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Knieschmerzen - Entwirrung der Diagnose

T@ereksal hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich hatte nun eben meinen langersehnten Termin beim Orthopäden und bin mit tausend Fragezeichen rausgegangen.

Kurz zur Vorgeschichte:

Im Sommer knickte ich mehrfach hintereinander mit meinem großen Zeh um, der daraufhin blutig, blau und geschwollen war. Da ich das schon einmal hatte und nichts weiter gemacht wurde, habe ich keinen Arzt aufgesucht und lediglich gekühlt. Nun habe ich lediglich noch einen blauen Zehennagel, eine gefühlte innere Entzündung und Schmerzen in den Bändern.

Anfang Oktober bekam ich einen einschießenden Schmerz im Knie (außen), der sich nun täglich als stechender Schmerz bei Belastungen (sehr stark beim Treppen absteigen) bemerkbar macht. Meist ist dieser so schlimm, dass sich mein komplettes Schienbein anspannt (?) bzw. hart wird und ein Beugen unmöglich wird.

Hausarzt

Ich ging mehrfach zum Hausarzt, der mir neben Kühlungen eine Schmerzsalbe und 1 Woche Ibuprofen empfahl. Die Ibuprofen haben nicht geholfen.

Chirurg

Ich sprach letztens dann bei einem Chirurgen vor, der den Zeh röntgen ließ und feststellte, dass dieser keinen Bruch erkennen ließe, aber Splitterfragmente auszumachen wären. Er vermutete, dass etwas mit den Bändern sein könnte, was ich beim Orthopäden abklären sollte. Bzgl. des Knies wäre er nicht zuständig. Als ich etwas mit ihm diskutierte, hat er ein paar Drehungen und Verrenkungen gemacht und gemeint, vom Knochen her sei nichts festzustellen. Ich solle den Schmerz akzeptieren und Schonhaltungen vermeiden.

Orthopäde

Heute hatte ich dann nach knapp 1,5 Monaten Dauerschmerzen beim Orthopäden meinen Termin. Entgegen der schlechten Bewertungen im Internet, war ich positiv überrascht. :)^ Die Praxis war leer, die Schwestern sehr freundlich und der Arzt ebenfalls sehr gesprächig. Leider zu meinem Nachteil, denn er war so in seinem Element, dass ich bei dem schnellen Schwall weder die Worte verarbeiten noch verstehen konnte (er ließ auch keine Zwischenmeldungen oder Fragen zu Oo). Es erfolgte erst einmal die Anamnese. Dann sollte ich mein Problem erklären. Als ich vom Zeh anfangen wollte, sagte er mir, dass es nicht sein Zuständigkeitsbereich wäre und sich da mein Hausarzt & der Chirurg ihren medizinischen Fachkenntnissen bedienen sollten :-o Da war ich dann etwas baff, aber gut... mir ging es vorrangig um mein Knie. Er stellte mir dann Fragen, die ich nur mit ja oder nein beantworten sollte. Kurzgefasst: Knieschmerzen außen neben dem Oberschenkelknochen bis nach vorn unter die Kniescheibe, stechend, primär bei Belastung (vorallem Treppen runter und bergab), keine Schwellungen, manchmal heißes Gefühl, Blockade des Schienbeins, nicht bei längerer Sitztätigkeit.

Er führte dann, wie der Chirurg einige Bewegungen durch und zeigte mir eine Übung (hinlegen, Knie durchstrecken, bis der Oberschenkel stark spannt, Fußzehen Richtung Nase ziehen), welche ich 6x 10 Sekunden alle 10 Minuten pro Stunde durchführen sollte. Um diese Übung auch im Alltag durchführen zu können, zeigte er mir noch weitere im Sitzen und gab mir einen Zettel (Knieschule - Gymnastikprogramm - Kniescheibenerkrankungen) mit, den ich regelmäßig bis Februar abarbeiten sollte. Die Diagnose ging irgendwie an mir vorbei ":/ Ich fasste Dinge auf, wie, dass sich mein Oberschenkelknochen verschiebt oder die Kniescheibe sich auf den Oberschenkelknochen schiebt (?) und dadurch eine Abnutzung des Knorpels gewährleistet wird, sowie auch Nerven eingeklemmt werden. Das kann bis hin zur Arthrose führen... Tjoa, ich hakte nochmal nach, wie man das nennt und er ratterte mir einen elendig langen deutschen Begriff runter Kniescheiben ... knorpel...hinter ...xxx :-| ??? Ich habe keine Ahnung...

Ich fand nun im Internet eine Beschreibung dazu, was er mir erzählte, aber da geht es um die Kreuzbänder ":/ :

Schmerzen beim Treppen abwärts gehen können auf einen Kreuzbandriss des vorderen Kreuzbandes hinweisen. Kreuzbänder sollen Oberschenkel und Unterschenkel stabilisieren und stabil im Kniegelenk verankern.

Sind die Kreuzbänder gedehnt oder gerissen, wird der Spielraum der Gelenkpartner im Kniegelenk zu groß: Vor allem beim Abstoppen oder beim Bergabgehen schiebt sich der Oberschenkelknochen ohne den Halt des Kreuzbandes aus dem Kniegelenk nach vorne und belastet Knorpel und Meniskus. Klinische Untersuchung (Überbeweglichkeit des Knies) und MRT (Kernspintomografie) durch den Kniespezialisten geben hier Gewissheit über die Ursache des Knieschmerzes. Ein Kreuzbandriss sollte nach unserer Auffassung stets durch eine operative Kreuzbandplastik stabilisiert werden, um Verschleiß von Gelenk-Knorpel und Menisken im Kniegelenk zu stoppen. Der Verschleiß wird durch die Überbeweglichkeit nach Kreuzbandriss verursacht.

Er war dann auch relativ schnell weg und hinterließ mir noch die Botschaft, dass die Schwester gleich noch röntgen würde. Dachte also, ich hätte nochmal eine Minute mit ihm bei der Auswertung. Es wurde geröntgt und beim Rausgehen, sagte die Schwester, ich könne mich dann wieder anziehen und gehen ??? ??? ??? Häh?

Fand das alles ein wenig verwirrend, vorallem das mit dem Röntgen nach der Behandlung und dann auch noch ohne eine Auswertung. Es macht doch mehr Sinn, das vor einem Gespräch durchzuführen? Oder hat das andere Gründe?

Ich hatte mir damals noch einen Reservetermin bei einem anderen Orthopäden geben lassen, den ich ehrlich gesagt, gerne wahrnehmen würde. Schon allein deswegen, um zu verstehen, was eigentlich Sache ist. Vielleicht auch mit etwas Beratung bzw. einem Dialog statt Monolog. Mich würde aber dennoch interessieren, was es nun sein könnte bzw. was mir da der Arzt für eine Diagnose gab. |-o Hat Jemand vielleicht eine Ahnung oder einen Hinweis für mich?

Schon einmal Danke fürs Durchhalten beim Lesen |-o

Antworten
BRig BarngJuTle


Es wurde geröntgt und beim Rausgehen, sagte die Schwester, ich könne mich dann wieder anziehen und gehen ??? ??? ??? Häh?

vielleicht meinte die arzthelferin ja damit, dass du ins wartezimmer gehen kannst? ":/ ich hätte ja direkt dort nachgefragt.

ich kenne es auch nur so, dass man geröntgt wird, dann eventuell noch mal kurz ins wartezimmer muss und wieder ins behandlungszimmer gerufen wird...

Mich würde aber dennoch interessieren, was es nun sein könnte bzw. was mir da der Arzt für eine Diagnose gab.

so wie ich das jetzt aus dem text herauslese, hat der arzt nur die klinischen beschwerden abgefragt/zusammengefasst. keine diagnose!? ich würde dort nochmal anrufen und mich genauer erkundigen.

den termin bei dem anderen orthopäden würde ich auch wahrnehmen, als zweitmeinung sicher nicht verkehrt.

T~eresxal


vielleicht meinte die arzthelferin ja damit, dass du ins wartezimmer gehen kannst? ":/ ich hätte ja direkt dort nachgefragt.

Naja, sie sagte vielmehr, dass ich dann gehen könne und wir uns dann im Februar sehen. Ein Patient vor mir kam auch aus dem Röntgenraum, zog sich an und ging dann wieder. Ich denke mal, dass das so gewollt ist/ war. Aber hab ich noch nie so erlebt ":/

ich würde dort nochmal anrufen und mich genauer erkundigen.

Hatte ich auch überlegt, aber ist mir irgendwie etwas peinlich |-o ;-D

T6e6reskal


Hi, ich wollte heute neben meiner Röntgenbilder auch eine Überweisung zum Ortho beim Hausarzt abholen, der mir mitteilte, dass eine zweite Ausstellung eines Überweisungsträgers im gleichen Quartal und gleichem Fachgebiet nicht möglich sei. Hatte nun versucht beim 2. Ortho anzurufen, aber der hat freitags scheinbar zu. Nun stehe ich da... Das Internet hat wieder zwei Meinungen und gibt nur B-Lösungen zu Fällen mit Praxisgebühren. Weiß Jmd., ob die Aussage vom Hausarzt stimmt und wie ich meinen 2.Termin dann wahrnehmen kann? Eigene Kosten? Oder ist eine Zweitmeinung im selben Quartal prinzipiell ausgeschlossen? ":/

Jhori


Eine Überweisung ist meines Erachtens heute nicht mehr notwendig. Du kannst auch direkt zu einem anderen Orthopäden gehen. Du hast das Recht, eine Zweitmeinung einzuholen. Und lass Dich beim nächsten Mal nicht wieder so überfahren. Frag solange nach, bis Du es verstanden hast. Frage konkret nach der weiteren Vorgehensweise. Es geht um Dich und Deiner Gesundheit!

Zum Thema Kreuzband: Es gibt bestimmte Untersuchungsmethoden (Drehen, Ziehen, Drücken), mit denen ein Arzt schon relativ genau sagen kann, ob etwas mit den Kreuzbändern ist. Im Zweifelsfall wird ein MRT gemacht.

TFeNresaxl


Hi Jori, leider scheint das doch nicht so einfach. Die Krankenkasse erklärte mir, dass man wohl bei bestimmten Ärzten einen Überweisungsträger einreichen muss. Ich hatte nun das Glück, dass der 2. Orthopäde keinen Schein brauchte, sonst hätte ich erst im neuen Quartal gehen dürfen. Alles sehr kurios hier ... %-|

Der 2. Orthopäde war entsetzt über den bisherigen Behandlungsverlauf und hat auch schon in sich reingekichert, als sie hörte, wo ich zuerst war. Sie hat den Verdacht auf ein Meniskusganglion, was ich nächste Woche per MRT abklären soll. Ebenso vermutet sie eine beginnende Arthrose. Die Knieübungen soll ich bis zum Befund einstellen. Nun heißt es wieder :)D

EKhemal7iger Nutz|erj (#x325731)


Ich brauche beim Orthopäden schon seit Ewigkeiten keine Überweisung mehr. Außerdem kann man sehr wohl zwei Überweisungen pro Quartal zum selben Facharzt ausstellen, hatte ich auch schon. Da hat dein HA einfach keine Lust ...

T7ereYsxal


Da hat dein HA einfach keine Lust ...

Das dachte ich auch erst und rief deshalb bei der KK an. Die erklärten mir aber, dass manche (Haus-)Ärzte nicht befugt wären, im Quartal 2x zum selben Fachgebiet zu überweisen. Ebenso verhält es sich auch mit den Fachärzten. Manche dürfen nur mit Überweisungsträgern abrechnen. Beim 1. Ortho stand bspw. ganz groß am Empfang, dass nur mit Überweisungsträgern behandelt werden könne. Was da genau hintersteckt, keine Ahnung. Da hattest du scheinbar bisher immer Glück.

Eahexmaligeur Nutzeor (#32x5731)


Na ja Glück? Ich brauche für keinen Facharzt eine Überweisung, lediglich der Neurologe will eine haben. Sonst keiner ....

B8igB8ang2Juvle


ich brauche auch keine überweisungen für einen facharzt. lediglich zur ambulanten behandlung im kh brauche ich eine überweisung pro neues quartal.

beim neurologen brauche ich nur eine bei erstvorstellung. jetzt für die kontrolluntersuchungen nicht mehr...

ist ja komisch, dass das so unterschiedlich geregelt wird.

naja, gut, dass du den zweiten termin wahrgenommen hast und nun genauer geschaut wird, was mit deinem knie nicht in ordnung ist! @:)

T&e,resaxl


Ein gesundes Neues ihr Lieben @:)

Ich habe nun heute meine Auswertung vom MRT gehabt. Laut meiner Orthopädin ist "nichts", was die Schmerzen an der Außenseite des Knies erklären würde. Sie hat mir jetzt 6x MT verordnet. Auf dem Schein steht "Verletzungen/ Operationen und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens - mittelseitig, Gelenkfunktionsstörungen, Bewegungsstörungen, Kontrakturen. Arthralgie des Kniegelenks; Faszienverklebungen."

Ich bekam nun den Befund in einem Briefumschlag ausgehändigt und als ich ihn gerade abheften wollte, steht da meiner Meinung nach nichts von einem "Nichts" ":/ :

"Leichte Belastungszeichen des VKB bei Verdacht auf Zustand nach alter Teilläsion tibianah. Keine komplette Ruptur. Der Innenmeniskus selbst stellt sich unauffällig dar ohne Degeneration oder rissartige Läsion. Direkt dorsal des Innenmeniskushinterhorn basisnah zeigt sich jedoch eine ödematöse Weichteilschwellung, welches hinsichtlich ihres Charakters nicht als parameniskale Ganglionzyste sondern eher als umschriebene reaktive Synovitis/ Kapsulitis, möglicherweise auch in Folge einer menisco-kapsulären Separation einzuordnen ist.

Ansonsten kein sicher pathologischer Befund, insbesondere kein Nachweis einer Chodropathie. Übriger Bandapparat und Außenmeniskus intakt, kein ausreichender Hinweis für ein Plicasyndrom."

Kann mir das Jemand übersetzen? Ist das an sich "nichts" und kann ebenfalls mit der manuellen Therapie bearbeitet werden bzw. verschwindet mit Zeit von selbst?

Lieben Dank im Voraus :-)

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