Für sie ist eh selbstverständlich, dass ihr Leben wie gewohnt weitergeht. Leider hilft manchmal aber der Wille allein nicht. und genau deswegen mache ich mir sorgen, dass sie zwar unbedingt will, aber ihr Körper einfach nicht mehr so will. :°(

L5inzerF Torxte


Hallo Weltenbummlerin

Wenn deine Oma so fit fit ist, wird sie bestimmt wieder auf die Beine kommen.

Und bei einer Hüft-Op macht man in dem Alter (und selbst bei jüngeren) normalerweise keine Vollnarkose, sondern eine PDA, die viel weniger belastend ist.

Vermutlich wird sie ein künstliches Hüftgelenk bekommen. So war es jedenfalls bei meiner Mutter, nachdem sie sich auf Glatteis den Oberschenkelhals gebrochen hatte. Sie war noch etwas jünger als deine Oma, war aber nach der Reha ganz schnell wieder total fit. Allerdings hatte sie kurze Zeit später wieder einen Sturz auf dieselbe Hüfte und ist so unglücklich gefallen, dass ihr der Prothesenschaft den Oberschenkelknochen auseinander gespalten hat. Sie brauchte dann eine neue Prothese und der Knochen wurde mit Draht umwickelt - dafür musste natürlich sehr viel aufgeschnitten werden. Leider hat man anschliessend nicht gut die Muskeln wieder aufgebaut, wie uns später von einer Physiotherapeutin gesagt wurde. Und es hat sehr lange gebraucht, bis die Kraft wieder da war. Das war vor 3 oder 4 Jahren.

Meine Mutter ist fast 87 und läuft auch noch weite Strecken schmerzfrei. Allerdings nimmt sie meistens einen Stock dabei, weil sie , wenn sie müde wird, nicht mehr richtig gerade geht und zu humpeln anfängt.

Aber für ihr Alter ist sie total fit.

Eine Hüftprothese wird heutzutage in manchen Kliniken sogar minimal-invasiv eingesetzt; dabei sind sowohl der Blutverlust als auch die Beschädigung der Muskeln sehr gering. Die Prothese selbst wird bei älteren Patienten in der Regel fest einzementiert und kann sofort voll belastet werden.

Ich würde deiner Mutter aber unbedingt eine Reha empfehlen, denn man selbst merkt es gar nicht, wenn nicht alle Muskeln gleich gut trainiert werden. Und wenn ein Muskel einmal verkümmert ist (nach ein paar Monaten), ist es äusserst schwierig, den wieder aufzubauen; das kann Jahre dauern, wie bei meiner Mutter. Sie ist immer in der Hüfte abgeknickt beim Gehen, und wenn sie müde ist, verfällt sie immer noch in diese Angewohnheit....

W[eltenTbummle:rinx_86


Meine Oma hat die OP gestern sehr gut überstanden. Sie hat meiner Mutter schon eine lange Liste geschrieben was sie alles dringend im Krankenhaus braucht. ;-D Ausserdem meinte sie O-Ton " ich hab so viel Arbeit zu Hause, ich habe gar keine Zeit um hier im Krankenhaus rumzuliegen" Die Ärzte müssen denken, dass meine arme Oma den Haushalt ganz allein schmeissen muss. Sie hat heute morgen schon mit den Ärzten versucht zu diskutieren, dass sie früher heim kann :)_

Als ich heute morgen kurz mit ihr telefoniert hatte, erzählte sie mir vom schlechten Krankenhaus-Essen. Sie hat keine schmerzen und ihrem Kreislauf und Blutdruck geht es gut. Aber bisher ist sie noch nicht aufgestanden.

Sie fragte dann noch ob wir im Dezember, wenn sie und meine Eltern uns besuchen kommen auf einen Christkindlmarkt gehen können.

Ich bin echt beeindruckt von ihrem zähen Charakter und ihrem Lebenswillen :-D x:)

Wjelt'enbzumml&erinl_8x6


Sie hat sich sogar bereit erklärt auf Reha zu gehen. Sie will so schnell wie möglich wieder fit sein und auch bei meiner kirchlichen Hochzeit im Juni ohne Stock und Rollator gehen können :-D

Bisher hatte sie immer eine Reha verteufelt.

smta<rryU_nixght


Deine Oma scheint sich bislang ja gut zu erholen, das ist sehr schön zu lesen @:)

Wfeltenb8umml|esrin_86


Ja, ich hätte nicht gedacht, dass sie die Narkose und das ganze so einfach weg steckt :-D

Ich freu mich echt, dass es ihr so gut geht und sie so einen starken Willen hat wieder auf die Beine zu kommen

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