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Vkb Replasitk: Semi-/Graci gesundes Bein oder Quadrizeps?

mtom9ox75 hat die Diskussion gestartet


Hallo mal wieder.

Ich bin momentan mit aufegfüllten Bohrkanälen daheim und warte auf die noch ausstehende Operation zur finalen Instandsetzung meines Knie nach wieerholtem Riss des Kreuzbandes.

Die Zeit die ich hatte habe ich dafür genutzt, mich bei rennomierten Chirurgen und Fachleuten vorzustellen und zu erfragen, welche Operationsmethode sie jeweils für mich als die beste ansehen würden.

Nun bin ich Kassenpatient und mehr als ein paar mal kurz Rumdrücken, einen 30-sekündigen Blick auf die MRT Bilder und einen Schubladentest ist meistens nicht drin gewesen, auch wenn ich in den besagten Privatkliniken durch eine Sonderregelung meiner KK behandelt wurde und weiter werde.

Leider sind die Gespräche mit den Choriphäen eher Verkaufsveranstaltungen der jeweils persönlich bevorzugten OP Methode als sachliche und detailierte Abwägungen der jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf meine Voraussetzungen.

Ich habe in der finalen Auswahl nun die Arcus Sportklink in Pforzheim, wo mir ein Professor die Endo-Button Methode anrät, bei der das Vierfach-Bündel aus Graci- und Semisehne des gesunden Beins verwendet werden soll. Argument: Das ist die üblichste Methode und das Vierfach Transplantat hält grundsätzlich super. Endo Button schließt Schrauben aus.

Der zweite Kandidat, ein ebenfalls rennomierter Mensch aus der Focus Ärzte Liste, allerdings jünger und mit weniger "Lebenslauf" und wissenschaftlichem Hintergrund rät mir unbedingt zu seiner Methode, bei der das gesunde Bein gesund bleibt und aus dem geschäditen nun ein Teil der Quadrizeptssehne mit Knochenfragment der Kniescheibe verwendet wird. Fixierung über Mulde bzw. kleinen Bohrkanal und Titanschraube.

Die mir bekannten Entscheidungskriterien:

Auf den MRT Bildern zeigte sich nach dem Riss des ersten Transplantats eine deutliche Erweiterung der Bohrkanäle um die Bioschrauben herum. Leider habe ich keine Informationen erhalten, was genau zur Reruptur führte, trotzdem bin ich jetzt ein wenig ängstlich mit dem thema "Schrauben". Im Verlauf der im September erfolgten Revisions-OP wurden die Kanäle aufgefüllt und die Schrauben entfernt (Aussage operierender Prof: "rieeesig und noch kein bisschen "verwachsen" - gingen locker mit der Hand rauszudrehen"). Die vom zweiten Arzt angedachten Titanschrauben bei der Quadrizeps-OP sollen laut Arzt 2 da aber problemlos sein...

Ich habe grenzwertige O-Beine, die jedoch nicht mit korrigiert werden sollen, weil man sich die Option auf ein später eingesetztes künstliches "Gelenk" offenhalten will. Ist da die vollständige Verlegung der Sehnen in Bohrkanälen nicht besser als "außen oben drüber" von Mulde über Knochen und erst ganz am Ende ein bisserl "Tunnel"?

Hält denn so eine Muldenfixierung im Knochen besser als "2 fette Bioschrauben"? Rutscht da nix oben drüber, wenn mn mal schepp auftritt?

Der Innenmeniskus ist zum großen Teil entfernt worden. Ein Einsatz eines CMI Implantats wird von beiden Kliniken nicht angeraten (Haltbarkeit). Die Arthrose und damit das erwähnte künstliche Gelenk ist mir früher oder später also so sicher wie das Amen in der Kirche.

Ich bin 40, stelle aber keine großen sportlichen Ansprüche an mich, will aber endlich wieder stabil und schmerzfrei laufen können sowie meiner häufig knienden beruflichen Tätigkeit wieder nachgehen können.

Muskelaufbautraining mache ich aktuell so viel wie es schmerzfrei geht, ist mit DonJoy Orthese aber sehr unökonomisch. OP Termin soll im Februar sein.

Ich stehe nun also vor der Wahl einer der beiden Kliniken bzw. Operationsverfahren und habe wenig bis keine Ahnung, für welche ich mich entscheiden soll. Auch Ihr Helfer werdet mir die Entscheidung wohl nicht abnehmen können, aber vielleicht gibt es ja Erfahrungen ähnlichen Hintergrunds, weitere, mir bislang unbekannte Entscheidungskriterien oder Tendenzen, in die es nach meinen individuellen Voraussetzungen vielleicht gehen könnte.

Kurzum: Ich bin für jeden Austausch und jede Idee dankbar, die mich weiterbringt.

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