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Wirbelsäulen-Versteifungsoperation

N{atsu7miixi hat die Diskussion gestartet


Ich habe gleitende Wirbel und daher ständig Probleme. Nun hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie von einem widerrum anderen Bekannten gehört hat, der sich einer Versteifungs-OP unterzogen hat. Seither geht es ihm scheinbar besser. Wäre das auch eine Option für mich und was genau würde bei solch einer Operation überhaupt gemacht werden?

Antworten
ZfwCackx44


Google doch einfach nach "Wirbelversteifung". Das Thema ist zu komplex, um es in einem kurzen Beitrag zu kommentieren.

PxIA


Wäre das auch eine Option für mich

Das kann ich dir nicht sagen

und was genau würde bei solch einer Operation überhaupt gemacht werden?

Meine Mutter hat das wg. Osteosporose gemacht bekommen

Plump gesagt: es werden Platten an/auf die Wirbel geschraubt und diese Platten dann mit Stangen verbunden.

W=ode{hmousJe


Bei einer Spondylodese werden zwei oder mehr Wirbelkörper durch ein Schrauben-Stab-System miteinander verbunden (heute in der Regel durch Pedikelschrauben von hinten (= dorsal). Die eigentliche Versteifung ist aber nicht das, sondern die findet zwischen den Wirbelkörpern statt: Die Bandscheibe wird entfernt und Knochenspan und/oder ein Titankörbchen eingebracht, denn das Ziel ist, dass die beiden Wirbelkörper knöchern miteinander verwachsen. Dies wird je nach Indikation von vorne/seitlich (ventral) oder von hinten (dorsal) gemacht.

Eine Spondylodese ist ein schwerwiegender Eingriff, der nicht mehr reversibel ist und nur von sehr erfahrenen Wirbelsäulenchirurgen/Neurochirurgen durchgeführt werden sollte. Sie sollte niemals ins Blaue gemacht werden, sondern nur, wenn die Diagnose sehr sauber gestellt ist und wirklich alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind. Der Patient muss wissen, dass selbst bei bestem Op-Ergebnis und anschließender Beschwerdefreiheit oder -armut durch die physikalische Mehrbelastung infolge der Versteifung früher oder später die Nachbarsegmente so stark verschleißen (können), dass Folgeeingriffe notwendig sein können.

Das ganze ist also nichts, was man Bekannten von Bekannten von Bekannten eben mal so "empfiehlt", denn die Indikation für einen solchen Eingriff sollte wirklich von einem oder mehreren Wirbelsäulenspezialisten gestellt werden.

SypoUo*fxy


So etwas ist ein schwerer Eingriff und du solltest dich vor einer Entscheidung gründlich informieren. Meist werden eine oder mehrere Bandscheiben entfernt und die so entstandenen Hohlräume mit anderen, stabileren Materialien aufgefüllt. Das können zum Beispiel Metallplatten sein, aber auch Knochen, der an andere Stelle entnommen wird. Genauere Infos zur Methode findest du auch hier:

[[http://www.joimax.com/de/patienten/versteifungsoperation.php]]

Ich selbst habe so eine OP nicht gehabt, ich habe auch keine Probleme in diesem Bereich. Abere ein Bekannter meiner Schwester jedoch hatte vor einigen Jahren auf Grund von fortgeschrittener Osteporose dafür entschieden. Ich weiß, dass er lange Zeit nach dem Eingriff noch über Schmerzen und einen eingeschränkten Bewegungsapparat geklagt hat. Das ganze hielt sich für ca. 6 bis 7 Monate, wenn ich mich richtig erinnere. Heute geht es ihm jedoch super, die Schmerzen sind weg und er hat seine volle Bewegungsfähigkeit zurück.

Überlege dir gut, ob deine Probleme einen derart schwerwiegenden Eingriff zu rechtfertigen. Vielleicht kannst du auch nochmal einen anderen Spezialisten um Rat fragen und so einen zweite Meinung einholen?

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