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Knie OP - bitte dringend um Erfahrungen

S$unfVlo=wer_x73


Ich habe auch nur ein Knie von der Stange; aber immerhin eine spezielel Frauenprothese (etwas andere Proportionen). Es gabe hier eine Userin, die hat auch ein maßgeschneidertes Knie bekommen als Privatpatientin und eine tolle Reha, trotzdem gab es langfristig Probleme. Es MUSS längst nicht immer eine Maßanfertigung sein, um tolle Erfolge zu erzielen! Immerin wird ja in der OP individuell ausgemessen, welche Bestandteile man braucht.

Ansonsten habe ich ja im "meinem" Faden alles geschrieben; habe gerade leider keine Zeit, nochmals alles zu wiederholen.

SYunflAowerx_73


@ Wildkater:

Es gibt nicht umsonst Kunstgelenke. Denn ab einem best. Punkt geht es nicht mehr anders. Ich habe es bei meiner Ma gesehen, die schon lange Arthrose hatte, aber dann schlagartig kaum noch laufen konnte. Die jetzt flitzt wie ein Wiesel, 12 Monate nach der 2. neuen Hüfte.

Und bei mir wurde sehr lange auch unterschieden zwischen: "TEP ist erforderlich, rein medizinisch" aber "In DEM Alter operieren wir erstmal nicht". Die Empfehlung kam mit 35; die reale OP-Bereitschaft der Ärzte mit 41. Weil der Knochen massiv geschädigt war und man ja sogar die TEP zementieren musste (war nicht das Ideal der Operateure, aber ging nicht mehr anders).

SQchmi{dti7x0


Ich habe gerade auch erst in der Apothekenumschau einen Artikel über maßangefertigte Prothesen gelesen, da war auch der Tenor, dass es nicht immer besser sein muss. Es gibt wohl auch Kontraindikationen, aber ich bekomme es nicht mehr zusammen, was da genau stand.

@ Heute_hier:

Vor der OP wurde ich geröntgt und dabei wurde mir eine Metallkugel ans Knie geklebt, die dann als Größenmaßstab dient, welche Prothesengröße in Frage kommt. Da wird auch separat die Größe der Femurkomponente (Oberschenkelknochen) und der Tibia (Unterschenkel) bestimmt. Zusätzlich wurden Ganzbeinaufnahmen angefertigt zur Bestimmung der Statik.

Im OP gibt es dann mit der vorab bestimmten Größe einen "Probelauf", ob es passt, die Bewegung rund ist etc. Da wird dann auch die Größe des Zwischenteils, der die Menisken ersetzt bestimmt (wie dick das sein darf). Erst wenn alles passt kommen die endgültigen Komponenten ins Knie.

M#e*ssawggixo


20.03.16 10:48

Ich habe gerade auch erst in der Apothekenumschau einen Artikel über maßangefertigte Prothesen gelesen, da war auch der Tenor, dass es nicht immer besser sein muss

Der (negative) Hinweis auf die Apothekenumschau erheitert mich gerade sehr.

Der Sohn meiner Freundin ist Ghostwriter im Bereich Medizin, ganz wenige Einblicke genügten und ich vertraue nur mehr dem Arzt meines Vertrauens!

Gut, dass jeder freie Wahl hat.

Abgesehen davon war ich 17 Jahre unglücklich mit einem Apotheker verheiratet.

Als mündige Patienten hinterfrage ich immer, ganz besonders was die Verschreibung von Medikamenten betrifft.

Meine praktische Ärztin und mein Internist wissen Bescheid!

Lieben Gruß

SSchm\idti7x0


Nein, in Deutschland ist die freie Wahl durchaus eingeschränkt: als Kassenpatient kommst Du nicht zu jedem Spezialisten und in jede Klinik, es sei denn, Du zahlst selbst.

Maßanfertigungen werden die Technologie der Zukunft sein und dann sicher auch günstiger werden. Aktuell scheint es durchaus auch noch eine Kostenfrage zu sein.

Ob das jede Krankenkasse zahlt, wage ich auch stark zu bezweifeln. So wie z.B. auch nicht jede Krankenkasse jedem Renter die Verlängerung der Reha bewilligt....alles gerade mitbekommen.

Aber sei froh über Deine, ist doch gut, wenn Du für Dich alles richtig gemacht hast! ;-)

S!unfulowe2r_73


@ Schmidti:

Bei mir wurde es genauso gemacht. Spezielle Röntgenaufnahmen mit Markierungen, sowie die Ganzbeinaufnahmen. Und während der OP wurde mit Probekomponenten getestet, bevor dann die passende Größe endgültig eingebaut wurde.

hpeuutIe_hhierr


@ Schmidti,Messaggio und Sunflower

Ich bin so froh über die ganzen Informationen von Euch @:) :)^

Gestern und heute habe ich mir und meiner Mutter mal knieproblemfreie Zeit geschenkt.

Das Thema nimmt mich schon ziemlich mit. Hätte ich so nicht gedacht.

Es gibt doch sehr viel zu bedenken und zu beachten. Gut, das alles im Vorfeld etwas in Erfahrung zu bringen, denn meine Mutter verweigert sich da etwas. Werde morgen mal bei ihr nachfragen.

Das mit der Vollnarkose ist natürlich sehr sehr praktisch.

Ich weiß nicht, wie es mit ihren Armmuskeln aussieht.

sie sollte danach nur fit genug sein, sich dann an den Gehstützen fortzubewegen

Sollte man das vorher üben? Sie ist noch nie auf Krücken angewiesen gewesen im Leben.

Ich hatte im zarten Alter von 25 Jahren bei einem Beinbruch schon meine liebe Mühe mit den Gehhilfen. Meine Armmuskulatur war noch nie sonderlich gut ausgeprägt. Werfen kann ich bis heute nicht weit - irgendwas ist da in meine Beine gerutscht ]:D Radeln, rennen, schwimmen kann ich bestens.

Nächste Woche hat meine Ma den ersten Besprechungstermin. Ich bin ja so gespannt.

Sie hatte mir die Diagnose ihres Orthopäden in gekürzter Form per mail gesandt. Vielleicht sagen euch die Fachbegriffe mehr als uns:

Der Außenmeniskus ist intakt. Am Innenmeniskus erhebliche Extrusion der Intermediärportion, auch des Vorderhorns. Am Hinterhorn oberflächliche Unregelmäßigkeiten. Der mediale Gelenkspalt und Knorpelbelag ist nahezu aufgebraucht mit erosiven Veränderungen und begleitendem subkortikalem Knochenmarködem.

Chrondopathie bis Grad IV mit z.T. erosiven Charakter.

Läsion tibial zentral/interkondylär, z.T. durch Intertionszyste am hinteren Kreuzband bedingt, jedoch darüber hinausgehend.

Dd Knocheninfarkt möglich.

Euch wünsche ich weiterhin viel Freude an der neuen Beweglichkeit bzw. eine gute Genesung auf dem Weg zur Beweglichkeit @:) *:) @:)

Siunfnlower_x73


Wenn Sie die Chance hat: Ja, sie sollte das Gehen mit den Stützen vorher üben.

Meine Ma hatte vor Jahrzehnten einen Fußbruch und kam mit den Krücken damals gar nicht zurecht; war dementsprechend schon pessimistisch eingestellt. Letztlich hat sie sich überwunden und die Kurve bekommen - und bei der 2. Hüfte war alles kein Problem mehr.

Man muss ja auch sagen, dass eine komplette Entlastung seltenst erforderlich wird. Das macht es ein wenig einfacher.

Ansonsten:

Der Befund ist schon ziemlich deutlich. Wobe ich über "Differenzialdiagnose Knocheninfarkt möglich" stolpere. Bitte unbedingt erfragen!

S,chwm=idtYi70


Steht nicht ganz soviel über die Außenseite, aber die Innenseite klingt nicht gut. Grad IV bedeutet, dass dort der Knorpel weg ist und der Knochen frei liegt. Der Knochen selbst ist offenbar auch schon in Mitleidenschaft gezogen worden.

Der vordere Teil des Meniskus (Vorderhorn) wird bei der OP eh entfernt, das vordere Kreuzband auch.

In der Reha sind auch die Älteren an sich gut mit den Stützen zurecht gekommen. Das üben ja auch die Physiotherapeuten im Krankenhaus mit ihr. Ebenso Treppensteigen. Da ich ja schon ausreichend Krückenerfahrung habe, habe ich das immer "betreutes Laufen" genannt. ;-D

Wenn zementiert wird, darf sie auch schnell voll belasten, dann ist das auch nicht so anstrengend.

hteute{_himer


Frau Mama hat gerade angerufen ;-D

Sie hat wohl meine alten Stützen noch und will üben.

Der Knocheninfarkt wurde auch nicht weiter untersucht und ich habe ihr gesagt, dass sie da nochmal nachhaken soll. Der Orthopäde hat das nicht nochmal röntgen lassen.

Was man nicht vergessen darf (wirklich ein krankes Gesundheitssystem), es ist Quartalsende, die Budgets der Ärzte ausgeschöpft :-| Dafür können die Ärzte auch nichts.

Aber nächste Woche beginnt ein neues Quartal und sie ist gleich von Anfang an dabei :-D

@ Schmidti

Was bedeutet zementieren? Wird da das Knie wie beim Knochenbruch erstmal steif gestellt mit einem festen Verband (Gips).

Schon nächste Woche geht es los. Hoffentlich geht alles schnell über die Bühne. Wenn ich schon lese "freiliegender Knochen" da tut mir meine Mutter gleich doppelt und dreifach leid.

SNchmidOtHi7x0


Das heißt, dass die Prothesenteile mit Knochenzement verankert werden. Die Alternative ist eine Prothese, die einwächst. Zementieren ist wohl noch der Standard.

Gegipst wird nichts, das Knie wird ja gleich am nächsten/ übernächsten Tag zur Bewegung auf die Motorschiene gepackt... Das ganze Bein natürlich. ;-D

S3unfliower+_73


Das ganze, am Menschen befindliche Bein! ]:D

Das A&O nach einer solchen OP ist, möglichst schnell möglichst viel Beweglichkeit reinzubekommen. Da sollte man sich ein wenig auf "Zähne zusammenbeißen" einstellen.

Wie Schmidti schrieb:

"Zementiert" bedeutet, dass die Prothesenteile quasi "eingeklebt" werden. D.h. sie sitzen von Anfang an fest und es kann gut belastet werden. Das Gegenteil "unzementiert" bedeutet, dass die Prothesenteile nur aufgesetzt werden auf die Knochenschnitte und durch den quasi "nachwachsenden" Knochen, der sich mit der unebenen Prothesenseite verbindet, langsam einheilt. D.h. da darf man anfangs eben nicht belasten, weil es (wie ein Bruch) langsam einheilen muss.

Unzementiert ist im Hinblick auf spätere Wechsel etwas besser, andererseits gibt es mittletweile gute "Lösungsmittel", was die Kleber angeht, so dass es auch nicht mehr so problematisch ist.

OB zementiert wird, hängt von mehreren Faktoren ab. U.a. Knochenzustand; da meiner so schlecht war, musste man zementieren, obwohl ich recht jung bin und ein Austausch im Lauf des Lebens (also so um die 30 Jahre plane ich noch) wahrscheinlich wird.

S7chmzidtJi7x0


@ Sunflower

Und der Wechsel kommt mit Sicherheit auf uns zu, wenn wir nicht vorzeitig den Schirm zumachen, wie meine Kollegin immer so schön sagt.

Mittlerweile schockt mich der Gedanke daran aber nicht mehr ganz so, wie kurz nach der OP. Der Verarbeitungsprozess ist wohl schon im vollen Gange, auch wenn Einiges noch sehr unlustig ist. ;-)

S'unflowxer_73


Ja, der Wechsel kommt. Allein schon, weil ich nicht gedenke, vorzeitig abzutreten.

Mich schreckt der Gedanke auch nicht mehr. Ich weiß, dass dan ein paar schäbige Tage auf mich zukommen. Beim 1. Mal war's nur theoretisch, jetzt weiß man es praktisch. Aber eben auch, dass man es überstanden hat.

Für mich sind Ostern immer so ein Aha-Moment: 2014 habe ich hier den Weg zum Osterfeuer NICHT geschafft relativ steiler Weg zur Elbe runter).. 2015 ging es dann, aber ich merkte das Knie. Im Sommer/Herbst 2015 marschierte ich den Weg problemlos bzw. beklagte lediglich meine nichtexistente Kondition.

Kurzum: Man merkt an so Schlüsselmomenten, dass es vorgangeht. Bei mir zog es sich wirklich über ein Jahr. Und aktuell würde ich sagen, dass die Wetterfühligkeit nochmals deutlich nachgelassen hat. Und dass die Momente, wo ich "Oh, TEP im Knie" denke, immer weniger werden. Klar ist es irgendwie immer präsent, aber es rückt in den Hintergrund.

Blöd ist nur, dass mein anderes Knie seit Weihnachten zunehmend und bösartige Probleme macht. Ich werde aber den Teufel tun, die OP-Spirale von der ersten Seite zu wiederholen. Hat eh nix gebracht. Also irgendwann wohl auch da TEP. Aber erst, wenn mind. die 5 vorne steht altersmäßig. :-p

S'chmid7ti7x0


Das deckt sich dann ja ziemlich mit den Aussagen in der Reha, dass die künstlichen Gelenke durchaus 1-2 Jahre brauchen, bis sie den Endzustand erreicht haben.

Mir macht die Schwellung noch deutlich zu schaffen und (vermutlich in dem Zusammenhang) die Streckung beim Laufen. Ich habe jetzt angefangen, auf dem Fußboden auf der Gymnastikmatte zu sitzen und die Streckung zu üben...das ist ehrlicher als auf dem Sofa. ;-)

Jedenfalls denke ich immer artig an die 1-2 Jahre, wenn ich damit hadere, dass es noch hier und da zwickt... :)z

Mein anderes Knie meldet sich jetzt auch wieder seitdem ich die Schmerzmittel abgesetzt habe. Aber noch sehr leicht. Aber diese Seite ist noch komplett jungfräulich und ich hoffe, dass ich da auch ein normales TEP-Alter haben werde, wenns denn auch mal so sein sollte...Ich bin ja immerhin schon näher an der 5... ]:D

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